KONKHRA - Live Eraser

/ Progress Records

Die dänische 4-Mann-Band KONKHRA, die 1990 das erste Mal mit ihrem Demo von sich reden machten, haben letztes Jahr beim Roskilde Festival vor 12.000 Leuten gespielt. Dieses Happening ist auch gleichzeitig der bis dato größte Auftritt von KONKHRA. Aus diesem Grunde hat man sich entschlossen, dieses Konzert auf CD zu bannen und es in 24-Spur-Technik aufgenommen. Die Soundqualität ist für eine Liveaufnahme sehr sehr gut, eigentlich klingt das Ganze wie eine Studioaufnahme, wenn da nicht das Gejohle der Fans zwischen den Songs und die Ansage des Ansagers am Anfang der CD wäre. Musikalisch bietet uns KONKHRA ihre spezielle Art von Deathmetal, die sich Death´n Roll nennt, in gewohnter Art. Es ist halt keine Band, die nur hirnlosen Lärm macht, sondern sich auch etwas dabei denkt. Hauptsächlich Songs von der letzten CD ""Spit Or Swallow"" sind enthalten und die CD ist so gut geworden, daß KONKHRA dieses Jahr nix neues mehr rausbringt und auf dem diesjährigen Roskilde-Festival die Release Party hierfür feiert. (H.H.)

LOTTO KING KARL FISHERING ROH - 2000


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 2000 / Polydor

Kult pur (zumindest wenn man aus Hamburg stammt) ist der selbsternannte Lottomillionät KARL, der mit seinem modernen Schlagertitel „Fliegen“ immerhin den 6. Platz der Vorausscheidung zum Grand Prix de la usw usf erreichte, für mich aber dank einer wunderschönen Melodie und einem herzzerreissenden Text der wahre Sieger war. Stefan Raab hat doch nur gewonnen, weil er die größere Promotion-Maschinerie hinter sich hatte (nicht, daß ich ihm das nicht gönnen würde). Liebenswert ist LOTTO´s leichtes lispeln und der hamburger Slang, in dem er singt. Wenn schon Schlager dann nicht solche Luschen wie Guildo Horn oder Dieter Thomas Kuhn, sondern LOTTO KING KARL, dem man den Spaß auch noch anhört. Die vier enthaltenen Versionen von „Fliegen“ sind teilweise recht unterschiedlich, am besten kommt aber die eingängige „Businessclassversion“.
Ach ja, wer auf dem Cover auch noch den leider viel zu früh von uns gegangenen Chaotiker Peter Ehrlich grüßt, kann mir nur sympathisch sein, denn Peter hat zumindest in Hamburg, aber auch in manchen Daily Talkshows Fernsehgeschichte geschrieben, unter anderem mit einer 24-Stunden Livesendung, in der auch wir Back Againer Gast sein dürfen. Kult pur! ( (A.P.)

LOUD PIPES - Drunk For Ever


Erstveröffentlichung: Maxi-CD / Impact Rec. / SPV

Aus Schweden kommen die lauten Pfeifen. Aus Punk, Hardcore und Metal haben die vier Mannen, derren Sänger sich äußerlich wohl für Billy Idol und die anderen drei für Motörhead-Members halten, sich eine eigene Mixtur zusammengebraut, die nicht schlecht ist, extrem wuchtig und brachial und verdammt nach vorne geht. (H.H.)

LOVE LIKE BLOOD - Flags Of Revolution


Erstveröffentlichung: CD 1990 / Hurdy Gurdy Beat / Semaphore

CD+LP
Since their birth back in 1988, LOVE LIKE BLOOD had been one of the most successful and popular Gothic-Rock-bands from Germany. Beside Project Pitchfork, Das Ich and Deine Lakaien, LOVE LIKE BLOOD reanimated the german scene in the early 90s. ""Flags Of Revolution"" had been a groundbreaking album, which opened the gates for a worldwide career. With the following albums ""An Irony Of Fate"" and ""Odyssee"", the band also became an international top act of the 90s Gothic-Rock. Even if ""Flags Of Revolution"" is a bit underproduced, it contains a lot of very great songs like ""Tears Of Liberation"", ""Out Of Sight"" and the reworked ""Johannesburg"" (originally from their debut demotape ""Anthology Of An Agony""). This early record was highly influenced by the biggest english bands like Fields Of The Nephilim and The Mission, but on the following releases, LOVE LIKE BLOOD created a more personal style, which was copied by many bands later, so there is nothing more to say than that ""Flags Of Revolution"" is a must in every Gothic-Rock collection. The CD-version contains two bonustracks, not featured on the LP. (A.P.)

