BAT ATTAKK - Thecreepingteenagemutant- vampiresofdoomcomingfrom- outerspaceinvadeearthfor- thethirdtimeusingplannineagain


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Private Release

Bandname, Cover, CD-Titel, Songtitel und die Namen der Musiker Riediger (Das Faktotum) und Dr. G. Metzel machen schon ohne das Anhören der Musik klar, was man in etwa erwarten darf. B-Movie-Horror-Trash-Goth-Punk-Rock oder so ähnlich. Selbst nennt die Band ihren Stil Sci-Fi-Horror-Synth-Trash. Die Misfits dürften zu den Vorbildern gehören und legendäre Filme wie Ed Wood´s „Plan 9 From Outer Space“ dürften einen nicht geringen Einfluss auf die Musiker gehabt haben. Das klingt doch alles schon mal richtig gut. Man legt also gespannt und voller Vorfreude die CD ein und bekommt im Prinzip auch das Erwartete geboten, nur, dass es sich weniger um punkige, harte Klänge, als um relativ normalen Gothic-Rock mit Horror-Themen handelt. Nicht, dass das jetzt jemand falsch versteht: die Musik trifft ziemlich genau meinen Geschmack, aber ich hätte irgendwie durch das ganze Drumherum etwas deutlich Trashigeres erwartet. Die Soundqualität der selbst produzierten CD-R ist einwandfrei, nur vielleicht etwas zu glatt abgemischt und zu wenig druckvoll. Ich nehme stark an, dass die Band live weitaus mehr rockt. Vier Tracks (plus vier jeweils dazugehörige Intros), die perfekt als Soundtrack für die „Munsters“ passen würden, aber von denen ich ehrlich gesagt aufgrund der Aufmachung etwas mehr Power erwartet hätte. Aber das wird schon noch und live würde ich mir die Band sofort ansehen, wenn sich mal die Gelegenheit bietet. Wer auf Death-Rock und die dazugehörigen Partys und Konzerte steht, sollte die Band mal antesten. Ach ja, einen so genannten „Hidden Track“ gibt es auch noch. (A.P.)

E-Mail-Adresse der Band: bat-attakk@web.de

GEISTERFAHRER - Topal


Erstveröffentlichung: LP 1983 / Konkurrenz

Das dritte Album der Hamburger GEISTERFAHRER zeigte die Band mit verändertem Line-Up und gleichzeitig musikalisch gewandelt. Die dunklen und dennoch punkig aggressiven Stimmungen der ersten beiden Platten hatten sich verändert und auf der ersten Plattenseite einem teilweise funkigem Bass Platz gemacht, der die Songs der Gruppe weniger trostlos erscheinen ließ, wobei aber der sehr eigene, stakkatohafte Gesang geblieben ist, so dass sich eine recht eigenwillige Mischung ergibt. So bleibt jeder Titel sofort als GEISTERFAHRER-Song erkennbar. Aber auch einige gruftige Momente blieben erhalten, so zum Beispiel im grandiosen „Jetzt Oder Nie!“, das hat fast schon Batcave-Qualitäten. Auf der zweiten Seite der LP klingen die GEISTERFAHRER dann wieder eher so, wie man sie von vorher kannte, dunkel, schräg, monoton und irgendwo zwischen Neue Deutsche Welle und frühem Gothic-Sound, man achte nur auf die Gitarren im Titelstück „Topal“. Auch Bass und Schlagzeug dürften hier das Herz eines jeden frühen Wavers erfreuen. Der Song ist sicher der beste auf dieser LP und wer die gute alte Band Mask For mag, wird dieses Lied lieben! Die dritte LP der Hamburger kommt zwar aufgrund der ersten 3, 4 Lieder nicht an „Schatten Voraus“ und „Fest Der Vielen Sinne“ heran, aber letztendlich kann sie mit einigen echten Knallern dann doch überzeugen. (A.P.)

