ORGY - Blue Monday


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 1999 / Warner Music

ORGY, auf dem KORN-eigenen Label beheimatet, haben im Jahre 1998 ihr Debut-Werk “Candyass” auf den Markt gebracht, welches man am ehesten in die Crossover-/Industrialecke stecken könnte. „Death-Pop“, wie es die Band selbst nennt. Die New Order-Coverversion „Blue Monday“ aus dem Jahre 1999 jedenfalls kann man in diese Schublade stecken. Es gibt einige Maschinensounds, ganz besonders den typischen „Blue Monday“-Sequenzer-Sound und die typischen Sounds, die mit dem Bass erzeugt werden und die New Order so unvergleichlich machen, sind hier mit fetzigen und verzerrten Gitarren gespielt. Neumodern zählt man ORGY ins Metal-Lager (oder auch Neo-Metal), doch diese neumodischen Zuordnungen zum Thema Metal kann ich nicht nachvollziehen. Eher könnte man ORGY ein bisschen mit den NINE INCH NAILS vergleichen. Die Maxi-CD beinhaltet fünf Mixe, wobei es natürlich mit dem üblichen „Radio Edit“ und der „Album Edit“ beginnt. Doch auch die anderen Mixe können überzeugen und sind nicht solch blödsinnige, bis zur Unkenntlichkeit verhunzte Dinger, wie man sie sonst von anderen Bands her kennt. Jeder Mix hat seine eigene Daseinsberechtigung. Ich stehe Coverversionen eigentlich immer sehr kritisch gegenüber, ganz besonders in so coverfreudigen Seiten wie diesen, aber „Blue Monday“ von ORGY gefällt mir gut, weil sie nicht so glattgebügelt wirken und eigenständig klingen. (H.H.)



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