WARREN SUICIDE - Butcher Boy


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Leiternfabrik Schallplatten / SPV / LFSP CD002/SPV CDS-E055-35713

Neues von einer der coolsten deutschen Bands der letzten Jahre: WARREN SUICIDE! Nach dem schönen Album gibt es nun einen der eingängigsten Songs als Auskopplung, nämlich „Butcher Boy“. Neben sechs unterschiedlichen Remixen, findet man auf dieser CD auch den Videoclip zu dem Ohrwurm, der ausgesprochen gelungen ist und den Band üblichen sehr eigenen Comicstil voller schwarzem Humor weiter führt. Zudem kann man von der CD aus auch einen speziellen Bereich auf der Website der Band besuchen. Bei den Song-Remixen geht es mit dem „Transporterraum Short Cut“ los, der wohl für einen möglichen Radioeinsatz produziert wurde und ein wenig schleppend erscheint, wobei der Gesang fast sanft klingt. Der „Combichrist Remix“ ist recht monoton und erscheint wie ein Lo-Fi-Dub Mix. Den „Original Mix“ kennt man vom Album, bevor es die lange Version des „Transporterraum Remix“ gibt. Sehr minimalistisch, fast schon wavig und 80er jahre-mäßig. Der Höhepunkt ist danach der „Tok Tok Remix“, der völlig anders klingt, mit einem einfachen, tanzbaren Rhythmus. Dieser Mix des angesagten Tok Tok-Projektes gewinnt „Butcher Boy“ eine ganz andere Seite ab und ist alleine deshalb schon die beste Version auf der CD. Schließlich gibt es mit dem „Boon Remix“ noch einen hübsch eingängigen Pop-Mix. Sicher ist diese CD eher was für Fans der Band und für Remix-Freaks, als für den Gelegenheitshörer, da keine neuen Stücke drauf sind, aber ich bleibe dabei: der Minimal-Synth-Punk von WARREN SUICIDE ist einfach unvergleichlich! (A.P.)

Webadresse der Band: www.warrensuicide.com

FIELD DAY - Friction


Erstveröffentlichung: CD / Lethal Records

Und noch mehr guter Punkrock, diesmal aus den weiten Wäldern Kanadas. Man hört bei FRICTION auch, daß die Band aus Amerika kommt, sie hat ungemeine Popelemente in sich vereint, prima Melodien und erwachsene Songstrukturen, die komplexer sind, als bei gleichgearteten Bands, die sich teils auf Hymnen beschränken, die die z.Zt. sehr auf Punkrock abfahrende Jugend auch ordentlich mitgröhlen kann. FRICTION scheisst auf derartiges, ohne die Songs aber unnötig zu verkomplizieren, es sind einfach bloß keine Mitgröhlstücke, die meisten jedenfalls. Kleine Ausrutscher passieren natürlich, wie z.B. bei ""Time"", ein prima Song für Unterwegs. Textlich geht es bei FRICTION eigentlich ausschließlich nur um persönliche Dinge und Erlebnisse und Erfahrungen im Leben, sie wimmeln nur so vor ""I"", ""Me"" usw. Alles in allem ist FRICTION eigentlich ein bißchem mehr Punkrock, als andere Bands und versprüht nicht den Party-Charme anderer Bands, was ich hier aber unbedingt als positiv herausstellen möchte!!! Am besten mal austesten und gut finden. (H.H.)

PETER FIELD - Keep The Fire Burning


Erstveröffentlichung: CD 2000 / Höllenfeuer / Efa

PETER FIELD ist ein umtriebiger Mensch, hat in den 80ern in Punk-Bands gespielt, trat bei Fliehende Stürme live als Bassist auf, hat als Bluefield 2 Alben veröffentlicht, mit Substance Of Dream gearbeitet, ebenso mit Silke Bischoff, Shock Therapy und Generation X-ed. Nun hat PETER nach langer Zeit ein eigenes Solo Album mit Unterstützung der Sängerin Kemi Vita veröffentlicht. Um es vorwegzunehmen, es ist ein durchwachsenes Album. Beginnen tut es mit einem wavig-mystischen Stück im Stile des ersten Bluefield Albums. Es folgt ""Zerstörung"", ein Fliehende Stürme Cover, das sich sehr an die Originalversion hält. Danach geht es elektronisch-poppig weiter, sehr melodiös. Mit ""Vater Unser"" gibt es dann das klassische christliche Gebet in einer rhythmischen, leider aber auch unnötigen Version zu hören. Was soll der Scheiß ? ""Alles Wird Gut"" geht in die Darkwave-Richtung und hat einen blöden Text. ""Twisted + Pissed"" ist danach ziemlich doomig und eine Spur zu lang. Danach kommt ""Gallactic Millenium"", trotz des doofen Titels ein eigenständiger Darkwave-Titel, der auch nach der ersten Bluefield Scheibe klingt. Dann ein experimenteller Titel, naja... Mit ""Alkohol"" wird ein weiterer Klassiker gecovert, diesmal von Abwärts. Die Version ist treibend, teilweise zu hektisch und die Stimme klingt irgendwie dünn, ich ziehe das Original vor. Ausklingen tut das Album mit einem langweiligen Titel, der einige Breakbeat Einflüsse verarbeitet. 3 gute Songs, 4 mittelmäßige und 3 grottenschlechte, was soll man dazu sagen, bzw. schreiben? Eine EP oder MCD wäre besser gewesen. Schade eigentlich, aber ich ziehe die erste Bluefield Platte vor. (A.P.)

