CANCEL - Webs Of Fever


Erstveröffentlichung: 12 Inch 1986 / B.F.B.

Wenig bekannt dürften CANCEL sein, offensichtlich zur Mitte der 80er Jahre eine Band aus Holland. Vom Sound her bewegen sie sich zwischen Gothic-Rock und New Wave mit leichten Batcave Einflüssen. Diese Maxi, ich habe keine Ahnung, ob es weitere Veröffentlichungen gibt, erschien 1986 und klingt irgendwie eine Mischung aus Bone Orchard und frühen The Cult. Dazu noch Anklänge an Nick Cave And The Bad Seeds, Carcrash International und unzählige andere Bands aus den frühen und mittleren 80er Jahren. Sicher haben CANCEL diese Musikrichtung nicht neu erfunden, aber sie haben doch ihre Marke an einen Baum in der Allee der 80er Wave-/Gothic-Szene gesetzt. „Webs Of Fever“ ist natürlich keine Platte, die man haben muss, aber als Fan dieser Art von Musik sollte man sie auch nicht stehen lassen. (A.P.)

STRUNG OUT - Promo-Split-CD mit Lawrence Arms


Erstveröffentlichung: CD 2002 / Fat Wreck Chords

Dies ist eine Promo-CD, die man so auf dem Markt nicht kaufen kann und dient einfach nur als Appetitanreger, um auf das neue Album “An American Paradox” von STRUNG OUT aufmerksam zu machen. Gleichzeitig macht man auch aufmerksam auf die Label-Kollegen LAWRENCE ARMS und ihr Album „Apathy And Exhaustion“. Die kalifornische West-Coast-Punkrock-Band STRUNG OUT jedenfalls haben auch bei diesen beiden Songs wieder einmal bewiesen, dass sie zu den besten ihrer Sorte gehören. Immer noch sind sie für gute Melodien zu haben und immer noch unterlassen sie es, ihre Stücke mit unnötigen Schnörkeln zu versehen, denn das würde ja das Tempo mildern. Neu waren für mich LAWRENCE ARMS, die zwar in die gleiche Bresche schlagen wie STRUNG OUT, aber ihren Liedern etwas mehr Melodie zufügen und etwas mehr Schnörkel hineinbauen, doch auch hier unterlässt man es, beides so intensiv durchzuführen, dass der Fluss der Stücke gestört wird. Eines kann man jedenfalls sagen: Als Appetitanreger funktioniert diese 4-Track-Promo-CD auf jeden Fall und nun ist der Hunger da, die kompletten Alben zu hören. (H.H.)

LAWRENCE ARMS - Promo-Split-CD mit Strung Out


Erstveröffentlichung: CD 2002 / Fat Wreck Chords

Dies ist eine Promo-CD, die man so auf dem Markt nicht kaufen kann und dient einfach nur als Appetitanreger, um auf das neue Album “An American Paradox” von STRUNG OUT aufmerksam zu machen. Gleichzeitig macht man auch aufmerksam auf die Label-Kollegen LAWRENCE ARMS und ihr Album „Apathy And Exhaustion“. Die kalifornische West-Coast-Punkrock-Band STRUNG OUT jedenfalls haben auch bei diesen beiden Songs wieder einmal bewiesen, dass sie zu den besten ihrer Sorte gehören. Immer noch sind sie für gute Melodien zu haben und immer noch unterlassen sie es, ihre Stücke mit unnötigen Schnörkeln zu versehen, denn das würde ja das Tempo mildern. Neu waren für mich LAWRENCE ARMS, die zwar in die gleiche Bresche schlagen wie STRUNG OUT, aber ihren Liedern etwas mehr Melodie zufügen und etwas mehr Schnörkel hineinbauen, doch auch hier unterlässt man es, beides so intensiv durchzuführen, dass der Fluss der Stücke gestört wird. Eines kann man jedenfalls sagen: Als Appetitanreger funktioniert diese 4-Track-Promo-CD auf jeden Fall und nun ist der Hunger da, die kompletten Alben zu hören. (H.H.)

