CHIRLEISON - A Whisper


Erstveröffentlichung: CD 2004 / The Fossil Dungeon / Dark Vinyl / FD022

CHIRLEISON are an „emotional Neo Folk band“ (as the info-sheet says) from the Island of Sardinia/Italy. They found their musical home for the first CD-release on The Fossil Dungeon-label in the US of A and, believe me, this was the right decision. Again our friends in America prove their feeling for great, touching music. CHIRLEISON play some kind of acoustic Neo Folk-music with a lot of medieval influences and even some East European moments, like in the titel track „A Whisper“. One of my favourite tracks on this album is „Rosary“, a very melancholic song, that reminds me on some 4 AD-releases from the mid 80s. I am sure,this track (and some others, too) will touch many open-minded fans of Dead Can Dance. On the other side, CHIRLEISON have also very ambient tracks like „Strings“ with a lot of natural sounds and (surpise surprise!) string arrangements. A great mixture with wonderful female vocals and, as always on The Fossil Dungeon, great cover artwork. If you are into a combination of 80s-4AD-sound, Ataraxia, Heavenly Voices and medieval Neo Folk-music, CHRILEISON will satisfy you for sure. Simply beautiful. (A.P.)

Webadresse der Band: www.fossildungeon.com

GHOSTING - Lips Like Red


Erstveröffentlichung: CD 1995 / Synthetic Symphony / SPV

Dies wird eine Kritik, wo man am Ende wahrscheinlich nicht weiß, ob die Platte nun gut oder schlecht it, aber darüber bin ich mir selber noch nicht ganz im klaren.

Auf jeden Fall sind GHOSTING eine unglaubliche Band, nicht unglaublich gut oder schlecht, nur irgendwie ein Phänomen. Seit fünf, sechs Jahren geistern (gutes Wortspiel) sie durch die schwarze Szene in Deutschland, jeder kennst sie irgendwie, aber den Durchbruch haben sie noch nicht geschafft.

Anfangs haben sie einige Spitzen-Tapes veröffentlicht, die durchwas was gothic-artiges an sich hatten und Hits wie ""Remain"", ""Ad Infinitum"" oder ""Blood Ocean"" enthielten. Dann sind GHOSTING bei Glasnost untergekommen und wollten mit einer Single und zwei CDs eine Gruft-Pop-Band werden, aber irgendwie möchte keiner die Sachen und so entschuldigte man sich für die eigenen Werke und schob die Schuld auf Produzenten, schlechte Studiobedingungen, nur nicht auf das eigene musikalische Können oder Unvermögen. Mit dem pseudoklassischen Werk ""Enter My Crypt"" zeigte die Gruppe dann aber doch plötzlich musikalische Qualitäten, die man ihr gar nicht zugetraut hatte und verabschiedete sich bei Glasnost, um bei Synthetic Symphony unterzukommen. Dort ist nun ""Lips Like Red"" erschienen und man muß sagen, die Gruppe bleibt unglaublih. Abgesehen von der teilweise laschen Produktion hat man an den Anfang der CD doch ein paar Stücke gebracht, die beim Zillo-Publikum doch kleinere Hits werden könnten. Manche Stücke klingen aber leider auch wie Füllmaterial, vielleicht wäre eine Mini-CD effektiver gewesen. Vorreiter einer neuen ""Gothic-Bewegung"" sind GHOSTING definitiv nicht, ganz einfach, weil sich GHOSTING zu Gothic in etwa so verhalten, wie das Wort zum Sonntag zu Analsex. GHOSTING repräsentieren das, was man hierzulande gerne als Dark-Wave tituliert und scheuen sich nicht, vom Cover über die Texte bis hin zur Musik alle Klischees zu nutzen, die am Wegesrand liegen. Klassische Klänge (natürlich synthetisch) werden genauso eingebaut, wie mittelalterliches, das alles kann aber nur mit den echten Instrumenten authentisch klingen und wirkt hier allzuoft aufgesetzt, aber diesen Vorwurf müssen sich GHOSTING nicht alleine gefallen lassen. Mit der Interpretation eines Gustav Mahler-Stückes aus dem 18. Jahrhundert zeigen GHOSTING dann tatsächlich noch musikalische Qualitäten, die fast shon beeindrucken. Eine nachbearbeitete Liveversion von ""Ad Infinitum"" ist dann auch noch dabei, die aber leider sofort in die Recycling-Tonne gehört. Dieses ursprünglich wahrhaft geniale Stück verliert hier einfach alles, was es sonst gut gemacht hat. Wie gesagt, GHOSTING sind einfach unglaublich und irgendwie ist die CD sogar ganz unterhaltsam, solange man das ganze nicht zu ernst nimmt.

