MEATHEAD - Protect Me From What I Want


Erstveröffentlichung: CD / Modern Music Records / Dynamica

MEATHEAD´s Geschichte ist ein wenig merkwürdig und oftmals vom Tod und von Gewalt gekennzeichnet. Angfangen hat alles mit dem ersten Album 1993 ""Street Knowledge"", wo es noch etwas industrialiger zuging als heute durch Mauro Teho Teardos´s Soloarbeiten, die er zusammen mit Bands wie Nurse With Wounds usw. getan hat. Einige Zeit darauf, nachdem die Band zusammen mit Biohazard und Helmet einige Gigs abgehalten hat, hat MEATHEAD einen Song für den Charles Manson-Tribute Sampler aufgenommen. 1993 wurde die Band eingeladen, die mailändische Modenschau von Versace musikalisch zu begleiten und sie spielen eben jenen Song über Charles Manson mit Stimmsamples des üblen Gurus. Das der gute, alte Regisseur Roman Polanski, der auch zu Besuch bei der Modenschau war, dies hörte und nicht sonderlich begeistert war, ist wohl auch irgendwie verständlich, immerhin verlor er seine Frau wegen dieses üblen Typen. Nun ja, jedenfalls gab das einen Skandal. Nach einigen Projekten kam dann 1995 das nächste MEATHEAD-Album. Im Jahr darauf wurde ein eingefleischter MEATHEAD-Fan von einem Drogenabhängigen ermordet und kurz darauf starb eines der Mitglieder am Ebola-Virus, was sie dann anscheinend zur ""Ebola Is In Town""-Tour mit Sabotage inspirierte. Nun jedenfalls haben MEATHEAD ihr neues Album auf den Markt geworfen. Teils abgefahrene Synthie-Sounds unterlegt mit wüsten Gitarren, oftmals verzerrte Stimme und trotzdem sehr eigenständig. Ganz schöne Bäße sind auch zu hören, die man mehr unterschwellig mit dem Magen als mit den Ohren hört. Anspieltip ist das treibende ""Broken Spine"". (H.H.)



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