INTERLACE - Innuendo


Erstveröffentlichung: CD 2002 / Memento Materia-COP Int. / Nova Media

Warum gerade Schweden sich seit Ende der 80er Jahre zu einem Land entwickelt hat, das nahezu unzählige Electro-Bands hervorbringt, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Großen Anteil daran hatte sicher das alte (schweizer) New Life Magazin, das eine zeitlang auch mit einer schwedischen Ausgabe erschienen ist. Allerdings weiß ich nicht wirklich, ob das Projekt tatsächlich aus Schweden stammt oder nur auf dem schwedischen Memento Materia Label erschienen ist. Weder der Waschzettel, noch das Booklet oder das DigiPak geben darüber nähere Auskunft. Auskunft wird aber gerne darüber gegeben, dass sich INTERLACE in den übermächtigen Spuren von Skinny Puppy und Front Line Assembly bewegen. Das tun sie allerdings recht gekonnt, wobei man an Skinny Puppy natürlich niemals wirklich herankommen kann, aber Front Line Assembly gelegentlich echte Konkurrenz macht. Neben dem typischen Spät 80er/Früh 90er Düster-Electro für die Tanzflächen der Nation werden gelegentlich auch modernere Einflüsse aus verschiedenen Techno-Spielarten eingebaut, so dass ein insgesamt abwechslungsreiches Electro-Album entstanden ist, das sicher viele Freunde finden wird. Mit „Soul Of A New Machine“ ist auch ein Club-Smasher auf dem Album, der wohl in Schweden schon zu einem Hit geworden ist.

Das sehr düstere Cover-Artwork erinnert ein wenig an die „Passagen“ des Schweizer Künstlers H.R.Giger. Das Booklet sieht zwar edel aus, lässt sich aber nur schwer entziffern, aber vielleicht brauche ich auch nur mal wieder neue Kontaktlinsen. Alles in allem ist „Innuendo“ sicher nicht bahn brechend, aber doch ein solides Album, das dem Projekt INTERLACE sicher einige neue Fans bringen wird. COP International beweist jedenfalls einmal mehr, dass man dort ein gutes Näschen hat, was interessante Electro-Newcomer angeht. (A.P.)



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