LAX ALEX CONTRAX - Freistil


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Valve Records / Zomba

LAX ALEX CONTRAX aus Solingen haben wieder einen neuen Tonträger zu bieten. Wie auch schon auf den Vorgänger-Alben ist ganz klar gute Laune angesagt und man singt inzwischen hauptsächlich in Deutsch. Immer noch aber würde ich die Herren grundsätzlich dem Ska zuordnen, was sicherlich daran liegt, dass viele Bläser enthalten sind und die Gitarren manchmal in punkige Gefilde schrammeln. Wie es bei Ska üblich ist, unternimmt man auch oft Ausflüge in andere Stilrichtungen und wiegt sich mal im Reggae-Sound, Jazz und einer poppigen Attitüde hat man sich eh unwiderruflich verschrieben. Der CD-Titel „Freistil“ ist dabei aber auch wegweisend, denn konsequent verweigert man sich einer eindeutigen Abschiebung in eine Schublade. Da die Texte in Deutsch sind, kann man nun auch ein wenig genauer hinhören und miterleben, worum es geht und es fällt auf, dass LAX ALEX CONTRAX gerne satirisch ihre Umwelt auf´s Korn nimmt. Eine Coverversion ist übrigens auch enthalten, nämlich „Major Tom“ von Peter Schilling (der die Grundidee ja seinerseits selbst von David Bowie geklaut hat). Anspieltipp ist übrigens „Frau aus Silikon“, das wahrscheinlich punkigstge Stück der CD und im übrigen auch als Single-Auskopplung gelungen. Cool ist auch noch „Seid ihr dabei“ und „Mach dein Tor“. (H.H.)

LAX ALEX CONTRAX - Men On The Moon


Erstveröffentlichung: CD 2001 / Valve Records / Cargo Records Germany

Die Mannen von LAX ALEX CONTRAX bringen mit ""Men On The Moon"" ihren bislang dritten Longplayer auf den Markt, schön eingepackt im Digipack. Musikalisch gibt es gar keine Frage und gar kein Umschiffen von Schubladen, die LAX ALEX CONTRAX machen Ska. Sicherlich, das kann man noch ein wenig einengen, doch in erster Linie ist es wichtig, zu erwähnen, daß die Musik mit guter Laune gemacht wurde und beim Zuhörer gute Laune erzeugt, traurig oder frustriert ist man nach den 49 Minuten Skapower garantiert nicht mehr. Partymäßige Tracks wie ""What For?"" oder die Coverversion von ""Ghostbusters"" (ja, fast besser als das Original), jede Menge Pop-Ska oder auch relaxt reggaeartige Stücke wie ""Ska´n Reggae"" bieten jedem Fan seine Stilrichtung. Die Produktion an sich ist ebenfalls perfekt, am Sound hätte man nichts besser machen können und was bleibt zu sagen? LAX ALEX CONTRAX haben mit ""Men On The Moon"" garantiert eines der besten Ska-Alben des Jahres 2001 herausgebracht. (H.H.)