GEISTERFAHRER - Fest Der Vielen Sinne


Erstveröffentlichung: LP 1981 / Konkurrenz / Phonogram

Nach der dunkel-experimentellen Debut-LP „Schatten Voraus“ erschien 1981 das zweite GEISTERFAHRER-Album „Fest Der Vielen Sinne“, das rauer und schräger erschien und bewies, dass die Band um Michael Ruff, Matthias Schuster und Jürgen Weiss nicht dem Stillstand verfallen war. Während sich deutschlandweit die Musikszene auf die Kommerzialisierung der Neuen Deutschen Welle vorbereitete, schufen die drei Hamburger weiterhin ihre so gar nicht radiotauglichen, skurrilen Kompositionen, die aber häufig doch eine hypnotische Eingängigkeit besitzen und bei denen der Bass auch gerne mal funkige Rhythmen aufnimmt. Ihr kleines, hoch verdientes Stück vom großen NDW-Kuchen erlangte die Band dann doch noch mit dem Stück „Himmel Auf Erden“, das auf vielen NDW-Samplern erschien und beinahe schon punkig erscheint, dabei aber genau den damaligen Zeitgeist trifft. Stilistisch lassen sich die GEISTERFAHRER überhaupt nicht festlegen, so klingt „Schnee Blind“ beinahe nach frühem Gothic zwischen Ausgang und Belfegore, für mich einer der besten GEISTERFAHRER-Songs überhaupt und wert, auf einem vielleicht irgendwann mal erscheinenden weiteren „Ghostriders Of German Gothic“-Sampler gewürdigt zu werden. Auch „Blumen“ geht in dieselbe Richtung und kann mitreißen. „Leiser Tod“ hingegen klingt wieder nach typischem, frühen NDW-Sound. Vielen Stücken gemein ist die schneidende Gitarre, der monotone Bass und der schräge Gesang, der immer zu fesseln vermag. Ein lupenreines Dark Wave-Monster ist zum Schluss dann noch „Die Stimme Der Erde“, womit eine weitere großartige Platte aus der frühen GEISTERFAHRER-Zeit endet. (A.P.)

GEISTERFAHRER - Schatten Voraus

Wiederveröffentlichung: CD 2005 / Plastic Frog Records/NLW / SX Distribution
Erstveröffentlichung: LP 1980 / Konkurrenz / Phonogram

Schon nach der ersten Single auf Zick Zack unterschrieben die GEISTERFAHRER aus Hamburg beim Phonogram Sublabel Konkurrenz, dass sie wohl mehr oder weniger auch selber leiteten. Dort kam dann als erste Veröffentlichung auch die erste LP der Band heraus und untermauerte den wegweisenden Charakter der Band. Meiner Meinung nach waren die GEISTERFAHRER damals die absolut wichtigste Band der Neuen Deutschen Welle neben Palais Schaumburg. Diese beiden Gruppen haben den deutschen New Wave definiert und ihm eine eigene Identität jenseits angloamerikanischer Vorbilder gegeben. Bei den GEISTERFAHRERN geschah das vor allem durch den eigenwilligen Gesang und die Verbindung von experimentellen und düsteren Klängen. Die beiden Songs „Das Haus“ und „Schatten“ können vielleicht als die ersten deutschen Gothic/Dark-Wave Songs gesehen werden, vor allem der letztgenannte Titel kann es mit Bauhaus´ „Bela Lugosi´s Dead“ aufnehmen, ohne als Verlierer dazustehen. Vergleichen kann man die GEISTERFAHRER eigentlich mit keiner anderen Band, denn alle ähnlichen klingenden kamen erst später. Insofern muss man „Schatten Voraus“ eindeutig zu den ganz wichtigen NDW-Platten zählen, die in jede Sammlung (unkommerzieller) deutscher Platten gehören. Kaum vorstellbar, dass ein Majorlabel heute noch derartig sperrige Musik veröffentlichen würde. Ein Klassiker! (A.P.)

25 Jahre hat es gedauert, bis dieser Klassiker der Neuen Deutschen Musikbewegung, damals Ende der 70er und Anfang der 80er, auf CD heraus kam. Die Hamburger Gruppe GEISTERFAHRER hatte vorher als erster Künstler auf ZickZack Records die „Klagemauer“-Single veröffentlicht. Und dann kam diese LP, mit dem Titel „Schatten Voraus“. Zu diesem Zeitpunkt war die deutsche Musikszene so kreativ wie noch nie, so experimentierfreudig und mutig. Auch GEISTERFAHRER gingen ihren Weg, bepackt mit einem großen Rucksack voller Ideen. Die Musik ist dunkel, bedrückend, Joy Divisions Geist schwebt über dieser Produktion, ohne diese Giganten zu kopieren. Die Texte sind lyrisch, verdreht, abstrakt, hart…eben genial. Die Stimme oft mehr Sprechgesang, verfremdlich und manchmal monoton. Und genau das ist der springende Punkt: eins passt zum anderen. Man will nicht glauben, was man da hört, dass dies eine deutsche Produktion ist. Michael Ruff, Matthias Schuster, Hans Keller und Jürgen Weiss haben mit diesem Longplayer etwas Unvergessenes für die deutsche Musikszene geschaffen. Außer der LP sind auf der CD noch sechs bisher unveröffentlichte Songs aus den Jahren 1979 und 1980. (S.B.)

