FR/ACTION - Last Man Standing


Erstveröffentlichung: CD 2005 / Decadance Records / SX Distribution / CD 0109

FR/ACTION ist ein Projekt von David Friede, der sonst auch in anderen Electro-Projekten und mit seinem Electro-Label Coohagen Music aktiv ist. Nachdem dieses Album des Amerikaners bereits 2004 in den USA erschienen ist, gibt es nun auch ein Release in Europa, für das das italienische Label Decadance Records verantwortlich ist.
FR/ACTION bietet in erster Linie modernen Synthie-Pop, der seine Wurzeln trotz aller aktuellen Sounds hörbar in den 80er Jahren hat...Future-Pop nennt man das heute wohl. Die Melodien sind extrem eingängig, Ecken und Kanten finden sich in der Musik kaum, auch, wenn hier und da ein paar EBM-Anklänge zu vernehmen sind. Die CD wimmelt nur so vor Ohrwürmern, man höre sich nur das wunderbare „New Flesh“ an! Ich bin ziemlich sicher, dass einige der Tracks in den Clubs ziemlich einschlagen werden. Wenn ich mich nicht ganz täusche, sind (fast?) alle Songs nach Filmtiteln benannt, der Albumtitel sowieso und auch das Cover ist im Anime-Stil gehalten. Leider sind die Songtexte nicht im Booklet abgedruckt.
Abgesehen von den acht regulären Titeln des Albums gibt es jeweils ein kurzes Intro und Outro und einen Remix als Bonustrack, dazu außerdem zwei Videoclips, die eigentlich schon eher richtig gut gelungene Kurzfilme sind. Die Filmleidenschaft und hier offenbar besonders für Filme wie „The Usual Suspects“ oder „Reservoir Dogs“ ist offensichtlich und Geschmack hat der Musiker und Filmemacher auf jeden Fall. Das ist dann eine runde Sache und Future-Pop-Fans sollten hier mal ein Ohr riskieren. Mir gefällt es, auch wenn das Album nicht spektakulär ist, sondern eher Musik zum immer hören bietet. Auf jeden Fall hat David Friede Talent, schöne, elektronische Popmusik zu produzieren, die zwar nicht wehtut, aber das muss ja auch nicht immer sein. (A.P.)

Webadresse der Band: www.fractionhq.com

RAGE AGAINST THE MACHINE - Renegades


Erstveröffentlichung: CD 2000 / Epic / Sony

2000 veröffentlichen ""Rage Against The Machine"" mit ""Renegades"" ihre letzten gemeinsamen Studio-Aufnahmen. Danach steigt Sänger und Frontmann Zack de la Rocha aus. Zum Abschluss allerdings hat man wieder ein klasse Album vorgelegt. Ungewöhnlich ist es trotzdem, dass ""RATM"" nach nur einem Jahr erneut eine Platte rausbringen. Auch wenn es zuerst unkreativ und deshalb sehr schade erscheint, dass es sich bei den Songs um stark veränderte Coverversionen handelt, muss man zugeben, dass die Songs wirklich total gelungen sind. Die Eröffnung mit ""Microphone Fiend""(ursp. Erik B. und Rakim) gehört eindeutig zu den besten der enthaltenen Tracks. Darauf folgt dann ""Pistol Grip Pump"" von ""Volume 10"", aus dem man einen wirklichen Hit gemacht hat: Ein wahnsinnig guter Rhytmus, überschwappender Bass und schleppende, ""funky"" Gitarrenpassagen. Desweiteren ist Cypress Hills ""How I Could Just Kill A Man"" ein echter Hinhörer! HipHop mit energisch rockigem Refrain wie auch Track.1 ""Microphone Fiend"" und Nr.6, ""I'm Housin"" von EPMD. Außerdem sind ""Rage Against The Machine""-ierte Versionen von Bruce Springsteens ""The Ghost Of Tom Joad"", ""Down On The Street"" von ""The Stooges"" und einem Rolling Stones Song der 60er, ""Street Fighting Man"", enthalten. Witzig ist auch ""Beautiful World"", eigentlich von Devo, bei dem sich Zack im Singen versucht. Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass ""RATM"" hier die Songs gecovert haben, die tatsächlich als abtrünnig bezeichnet wurden, daher ja auch der Name ""Renegades"". Mit ""Rage Against The Machine"" hat sich auf jeden Fall eine ganz große Band verabschiedet, doch ""Renegades"", genauso wie ihre anderen genialen Alben sorgen nochmal für ein riesen Echo, welches noch immer wacker schallt, sodass diese Musik hoffentlich ewig modern bleibt. Es existiert auch noch eine Limited Edition mit zwei Bonustracks. (D.H.)

