GEM - Tell Me What´s New


Erstveröffentlichung: CD 2005 / Haldern Pop Recordings / Cargo / Excel96075

Anfangen tut diese CD ziemlich punkig mit “The Opposite“, cooler Punk´n´Roll mit Melodie und Power. Das ist doch schon mal ziemlich viel versprechend.
GEM sind aus Holland und haben da wohl, wenn man dem Waschzettel glauben darf, in kürzester Zeit ziemlich viel Wirbel verursacht, hauptsächlich wegen ihrer energiereichen Liveshows, so dass sogar der Major Universal Interesse bekundet hat.
Mit einer Mischung aus Punk, Alternative_Rock und lautem Gitarren-Pop, sowie einem Sänger mit ziemlich dreckiger Stimme und wunderbaren Melodien können GEM durchaus überzeugen und machen Spaß. Mit 11 Songs in knapp 40 Minuten gibt es das Material einer klassischen LP zu hören, schade, dass dieses Album nicht auf Vinyl zu kriegen ist, denn da würde die Musik noch authentischer rüberkommen.
Leider wirken das Cover/Booklet und das Inlay der CD ziemlich billig und abschreckend auf Leute, die die Band nicht kennen, deswegen lag die CD trotz der Lobeshymnen ziemlich lange unbeachtet hier rum. Den Grafiker, der das verbrochen hat, sollte man feuern, so was Übles sieht man sonst ja nur bei Grabbeltisch-Schlager-CDs im Supermarkt.
Musikalisch überzeugen GEM jedoch und ich nehme an, live darf man noch einmal eine Steigerung erwarten. Dabei ist durchaus in unserer heutigen Zeit auch kommerzieller Erfolg drin, wenn die Band an die richtigen Leute gerät. Rockt gut ab! (A.P.)

Webadresse der Band: www.gemmusic.nl

PANTéON ROCOCó - Companeros Musicales


Erstveröffentlichung: CD 2003 / Übersee Records

PANTEÓN ROCOCÓ kommt aus Mexico City und hat eine überschaubare Größe von 12 Mann. Vor ca. drei Jahren kam das erste Album heraus und die Band konzentrierte sich auf das Touren. Nicht nur im Heimatland, man spielte überall in der Welt, auch in Deutschland. Da man aber keine CD kaufen konnte, hielt sich der Bekanntheitsgrad dann leider doch in Grenzen. Das ändert sich jetzt durch die Veröffentlichung des zweiten Albums „Companeros Musicales“, welches dank Übersee Records auch in Deutschland zu haben sein wird. PANTEÓN ROCOCÓ macht eine explosive Mischung aus Ska mit lateinamerikanischen Salsa-Einflüssen, einer gehörigen Portion Punkrock und Reggae und gehört damit zu den erfolgreichsten mexikanischen Skabands überhaupt und man hat für dieses Album im Heimatland bereits eine Goldene Schallplatte ergattern können, sogar ein Konzert vor 150.000 Leuten zusammen mit Manu Chao gehört zum Erfolgsweg. Wer sich also angezogen fühlt von Skaklängen, sollte PANTEÓN ROCOCÓ unbedingt einmal antesten. Meine persönlichen Lieblingsstücke sind „Tengo Miedo“ und „Bracias Companieros Musicales“. (H.H.)

PAPA ROACH - Home


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 2001 / Dreamworks Records / Motor Music

Wer hätte das schon gedacht, aber PAPA ROACH sind im Jahr 2000 mächtig durchgestartet und tierisch bekannt und erfolgreich geworden. Nun koppeln sie ihre zweite Maxi-CD aus dem Album ""Infest"" aus und diese nennt sich ""Broken Home"". Ein typisch-Papa-Roach-kräftiger und brachialer Track. Auf dieser Maxi-CD, die nur für ""Promotional Use Only"" ist, ist allerdings nur dieser eine Song zu finden. Ich denke, daß auf der richtigen Veröffentlichung sicherlich noch Remixe oder neue Tracks enthalten sein werden. (H.H.)