FIELDS OF THE NEPHILIM - Fallen


Erstveröffentlichung: CD 2002 / Oblivion Records / SPV

Jaja, lange war das Album angekündigt, doch Herr McCoy und seine Mitstreiter brauchten halt viel Zeit, um dieses Album fertig zu stellen, oder auch nicht. Wie in der „Fachpresse“ Orkzillducer ausgiebig berichtet, weigert Herr McCoy sich, Interviews zu dem Album zu geben, da er damit nicht zufrieden ist und von der Plattenfirma nicht mal ein Vorabexemplar bekommen hat und seine eigenen Lieder eigentlich auch gar nicht wieder erkennt. Was für Drogen nimmt dieser Mann? Ich meine, selbst, wenn die jetzt veröffentlichten Mixe nicht seinem Traum von einem Album entsprechen, ist dieses provokative Beleidigtsein doch nur lächerlich. Wie auch immer, die Plattenfirma ließ sich nicht mehr länger hinhalten und hat das Album nach einer Vorabsingle nun auf den Markt geworfen. Unzählige FIELDS Fans werden einen Dauer-Orgasmus haben. Da ich nie zu den ganz großen Verehrern dieser Band gehörte (obwohl ich sie trotzdem immer gut fand), ging ich etwas vorsichtiger an die Platte heran, zumal ich sie zu einem wirklich guten Preis in der „Strictly Limited Edition“ erstehen konnte. Hier gefällt schon mal das Äußere. Die normale CD in der normalen Hülle befindet sich in einer Samt bespannten und Gold bedruckten Schachtel, die zusätzlich noch eine Bonus-CD mit drei Titeln enthält, sowie drei aktuelle Bandfotos. Das ist schon mal ganz hübsch und für 13,99 € auch im Preis annehmbar, zumal das Teil mit Sicherheit bald ein Sammlerstück sein wird. Ach ja, Musik ist ja auch noch auf der CD...

Einerseits kann ich verstehen, dass Herr McCoy mit den nun veröffentlichten Mixen nicht ganz zufrieden ist, denn die Fassungen der Songs klingen sehr rau, fast wie etwas aufpolierte Demos. Das scheint zunächst nicht sehr professionell von der Plattenfirma, andererseits könnte das aber ein genialer Schachzug sein, denn gerade die nicht so perfekten Songs machen den Reiz dieser CD aus und ich kann mir vorstellen, das viele Leute gerade das toll finden. Ich gehöre dazu, denn glatt polierte Hochglanzproduktionen mag ich gar nicht. Stattdessen klingen die Lieder hier absolut ursprünglich und sind wohl mehr Gothic-Rock, als die FIELDS es noch auf ihrem bisher letzten Studioalbum „Elysium“ praktiziert haben (wobei „Elysium“ natürlich trotzdem ein Meisterwerk ist).

Musikalisch befinden sich FIELDS OF THE NEPHILIM heute irgendwo zwischen ihren alten Werken und dem McCoy Projekt The Nefilim, das heißt, alles ist deutlich härter, als früher, ohne jedoch allzu sehr in Metal-Gefilde abzugleiten. Auch, was das Artwork angeht, ist man sich treu geblieben, so dass die alten Fans eigentlich bedenkenlos zugreifen dürfen. Ein bisschen hege ich ja die Hoffnung, dass durch dieses Album der derzeit von Electro- und Future-Pop-Geseiere klassische Gothic-Rock ein Revival erleben wird. Wünschenswert wäre es allemal. Was soll man sonst hierzu schreiben? Wer die FIELDS früher mochte und wer auf etwas härteren Gothic-Rock steht, mit Gothic-Metal aber nix anfangen kann, wird hier perfekt bedient. Ob „Fallen“ ein Klassiker von der Größe der Alben „The Nephilim“ und „Elysium“ wird, muss sich erst noch zeigen. Zumindest hat die Band sich eindrucksvoll zurück gemeldet.