Korrektur/Nachtrag: ""Renegades"" wurde im Dezember 2000 von den übrigen drei Bandmitgliedern veröffentlicht, somit also 2 Monate nach dem Ausstieg von Zack de la Rocha, mit dem man die Scheibe zuvor noch eingespielt hatte.

RAGE AGAINST THE MACHINE - The Battle Of Los Angeles


Erstveröffentlichung: CD 1999 / Epic / Sony

Mit ""The Battle Of Los Angeles"" bringen ""Rage Against The Machine"" Ende'99 erst ihr drittes Album heraus. Lange durfte man warten, doch es hat sich natürlich gelohnt: Nach dem relativ enttäuschenden ""Evil Empire"" (besonders im Vergleich zum Debüt-Album ""RATM"") haben Zack de la Rocha & Co. wieder eine Rock-Scheibe hingelegt, wie sie sein soll.Die Eröffnung mit ""Testify"" und ""Guerrilla Radio"" ist grandios, die Songs sind auf jeden Fall gute Tipps zum reinhören. Kreissägen-ähnliche Geräusche besonders am Anfang und der energische, teils gewollt nervige Gitarrensound machen ""Testify"" zu einer 'heavy' Powerbombe. Auf diesen Eröffnungssong folgt dann ""Guerrilla Radio"", ein sehr bekannter Track, arg gegen die amerikanische Demokratie gerichtet. Auch hier muss man sagen: Das ""rockt""!Der dritte Track ist ebenfalls einen Reinhörer wert, denn bei ""Calm Like A Bomb"" legt der verspielte Tom Morello wieder einen flotten Gitarrensound hin. Außerdem sehr gelungen sind ""Sleep Now In The Fire"" und ""Born Of A Broken Man"". Also, vom Sound her hat sich wenig verändert. 12 Tracks, nach Aussage von Tom Morello ""heavier"" den je. (D.H.)

RAGE AGAINST THE MACHINE - Evil Empire


Erstveröffentlichung: CD 1996 / Epic / Sony

Ganze vier Jahre haben die damaligen Newcomer ""Rage Against The Machine"" auf ihr zweites Album warten lassen. Und ich muss zugeben, dass ich anfangs ein bisschen enttäuscht von der Platte, nach einer Zeit allerdings total zufrieden war! Trotzdem vorweg: ""Evil Empire"" toppt das Debüt-Album nicht. Egal, solange einem elf brilliante, brandneue ""RATM""-Tracks geboten werden. Am Stil hat sich nicht viel verändert: Energische Raps, funky Gitarrenkunststücke - das sind wahrlich musikalische Wutausbrüche, wie gewohnt gegen die Politik usw. gerichtet. ""Evil Empire"" enthält eine Menge guter Songs, wie z.B die Eröffnungsgranate ""People Of The Sun"" oder darauffolgend ""Bulls On Parade"", der von der US-Army handelt. Krass sind vorallem auch ""Vietnow"" und ""Year Of Tha Boomerang"", mit letzterem nimmt das Album sein Ende. All diese eben genannten Tracks sind totale Megagrooves, viele dieser sind mit einigen Punk-Elementen versehen. Alle ""RATM""-Alben sind unglaubliche Kracher, so auch dies, ganz egal ob vielleicht das schwächste von den vieren. Hoffentlich verkaufen sich die CD's der Band auch weiterhin wie Eier zu Ostern! (D.H.)