PAPA ROACH - Infest


Erstveröffentlichung: CD / Dreamworks Records / Motor Music

PAPA ROACH ist irgendwie ein merkwürdiger Name, der sich über viele Umwege gebildet hat, aber egal. Die Hauptaussage des Namens bezieht sich auf die Ähnlichkeit zu Cockroach, was soviel wie Kakerlake heißt und die Zähigkeit der Bandmitglieder ausdrücken soll. Ein solches Tierchen schmückt dann auch gleich die Vorder- und Rückseite der CD, um dies noch zusätzlich zu unterstreichen. Die Band hat sich im Jahre 1993 in Nord-Kalifornien zusammengefunden und ihren ersten Auftritt in ihrer Schule bei einem Talentwettbewerb abgehalten. Seitdem liefern sie fast jährlich ein neues Album ab, doch dies ist das erste Album, welches bei einem Major erschienen ist. Musikalisch ist es in erster Linie Rock, doch das ist zu vereinfacht, denn die Vier Amerikaner mixen ihre Ideen in den Sound. Es gibt hier ein wenig Rap, dort wird ein harter Core gespielt, es gibt Funk, es gibt Funk und ein wenig Punk schimmert an manchen Ecken auch noch hervor. Mal hört man hier ein wenig Red Hot Chili Peppers, ein wenig Clawfinger, etwas Rage Against The Machine, das sollte vielleicht einen kleinen Einblick bringen, wobei PAPA ROACH immer Eigenständigkeit wahrt. Live ist die Band bestimmt ein absoluter Hammer und so sollte man sich eine Show in der Nähe nicht entgehen lassen! (H.H.)

PARAGON OF BEAUTY - The Spring


Erstveröffentlichung: CD / Prophecy / ISS

Seit dem großen Durchbruch von Paradise Lost überschwemmen immer mehr Metal-Bands den Musikmarkt mit sogenanntem Gothic-Metal, um über die eigentliche Hörerschaft hinaus auch andere Leute anzusprechen, hier eben die Gothic-Szene. Meist ist das ganze doch nur langweilig und höchstens für das Metal-Magazin Orkus geeignet. Daß es auch Ausnahmen gibt zeigt einmal mehr (nach der Empyrium-CD) das Label PROPHECY PRODUCTIONS. PARAGON OF BEAUTY klingen wie eine Mischung aus älteren Paradise Lost, neueren Saviour Machine,den etwas unbekannteren Loonatikk und Fields Of The Nephilim. Der Metal-Anteil ist nicht übertrieben, nur ab und zu nervt die „grollende"" Stimme. Der Titel der CD suggeriert ein bißchen „Konzeptalbum""-charakter, doch die Titel scheinen inhaltlich doch nicht wirklich zusammenzuhängen. Auffallend und ungewöhnlich ist auch, daß einige Titel deutsche Texte haben, die nicht mal übermäßig peinlich sind. Schön ist auch das Booklet gestaltet, obwohl die wirklich sehr farbintensiven Fotos auf schwarzem statt weißem Hintergrund doch noch besser gewirkt hätten, aber man kann nicht alles haben.
Für ein Metal-Album (und nichts anderes ist es letztendlich) doch angenehm tiefgehend und vielseitig. (A.P.)

REMO PARK - Aviator Is Chasing Time


Erstveröffentlichung: CD 2002 / Strahlomat / Alive

Bevor ich zu dieser CD komme, muss ich mal schreiben, dass ich bei Veröffentlichungen aus dem Hause Strahlenland, was wohl der Oberbegriff ist, nicht ganz klar komme. Was da für Unterlabels, Verlage, Vertriebe, Administratoren etc. existieren, lässt einen tatsächlich den Überblick verlieren. Im Info zu dieser REMO PARK CD tauchen insgesamt 15 Namen auf und man weiß gar nicht mehr genau, wer jetzt für was zuständig ist. Verschleierungstaktik wie bei der Geldwäsche?