LOVESPIRALS - Windblown Kiss


Erstveröffentlichung: CD 2002 / Projekt

Ryan Lum war damals einer der klugen Köpfe hinter LOVE SPIRALS DOWNWARDS und hat sich nun mit der Sängerin und Songschreiberin Anji Bee zusammen getan, um etwas neues zu machen. Herausgekommen sind die LOVESPIRALS. Nach ihrer ersten kurzen Veröffentlichung namens „Flux“ bringen sie nun ihr erstes langes Album auf den Markt. Das erste Album hat, ich kenne es leider nicht, Stücke, die ein bisschen von Drum´n Bass und Jazz beeinflusst wurde, worüber ein relaxt gespieltes Saxophon gespielt wurde. Dieses Album hier zeugt von einer musikalischen Wandlung innerhalb der Band. Man hat mehr Songstrukturen eingebaut und es geht schon ein bisschen mehr in Richtung Pop. Beim Hören der Scheibe sind mir Parallelen aufgefallen zum Soundtrack der TV-Serie „TWIN PEAKS“, auch ein bisschen Matt Bianco („Half A Minute“) schleicht sich ein und mein Lieblingstrack ist „I Can´t See You“, der so herzergreifend romantisch ist und bei welchem mir Assoziationen einer warmen und relaxten Sommernacht in New York aufkommen, was hauptsächlich durch das softe Saxophonspiel hervorgerufen ist. LOVESPIRALS ist nichts für die harte Gemeinde, sondern für die Romantiker und für die Liebhaber entspannter Musik. (H.H.)

LOVE SPIRALS DOWNWARD - Ever


Erstveröffentlichung: CD 1996 / Projekt

I never followed the work of LOVE SPRIALS DOWNWARDS very interested until I received their album „Ever“ a long time ago. It was a fault, not to listen to their music, because this band fits perfectly in the work of the Projekt label, which is one of the finest record companys these days, if you like ethereal, ambient and „calm“ music. Well, LOVE SPIRALS DOWNWARDS are not as perfect as labelmates Black Tape For A Blue Girl or Lycia, but they have their very own style with many Folk influences and a very relaxed atmosphere. The fragile voice of the female singer reminds me a bit on Julee Cruise (remember her works on the soundtrack of Twin peaks). If you know the calm songs of the second album of Germany´s Dark Orange, you will get an idea of what to exspect from „Ever“. It is a fair, relaxing album. (H.H.)

Webadresse der Band: www.projekt.com

LOW 500 - High Commissioner


Erstveröffentlichung: CD 2005 / Hazelwood Vinyl Plastics / Cargo Records

Die Band LOW 500 kommt aus Frankfürt und was die da so machen, ist schwer zu beschreiben. Fangen wir einfach an: Es ist Rockmusik, was beim Label Hazelwood Vinyl Plastics nicht weiter verwundert. Was ebenfalls nicht verwundert, ist die Tatsache, dass hier nicht einfacher Kneipenrock geboten wird, es geht schon etwas mehr in die aufregendere Ecke. Was mir zuallererst mal positiv auffällt, ist der ständige treibende Rhythmus, der die CD perfekt für die Autobahn macht. Darüber hinaus bietet LOW 500 eine spannende Mischung aus Neue Deutsche Welle und Britpop, es wird experimentiert, ohne allzu experimentell zu sein, man ist energetisch und immer in Versuchung, den vorwärts-galoppiernden Takt mitzuklopfen. Ein bisschen 60er-Beatles-Charme ist rauszuhören, eine kleine Affinität zum Punk und vieles mehr. Echt schwer zu beschreiben, vielleicht solltet Ihr einfach mal selbst reinhören. (H.H.)

LOX - We Are The Streets


Erstveröffentlichung: CD 2000 / Ruff Ryders / Interscope/Motor

Fuck The Niggaz, Shit, Shit, Fuck, Fuck, Pussy, Fuck, Motherfucka, Bitch. Ich frage mich schon am Anfang der CD, ob das hier eigentlich alles ernst gemeint ist, oder ob das eine Parodie sein soll. Aber ich befürchte, das soll ernst sein und vor allem böse, die Straße halt, so ist das eben im Ghetto, oder? Ich muß zugeben, ich weiß es nicht und kenne das nur aus Filmen, aber beim Hören des Albums kommt man leider nicht umhin, über dieses übertriebene Getue von THE LOX zu lachen. Jeder Rap-Fan wird mir nun an den Hals springen, kann es doch nie böse und zynisch genug sein, Gangsta über alles, denn nur das ist cool. Ich hab auch gar nichts dagegen, aber nur noch oben genannte Begriffe unkontrolliert durch die Gegend zu rappen, ist in meinen Augen keine Kunst. Doch nun zu etwas positivem, denn im Gegensatz zu diesem furchtbaren Radiogehiphop, beim dem es nur darauf ankommt, irgendwelche Popschnulzen neu aufzulegen, ist LOX dieses Mal wirklich echt, oder besser gesagt ""echter"". Pop gibt es hier nicht und das ist gut so. Das ist übrigens auch der Grund, warum sie bei ihrem alten Label BadBoy Records nicht glücklich wurden, denn diese machten genau diesen verhaßten Hiphop. Nun sind sie bei RuffRyder und dürfen endlich wirklich böse sein, aber, wie schon gesagt, sie haben es etwas übertrieben und wirken (in meinen Augen jedenfalls) unglaubwürdig. (H.H.)