LEAF - Circle Of Ways


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Locomotive Music

Es ist nicht ganz einfach, den Sound von LEAF genau zu kategorisieren. In erster Linie ist es kraftvoller, rifforientierter Rock in moderner Ausprägung, wobei auch ein paar leichte Metal-Einflüsse vorzufinden sind. Zudem meine ich dünne Elemente aus dem Alternative- und Hardcore-Genre heraushören zu können. Das deutsche Quartett um Sänger Jamie Scholz veröffentlicht mit „Circle Of Ways“ sein Debütalbum. Zuvor steuerte man einige Songs für den Soundtrack des Kurzfilms „Das Amulett“ bei, und spielte ein 4-Track-Demo ein, das auf sehr erfreuliche Kritiken stieß. Die 13 Songs auf „Circle Of Ways” sind größtenteils sehr druckvoll und dynamisch, nicht zuletzt wegen des hervorzuhebenden Drummings von Marcel Römer. Trotzdem beweisen LEAF auch ein Gespür für emotionale, melancholische Parts, die recht ordentlich arrangiert sind. Auch vor elektrischen Klängen wird nicht zurückgeschreckt, so fällt aber z.B der kurze Elektro-Beat bei „Changin“ etwas störend aus. Der Gesang von Jamie ist zwar ein bisschen dominant, jedoch nicht zu weit in den Vordergrund gedrängt. Stimmlich ist der Mann sehr zu loben, sei es bei gefühlvollen Versen oder energischen Shouts (---> Coverversion von SISTERS OF MERCY’s „Temple Of Love“). Die Gitarrenarbeit von Timo Brauwers bewegt sich ebenfalls auf gehobenem Level. Erfreulich sind auch die gut durchdringenden Basslinien, für die Martin Rollmann verantwortlich ist. Die Tracks darf man allesamt als gut strukturiert, wenn auch nicht allzu innovativ bezeichnen. Wiederrum ein Pluspunkt stellt die glatte, professionelle Produktion der Platte dar. Zugleich ein weiterer Grund, warum „Circle Of Ways“ bei der breiten Masse vermutlich gut ankommen wird. Musikalisch ein grundsolides Machwerk, in das man ruhig mal hineingehört haben sollte. (Daniel Hinrichsmeyer)

LEATHER STRIP - Positive Depression


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 1995 / Zoth Ommog / Intercord

Meiner Meinung nach gibt es drei Arten von Musikern: Gute, schlechte und kreative (wobei ich nicht ausschliessen möchte, dass manche mehrere dieser Attribute in sich vereinen). Bei Claus Larsen – LEATHER STRIP – handelt es sich um einen Musiker der kreativen Sorte. Und dieser Keativling hat, als wären es in letzter Zeit nicht schon genug gewesen, mal wieder ein neues Werk auf sein Publikum losgelassen. Und obwohl ich LEATHER STRIP wirklich mag und für eine der interessantesten Erscheinungen am EBM-Himmel halte, hatte ich erst gar keine Lust, mir das Ding anzuhören, befürchtete ich doch, dass nach so wenig vergangener Zeit seit dem letzten Album nicht viel neues zu erwarten war. Als ich dann eines Abends vor, oder besser gesagt gesagt hinter eine Flasche Bier saß und mich gar schrecklich langweilte, beschloß ich, mir die CD doch mal anzuhören. Und ich war nicht nur überrascht, ich war schier begeistert und bin dies im übrigen immer noch. Das erste Stück auf dem Silberling ist schon richtig spitze, meiner Ansicht nach nach „Croatia“ das beste LEATHER STRIP-Stück. Besagtes nennt sich „Torture“ und kombiniert auf sehr gelungene Weise die Stile der beiden letzten Alben. Es geht dann weiter mit „We Deserve It All“, sozusagen einer EBM-Ballade. Anschließend ein weiteres Stück im „Serenade For The Dead“-Stil, meiner Ansicht nach ideal für´s Baden. Nur den Abschluss der Maxi finde ich ein wenig unsinnig, er besteht aus einer gesprochenen Version von „Don´t Tame Your Soul“, welche fast ohne Musik auskommt und auf mich eher eine einschläfernde Wirkung hat, was, sofern ich bei diesem Stück immer noch der recht passiven Tätigkeit des Badens nachgehen sollte, durchaus unangenehme Folgen haben könnte. Dies will ich LEATHER STRIP aber nicht zum Vorwurf machen, denn die CD wurde sicherlich nicht auf ihre Wirkung hinsichtlich sich in der Badewanne befindlicher Personen getestet. Also: Für alle, die nicht gerade eine völlige Abneigung gegen Elektronik haben, lohnt sich dieses Werk auf jeden Fall. Kostet ja auch nicht viel. (A.P.)