GEISTERFAHRER - Geisterfahrer


Erstveröffentlichung: 7 Inch 1980 / Zick Zack

Alleine bei der Katalognummer ZZ1 dürfte allen NDW-Fans und Sammlern dieser Richtung das Wasser im Munde zusammenlaufen und die Finger feucht werden. Die ""Geisterfahrer"" 3-Track-Single war die erste Produktion auf dem legendären Zick Zack Label von Alfred Hilsberg, der noch unzählige heute gesuchte Platten folgen sollten. Aber auch die GEISTERFAHRER, damals bestehend aus Michael Ruff, Matthias Schuster, Jürgen Weiß und Hans Keller begannen mit dieser Platte ihre Karriere, in der sie eine ganze Reihe von guten Platten produzierten, zum einem unter dem Namen GEISTERFAHRER, zum anderen in verschiedenen Nebenprojekten. Fast alle diese Platten sind heute rare und meist teure Sammlerstücke. Die GEISTERFAHRER sind irgendwie der Inbegriff der Neuen Deutschen Welle und der Independentszene. Aufgenommen im eigenen Homestudio, veröffentlicht als erste Produktion auf einem unabhängigen Label und vertrieben im kleinen, aber ebenfalls unabhängigen Rahmen. Nicht umsonst steht auf der Coverrückseite ""Eine individuelle Platten-Produktion"". Auch das einfache schwarze Cover zeugte von großem Selbstvertrauen, in Zeiten, in denen in Deutschland knallbunte Discoproduktionen die Charts beherrschten.Musikalisch ist bei den drei Titeln ""Geisterfahrer"", ""Unschuld"" und ""Öl"" Minimalismus angesagt, alles ist auf das nötigste reduziert und obwohl die Klänge eher avantgardistisch anmuten, ist der Punkspirit noch zu spüren. Sicherlich rührt der Minimalismus auch daher, daß man damals einfach keine anderen musikalischen und aufnahmetechnischen Möglichkeiten hatte. Wer Neue Deutsche Welle in Reinform hören will, sollte die GEISTERFAHRER nicht ausser Acht lassen, allerdings dürfte das Vergnügen, diese Platte in seinen Besitz zu bringen, nicht ganz billig sein. Lohnen tut es aber auf jeden Fall. (A.P.)

GEKO - Join My Pretty World


Erstveröffentlichung: CD 1994 / Pen Records

Eine Monster-CD erreichte mich vor kurzem aus den USA, für mich bisher die Überraschung des Jahres, Von GEKO hatte ich noch nie etwas gehört, lege dieses Meisterwerk inzwischen aber fast jeden Tag auf. Haiko sagte zu diesem Werk schlicht und einfach: Obergenial, mir fehlen die Worte! Nun ich will versu­chen, etwas dazu zu sagen: Gleich der Opener ist absolut mitreißend und dürfte sogar Gothics gefallen, obwohl GEKO keinen Gothicrock machen. Düster schleppend dröhnt Dir „She Says“ seine Energie in die Ohren. Auch die folgenden Songs bieten keinerlei Chance zu negati­ver Kritik. Etwas erinnern tut das Ganze an die legendären Swans zu ihren besten Zeiten, dies aber nur als Eckpunkt für den geneigten Leser, denn eine Swans-Kopie sind GEKO nicht, weil Kopien ja grundsätzlich schlechter sind als das Original (bringt das Wesen einer Kopie halt mit sich). Ich persönlich bin mir heute aber nicht mehr so sicher, welche Band ich besser finde. Ihr bleichgesichtigen, schwarz gekleideten dort draußen, die Ihr das hier lest: Bestellt Euch dieses Meisterwerk sofort oder zieht Euch wegen Unwissenheit und Ignoranz schnellstens aus der Szene zurück und setzt Baseballkappen verkehrtherum auf. (A.P.)