Trotz (oder gerade wegen) der ganzen Streitereien hat die CD ihre Existenzberechtigung und es würde mich nicht wundern, wenn bald eine „Digitally Remastered Version“ oder so des Albums rauskommen würde, da kann man dann nämlich bei den Sammlern gleich noch einmal abkassieren. (A.P.)

Nach über einem Jahrzehnt ein neues Album von Fields of the Nephilim (www.fieldsofthenephilim.co.uk) oder soll es nur als ein solches verkauft werden? Man hört und liest überall, dass Carl McCoy, Kopf der Band, sich weigert, diesen Release zu autorisieren und anhand des vorliegenden Ergebnisses mag ich das auch gern glauben. Das Album mit einer Länge von 40 Minuten, bei dem von den 10 Songs 2 Songs (""Darkcell AD"" und ""One More Nightmare"") schon vor länger Zeit als Maxi veröffentlicht wurden und 2 weitere Songs (""Dead To The World"" und ""Premonition"") nichts weiteres als Intros zu den darauf folgenden Liedern zu verstehen sind, wirkt unfertig und unproduziert. Einfach nur Stückwerk. Die Qualität der Alben ""The Nephilim"" und ""Elizium"" wird in keinster Weise erreicht. Es drängt sich verstärkt der Eindruck auf, dass die Plattenfirma schnell Einnahmen generieren möchte und es gibt leider einige Szene Zeitschriften, die dieses Stückwerk auch noch enorm pushen. Demjenigen, der an den Kauf dieses Albums denkt, kann ich nur dringendst empfehlen, sich dieses Album vorher genau anzuhören, denn außer ""Hollow Doll"" mag ich keinen wirklich guten Song entdecken. Schade, da ist eine Chance vertan worden. Bleibt nur zu hoffen, dass Carl McCoy mit einer anderen Plattenfirma noch einmal richtig zurückkommt. deathwalker

SYD FIELD - Drehbuchschreiben für Fernsehen und Film


Erstveröffentlichung: Buch 2001 / Econ Taschenbuch

Die Nachfrage nach guten Drehbüchern ist heute höher denn je und das Buch habe ich mir angeschafft, weil es mich ankotzt, das Drehbücher nur noch aus aneinandergereihten Klischees bestehen und immer wieder die gleichen Geschichten erzählen und ich es gerne selbst einmal ausprobieren wollte. Sicher, so arrogant bin ich nicht, dass ich glauben würde, die bahnbrechenden Drehbücher zu schreiben, doch es gibt Genres, die meiner Meinung nach schon lange nicht mehr bedient wurden. Da ist zum Beispiel das Zombiefilm-Genre, einen Zombiefilm im Stile von „DAWN OF THE DEAD“ oder „GEISTERSTADT DER ZOMBIES“ würde ich gerne schreiben und gute Ideen schwirren mir schon lange im Kopf herum. Mir ging es bei dem Kauf des Buches darum, etwas über die Spannungskurve innerhalb eines Drehbuches zu lernen, über Charakterdarstellung und Charakterentwicklung sowie natürlich auch über die äußere Form eines Drehbuches, wie so etwas überhaupt aussieht. Viele Fragen wurden beantwortet. Wie man Geschichten entwickelt und wie man Charaktere entwirft. Das ist gut und plausibel geschrieben und SYD FIELD nutzt beim Schreiben die Methode, immer wieder alles zu wiederholen, bis man gar nicht mehr anders kann, als es sich zu merken. Der Informationsgehalt im Buch ist nicht so extrem hoch, man hätte die reinen Fakten auf ein paar Seiten zusammenfassen können, doch es geht ja darum, dass man alles behält und das ist so. Die Entwicklung einer Spannungskurve ist auch gut gelungen. Anhand von Schemata ist das leicht nachzuvollziehen, doch eine Sache stört hier etwas. Die Erstauflage des Buches ist von 1979! Das Buch wurde zwar ständig überarbeitet, doch es stellt Dinge dar, die 1979 unumstößlich waren, doch ich wage zu behaupten, dass große Filme gerade durch den Bruch dieser Regeln erfolgreich werden. Gut, aber um Regeln zu brechen, muss man sie beherrschen. Das hat FIELD hier gut dargelegt. Wer Regeln bricht, weil er sie einfach nicht kennt, läuft in Gefahr, sich zu blamieren, doch wer bewusst Regeln bricht, fällt auf und kann angenehm provozieren.