RAGE AGAINST THE MACHINE - Rage Against The Machine


Erstveröffentlichung: CD 1992 / Epic / Sony

""Rage Against The Machine"" gehören unumstritten zu den ganz großen Metal-Bands der 90er Jahre. Zugleich sind die vier Kalifornier wohl die Schöpfer des modernen Crossover-Stils. Ihre revolutionäre Verbindung zwischen Heavy Metal und Hip-Hop, mit Punk und Jazz Elementen ist einfach unverkennbar. Dazu kommen Frontmann Zack de la Rocha's extrem sozialkritische Lyrics, die er wütend ""herausrappt und Tom Morellos ausgefallener, filigraner Gitarrensound, beides, begleitet von Brad Wilks beeindruckenden Beats und Tim Commerfords Bass. Die Politik der Band ist ""links"" einzuordnen, so unterstützen sie z.B. Demonstrationen usw. oder setzten sich für Randgruppen ein.Musik also, hinter der auch noch eine Menge Engagement steckt. Ihr Debüt-Album, ""Rage Against The Machine"", ist ein vorbildlicher Hardrock-Silberring! Intelligent, aggressiv und teils so richtig funky, höre man sich nur den Eröffnungssong ""Bombtrack"" an. ""Bullet In The Head"", ""Fistful Of Steel"" und ""Township Rebellion"" sind aber auf jeden Fall bessere Beispiele hierfür. Als Anspieltip möchte ich ""Killing In The Name"" nennen. Es folgen noch drei, ebenfalls geniale Alben. Zum Entsetzen der Fans verlässt Sänger Zack de la Rocha 2000 die Band. Seitdem wartet man auf sein angekündigtes Solo-Album. Die restlichen drei Mitglieder gründen mit Ex-""Sound-Garden""-Sänger Chris Cornell eine neue Band namens ""Audioslave"". (D.H.)

RAGNAROK - Diabolical Age


Erstveröffentlichung: CD / Voices of Wonder

Ein erneuter Tonträger der Band RAGNAROK hat die Redaktion vom BACK AGAIN erreicht. Wie auch schon beim ""Arising Realm"" hat die Band ihren Brutal-Sound nicht geändert, doch ich bin der Meinung, daß man noch monumentaler geworden ist, es ist eine einzige Soundwand, die einen vom Stuhl drückt. Es handelt sich hierbei um die totalen Blackmetal-Kompositionen, nicht ein Song ist unter fünf Minuten, es gibt keinerlei langsame Parts, doch dafür echt heiße, wie schon gesagt, monumentale Gitarrenduelle, die in Rekordgeschwindigkeit runtergeschrammelt werden. Wenn dann auch noch hin und wieder mal ein Keyboard die Führung übernimmt, ist das Glück perfekt. (H.H.)

RAGNAROK - Arising Realm


Erstveröffentlichung: CD / Voices of Wonder

HEAD NOT FOUND ist ein Unterlabel von VOICES OF WONDER und hat sich dem Blackmetal verschrieben. Darum ist es wohl auch nicht verwunderlich, wenn RAGNAROK auf eben jenem Label sich eben jener Musikgattung verschrieben haben. Ist man von VOICES OF WONDER eigentlich eher wirklich Hits gewohnt (siehe Forlorn oder auch die Stiff Miners), handelt es sich bei RAGNAROK dann doch eher um eine der eher typischen Blackmetal-Bands, wobei sie nicht so krachig klingen, wie manche Vertreter ihres Genres. Vielleicht kann man sagen, daß RAGNAROK Pop-Deathmetal machen? Nee, sicherlich nicht, eher treibend, aggressiv und mit der üblichen Kotzstimme. Und das muß ich sagen, sonst holt mich doch womöglich ein Dämon in die Hölle und das will ich nicht. (H.H.)

RAMMSTEIN - Links 2 3 4


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 2001 / Motor Music

Hier ist dann also auch die zweite Auskopplung aus dem neuen RAMMSTEIN-Album „Mutter“. Es ist das Lied „Links 2 3 4“, das wieder einmal bewußt einen etwas provokanten Text hat, aber ein recht guter, aber auch sehr RAMMSTEIN-typischer Song ist. Auf der Maxi-CD befindet sich ein brandneues Stück mit Namen „Halleluja“, welches ebenfalls im gewohnten Sound herüberkommt, aber ebenfalls recht gelungen ist. Danach folgt der „Clawfinger Geradeaus Mix“, der das Lied etwas verändert, aber im Grunde nicht viel neues beiträgt. Danach kommen zwei Mixe von Techno-Jünger WESTBAM, der „Technolectro Mix“ ist natürlich entsprechend gut tanzbar und die Stimme von Sänger Till ist roboterisiert. WESTBAM´s „Hard Rock Cafe Bonus Mix“ hat natürlich nicht viel mit Rock zu tun, sondern ist schon ein wenig experimenteller gehalten. Alles in allem eine nette Maxi, aber ob dies der Hit der Longplay-CD ist, wage ich zu bezweifeln. (H.H.)