GELéE ROYALE - Wir schießen nicht daneben


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Niesom / Trost

Das Label Niesom aus Österreich bringt einen weiteren Output in Sachen „experimentelle Popmusik“. Länger hat man von GELÉE ROYALE nichts gehört, doch nun sind sie wieder da und das, in meinen Augen bzw. Ohren, besser denn je. Die Musik hat sich stark gewandelt. Anfangs war alles etwas durcheinander, zufällig, doch nun haben die Herren das Retro-Stahlschlagzeug entdeckt, so wie ihre Kollegen Beinhaus aus Deutschland. Das bringt natürlich ein bisschen Einstürzende Neubauten-Flair hinein, aber GELÉE ROYALE lassen dazu auch ihre netten Analog-Synthesizer dudeln und bringen Texte, die sich Blixa Bargeld nie zu singen getrauen würde, oder kann man sich vorstellen, dass er auf der Bühne Sätze wie „Im Winter ist dein T-Shirt zu kalt, zieh den Anorak an“ von sich geben würde? GELÉE ROYALE tun das und das übrigens mit Klasse und Stil. „Anorak“ ist eh mein liebstes Stück auf dem neuen Album, doch auch der Opener „Toyota“, in dem genüsslich ein Werbespruch aufgeweicht wird, könnte ein Klassiker werden. „Vittorio Brambilla“, eine Hommage an den Rennfahrer, ist ein Stück, dass gen Unendlichkeit segelt und „Du leuchtest“ gleich mit in seinem Sog verspeist. Weiterhin klasse: „Sex Machine“ mit NDW-artigen Anleihen. Alles in allem das Beste, was GELÉE ROYALE bislang zu bieten hatte. (H.H.)

GELéE ROYALE - Diverse Vögel


Erstveröffentlichung: CD 2001 / Wüstenkatz / Trost

Die Musik von GELÉE ROYALE kennt man vielleicht schon von ihren ersten Veröffentlichungen oder den paar Samplerbeiträge, zuletzt zum Beispiel vom „Popfakes“-Sampler aus dem Jahre 2001. Das Wort Popfakes beschreibt die Musik von den Österreichern GELÉE ROYALE eigentlich schon ganz gut, Es ist zwar irgendwie Popmusik, doch irgendwie auch nicht. Ihre Musik besteht aus Drumcomputer, Gitarre, Bass, analogen Synthesizern und was den beiden Jungens noch so alles zwischen die Finger kommt. Die Musik wird zu Hause aufgenommen und im Studio nachproduziert und heraus kommt ganz eigenes, mitunter etwas wirres. Etwas, das ich nicht zu erklären imstande bin. Irgendwie Pop, wie schon geschrieben, irgendwie anspruchsvolle Kunst, irgendwie mitunter aber auch einfach nur quatschig, dazu Texte, die oftmals wie aus dem Zufallsgenerator erscheinen, aber immer lohnenswert sind, sie im Booklet nachzulesen. GELÉE ROYALE könnten die Spitzenreiter in Sachen „Experimenteller Pop“ im Jahre 2002 werden. Bin gespannt, was da noch an Output nachkommt. (H.H.)

ALBERT KOCH - Kraftwerk (The Music Makers)


Erstveröffentlichung: Buch 2002 / Hannibal Verlag

Auf die Band und die Musik von Kraftwerk brauche ich an dieser Stelle sicherlich nicht noch einmal eingehen, die ist sicherlich bekannt. Albert Koch, Redakteur beim Musikexpress, versucht nun in diesem Buch, die Geschichte der wohl bekanntesten deutschen Band auf Papier zu bannen. Sicherlich, er ist nicht der erste, doch es ist das erste Kraftwerk-Buch, das ich gelesen habe. Das Werk beginnt sehr interessant, nämlich mit einer Biographie von den Anfangstagen der Band in den ganz frühen Siebzigern mit zum Anfang des neuen Jahrtausends. Dabei geht er sehr sachlich vor, hin und wieder gibt es aber auch ein paar kritische Töne, aber man liest aus heraus, dass Koch großer Fan ist. Es wird aber auch sehr deutlich, dass Koch ein Außenstehender ist. Kraftwerk betreibt ja nicht gerade eine große Informationspolitik, eine Homestory ist da ebenfalls undenkbar und insofern merkt man ständig, dass auch Koch der Blick ins Klingklang-Studio fehlt. Im Grunde trägt er jede Menge Informationen aus Zeitschriften, insbesondere natürlich dem Musikexpress, zusammen. Dann beginnt ein sehr interessanter Teil. Es kommt nämlich eine Discographie, in der Koch die LPs seit der ersten LP der damals noch Organisation genannten Band auflistet und zu jeden einzelnen Song einen Kommentar abgibt. Das gleiche dann mit den Maxisingles und Samplerbeiträge, soweit sie sich von den Albumversionen unterscheiden. Der dritte Teil des Buches ist dann eine kleine Abhandlung darüber, inwieweit Kraftwerk die Musikwelt weltweit beeinflusst hat, was sehr interessant, aber natürlich absolut nicht vollständig ist, bzw. sein kann. So ist das Buch, das übrigens in der Neuauflage Kraftwerk bis inkl. Februar 2005 beschreibt, ein leicht zu lesendes, informatives Buch, das allerdings keine allzu große Tiefe besitzt und leider auch zu wenig hinter die Kulissen guckt, was man dem Autoren ja nicht vorwerfen kann, sondern eher der Band, die sich ja nicht auf die Finger gucken lässt. (H.H.)