Das Cover ist so kitschig, das es fast schon wieder schön it. Sascha und Diana von GHOSTING bringen die Vampirthematik so überzeugend, wie es sonst wohl nur die Schauspieler aus ""Gute Zeiten schlechte Zeiten"" könnten. Einfach herrlich. Der größte Lacher ist aber das Labelinfo. Liebe Leute von GHOSTING und Synthetic Symphony, diese Kritik ist nicht so böse gemeint, wie sie vielleicht klingt, ich glaube, Ihr seid ganz okay und könnt sogar lachen. (A.P.)

THE GHOSTS OF LEMORA - Reach For The Ground


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Resurrection Records-Alice In... / Nova Media

Im Jahre 2002 veröffentlichten die Engländer THE GHOST OF LEMORA ihre CD „The Silhouette Scene“ und konnten sich damit schnell einen guten Namen in der Gothic-Rock Szene machen. Sicher, die EP war gut, aber letztendlich bot sie nicht mehr, als klassischen Gothic-Rock im ur-englischen Stil, den man so oder ähnlich schon häufig gehört hatte. Und doch waren überraschend viele Leute aus meinem Bekanntenkreis davon begeistert, von denen ich das eigentlich nicht erwartet hatte, weil sie altersbedingt eigentlich schon alles in dieser Richtung gehört hatten. So war ich gespannt auf das erste komplette Album der Band, das fast logischerweise über Resurrection Records/Alice In... kommt.

Die Überraschung ist eigentlich, dass die CD gar nicht so richtig klischeehaft gothic-rockig klingt und doch perfekt die Fans dieses Stils bedienen wird. THE GHOST OF LEMORA bedienen sich geschickt bei allen möglichen Vorbildern und Stilen und mischen daraus ihr eigenes Gebräu zusammen. Los geht´s mit „The Glamour“, das an einen kurzzeitigen Spät-80er Hype erinnert, an den sich zumindest in Deutschland kaum noch jemand erinnern dürfte: Grebo! Dieses seltsame Wort stand für Bands wie Zodiac Mindwarp And The Love Reaction oder Pop Will Eat Itself, die kurzzeitig die Titelseiten der englischen Musikzeitschriften beherrschten. Im Grunde eine Art dreckiger Biker-Rock mit Ohrwurmgarantie. „Shadow Over Substance“ klingt dann deutlich nach David Bowie in seinen großen Zeiten Ende der 70er Jahre und „Beauty Can´t Die“ wird als rockiger 80er-Track mit Monumentalkeyboards sicher die Clubs erobern. Im Titeltrack „Reach For The Ground“ verbinden sich wieder Bowie-Einflüsse mit einer gelungenen 80er Jahre-Stimmung. „La Fol Amour“ ist dann eine dunkle Ballade, die ein bisschen an den „Breaking Glass“ Soundtrack von Hazel O´Connor erinnert, nur natürlich mit Herren-Gesang. „The Ground Benath Our Feet“ beginnt mit Kirchenorgel-Sound und geht dann mit rockigen Gitarren weiter, so dass man beinahe schon an Ami-Death-Rock denkt, doch der Gesang klingt dafür dann wieder zu normal, so dass die Chance etwas vertan wird, einen echten Brecher zu schaffen, schade. „Kissing The Plague“ wird wahrscheinlich der zweite Song aus dem Album sein, der in den Clubs gespielt wird. Eine Art Electro-Goth-Rock oder so ähnlich. Bei „Gallery Girls“ kann dann wieder locker der Name Bowie fallen, was mehr als deutlich zeigt, welchen Einfluss dieser Mann auf die frühe New Wave Szene hatte. „It´s Just A Ride“ ist dann schon fast ein bisschen Wave-Punk, wie man ihn um 1980 herum ab und zu gehört hat, verbunden allerdings mit einer ordentlichen Ladung Rock´n´Roll. Noch mal in Richtung „Breaking Glass“ geht es bei „The Return Of Lila“ und mit „To The Gods That Walk Among Us“ wird´s dann scheinbar doch noch einmal richtig gothic-rockig, bis dann die Keyboards einsetzen und den Song zu sehr glätten. Ausklingen tut „Reach For The Ground“ dann schließlich mit dem Song „A Labyrinth Of Broken Dreams“, der fast schon etwas hymnenhaftes hat und ein bisschen wie aus einer 70er Jahre Rockoper klingt. Und wenn man dann, statt die CD aus dem Player zu holen, noch geduldig wartet, bekommt man einen so genannten „Hidden Track“ zu hören, der keinen Titel zu haben scheint. Eine Unsitte und völlig blödsinnig, Lieder auf CDs zu pressen, die man nicht aufs Cover schreibt.