RAMMSTEIN - Sonne


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 2001 / Motor Music / Universal

Da kommt denn auch mal wieder was von den geliebten und gehassten RAMMSTEIN. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht das eine oder andere Extrem in Sachen Meinung zu dieser Band hat. Es sei gleich vorweg gesagt: RAMMSTEIN haben kaum an sich gearbeitet und bieten den gleichen Sound an, den man von ihnen gewohnt ist. Manch einer mag sagen, dass dies gut sei, manch einem ist das nicht genug. Für mich persönlich ist das okay, ich mochte die Songs der Band eigentlich schon immer und eine kleine Veränderung muß man doch bescheinigen: Es ist einen Tick, aber wirklich nur ein kleiner Tick melodischer geworden. ""Sonne"" allerdings ist nicht unbedingt das Stück, das man hätte auskoppeln müssen, da gibt es auf dem Longplayer einige bessere Tracks. Die Maxi-CD enthält einmal die normale Version, dann folgt ein ""Non Album""-Track mit Namen ""Adios"", das heftig und schnell den Hörer an die Wand drückt. Zwei Clawfinger-Mixe folgen, die einigermaßen nett sind, aber dem Lied eigentlich keine neuen Aspekte abgewinnt und niemanden davon abhalten wird, die richtige Version zu präferieren. Zum Ende gibt es dann noch eine Instrumental-Version. (H.H.)

RAMMSTEIN - Live aus Berlin


Erstveröffentlichung: CD / Motor Music / Polygram

Tja, RAMMSTEIN hat sich aufgebraucht. Nach zwei Longplayern kam dann noch ein Remake ihres eigenen Hits „Du riechst so gut“ und dann eine völlig mißratene, da total langweilige Version des besten Stückes von Depeche Mode „Stripped“ als Maxi-CD. Von da an war es klar, daß RAMMSTEIN-Konzept ist durch, ohne Veränderungen geht es nicht weiter. Nur leider kommen diese nicht so ohne weiteres, anscheinend hat sich die Band festgespielt und da das Geld anscheinend mittlerweile auszugehen scheint, hat man dann eine Live-CD auf den Markt gebracht, die wirklich logische Konsequenz aus dem Dilemma, denn so hat man sich vor einem neuen Album perfekt drücken können. Es hätte auch ein wirklich tolles Live-Album sein können, wenn RAMMSTEIN sich die Mühe gemacht hätte, die Songs zu variieren, aber sie werden genauso runtergedudelt, wie die Originaltitel von den Studio-CDs, einzig anders ist, daß das Publikum im Chor mitsingt. Trotz allem sind eigentlich alle Songs immer noch prima und fett. Dies hier gibt es übrigens nicht nur als CD, sondern auch als Video und DVD. (H.H.)

RAMMSTEIN - Sehnsucht / Du hast


Erstveröffentlichung: Maxi-CD / Motor Music / Polygram

Also, ich muß jetzt doch einmal eine Lanze brechen (hab ich dieses geflügelte Wort richtig benutzt?) für diese Ostcombo namens RAMMSTEIN. Als ich irgendwann 1996 diese Band live auf dem Bizarre-Festival im Fernsehen gesehen habe, habe ich mich noch gut amüsiert, weil sich die Typen doch teilweise recht peinlich benahmen. Als sie 1997 wieder auf dem Bizarre-Festival in Köln gespielt haben, hat mich der Auftritt doch überzeugt, obwohl es teilweise immer noch recht unangenehm war (Ihr habt das sicherlich auch mal gesehen, diese pyrotechnischen Budenzauber). Doch diesmal habe ich mehr auf die Musik geachtet und ich finde, RAMMSTEIN bringen seit langem mal wieder etwas frischen Wind in das kommerzielle Musikgefüge Deutschlands. Sicherlich ist die Musik nichts neues und der Gesang etwas pathetisch (hab ich dieses Wort jetzt richtig benutzt?), manchmal vielleicht etwas wie Laibach, doch je öfter mir das Ganze vorkommt, desto mehr muß ich Melodien und Originalität zugestehen. Man muß den Mannen zugestehen, daß sie in ihre Liveshows Action bringen und dem Publikum auch etwas für das Auge bieten. Auch wenn man sich die Texte anguckt, sind die nicht so oberflächlich, wie man vielleicht zuerst vermutet. Als ich mir dann die CDs besorgte, unter anderem die beiden oben genannten, mußte ich zwar feststellen, daß der Sound nicht so voll und satt rüberkommt wie bei dem Konzert, doch trotzdem: RAMMSTEIN ist einfach gut (und ich weiß, viele von Euch schütteln jetzt verständnislos mit dem Kopf). (H.H.)



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