JAILBIRD - Inside Nonsense


Erstveröffentlichung: CD 2002 / Geska Records

Merkwürdigerweise hört man nicht oft von Bands aus Frankreich, obwohl es bekanntermaßen rechts von Deutschland liegt. Ausgerechnet ein kanadisches Label macht auf sie aufmerksam, auf JAILBIRD. JAILBIRD hat sich im Jahre 1996 in Calais gegründet. Sie besteht aus den beiden Brüdern Frank und Erwin Ackermann, die auch vorher schon zusammen in einer anderen Band gespielt haben. Einstmals beschäftigten sie sich mit Rock´n Roll, doch mit Gründung von JAILBIRD zogen Sampler und Synthies Einzug in die Musik. Ein erstes Demotape folgte und einige Konzerte als Support für ziemlich bekannte Bands, doch das erste Album, dass dann folgte, ließ sich nicht verkaufen. Es wurde wohl schlecht vermarktet. Im Dezember 1999 passierte dann eine Katastrophe, denn seit einem Autounfall ist Erwin querschnittsgelähmt. Nach dem Unfall gab es erst einmal eine verständliche Pause, doch viele Monate später dann ging es weiter mit JAILBIRD, allerdings ohne Erwin. Ein Plattenvertrag mit Geska-Records folgte und dies ist das erste Album auf diesem Label. Es erscheint als Spezialedition mit gelungenem Klappcover (ich denke, die Erstauflage wird so ausgestattet sein) und hat einen durch und durch rockigen Charakter, auch wenn die Instrumente neben der Gitarre eher elektronisch sind. Die Rhythmen sind hart und sehr rhytmusbetont und darüber schwebt, nein schlägt eine kraftvolle Stimme. In Fachkreisen nennt man die Musik Industrialrock. Die Band nennt es eher Metal, was ich so nicht durchgehen lassen kann, höchstens vielleicht als Nu-Metal, der sich aus diesen ganzen Crossover-Geschichten entwickelt hat. Nine Inch Nails sind ganz sicher keine Unbekannten für die zwei Brüder. Alles in allem aber trotzdem ein Album, dass sehr eigenständig ist und durchweg Spaß macht, ganz besonders auf der Rock- und Experimentierebene. (H.H.)



[ ZURUECK ]