ASTROVAMPS - Gods And Monsters


Erstveröffentlichung: CD 2007 / Alice In... / Broken Silence / AIW 145

Mir fällt beim einlegen dieser neuen CD der ASTROVAMPS gerade mal so auf, dass ich seit einiger Zeit kaum Death-Rock, Gothic-Rock oder Horror-Punk gehört habe. Also bin ich gleich mal ziemlich gespannt, ob mich dieser Stil immer noch so fesselt, wie er es inzwischen Jahrzehnte lang getan hat. Das Cover lässt schon mal auf eine große Liebe zu Horror-B-Movies und einen gewissen Humor schließen, gut so. Die Musiker auf den Fotos im ausfaltbaren Booklet schrecken jedoch teilweise gleich wieder ab, sehen doch einige eher nach einer „bösen“ Wat-Weiß-Ich-Metal-Band aus. Die Songtitel wie „Monsters In Tinsel Town“, „Die Baby Die“ oder „Let’s Go Out And Scare People“ gehen aber wieder schön in die B-Movie-Ecke, also mal die CD eingelegt und abgespielt. Tatsächlich hält sich der Metal-Anteil weitgehend im Hintergrund, ist aber vorhanden. Stattdessen gibt es punkigen Rock, der durch eine gerne eingesetzte Orgel dann doch in Death-Rock-Gefilde gleitet und von Anfang an Spaß macht. Es geht straight geradeaus, ist nicht allzu düster und rockt ordentlich, irgendwo zwischen Misfits und Phantom Limbs, oder einfacher ausgedrückt: wer Morticia auf ihren ersten Alben mochte, macht hier garantiert nichts falsch.
An Größen wie 45 Grave kommen die ASTROVAMPS natürlich nicht ran, legen hier aber eine gut produzierte Scheibe vor, die Spaß macht, live sicher noch mal doppelt so viel. Auf den Konzerten dürfte ordentlich eine Party abgehen.
Der Titel „Gods And Monsters“ dürfte übrigens dem gleichnamigen sehr empfehlenswerten Film aus den 90er Jahren entliehen sein. Da geht es um den Regisseur James Whale, der in den 30er Jahren die legendären „Frankenstein“-Filme für Universal gedreht hat. Passenderweise enthalten einige Songs auch Samples aus diesen Filmen.
(A.P.)



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