BASTARDS OF LOVE - Decadance Royale


Erstveröffentlichung: CD 2006 / Deja Vu Music / Al!ve / Dejavu 002

Erste und zweite Veröffentlichung auf dem neuen Psyche-Label Deja Vu sind deren gute Freunde BASTARDS OF LOVE mit ihrem ersten Album und einer Maxi-CD. Schon merkwürdig, wie diese Gruppe vor etwa 2 Jahren praktisch aus dem nichts mit einigen in minimalen Auflagen selbst produzierten 12“s voller sehr eigenwilliger Coverversionen aufgetaucht ist. Inzwischen gibt es einiges weiteres auf Vinyl und jetzt eben dieses Album.
Wie schon bisher erfinden sich die BASTARDS OF LOVE immer wieder neu, ohne sich selbst jedoch untreu zu werden. Die musikalischen Wurzeln im Electro-Pop der 80er Jahre sind immer noch vorhanden, doch werden diese immer wieder mit neuen Einflüssen aufgepeppt. Da findet man extrem tanzbare EBM-Rhythmen direkt neben Hi-NRG-Disco-Sound und Italo Disco, ein paar Dark Wave-Anklänge, NDW-Anleihen und auch schon den einen oder anderen experimentellen Sound. Eine wilde, aber sehr tanzbare und eingängige Mischung, die sicher viele Freunde finden wird. Wirklich vergleichbare Electrobands fallen mir jedenfalls derzeit kaum ein. Sogar an ein sechsteiliges Konzeptstück mit verschiedenen Gastsängerinnen traut man sich ran.
Das Stück „Rouge Fatale“ ist ein echter Hit, der sicherlich bei Minimal-Partys die Tanzflächen füllen wird und extrem an...verdammt, ich komme nicht drauf...erinnert.
Ansonsten sind natürlich weitere Ohrwürmer dabei, denen gemein ist, dass sie von hektischen, teilweise abgehackten Rhythmen getrieben werden, was eine gewisse Nervosität verbreitet. Auf Dauer wird mir das etwas zu viel, doch es sind trotzdem genügend gute Ideen da, die die CD nie langweilig werden lassen.
Klar, bei dem hohen musikalischen Output in den letzten zwei Jahren sind auch mal ein paar schwächere Songs dabei, aber trotzdem sind die BASTARDS OF LOVE eigentlich Pflicht für jeden, der schön ohrwurmigen Electro-Sound ganz im Stile der 80er Jahre unter heutigen Produktionsbedingungen mag. (A.P.)



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