LUCIE CRIES - Res Non Verba


Erstveröffentlichung: CD / Alea lacta Est

LUCIE CRIES dürften durch ihre bisherigen vier Maxi CDs und diverse Samplerbeiträge bereits einigermaßen bekannt sein, das Label ALEA IACTA EST hat sich auch schon durch die hochgelobte ""L'Appel Et La Muse""-Compilation, auf der u.a. auch Every New Dead Ghost vertreten waren, einen Namen gemacht. Mit ""Res Non Verba"" liegt nun die erste vollständige CD von LUCIE CRIES vor, die, um es vorwegzunehmen, überzeugt. LUCIE CRIES stehen ganz in der Tradition der Mittachziger Gitarren-Gothic-Bands. Was die Band aber hervorhebt, ist zunächst einmal der französische Gesang, der der Musik eine ziemlich eigenständige Note verleiht. Die Band versteht es hervorragend, kraftvolle, nach vome treibende Songs und ruhigere, melancholische Titel zu einem Ganzen verschmelzen zu lassen, so werden die zehn Titel, bei einer leider sehr kurzen Gesamtspielzeit von gut 40 Minuten, niemals langweilig. Bei diesem Songmaterial müßte die Band live eigentlich ein Erlebnis sein. Wäre schön, wenn man sie bald mal in Deutschland begrüßen dürfte. (A.P.)

LUDMILA - Passages From >Stella Splendens
Erstveröffentlichung: Maxi-CD 2004

2x MCD

LUDMILA is an Italian Dark-Wave/Etherial-Project, which is active since 1997.

I received some pieces of their music, of which I don´t really know, if it is „only“ Promo stuff, or if you can buy it in this form.

„Passages From >Stella Splendens<“ opens with a short „Ave Maria“, sung by Paola Bianchi, followed by „Ave Gloriosa Mater Salvatoris“, a medieval sacral chant, which shows the beautiness of Bianchi´s voice. „Lova“ is orientated on more common structures and creates a really enjoyable atmosphere with some Dead Can Dance influences.

The second CD-R „Lude(e)mila“ opens with „Volo Grigio“, a slow, bass-dominated track somewhere between 4AD-Pop and Trip Hop. The voice of singer Paola Bianchi ist somwhere between Elisabeth Fraser (of the Cocteau Twins) and Dolores O´Riordan (of the Cranberries). Finally the song „explodes“ in a wall of sound. „Trasporto“ is in the same style, but a bit more straight. This is the most conventional song, I heard of the band yet and it is really good after listening to it a couple of times. This CD ends with „Sabbia Suadente“, less spectacular, than the previous songs.

It is hard to put LUDMILA into one style, ´cos the influences come from such different musical points like Gregorian Chant and Trip Hop, from Dark-Wave and Alternative Rock and much more. Strange band, but really good and original. I guess, it would be an interesting experience, if the band would find a way to combine their different influences. (A.P.)

E-Mail-Adresse der Band: ludmila1@inwind.it

LUDMILA - Demo-CD


Erstveröffentlichung: CD 2000 / Eigenproduktion

Ist zwar schon eine etwas ältere CD, die ich Euch hier präsentieren möchte, doch die Band hat es verdient, dass wir sie hier etwas größer herausstellen. LUDMILA ist ein Duo aus Italien und hat sich im Jahre 1997 zusammengefunden. Die Namen der beiden lauten Paola Bianchi, sie ist zuständig für den Gesang, und Luca Valisi, der den Bass und den Drumcomputer bedient. 1998 veröffentlichen sie ein erstes selbstproduziertes Demo mit vier Stücken. Einige Instrumente wurden von Gastmusikern aufgenommen. Man war nicht sehr zufrieden über das Ergebnis, da es ihnen etwas zu akustisch war, also konzentrierte man sich in der folgenden Zeit auf eher elektronische Klänge. Einige Auftritte mit neuem Songmaterial folgten, die recht erfolgreich waren. LUDMILA mag die Interaktion mit dem Publikum und peppt die Auftritte auf mit Filmen und Dias, die an die Wand projiziert werden. ImJuni 2000 dann folgte diese Maxi-CD mit fünf Titeln. Eine gut gelungene Mischung aus Elektronik und Akustik-Instrumenten, irgendwie teilweise recht minimalistisch, doch oben drüber thront eine schöne, fast Cocteau Twins- Dead Can Dance-mäßige Stimme, die italienische Texte singt und die dafür verantwortlich ist, dass wir diese CD in die Neofolk-Ecke einsortiert haben. Eine Mixtur aus mittelalterlichen Melodien und Trip Hop vermischt mit Ethno. Sehr gelungen. Mein Lieblingstrack ist „Dochodjaga“. (H.H.)

E-Mail-Adresse der Band: ludmila1@inwind.it


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