KNORKATOR - Tribute Tu Uns Selbst


Erstveröffentlichung: CD 2000 / Mercury

Ach, was für ein Tag, unerwartet ist das neue Album von KNORKATOR da. Ihren frommen Wunsch, jeden Tag professionell zu singen und zu tanzen, haben sie hiermit auch weitergeführt. Es bleibt allerdings gleich vorweg gesagt, daß auf dieser CD ein Knaller wie ""Absolution"" oder ""Ganz besond´rer Mann"" fehlt. Die CD beginnt mit einem leider viel zu kurzen, sehr trancigen Stück, bei dem ein Junge etwas auf hebräisch (?) erzählt. Bei ""Jetzt wird abgerechnet"" zählt uns Stumpen jede Menge Mordwerkzeuge auf, eingehüllt in Hardcore, gesungen am Ende im 70er-Disco-Sound. ""Verflucht und zugenäht"" ist KNORKATOR-Hardcore pur im ""Ich wer zun Schwein""-Stil, ""Viva Buzz Dee"" bringt uns die schöne Stimme von Stumpen etwas näher, genauso wie ""Komm wieder her"". ""Tötet sie alle"" ist eher Mittelmaß, Extrawurst hat einen lustigen Text und mit dem Song ""Ich verachte Jugendliche"" spricht die Band allen über 30-jährigen aus der Seele. Danach folgt eine sehr geile Coverversion von Ace Of Base´s ""All That She Wants"". ""Ich lass mich klonen"" hat den wahrscheinlich genialsten Text des Albums und behandelt die Problematik, sich selbst zu ficken. Als nächstes kommt dann das Tribute zu ihnen selbst, nämlich eine neue Version von ""Weg nach unten"". Nach dieser anheimelnden und sanften Melodie kommt plötzlich ein aggressiver Hass-Track, wider Erwarten passen hier Text und Musik dieses Mal zueinander.

Alles in allem fehlt vielleicht der Extrem-Knüller, aber jedes Lied ist für sich gesehen sehr geil und eigentlich würde ich sagen, daß der Gesamteindruck der CD noch positiver ist, als bei den Vorgängern, denn hier gibt es kein Lied, das nicht gefällt. (H.H.)



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