LEATHER STRIP - Serenade For The Dead


Erstveröffentlichung: CD 1994 / Zoth Ommog / Intercord

Die neue CD von Leather Strip ist eine Überraschung. Statt brachialem, tanzbarem EBM bietet die Gruppe diesmal düstere, monumentale Instrumentalstücke, die sehr soundtrackmäßig daherkommen. Wer nur die normalen Tanzstücke mag, wird diese CD sicher nicht mögen, wer aber etwas offener in seinen Hörgewohnheiten ist, dem ist dieses Werk zu empfehlen. LEATHER STRIP zeigen hier mal, dass ihr musikalischer Horizont weiter ist, als bisher vermutet. Schon seit der „Underneath The Laughter“-CD wurde mit Claus Larsen immer sympathischer, dieser Trend setzt sich hier eindrucksvoll fort. Sehr empfehlenswert. (A.P.)

LEAVES EYES - Interview zum WGT 2004 Leipzig 28-31.05.04




Back Again: Da du ja vorher die Sängerin von Theater of Tragedy warst, drängt sich einem natürlich die Frage auf, inwieweit Leaves Eyes eine Fortsetzung oder ein Soloprojekt darstellt?

Liv Kristine: Weder noch! Leaves Eyes ist eine eigene Band in toller Besetzung aus mir und den Jungs von Atrocity. Theater of Tragedy ist für mich ein abgeschlossenes Kapitel, ein geschlossenes Buch. Die Entscheidung von der Band konnte ich damals nicht beeinflußen, das war deren Entscheidung. Ich habe einen Bescheid bekommen als ich eines Abends am surfen im Netz war und hab dann die Nachricht bekommen, dass sie mit mir nicht mehr arbeiten wollen – das wars dann. Seither hab ich nichts mehr gehört, keine Ahnung warum. Davor hab ich nichts gehört und dannach auch nicht. Ich hab einige Tage gehofft, dass sie mich anrufen und sagen ‚ja okay wir haben uns das noch mal überlegt, komm war ein Scherz’, aber das ist leider nicht passiert und so musste ich mich damit abfinden. Aber die Idee zu Leaves Eyes hatte ich schon vor einem Jahr und hab dann an dem Konzept geschrieben. Das Problem war nur, dass ich keine Zeit hatte. Ich schrieb an meiner Magisterarbeit und so wartete ich auf die richtigen Musiker für solch einen Versuch.

Dann hab ich den Jungs von Atrocity das Konzept gezeigt, die fanden es gut und hatten auch schon einige Songs geschrieben, die gut in mein Konzept reinpassten und da war klar, dass wir dort ansetzen werden. Etwa 6 Monate hat es gedauert und die Scheibe war im Kasten. Nebenbei haben wir dann überlegt aus dem Projekt eine richtige Band zu machen, denn mit Theater geht eh nix mehr, also entstand Leaves Eyes. Was mein Soloprojekt angeht, da gab es ja bislang nur ein Album, vermutlich gibt es da auch ein zweites in Bälde, aber ich warte immer noch darauf, dass ich einen Plattenvertrag bekomme. Ich möchte unbedingt mit einem neuen Label arbeiten, einem dem ich trauen kann, und nicht so das einem gesagt wird ‚du must jenes können und stell dich nicht so an’. Ich möchte einfach zu dem was ich mache 100% stehen können. Bei ‚Deux ex machina’ war ich noch jung und hab auf vieles noch gehört, doch jetzt denk ich mir ich möchte schon die gesamte Aufnahmezeit dabei sein, es muss alles von mir kommen, denn wenn man etwas veröffentlicht ist es für immer da. Aber momentan denken wir hier an die zweite Leaves Eyes Platte, den auch hier sind schon einige Songs im Kasten.