Dafür kann REMO PARK natürlich nichts. Nur wenigen Jüngeren dürfte der Name dieses Mannes noch etwas sagen. Selbst wenn man weiß, dass er Gitarrist bei Die Haut war, tatsächlich eine Undergroundlegende, klingelt es wohl nur bei wenigen. Es gab da mal das coole Projekt REMO PARK & THE CHASM, muss wohl auch noch in den 80ern gewesen sein. Nun ist der Musiker mit einer neuen CD zurück, an der bei Produktion und Mastering die üblichen Strahlenland-Verdächtigen Carlos Peron und Radu Marinescu mitgewirkt haben. Zu hören gibt es „Progressive Alternative Rock (Englisch)“, wie das Info mitteilt. Ob das wirklich „Progressive“ ist, kann ich nicht beurteilen, „Englisch“ sind die Texte auf jeden Fall. Bleibt „Alternative Rock“, und da würde ich mal so zustimmen. „Crossover“ fällt mir noch ein, also eine Kombination aus harten elektronischen Beats und heftigen Gitarren-Attacken, die manchmal schon ins metallige gehen, dazu der meistens leicht verzerrte Gesang. Sicherlich nichts Neues oder Bahn brechendes in diesem Stil, aber doch druckvoll und treibend. Fans dieser Musik werden sich definitiv freuen, ich höre mir doch lieber die frühen Werke von Die Haut oder REMO PARK & THE CHASM an. Nebenbei bemerkt, würde mich interessieren, welche Drogen der Schreiber des Infozettels sich beim Verfassen desselben rein gezogen hat. (A.P.)

IAN PARRY´S CONSORTIUM PROJECT - Ian Parry´s Consortium Project


Erstveröffentlichung: CD / InsideOut / SPV

Lupenreiner Metal wird uns von Ian Parry präsentiert, der viele Meister dieses Faches für ein Projekt um sich vereinigt hat. Hier sind Namen wie PATRICK RONDAT, THOM YOUNGBLOOD, STEPHAN LILL, TAMÁS SZEKERES, DIRK BRUINENBERG, MARTIN HELMANTEL, ARJEN LUCASSEN, TOMMY NEWTON, BAREN COURBOIS und JAN VAYNE. Dem einen oder anderen sagt einer der Namen wahrscheinlich was. Dargeboten wird uns dieser melodische, glasklare Fantasy-Metal mit satten Gitarren, sphärischen Synthesizern und einer verhallten, relativ hohen Stimme. Wer´s mag, wird ganz sicher seine Freude haben... (H.H.)

GENEVIéVE PASQUIER - Pulse


Erstveröffentlichung: 7 Inch 2004 / Disorder Records / Das Drehmoment

Eine ganze Weile hat es gedauert, bis von Disorder Records nach den tollen 7“s von Le Syndicat Electronique und The Rorschach Garden nun das dritte Werk erschienen ist. Ich habe keine Ahnung, ob das an Finanzierungsproblemen lag oder aber daran, dass man auf das „richtige“ Material warten wollte.

Wenn letzteres zutrifft, dann hat sich das warten gelohnt, denn die Single von GENEVIÉVE PASQUIER ist wirklich grandios. Diesmal gibt es weniger Minimal-Electro, als Industrial-Pop zu hören. Irgendwo habe ich auch den schönen Begriff „Angst-Pop“ gelesen, der zum Titelstück „Pulse“ ziemlich gut passt. Ein rhythmischer, archaisch wirkender Wave-Ohrwurm mit einigen schrägen Einlagen. Irgendwie erinnert es mich an die frühen Sachen von Danielle Dax und auch so manche dunklere Sachen von Chris & Cosey kommen mir in den Sinn. Definitiv ein Hit für die „schwarzen“ Clubs im Lande, die sich einen gewissen Anspruch bewahrt haben und nicht nur die DAC runternudeln. Der zweite Titel „Gone...“ ist weitaus experimenteller und ziemlich düster, irgendwo zwischen Industrial und Ambient und leider instrumental. Schade, ich mag die Stimme der Musikerin sehr gerne hören. Auf der B-Seite gibt es dann das 7-minütige „Good-Girl-Bad“, ein Industrial-Monstrum mit hypnotischer Wirkung, das bei den entsprechenden Partys sicher für Aufsehen sorgen wird.

Wie nicht anders von Disorder Records zu erwarten, ist auch die dritte Veröffentlichung des Labels wieder ein Leckerbissen, diesmal eher für Industrial-Freaks als Minimal-Electro-Puristen. Die Single gibt es 100 Mal in rotem und 300 Mal in schwarzem Vinyl und das Beiblatt ist mal wieder ausgesprochen schön gestaltet, also definitiv ein Pflichtkauf. (A.P.)

