METALLICA - St. Anger


Erstveröffentlichung: CD 2003 / Mercury / Universal

Die Herren Metallica haben sich jetzt schon über 20 Jahre gehalten und vier Jahre nach ""S&M"" hauen sie mit ""St. Anger"" wieder richtig rein, dass es schon teilweise an den brutal-brachialen Sound der Alben der frühen 80er erinnet wie z.B ""Kill 'em All"". Die Riffs sind wirklich hammerhart, dazu kommen eine Menge Breaks (das Schlagzeug klingt größtenteils sehr blechernd), Gitarren-Soli gibt es eigentlich gar nicht. Interessanten sind die vielen schnellen Double-Bass Passagen. Die 11 Songs bestechen durch abrupten Tempowechsel, sind aber in der Regel vom Rhythmus eher schnell. Dass auf dem Album keine Balladen wie ""Nothing Else Matters"" zu finden sind, ist nicht weiter schlimm. Unnötig ist allerdings, dass jeder Song über 5 Minuten geht, was ein richtiger Metal-Fan aber locker erträgt. Man muss also sagen, dass ""St. Anger"" ein mehr als nur gelungenes Album ist, auch wenn etwas Abwechslung zwischen den Songs fehlt. Konkurrenz macht es dem so legendären schwarzen Album meiner Meinung nach nicht. Metallica klingen auf dieser Platte einfach moderner und geradliniger, in die Nu-Metal-Ecke braucht man sie trotzdem nicht zu stecken! Insgesamt also gutes Handwerk. Als Anspieltipps möchte ich noch den Eröffnungssong ""Frantic"", ""Dirty Window"" sowie ""St. Anger"", den bislang einzigen veröffentlichen Track nennen. (D.H.)



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