CATS TV - Cats TV


Erstveröffentlichung: LP 1980 / Reflektor / Metronome

Eine der weniger bekannten von den kommerzielleren NDW-Bands der Frühphase waren CATS TV, die 1980 ihr erstes Album vorlegten. Obwohl der Sound eigentlich Potential für die Hitpaarden hatte, war die Gruppe wahrscheinlich 1980 etwas zu früh dran. Im Gegensatz zu den meisten Bands dieser Zeit, die ihre Ursprünge im Punkgedanken hatten, dürften CATS TV durch typischen 70er Jahre Hardrock beeinflusst sein, Alice Cooper fällt mir da ein. Dazu passt auch das grauenhafte Aussehen der Musiker auf dem Back-Cover, nicht nur wegen der langen Haare, erschreckend! Die Musik ist ziemlich rockig und hat sogar ein paar üble Gitarrensoli. Was die Platte aber eigentlich erst zu einer NDW-Scheibe macht, sind die Texte, die schon einiges beinhalten, was man in den folgenden Jahren immer wieder hören würde. Von den drei Alben der Band ist das erste sicher noch das unentschlossenste, mit „Killerautomat“und „3“ fanden CATS TV dann ihren eigenen Stil. Dennoch ist ein absoluter Knaller vertreten, nämlich das auch als Single ausgekoppelte „Koxhafen“ mit dem etwas hysterisch klingenden Gesang. Auch einige andere Titel sind nicht übel, trotzdem steht das beste erst noch bevor. (A.P.)

NECROPHILISTIC ANODYNE - Drown... Into This Day


Erstveröffentlichung: CD 1994 / Subtronic / SPV

An NECROPHILISTIC ANODYNE habe ich mich bisher nie so recht herangetraut, denn ich hatte musikalisch immer ine weitere Electro-Grufti-Band erwartet. Umso überraschter war ich, als mir die neueste CD ins Haus flatterte. Einfallsreicher Technopop, der mehr an die frühen 80er Jahre erinnert, als an stumpfsinnige Dark-Techno-Sachen, die sich in den letzten zwei Jahren wachsender Beliebtheit erfreuen. Auch Gitarre wird ab und zu eingebaut, was den einzelnen Songs doch Abwechslung verschafft. Ein Hit sollte eigentlich “Sleeping Angel” werden, was durchaus das Zeug zu eine Maxiauskopplung hätte. Die oft genannte Verwandschaft zu Invincible Spirit sehe ich nicht unbedingt, eher schon zu Gruppen wie Cure, wenn diese eine Electroband wären. Ein überraschend erfreuliches Produkt, das man bedenkenlos empfehlen kann, denn diese Gruppe klingt sehr frisch und unverbraucht. (A.P.)

NEGATIV-NEIN - Ansichtssache


Erstveröffentlichung: Maxi-CD / Wolverine Records / SPV

Das Crossover durchaus nicht langweilig sein muß, beweisen wieder einmal die 1994 gegründete Bremerhaven-Band NEGATIV-NEIN, die sich warscheinlich nach gleichnamigen Einstürzende Neubauten-Stück benannt haben. Diese Maxi-CD beinhaltet vier neue Songs, die alle sehr eigenständig sind. ""Manchmal"" und ""Sklavenhändler"" sind recht gute Rapstücke, wobei bei letzterem man eigentlich schon eher eine Art Gesang bescheinigt werden könnte. Brachial und gut produziert sind beide. Bei ""Gnadenlos"" wird sogar ein wenig gescratcht und der Überhammer der leider viel zu kurzen CD (na ja gut, dafür ist es ja auch nur ´ne Maxi) ist der letzte Song namens ""Schwarzer Spiegel (Remix)"". Getragen, fast schon Hip Hop-mäßig (was ich normalerweise nicht so mag, aber hier ja) zeigt NEGATIV-NEIN seine Vielfalt. Alle Texte sind übrigens im Cover enthalten und es ist empfehlenswert, diese einmal nachzulesen! Im Ganzen eine gelungene Maxi, die es als Silberling über SPV gibt und als Vinyl bei Wolverine direkt! (H.H.)