Dem Entwurf von Charakteren widmet sich SYD FIELD ebenfalls viel Zeit, der Entwicklung der Charaktere innerhalb des Filmes allerdings wieder etwas wenig. Hier hätte man mehr machen können.

Was eindeutig zu kurz kommt im Buch ist die optische Form eines Drehbuches. Wie ein Drehbuch getippt sein muss, wo Dialoge hinkommen, wo und wie man Geräusche beschreibt oder eine Szene beginnt oder beendet, wird hier leider nur angerissen. Das muss man sich anhand einer Szene aus „CHINATOWN“, die hier abgedruckt ist, selbst erarbeiten mit Hilfe einiger kurzer Erklärungen.

Ergänzt wird das Buch von Darstellungen anderer Profis. Es gibt Tips für Anfänger, wie man für Serien, Kinofilme und Daily Soaps schreibt, was man beachten muss, wenn man für private Fernsehsender oder für öffentlich-rechtliche Sender schreibt, was man beim Thema „Geld und Recht“ beachten muss, Adressen für Weiter- und Ausbildung und Tips, welche Computerprogramme man nutzen kann sowie ein kleines Fachbegriff-Lexikon.

Ca. 240 schnell und leicht zu lesende Seiten und ein günstiger Taschenbuchpreis von knapp 10 Euro machen das Buch im Großen und Ganzen empfehlenswert. (H.H.)

FILTER - The Amalgamut


Erstveröffentlichung: CD 2002 / Warner

Drei Jahre hat es gedauert, bis nach dem Album „Title Of Record“ nun endlich die nachfolgende Platte auf den Markt kommt. FILTER ist die Band um Richard Patrick, der vorher bei den NINE INCH NAILS die Saiten gezupft hat und nun FILTER gegründet hat und dort für den Gesang zuständig ist. Das erste Album war ein absolutes Highlight und bot Songs, von denen man nicht einen als Ausfall zählen kann. Auch diese Platte bietet wiederum durchgängig echte Knaller an und im Ganzen hat die Band an Härte zugelegt. Einen brachialen und fast monumentalen Bretter-Teppich lässt man hier auf den Zuhörer los, ohne aber auf die Melodien zu verzichten. Und die Synthesizer hat man auch dieses Mal nicht vergessen, ein wunderbares Crossover entsteht dadurch und man muss auch eindeutig sagen, dass die Musik trotzdem eingängiger und leichter verdaulich geworden ist, obwohl sie bis über beide Ohren rockt. Die letzten beiden Tracks sind zwar etwas gewöhnungsbedürftig und lassen vermuten, dass man mit diesen einfach die Lauflänge der CD in die Höhe treiben wollte, aber auch die haben ihre Reize, wenn auch keine FILTER-Reize. Anspieltips sind die Ballade „Where Do We Go From Here“ (die meines Wissens auch als Singe ausgekoppelt wurde), “The Missing”, “So I Quit” dank des harten Textes und „The Only Way (Is The Wrong Way)“. Wer das vorige Album mochte, muss sich auch „The Amalgamut“ zulegen. (H.H.)

Webadresse der Band: www.officialfilter.de

FINAL VIRUS - Puppet Master


Erstveröffentlichung: Maxi-CD / Shock Records / Carlton

Die neue Maxi-CD der Aachener Band FINAL VIRUS ist schon ein wenig gelungener. Man kommt nun mit einem zweiten Album namens ""Mirror"" auf den Markt und die Single-Auskopplung ""Puppet Master"" hat mehr Potential als die letzte Maxi ""Radar Love"". Es wird im Info immer noch der Begriff Art-Core verwendet, den ich aber für FINAL VIRUS so gar nicht passend finde. Es ist immer noch Rockmusik, nicht aufdringlich, mit guten Melodien, vor allem bei dem schönen ""The Unknown"". Es gibt übrigens auch einen neuen Sänger in der Band mit Namen UWE PRÖCKL. Am Schluß gibt es noch einen fast 8-minütigen Goa-Mix von D.J. Quark. (H.H.)

