KIRLIAN CAMERA - Eklipse Zwei


Erstveröffentlichung: CD 1995 / Discordia / Discordia

Endlich, so sollte man fast sagen, haben KIRLIAN CAMERA nach vielen Jahren den verdienten Erfolg in Deutschland und wer würde es ihnen verdenken, dass sie jetzt in kurzer Zeit Material auf den Markt werfen, besonders, wenn es qualitativ durchgehend gut ist. „Elipse Zwei“ ist im ganzen ein typisches KIRLIAN CAMERA-Werk, d.h., wer die „Todesengel“ und die „Schmerz“ mochte, macht mit dem Kauf keinen Fehler. Nach einem düsteren Intro folgt eine absolut neu aufgenommene Version des älteren Titels „Elipse“. Ein durchaus tanzbares, aber nicht oberflächliches Stück, das seinen Einsatz in den Szenediscos bereits gefunden haben dürfte. „One Grey Morning“ hält musikalisch genau das, was der Titel verspricht. Hat fast schon Soundtrack-Charakter. Weniger erwähnenswert ist „Dresden T.“, eher ein Füllstück, meiner Meinung nach. „Neden (Eklipse 22005) entschädigt dafür jedoch gleich wieder. Als Variante des Titelstücks hat es einen völlig neuen Charakter, sehr spacig, verträumt und absolut nicht tanzbar, dafür aber zum Zuhören einladend, was die Vielseitigkeit der Gruppe einmal mehr beweist. Mit tieftraurigen Geigenklängen, die gut als Untermalung im Film „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ dienen könnten, klingt die CD dann aus und hinterlässt eine gewisse Leere im Kopf. Kaum einer Band gönne ich den derzeitigen Erfolg so sehr wie KIRLIAN CAMERA, die jahrelang völlig unterschätzt wurden. (A.P.)



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