NEGATIV-NEIN - Negativ-Nein


Erstveröffentlichung: CD / Wolverine Records / SPV

Dem sogenannten Crossover haben sich NEGATIV-NEIN verschrieben, wobei man sagen muß, daß dies hier aber nicht irgendeine der vielen Bands ist, sondern eine Band, die sich durch spezielle Dinge bis an die Spitze dieser tausenden von Bands spielen könnte. Die kommerzielle Spitze oder die Bekanntheitsspitze meine ich damit jetzt gar nicht, sondern die Spitze der Qualität. Denn es passiert nicht so oft, daß ich beim Hören einer Band mit dem Kopf schütteln muß und ausrufe: „Das ist ja geil!“. Hinter den Songs steckt eine brachiale Kraft und saugute, anklagende deutsche Texte runden die Songs zum Positiven auf. Die Songs bewegen sich zwischen Hip Hop (dies aber nur ganz selten) bis zum monumentalen Clawfinger-Sound. Die 1994 gegründete Band mit dem Namen eines alten Einstürzenden Neubauten-Stückes wird mit der richtigen Promotion mit Sicherheit ein guter Erfolg werden. Crossover kann nämlich doch seine Reize haben! Ach so, zum Abschluß noch ein Kompliment an das richtig geile Cover!!! (H.H.)

NEJET NOK - Assai


Erstveröffentlichung: CD 1999 / Genetic Music

Irgendwann 1999 kam ein Freund, der gleichzeitig Plattenhändler ist, mit dieser CD bei mir an und meinte: “Musst Du Dir mal anhören, gefällt Dir bestimmt”. Natürlich hatte er Recht und die CD von NEJET NOK ging schnell in meinen Besitz über. Von diesem Projekt hatte ich vorher noch nie gehört oder gelesen, obwohl ich mir einbilde, auch im musikalischen Underground einigermaßen auf dem Laufenden zu sein. Auch das Label Genetic Music, dessen erste Veröffentlichung „Assai“ war, war mir nicht bekannt.

NEJET NOK ist ein Projekt, das bereits Mitte der 80er Jahre bestand und immer mal wieder Tapes veröffentlicht hat, die meist minimalistische und experimentelle Electro-Klänge beinhalteten. „Assai“ ist nun eine Zusammenstellung von 13 Stücken, die wohl durchgehend in der zweiten Hälfte der 80er Jahre entstanden sind. Wer auf Minimal-Elektronik mit teils wavigem, teils industriellem Charakter steht, kommt an dieser CD eigentlich nicht vorbei.

Von sehr tanzbaren Sachen wie „After Stars Fall“ und „Jerk In Joy“ über schräge NDW-artige Sounds in „Assai“ und „Emerge“ bis hin zu typischem Früh 80er Minimal-Electro Sound in „Digitale Träume“ und „Fundsache“ findet der Liebhaber alles wieder, was ihm gefällt. Ich würde mal sagen Stratis treffen Rheingold treffen Anti Trust/The Evasion On Stake. Wem Anti Trust jetzt nichts sagt, dem sei mitgeteilt, dass dieses Hamburger Mitt-80er Vorgänger Projekt von den in der Früh-90er Tape Szene sehr bekannten The Evasion On Stake einige Titel produziert hat, die in minimalsten Tapeauflagen vertrieben wurden und so manchem Sammler das Herz brechen würden, während der Sabber aus dem Mundwinkel tropft. Vielleicht werden ja irgendwann mal die frühen Werke soundtechnisch überarbeitet und veröffentlicht, wer weiß...

Bis dahin darf man sich aber mit NEJET NOK vergnügen, obwohl ich keine Ahnung habe, ob diese ursprünglich auf 500 Exemplare limitierte CD noch erhältlich ist. Einfach mal auf der Genetic Music Website stöbern. (A.P.)