FINAL VIRUS - Radar Love


Erstveröffentlichung: Maxi-CD / Shock Records / Carlton

Eher bodenständige Rockmusik hört man von der Band FINAL VIRUS. Auch wenn das Info auf den Begriff Art-Core besteht, kann ich diesem nur bei dem dritten und letzten Song der CD zustimmen. Die restlichen Songs haben zwar auch leichte Tendenzen, doch ist die Rockschiene durchaus dominanter, was nicht nur daraus resultiert, daß man den (furchtbaren) Rocknöhler ""Radar Love"" von Golden Earring als Zugpferd benutzt. Vielleicht bin ich deshalb auch etwas voreingenommen, denn ich bin kein Freund von Coverversionen, wenn man ihnen nicht das gewisse neue Etwas gibt, den Kick nämlich, der den Song von der Originalversion unterscheidet und sie möglichst sogar noch toppt, oder den Kick, der dem Song eine völlig neue Bedeutung gibt. Na ja, wenn sich die Band noch etwa weiter entwickelt, kann durchaus was draus werden, denn wieviele Bands dieses Genres gibt es, die eine Posaune in ihrer Instrumentierung aufzählen können? (H.H.)

FINE MOTION - 36


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Karidome

Zu dieser CD habe ich überhaupt keine Infos und es sind auch keine Infos zu finden, jedenfalls keine Infos, die ich verstehen kann, FINE MOTION jedenfalls ist ein Projekt von Yasushi Miura und der Umschlag, in dem sich diese CD sowie ein paar weitere befanden, kam direkt aus Japan. Auf der CD selbst befinden sich 8 Tracks, bezeichnet mit „Track 1“, „Track 2“ und so weiter. Ganz grob gesagt handelt es sich hierbei um Electromusik, allerdings keine, bei der man mitsummen kann, es sind vertrackte, verschrobene Songstrukturen, die vollkommen nervös machen. Da laufen Sequenzen zielgenau versetzt elektronischen Klickerklacker-Rhythmen entgegen, leichte Acidklänge hämmern hinein, werden weggedreht und wieder lauter gemacht und so weiter und so fort. Man kann das kaum Beschreiben, ist vielleicht eine Art Drum´n Bass, aber weitab jener kommerziell ausgerichteter Prodegy-Tracks. Ob und wie man diese CD kriegen kann, kann ich nicht sagen, hier aber die Kontaktdaten via Internet. (H.H.)

Webadresse der Band: http://karidome.hp.infoseek.co.jp

THE FIRSTBORN - The Unclenching Of Fists


Erstveröffentlichung: CD 2005 / Procon Media

THE FIRSTBORN kommen aus Portugal-Gefilden und haben sich ohne Wenn, aber mit Aber dem Deathmetal verschrieben. Zu dieser Stilrichtung allerdings gesellen sich manch fast schon verwirrende Elemente, die man so noch nie oder eher selten in diesem Genre gehört hat. „The Unclenching Of Fists“ ist nämlich ein Konzeptalbum und handelt vom tibetischen „Buch der Toten“. THE FIRSTBORN haben ihre Texte danach ausgerichtet, aber, und hier ist das Aber, auch die Musik. Es gibt jede Menge indische und anderweitig asiatische sowie auch orientalische Folklore-Emelente zu hören, die sich komischerweise hervorragend in die Musik einpassen. Es gibt Sitar, tibetische Gesänge, jede Menge Perkussions und jede Menge mehr. Beim Metal konzentriert man sich auf Old School-Deathmetal, gepaart mit Gothic- und Doom. Es kann sein, dass Deathmetal-Fetischisten der konservativeren Art erschreckt die Köpfe einziehen werden, doch wer etwas offener ist, wird hier durchaus glückliche Momente erleben. (H.H.)

50.000.000 ELVIS FANS CAN´T BE WRONG - 50.000.000 Elvis Fans Can´t Be Wrong


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 1992 / Marsh Marigold Records

Das ist eine echt kleine CD, eine jener CDs, die man in die Mitte des CD-Tellers legt. Leider ist es auch eine CD, die man sicherlich nirgendwo zu kaufen bekommt und nachdem ich die Band bei der legendären ""ULTIMATIVEN ALLES-SHOW"" 1992 einmal live begutachten durfte, habe ich leider nie wieder etwas von ihnen gehört. Das ist wirklich schade, denn die vier Stücke auf dem Tonträger sind alle richtig gut. Es ist dieser wunderbare Gitarrenpop, der mich am ehesten an Bands wie Throw That Beat In The Garbage Can erinnert, ganz besonders deshalb, weil auch noch so eine zarte Mädchenstimme zu hören ist, die mitunter paarweise mit einem, ebenfalls zartgestimmten Jüngling im Duett trällert. Das ist einfach schön und unaufdringlich und ich würde gerne wissen, was diese Hamburger Band heute tut. Wir würden sie gerne wieder einladen zur ""ULTIMATIVEN ALLES-SHOW"". Wenn Ihr diese Zeilen also lest, meldet Euch doch mal bitte. (H.H.)



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