PUISSANCE - Grace Of God


Erstveröffentlichung: CD 2007 / Equilibrium Music

Seit über einem Jahrzehnt machen die Schweden PUISSANCE nun schon die Musikwelt mit ihren Klängen unsicher, zunächst auf dem Cold Meat Industry-Label, inzwischen bei unseren portugiesischen Freunden von Equilibrium Music.
Ich muss zugeben, dass ich mit der Musik der Gruppe nur wenig vertraut war und jetzt erstmals ein ganzes Album höre, so dass Vergleiche mit früheren Arbeiten nicht möglich sind.
Eröffnet wird das Album mit dem monumentalen, stark an die frühen 90er Jahre erinnernden Titelstück „Grace Of God“. Sehr aufregend und garantiert live und in den Clubs ein echter Brecher. Danach geht es weitaus moderner und rhythmischer weiter, wobei die vielfältigen Einflüsse aus den Genres Electro, Dark Wave, Neo Folk, Industrial und Ambient zu einem sehr eigenen, fetten Neo-Klassik-Gebräu vermischt werden, das bei mir gut zündet, auch, weil die CD sehr gut produziert ist. Ansonsten klingt dasAlbum wie eine Mischung aus Laibach, Kirlian Camera, Legendary Pink Dots, In The Nursery, Test Dept., Sol Invictus und Witt, alles recht finster, ohne zu klischeehaft zu sein und ich fühle mich seltsamerweise immer wieder in die Clubs und Partys Anfang der 90er Jahre zurück versetzt, als die Dark Wave-Szene nach längerem Dornröschenschlaf förmlich explodierte. Auch das Covermotiv gibt authentisch das Gothic-Feeling der damaligen Zeit wieder. Doch auch heute dürfte das Album gut ankommen, vor allem bei Leuten, die auf monumentalen Düster-Sound stehen, der haarscharf am Klischee vorbeischrammt und gerade deshalb zu fesseln vermag. Eine echt positive Überraschung und eine CD, von der ich eigentlich nicht viel erwartet habe. Equilibrium Music hat mal wieder ein echt gutes Händchen bewiesen. (A.P.)

Webadresse der Band: www.equilibriummusc.com


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