NE LUUMäET - Ne Luumäet & Se On Live


Erstveröffentlichung: CD / umppa Records/Tug Rec / SPV

Wieder etwas neue vom Label, daß uns ELÄKELÄISET geschenkt hat: Es handelt sich um NE LUUMÄET aus Finnland, die in erster Linie die RAMONES-Klassiker covern und mit finnischen Texten versehen. So muß man Euch wohl nicht ""Siinä On Punk Kari"" übersetzen, oder? Auch viele weitere alte Hits der RAMONES sind zu hören und alles in allem ist die Band nicht sonderlich originell, aber dafür umso spaßiger und natürlich finnischer. Merkwürden-Punk erster Kajüte, immer straight on und mit einer Länge von weit mehr als 70 Minuten und einer Songanzahl von insgesamt 39 Stück sollte diese CD für alle, wie es das Info nennt, ""Humppafanatiker"" das richtige sein. (H.H.)

NENA - Live - Nena feat. Nena


Erstveröffentlichung: Doppel-DVD 2003

Diese Doppel-DVD präsentiert Nenas Jubiläumskonzert im Jahre 2002 zum 20-jährigen Bestehen. Das dreistündige Spektakel wird von Dirk Bach eröffent, der sich als Nena-Fan der ersten Stunde outet. Danach folgt der Komiker Jess Jochimsen, der uns 10 Minuten über seine Pubertätsprobleme berichtet und es sichtlich schwer hat, das Publikum zu bändigen, dass schon heiss auf die Jubilarin ist. Und dann kommt die Kerner auf die Bühne, allerdings nicht Nena, sondern ihre Schwester Nane. Sie sagt das Konzert an und dann beginnt es. Eine gutgelaunte Nena betritt die Bretter, die die Welt bedeuten und legt ihr Programm hin. Dabei begrüßt sie einen Haufen Freunde und Wegbegleiter, wie zum Beispiel Westbam, Joachim Witt, Udo Lindenberg, Rosenstolz, Howard Jones, Kim Wilde, doch am schönsten ist es, wenn sie mit Markus „Kleine Taschenlampe brenn“ singt und wenn sie mit ihren alten Mitstreitern (und mindestens einem Liebhaber) Uwe, Rolf und Jürgen „Leuchtturm“ performt. Ein weiterer Höhepunkt ist „Der Anfang vom Ende“, mein ewiges Nena-Lieblingslied. Udo Lindenberg, der spontan dazu kam, hätte sich das Lied allerdings vorher mal anhören sollen, dann hätte er die Melodie auch gekannt. Ganz zum Abschluss dann ist Nena mit Tok Tok auf der Bühne. Ich dachte, okay, jetzt kann ich abschalten, doch das Stück, das im Inhaltsverzeichnis nur als „Credits“ genannt wird, war für mich einer der absoluten Höhepunkte. Minimal, treibend, tanzbar, absolut NDW.

Das 180-Minuten-Konzert ist nicht nur spannend, sondern auch noch gut gefilmt, Kompliment an den Regisseur. Nachdem ich mit dem Nena-Manager Alex Grob schlechte Erfahrungen gemacht habe, hat dieses ungebührliche Verhalten bei mir auch dem Image von Nena geschadet, derer größter Fan ich mich bis zu diesem Zeitpunkt schimpfte. Ich muss sagen, dass mir diese DVD den Glauben an Nena wiedergegeben hat. Ihre neuen Versionen ihrer alten Lieder sind zumeist gut gelungen und ihre fröhliche Performance auf der Bühne tat ihr übrigens. Allerdings doch schade, dass man nun wahrscheinlich die alten Fassungen ihrer Hits nie wieder live erleben wird.

Der absolute Kick an dieser Doppel-DVD von Warner Vision aber ist das Bonusmaterial. Es beginnt mit einem „On Tour & Backstage“-Bericht (41.11 Min.). Hier gibt es Aufnahmen vom Backstage-Bereich, vom Soundcheck und ein paar Interviews. Das ganze ist einfach nur zusammengeschnitten und wird dem Zuschauer ohne Kommentar vorgesetzt. Dieser Mangel allerdings macht diese Doku so sehenswert, denn man hat das Gefühl, mittendrin zu sein und erfährt, wie Nena sich außerhalb der Bühne benimmt. Äußerst sympathisch. Weiter geht es im gleichen Stil mit der After-Show-Party (2:42 Min.), die eigentlich eher ein kurzes Sektanstossen ist. Danach folgt unter dem Titel „Rehearsal“ ein Zusammenschnitt aus Aufnahmen, die während des Soundchecks getätigt wurden (3:36 Min.). Danach gibt es unter „Fan Cam“ zwei Stücke, die ein Fan aus der zweiten Reihe im Publikum mitgefilmt hat (7:33 Min.). Ziemlich verwackelt und wohl nur für Nena interessant, die ihren Auftritt mal aus der Perspektive der Zuschauer sehen kann. Wir als Fans kennen das gar nicht anders.