PAST PERFECT - Whispers Of Souls In Silence


Erstveröffentlichung: CD 2003 / Cyberdelia Records

Greece gave us, since the 80s, a couple of great Gothic-Rock bands, which are mostly unknown over here, except Flowers Of Romance and a few others. It´s a shame, that most of today´s Gothics, Grufties, Dark Wavers or how ever you like to call them, are only interested in the „big“ bands and boring Electro-acts.

Anyway, PAST PERFECT are another band from Greece. They started a couple of years ago, playing covers of bands like Joy Division, Sisters Of Mercy and so on. Soon they realized, that they should better write their own songs.

What else could I call this music than Gothic-Rock? Even, if they use a lot of electronic elements and also some modern sounds, they have a purely Rock-background and I guess, they are brilliant on stage.

This conceptual album is divided into four chapters, and any of these shows a different side of the band, from Gothic-Rock to more poppy Dark Wave-tracks to experimental-ambient moments and pure electronical tunes. I don´t know, how they bring these many sides onto stage, but I think, at concerts they concentrate more on the powerful songs.

I am not sure, if the band will reach a large audience in Germany, England or the USA, but if you are into discovering new bands from „exotic“ countries, PAST PERFECT will convince you for sure. If I can trust the info-sheet (and why shouldn´t I?), PAST PERFECT are very popular in Greece...hopefully they will be over here, too. (A.P.)

Webadresse der Band: www.cyberdelia-records.com

PATO FU - Rotomusic De Liquidifacapum


Erstveröffentlichung: CD / Tug Records / EastWest

TUG RECORDS hat einen Sinn für das etwas Andere. So bringt man uns hier eine interessante Band aus dem heissen Brasilien mit Namen PATO FU. Die Band ist eher dem Spaß zugeneigt, was uns Kennern der Brasilianischen Sprache leider doch ein wenig verwehrt bleibt. Doch die Höhe des Spaßfaktors kann man auch schon an der Musik selbst erkennen, so spielt man mit flotten Melodien und treibt die Gesangsstimmen oftmals derart in die Höhe, daß es einfach eine wahre Freude ist. Musikalisch sind mir sofort die Toy Dolls in den Sinn gekommen, das Info nennt dazu noch B52´s und auch Big Audio Dynamite, dem man sich auch gut anschliessen kann, aber PATO FU ist eine Band, die man unter tausenden heraushören kann, sie glänzt und strotzt vor verrückten Ideen und geht immer nach vorne. Absoluter Knaller dieser CD ist übrigens eine Coverversion von „Flintstones“, die wirklich zum Totlachen ist! Hört unbedingt mal rein in die CD, die ist so verrückt, daß sie schon fast kultverdächtig ist! (H.H.)

GUESCH PATTI - Derniéres Nouvelles


Erstveröffentlichung: CD / XIII BIS / Indigo

Der einzige Track, der den meisten sicherlich noch im Ohr ist von der Französin Guesch Patti ist ""Etienne"" aus dem Jahre 1987. Seitdem hat die Dame zwar ein paar Alben veröffentlicht, aber außerhalb ihres Heimatlandes nicht sehr viel Aufruhr verursacht. Genaugenommen ist es hier der fünfte Tonträger. Es bleibt auf jeden Fall zu sagen, daß mich das Album doch überrascht hat. Ich habe irgendwelchen oberflächlichen Pop erwartet, doch was man zu hören bekommt, ist mehr. Es ist eine dezente und trotzdem mitreissende Mischung aus französischem Chanson und experimentellen Klängen, gepaart mit schönen Melodien. Irgendwie ist es Synthie-Pop und oft sehr melancholisch, ja gar düster manchmal. In jedem Fall muß man das Wort ""Extravagant"" in einer Kritik über diese CD aufführen. Die deutsche Ausführung der CD erscheint in der limitierten Fassung übrigens mit einer Bonusscheibe, auf der drei Remixe ihrer größten Hits (inkl. ""Etienne"") zu hören sind sowie ein neuer Song und ein Video. (H.H.)



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