Webadresse der Band: www.hannibal-velag.de

KRAFTWERK - Albert Koch - Kraftwerk (The Music Makers)


Erstveröffentlichung: Buch 2002 / Hannibal Verlag

Auf die Band und die Musik von Kraftwerk brauche ich an dieser Stelle sicherlich nicht noch einmal eingehen, die ist sicherlich bekannt. Albert Koch, Redakteur beim Musikexpress, versucht nun in diesem Buch, die Geschichte der wohl bekanntesten deutschen Band auf Papier zu bannen. Sicherlich, er ist nicht der erste, doch es ist das erste Kraftwerk-Buch, das ich gelesen habe. Das Werk beginnt sehr interessant, nämlich mit einer Biographie von den Anfangstagen der Band in den ganz frühen Siebzigern mit zum Anfang des neuen Jahrtausends. Dabei geht er sehr sachlich vor, hin und wieder gibt es aber auch ein paar kritische Töne, aber man liest aus heraus, dass Koch großer Fan ist. Es wird aber auch sehr deutlich, dass Koch ein Außenstehender ist. Kraftwerk betreibt ja nicht gerade eine große Informationspolitik, eine Homestory ist da ebenfalls undenkbar und insofern merkt man ständig, dass auch Koch der Blick ins Klingklang-Studio fehlt. Im Grunde trägt er jede Menge Informationen aus Zeitschriften, insbesondere natürlich dem Musikexpress, zusammen. Dann beginnt ein sehr interessanter Teil. Es kommt nämlich eine Discographie, in der Koch die LPs seit der ersten LP der damals noch Organisation genannten Band auflistet und zu jeden einzelnen Song einen Kommentar abgibt. Das gleiche dann mit den Maxisingles und Samplerbeiträge, soweit sie sich von den Albumversionen unterscheiden. Der dritte Teil des Buches ist dann eine kleine Abhandlung darüber, inwieweit Kraftwerk die Musikwelt weltweit beeinflusst hat, was sehr interessant, aber natürlich absolut nicht vollständig ist, bzw. sein kann. So ist das Buch, das übrigens in der Neuauflage Kraftwerk bis inkl. Februar 2005 beschreibt, ein leicht zu lesendes, informatives Buch, das allerdings keine allzu große Tiefe besitzt und leider auch zu wenig hinter die Kulissen guckt, was man dem Autoren ja nicht vorwerfen kann, sondern eher der Band, die sich ja nicht auf die Finger gucken lässt. (H.H.)

DOUGLAS ADAMS - Per Anhalter durch die Galaxis


Erstveröffentlichung: Buch / Heyne / ISBN 3453146972

Der arme Arthur Dent. Erst soll sein Haus wegen einer Umgehungsstrasse abgerissen werden, dann wird die Erde wegen einer Hyperraum-Umgehungsstrasse abgerissen und sein bester Freund Ford Prefect stellt sich als Außerirdischer heraus, der ihn rettet. Sie treffen auf den Präsidenten der Galaxis Zaphod Beeblebrox, der ein Raumschiff mit dem Unwahrscheinlichen Unwahrscheinlichkeits-Drive gestohlen hat und gemeinsam kommen sie zu Margrathea, wo Planeten gebaut werden und hier erfährt Arthur einiges über die Erde…

Was soll man zu diesem Buch denn noch sagen? Ich muss gestehen, ich habe das Buch erst lange nach der legendären BBC-Verfilmung gelesen und musste erkennen, dass die Verfilmung sich sehr streng an das Buch hält? Douglas Adams hat eine absolut geniale Mischung aus Klamauk und spannender Philosophie gefunden und eine Geschichte geschrieben, die wohl jeder kennt, der auch nur ein bisschen was auf sich hält, denn, ich muss es einfach mal so sagen, „PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS“ ist Allgemeinwissen. Das Ganze erscheint nur auf den allerersten Blick flach und quatschig, auf den zweiten aber extrem intelligent. Welch tiefschürfende Fragen hier immer so nebenbei aufgeworfen werden oder mit welch knappen Worten er wissenschaftliche und theologische Theorien einfach so vom Tisch fegt, ist einfach hervorragend. Ich wage die Behauptung, dass das Spaßempfinden mit dem Grad der Intelligenz steigt. Habe ich vergessen zu sagen, dass ich den totalen Spaß dabei hatte? (Haiko Herden) (H.H.)



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