Zum Abschluss dieser gelungenen Doppel-DVD gibt es dann die Videos zu „99 Luftballons 2002“ (3:33 Min.), „Leuchtturm 2002“ (4:15 Min.), „Wunder geschehn 2003“ (4:16 Min.) mit Udo Lindenberg, Sasha, Ben, Jasmin Tabatabai, Joachim Witt und weiteren, einer ausführlichen Biographie von Nena in Deutsch und Englisch und eine Discographie ihrer Alben (Nenas Choice). Außerdem noch ein kurzes Interview über den Beginn ihrer Karriere (1:34 Min.) und Statements von Uwe Fahrenkroog-Petersen, Kim Wilde, Joachim Witt, Udo Lindenberg und Rosenstolz (3:34 Min.). (H.H.)

NENA - Große Freiheit 36, 03.März 1999


Erstveröffentlichung: Konzert/Veranstaltung 1999

Da ich weiß, daß viele Leser vom BACK AGAIN (ich) große NENA-Fan sind (ist), wollte ich Euch nur kurz berichten, daß ich beim diesjährigen Konzert war. Von der Vorgruppe KYD MOSES hab ich nicht viel gesehen und von NENA eigentlich auch nicht, denn es war brechend voll (überwiegend älteres Publikum mit hohem Körperbau). Pinkeln gehen konnte man nicht, da die Klos sich neben der Bühne befanden und kein Mensch bis dahin durchkam. Das war aber auch nicht so schlimm, da man auch nicht zur Bar kam, um sich was zu trinken zu holen, was ein Pinkelngehen gerechtfertigt hätte. Kommen wir lieber zum Programm der Göttin der NDW und er Popmusik. Es begann mit „Leuchtturm"" und es folgten viele Stücke der neuen CD „Wenn alles richtig ist stimmt was nicht"", unter anderem eines der schönsten Stücke davon mit Titel „ Dann fiel mir auf"". Die Bühne war aufgebaut wie ein großes Wohnzimmer und genau diese Atmosphäre kam auch auf, als NENA und ihre New Yorker Band sich auf das Sofa flegelten und mindestens eine halbe Stunde akustische Countrylieder zum besten gaben. Das war tatsächlich ziemlich nervig, aber am Ende drehte sie dann noch einmal richtig auf und gab alle Hits zum besten. Im Ganzen ein nettes Konzert, aber leider eine Stunde kürzer als das letzte vor einigen Jahren im Docks. (H.H.)

NENA - Wenn alles richtig ist, dann stimmt was nich


Erstveröffentlichung: CD 1998 / Polydor

„Wenn Alles Richtig Ist, Dann Stimmt Was Nich“ könnte man in Kurzform als die rockigere Version des etwas seichten 89er Albums „Wunder Gescheh´n“ beschreiben. Alles ist etwas kantiger und einfach lauter, allerdings verbunden mit den NENA-typischen Texten und Melodien, die wie immer eingängig sind. Der hohe Wiedererkennungswert ergibt sich natürlich auch aus NENA´s Stimme. Songs wie das monumentale Abschiedslied „Dann Fiel Mir Auf“ (mit schönen Streicherteppichen) kann man 10 x hintereinander anhören, ohne das es langweilig wird. „Meine Kleine Heile Welt“ ist in den Strophen hart und düster, bevor ein zuckersüßer Refrain kommt, bei „Das Ist Normal“ kann man mit viel Fantasie Einflüsse von den genialen Pixies ausmachen, sicher einer der besten Songs des Albums und vielleicht von NENA überhaupt. Neben den frühen Alben, ist dieses hier sicherlich eines der besten. Zudem ist das Booklet wirklich gelungen, sieht NENA doch beinahe wie eine richtig nette Schlampe auf den Fotos aus (im besten Sinne). Vielleicht ein kleiner Imagewechsel vom NDW Mäuschen hin zu einer erwachsenen Frau und Mutter, der Ende der 80er begonnen hat und hier seinen Abschluß findet. (A.P.)