THE GHOST OF LEMORA können mit ihrem Debutalbum tatsächlich überraschen, weil sie eben nicht die Erwartungen erfüllt haben, ein auf Nummer sicher produziertes pures Gothic-Rock-Album vorzulegen. Stattdessen haben sie sich seit ihrer EP weiter entwickelt und aus den hörbaren Vorbildern einen recht eigenen, vielseitigen Stil entwickelt. Allerdings klingt die CD nicht wirklich wie aus einem Guss, sondern halt nach einer Sammlung von einzelnen Songs. Anspieltipps: „The Glamour“ und „It´s Just A Ride“, beziehungsweise für die stilistisch etwas eingeengteren Dark Waver unserer Tage „Beauty Can´t Die“ und „Kissing The Plague“. (A.P.)

GHOULTOWN - Live From Texas


Erstveröffentlichung: CD 2003 / Angry Planet Records

CD + DVD

Yeeeeeeesssssss..! That´s it! The first Livealbum of the magnificent GHOULTOWN, the world´s best Gothabilly-Mariachi-Country-Punk-band.

After listening to their loveable albums „Tales From The Dead West“ und „Give´em More Rope“, I was sure, that this band kicks ass live on stage. As they didn´t tour Europe yet, it was unpossible for me to see them performing, but with this double release of a Live CD and a Live DVD, I got the proof, that my idea was right. The CD contains 14 Songs with a lot of power and is often a bit faster, than the album versions. The sound is very good and the band really rocks, so round about 55 minutes of perfect entertainment are guaranteed! The CD has beside the Livetracks the raw studio track „Legend Of Everett Sykes“.

The 60 minute DVD features the same concert as the CD in varying picture quality, but I guess, this is wanted by the band. As bonus features, we´ll get to see the videoclips of the gorgeous „Killer In Texas“ and „Fistful Of Demons“, so this release needs nothing else to write about than: GET IT!!! (A.P.)

Webadresse der Band: www.angry-planet.net

GHOULTOWN - Give ´Em More Rope


Erstveröffentlichung: CD 2002 / Angry Planet Records

Wow, this is cooooool stuff…well, better call it hot stuff, ´cos GHOULTOWN´s from Dallas/Texas, not the coldest place on this planet, I think. I desparetly awaited the second full-length album of one of America´s finest bands these days. This is some kind of „Cow-Gothabilly-Country-Death-Punk“ and I think, at gigs of GHOULTOWN will be a very wide ranged audience of Punks, Gothics, Death-Rockers and many more. „Give ´em More Rope“ is a perfect follow up-album to their wonderful debut „Tales From The Dead West“. The band is possibly a more trashy bastard of 16 Horsepower or something like that, really powerful. If Johnny Cash will come back some time in the future as a Zombie, he surely will make music like Ghoultown, I think. It is great, that the band got a license deal with a label in The Netherlands, so hopefully, their music will be more known in Europe soon and hopefully the band will tour in the „old world“. Until then, you should get this new album and search for your Cowboy Boots and your Stetson in the closet, you will need them at the concert! I think film directors like Tarantino and Rodriguez should contact GHOULTOWN for the soundtrack of their next movies. (A.P.)

E-Mail-Adresse der Band: angryplanet@hotmail.com
Webadresse der Band: www.ghoultown.com

GHOULTOWN - Boots Of Hell


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 2001 / Angry Planet Records

They are back again! After the wonderful album „Tales From The Dead West“, here is another fine release of Texas-Chainsaw-Gothabillys GHOULTOWN, even, if I am not quite sure, if this is an official release or a Promo-pack only for booking. Anyway, this MCD is worth it, to talk about. The CD is packed in a large plastic envelope, with info-sheet and photograph of the band, which looks very cool. All the three tracks are great, especially „Killer in Texas“ (a videoclip for this track also exists). And again, GHOULTOWN sounds like Wall Of Voodoo meeting the Misfits with a certain Cramps edge. The info also talks about Nick Cave, Ennio Morricone and The Gun Club...yeah, this is right. It seems, that Death-Rockers can have fun... (A.P.)

