RE/MOVE - Uppercat


Erstveröffentlichung: CD 2006 / Decadance Records / Nova Media

Aus Spanien gab es schon einige gute Electromusik in den letzten beiden Jahrzehnten zu hören, nicht nur Esplendor Geometrico und Aviador Dro, sondern auch viele weniger bekannte Bands. RE/MOVE kommen auch von dort, veröffentlichen ihr aktuelles Album aber auf dem italienischen Decadance Records-Label. Zu hören gibt es feinen Electro-Sound zwischen Synthie-Pop und Techno, neudeutsch also so eine Art Future-Pop.
Nach einem kurzen Intro, das ein wenig an die atmosphärischen Stücke von Project Pitchfork erinnert, folgt der Hit „I’m Over Again“, der mit sehr schönen Sounds die Tanzflächen der Clubs locker erreichen sollte. „We Are The Message“ ist ein lupenreiner Synthie-Pop-Song, ebenfalls extrem tanzbar und modern und durchaus mit Chartspotential. Doch auch die wavig-ruhige-soundtrackartige Seite der Musik beherrschen RE/MOVE, beispielsweise in „A Whey“.
Hier und da erinnert die Musik auf diesem Album ein wenig an Alphaville, nur ohne den charismatischen Gesang von Marian Gold. Nicht aufregend Neues also, aber sehr schön eingängig, gut produziert und angenehm zu hören. Textlich gibt es einerseits Persönliches, andererseits aber auch klare politische Statements, unter anderem gegen George W. Bush in „Not In My Name“. Hier und da wird auch mal eine Gitarren zu den Electrobeats dazu genommen, zum Beispiel in „Impressing Me“, was aber für meinen Geschmack nicht so richtig passt. Dies ist eh einer der schwächeren Songs auf dem Album, allerdings damit eine Ausnahme.
Ein fast sicherer Clubhit müsste auch „Hot Skins“ sein, extrem treibend, tanzbar, eingängig. Das macht Spaß und wenn Bandname und Artwork nicht so unauffällig wären, würde die Gruppe sicherlich noch viel mehr Aufmerksamkeit bekommen. Electro-Tipp der Woche sozusagen! (A.P.)



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