Back Again: Wann seid ihr denn konkret ins Studio gegangen um die Platte aufzunehmen?

Liv: Wir haben ja unser eigenes Studio Mastersound. Wir sind also sowieso jeden Tag da und machen darin was, wenn wir Lust und Zeit haben. Wir haben zwei Aufnahmestudios und wenn dann eins frei ist gehen wir rein und machen weiter. Wir haben da glücklicherweise keinen Zeitdruck .

Back Again: Wenn du für dich deinen Musikstil beschreiben müsstest, wie würdest du das den tun?

Liv: Mhmm, ich sehe die Elemente von Metal, von Schönheit also klassischem Gesang und ich denk das findet man sehr oft in Gothic-Metal. Ich würde von daher sagen, es hat auf jeden Fall etwas mit Gothic-Metal zu tun. Inzwischen gibt es ja auch New Gothic Metal, wobei ich da ja ein alter Hase sein müsste in der Richtung, aber das finde ich dann auch nicht passend.

Ich möcht mich aber auch nicht so einschränken, denn auf den Platten gibt es sicher auch andere Elemente die eher im Vordergrund stehen werden, wir möchten in ZUkunft vielmehr mit klassischen Elementen arbeiten.

Back Again: Was hat dich inspiriert, und was ist dann konkret textlich geworden aus diesen Ideen?

Liv: Es ist erstmal ganz klar ein Konzeptalbum, dass sich in zehn Kapitel aufteilt. Wir haben jedes Lied so geschrieben, dass es zum Konzept passt. Das Konzept selbst ist eigentlich, zwei Lebensgeschichten zu erzählen. Die erste lovelorn ist sehr persönlich und beschreibt mich als Menschen, bzw. als kleines Mädchen und ich habe es mir so vorgestellt, dass ich an dem Ort spiele an dem ich aufgewachsen bin als Kind und dort einschlafe. Dort hab ich einen Traum und es beginnt die zweite Lebensgeschichte. Der erste Teil erzählt mehr von meiner Liebe zu meinem Heimatland Norwegen, die zweite hingegen ist mehr Liebesgeschichte. Darin geht es um einen jungen Mann, der seine Frau oder Freundin im Meer verloren hat, weil sie ertrunken ist, und er hat wahnsinnige Sehnsucht nach ihr und sucht Antworten auf das Warum des Todes, denn es wird nicht ganz klar ob es Selbstmord war, oder ob sie verunglückt ist.

Dann kommt eine Meerjungfrau und sie kommen am Ende zusammen. Wie das passiert verrat ich nicht, nur soviel, es ist ein tragisches aber auch glückliches Ende. Ich wach dann wieder auf aus diesem Traum und lauf zurück zu meiner Mutter die auf mich wartet. Es ist ein sehr persönliches Album wie gesagt, wo sehr viel von mir selbst mit eingeflossen ist. Inspiration für mich war auf jeden Fall die norwegische Natur und auch dass ich in der Zeit, wo ich das Konzept geschrieben habe, schwanger war und ich spürte das Leben in mir das wächst. Ich bin einfach jetzt sehr glücklich und das hört man auch musikalisch und ich möchte das die Menschen das spüren, wenn sie selbst Leaves Eyes hören.

Back Again: Wieviel Bedeutung mißt du selbst denn dann Träumen zu, wenn es hier so zentral zu seien scheint?

Liv: Das ist sehr wichtig für mich! Ich hab im Badezimmer ein Buch, wo Bedeutungen von Träumen drinsteht und wenn ich früh aufstehe schau ich immer gleich was es bedeutet hat.

Das hat mich schon lange interessiert und seit 6 Jahren mach ich Yoga und versuch oft dadurch zu einer inneren Ruhe zu kommen, was durch Träume am ehesten zu schaffen ist.

Ich fühl mich morgens oft einfach erleichtert. Tagsüber hat man ja gar keine Zeit mehr um Dinge zu verarbeiten, da ist Schlaf manchmal Gold wert.