E-Mail-Adresse der Band: angryplanet@hotmail.com
Webadresse der Band: www.ghoultown.com

GHOULTOWN - Tales From The Dead West


Erstveröffentlichung: CD 2000 / Angry Planet Records

Well, this music is normally not my cup of tea, but what is „normal“ these days? I read about GHOULTOWN from Dallas/Texas some times before, but only now listened to their music and was absolutely fascinated.

GHOULTOWN play a strange kind of Death-Mariachi-Billy-Rock, sounding like a combination of Wall Of Voodoo, Theatre Of Hate and early The Empire Hideous, creating the soundtrack for a Robert Rodriguez film, that possibly can be called „El Mariachi 2: From Dusk Till Dawn and Back to Dusk Again“. If you like, you can also add Tito & Tarantula and 16 Horsepower, playing an alternative soundtrack for Hershell Gordon Lewis´ „2000 Maniacs“. Yes, I think, this is a perfect description. To give you an easier hint, call it „Goth-Country-Billy“. The band, the artwork and the whole concept has a fantastic B-Movie taste and I guess, this band is brilliant live. I imagine a bunch of Goths, jumping around in front of the stage like being completely mad! „Tales From The Dead West“ makes me thirsty for some ice-cold cans of beer, which proves, how great this album is. Check it out! (A.P.)

E-Mail-Adresse der Band: angryplanet@hotmail.com
Webadresse der Band: www.ghoultown.com

GIANT - III


Erstveröffentlichung: CD 2001 / Frontiers Records

Am 24.10.2001 ist die Mini-CD von GIANT erschienen und das Album wird kurz darauf kommen, genaugenommen am 28.11.2001. Initiator Dann Huff hat bereits in den 80ern zwei Alben veröffentlicht und seitdem hauptsächlich als gefragter Studiomusiker gearbeitet. So hat er zum Beispiel seine hervorragende Arbeit geleistet für Madonna oder auch Michael Jackson. Im Jahre 1987 hat er dann mit einigen erfahrenen Leuten die Band GIANT gegründet und im Jahre 1989 sogar eine Top 20-Single namens „I´ll See You In My Dreams“ veröffentlicht, wobei man der Band nachsagt, sie hätte Einflüsse von Journey, U2 oder auch Van Halen. 1991 kam dann das nächste Album, welches schon etwas härter ausfiel, doch danach wurde es still um die Band. Dann Huff arbeitet an einigen Pop-Projekten mit, so zum Beispiel Shania Twain, Celine Dion oder auch bei härteren Geschichten wie Megadeth. Als Bruder David Duff dann bei FRONTIERS RECORDS zu arbeiten begann, entsann er sich der alten Band und ließ GIANT wieder aufleben. Und hier ist es nun, das dritte Album nach der langen Pause von gut 10 Jahren. Ich kenne die ersten Alben nicht, doch wird hier eingängiger, melodischer und gut performter sowie exzellent eingespielter Hardrock präsentiert und Freunde der Band werden sich sowieso über das Comeback freuen. (H.H.)

GIANT ROBOT - Domesticity


Erstveröffentlichung: CD 2005 / 9 pm Records

GIANT ROBOT aus Helsinki ist nicht neu, hat schon den einen oder anderen Tonträger auf den Markt gebracht und nun diesen hier. Ich kenne die alten nicht, „Domesticity“ ist die erste Begegnung mit der Band. Das Spektrum ihrer Musik ist vielfältig, doch in erster Linie höre ich ein wenig Dub und vor allem Hiphop, übrigens teilweise sogar in Französisch. Weiterhin gibt es noch etwas Soul und Funk zu hören, manchmal wird es sogar ein wenig psychedelisch. Mein persönlicher Geschmack ist das nicht unbedingt, das muss ja aber nichts heißen. Trotzdem muss man voller Sympathie für die Musiker sein, denn sie scheren sich einen Deut um Konventionen und ziehen ihr Ding durch. Man sollte aber durchaus mal reinhören. (H.H.)