NENA - Wunder Gescheh´n


Erstveröffentlichung: CD 1989 / CBS / Sony

Eigentlich sollte man dieses Album von NENA gar nicht mehr in die NDW Rubrik einreihen, denn es handelt sich mehr um poppige Schlager, die man hier zu hören bekommt. Allerdings wird jeder Interessierte NENA bis in alle Ewigkeit in dieser Rubrik suchen und ganz so schlicht, wie die meisten Schlager ist NENA dann doch nicht. Nun, etwas seicht ist die Scheibe schon, sowohl musikalisch, als auch textlich, besonders in Songs wie „Du Bist Überall“. NENA ist irgendwie erwachsen geworden, die wavig-punkigen Zeiten von The Stripes waren seit fast einem Jahrzehnt vorbei und auch „Nur Geträumt“, „Leuchtturm“ und „Irgendwie Irgendwo Irgendwann“ waren 1989 lange her. Trotzdem überzeugt dieses Album, das sicherlich das bis dahin reifste war, vor allem durch NENA´s Stimme, die unverwechselbar ist und die Texte. Mit „Steht Auf“ ist zudem einer meiner liebsten NENA-Songs überhaupt auf der CD, obwohl das wahrscheinlich eher an persönlichen Erinnerungen liegt. Mit Phil Carmen und Gareth Jones hatte man sich damals internationale Größen für die Umsetzung der Songs ins Studio geholt, so dass man sich über einen einwandfreien, wenn auch häufig zu glatten Sound freuen darf. Vor allem die erste Hälfte des Albums hat keinerlei Ecken und Kanten. Neben „Steht Auf“ mag ich besonders das „Schlaflied“, das nur gerade so lang ist, wie unbedingt nötig und doch auf den Punkt kommt. Natürlich werden die frühen NENA-Werke mit „Wunder Gescheh´n“ nicht erreicht, dennoch ist das ein schönes, meist deutschsprachiges, unaufdringliches Popalbum, das man immer mal wieder sonntags einlegen kann. (A.P.)

NENA - –Eisbrecher


Erstveröffentlichung: LP 1986 / Sony Music

Das ist hier die letzte Platte von NENA als Band. Musikalisch ist man hier vielleicht ein wenig ausgereifter geworden sein, doch leider ist es dadurch auch langweiliger und austauschbarer geworden. War das Vorgängeralbum „Feuer & Flamme“ schon eher zwiespältig zu sehen, ist „Eisbrecher“ das bislang langweiligste Album der Band. Wie kommt das? Die Musiker sind erwachsener geworden und möchten sich ein bisschen von der „Kinder-Nena“ entfernen und langsam ernstzunehmende Rockmusiker sein. So ist „Eisbrecher“ auch tatsächlich ein gutes Stück rockiger geworden als alle Alben zuvor. Das Keyboard wurde hier nur noch auf ein Mindestmaß reduziert. Die erste Single-Auskopplung, die noch vor Erscheinen des Albums rauskam, war der „Mondsong“, ein Stück, das noch ein bisschen an die alte NENA erinnert. Das ist, neben „Jetzt bis du weg“ (hätte vom Stil her auf das Album „? (Fragezeichen)“ gepasst, auch das beste Lied. Noch im Jahre 1986 dreht sie den Kinofilm „DER UNSICHTBARE“, doch nach der Veröffentlichung der zweiten Single „Engel der Nacht“ zerbrach die Band endgültig und es wurde erst einmal knapp zwei Jahre still um NENA, bis sie dann solo wieder in Erscheinung trat und dort gute, als auch schlechte Tonträger auf den Markt brachte. (H.H.)



[ ZURUECK ]