Back Again: Wie geht es für dich weiter, bzw. für euch, und inwieweit wir deine Familie eione große Rolle spielen, denn deine Schwester sang ja auch mit auf der Platte?

Liv: Ja das stimmt, meine Schwester singt in einem Song mit. Leider konnte sie beim WGT nicht dabei sein, weil sie Urlaub hat. Wir werden als nächstes erstmal auf Tour gehen 4 Wochen lang mit Sondershows in Griechenland und der Türkei. Dann soll logischerweise das zweite Album folgen, woran wir schon begonnen haben zu arbeiten. Familie und Musik lassen sich durch das eigene Tonstudio sehr gut kombinieren, denn es ist direkt in der Wohnung. Zuhause hab ich die komplette Ausstattung, und im Studio nochmal. Wir nehmen jeden Tag den kleinen mit uns und es gibt immer Leute die sich um ihn kümmern und gut mit Kindern können. Es gab noch nie Probleme, dass er sich allein gefühlt hätte, er hat ja nicht mal die Möglichkeit allein zu sein. Wir machen auch die Interviews im Studio und er ist dabei, auch zum Videodreh kam er mit und auf Tour muss er mit, wegen dem Stillen. Jetzt am Wochenende ist er bei der Omi, dass hält er aus, aber mein Herz tut weh. (Maximilian Nitzschke)

LEBEN UND ARBEITEN - Leben und Arbeiten


Erstveröffentlichung: 12 Inch 1981 / Zick Zack / Rip Off-Eigelstein

Ausser dieser EP habe ich nie etwas anderes von oder über LEBEN UND ARBEITEN gehört oder gelesen. Auch auf der Platte selber sind keinerlei Infos zu Bandmitgliedern oder sonstwas. Das ist sehr schade, denn diese Platte ist richtig klasse. Natürlich nur, wenn man mit NDW nicht nur Nena, Markus und Hubert Kah verbindet. Wenn einem stattdessen bei der Bezeichnung NDW Bands wie Geisterfahrer, Palais Schaumburg, Der Plan, Thorax Wach oder Inzucht & Ordnung in den Sinn kommen, ist man genau richtig. Das ganze noch gewürzt mit einer Prise Punk-Energie und man hat LEBEN UND ARBEITEN. Vor allem der erste Song „Gefühl Nix Gut“ ist grandios schräg und thematisch typisch für die frühe NDW-Zeit. Ich könnte mir auch vorstellen, daß einige deutsche Bands Mitte bis Ende der 80er diese Platte kannten und gut fanden, z.B. Kolossale Jugend, Cpt.Kirk& oder Der Schwarze Kanal. Dies ist der Soundtrack zu den kalten, grauen Beton-Ghettos der 80er Jahre. Ein echter, leider recht unbekannter, NDW-Schatz! (A.P.)

LEFAY - The Seventh Seal


Erstveröffentlichung: CD Noise Records

Oh ha, da haben Noise Records ja mal wieder eine Band aufgegabelt. Auf dem Punkgebiet hat NOISE ja einen exzellenten Geschmack, man denke da nur an C.I.A. oder ELF und andere Ikonen wie VICKI VOMIT, aber irgendjemand dort hat wohl einen extrem aparten Geschmack, was Metalbands angeht. So haben wir denn nun auch hier eine echte Heulerband, die mit ihrer Metalmusik okkulte Themen anschneidet und mitunter gesangsmäßig recht mittelalterlich daherkommt. Zugegeben, ich habe auch schon weitaus üblere Bands gehört, aber die Zeit für solchen Fantasymetal ist doch schon längst vorbei. Dafür muß man der Band aber wieder anrechnen, daß sie in ihre Musik wirklich viele kleine Feinheiten und Sonderheiten einbauen, die man von anderen Genrevertretern nicht kennt. (H.H.)



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