ROLF GIESEN - Lexikon Des Trick- Und Animationsfilms


Erstveröffentlichung: Buch 2003 / Schwarzkopf & Schwarzkopf / ISBN3-89602-523-6

Rolf Giesen ist als Filmkenner und –Fachmann bekannt und anerkannt. Sein besonderes Interesse gilt dem Trickfilm und so war es keine Überraschung, dass er dieses Lexikon verfasst hat. Beim Begriff Trickfilm denkt der normale „Konsument“ vor allem an Zeichentrickfilme im Stile der bekannten Disney-Werke, doch das Lexikon bietet weitaus mehr, vom Puppentrickfilm bis zum modernen Hollywood-Blockbuster mit CGI-Effekten und allen anderen Spielarten dieser Filmgattung. Auf über 450 Seiten wird der Leser mit Namen, Fakten, Serien, Filmen und sonstigen Infos überflutet, die sicher kompetent sind, aber leider nicht immer erschöpfend und ausführlich. Jede TV-Serie, jeder Film und jeder „Macher“ werden erwähnt, häufig jedoch nur sehr oberflächlich. Dabei werden Prioritäten relativ willkürlich und wahrscheinlich ein bisschen nach dem Geschmack des Autors gesetzt. Sicher ist „Die Biene Maja“ keine besonders anspruchsvolle Serie, aber ich hätte schon erwartet, dass sie etwas mehr Platz im Buch erhält, als ein mittelmäßiger CGI-Film wie „Das Biest im Bodensee“. Auch den „Schlümpfen“ werden neben technischen Angaben lediglich 2 Zeilen gewidmet, die Peanuts gehen auch ziemlich unter. Wie es scheint, nimmt der Autor die für Kinder produzierten Serien nicht wirklich ernst und hält sie für das Genre nicht wirklich wichtig. Dazu kommt eine Begrifflichkeit, die sicherlich fachlich korrekt ist, aber den Durchschnittsseher und -leser eher fremd sein muss. Gängig ist halt der Begriff „Zeichentrickfilm“, hier wird aber stets nur der Begriff „Zeichenfilm“ benutzt und statt CGI-Effekte werden nur CG-Effekte genannt.

Der Umfang der Stichworte ist beeindruckend, aber die Frage ist für mich, ob eine Trennung zwischen „echten“ Trickfilmen (Zeichen- und Puppen-Trick) und Filmen, die CGI- oder Stop Motion-Effekte enthalten, aber ansonsten Realfilme sind, nicht besser getrennt worden wäre. So hätte man mehr Platz für manch wichtiges Werk gehabt. Muss „Pinocchio“ wirklich in einem Lexikon neben „Spider Man“ (die 2002er Verfilmung) auftauchen? Da gibt es kaum eine inhaltliche oder technische Verbindung. Auch die Sortierung ist nicht immer ganz nachvollziehbar. Warum taucht „Charlie Brown Und Seine Freunde“ nicht unter dem Stichwort „Peanuts“ auf? Alphabetisch ist das sicher korrekt, aber der Fan will doch alle „Peanuts“-Filme gesammelt finden und nicht durch das ganze Lexikon blättern.

Bei aller Kritik an diesem Lexikon, kommt man doch nicht umhin, das Buch als hochinformativ und inhaltlich mehr als kompetent anzusehen. Nur wäre hier und da weniger mehr gewesen. Für Filmfans und – Sammler aber dennoch ein unverzichtbares Standardwerk. (A.P.)

GIGANDHI -

/ Voices Of Wonder / Euphonius Records

GIGANDHI kommen aus Dänemark (wobei fast jedem wohl schon wieder klar ist, um was für eine Musikrichtung es sich handelt). Die fünfköpfige Band hat sich 1991 gegründet und tingelt seit sieben Jahren im Untergrund des Landes. Februar 1996 kam dann das Debüt-Album der Band heraus und bekam eigentlich durchgängig gute Kritiken oder sogar das Video zum Song „Scornful Lies"" wurde bei MTV im Headbanger´s Ball ein paar mal gezeigt. Die Band bezeichnet ihre Musik als „hindustrial"", weil man indische Einflüsse in die Musik mit eingebaut hat. Ansonsten ist die Musik schon recht deathmetalig, aber sehr atmosphärisch und melodisch und es wirkt niemals irgendwie blöd oder nervig. Das ganze wird gemixt mit einer guten Portion Industrial á la Krupps und anderer entsprechender Bands. (H.H.)



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