RAMMSTEIN - Du riechst so gut ´98


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 1998 / Motor Music / Universal

Die ersten Demobänder entstanden bereits Anfang der Neunziger und 1993 gewann man einen Bandwettbewerb, woraufhin sich RAMMSTEIN dann 1994 erst wirklich gegründet hat. Vier der Bandmitglieder kommen aus Ostberlin, zwei aus Schwerin. 1995 dann kam das erste Album „Herzeleid“ auf den Markt und hatte großen Erfolg, ja selbst eine goldene Schallplatte konnte man einheimsen. Ihre Musik, eine Mischung aus Metal, Hardcore, Pop, Industrial und Rock, prägte den Begriff „Neue Deutsche Härte“ und mit ihren aggressiven, mitunter zweideutigen Texten haben sie schon immer einen zweifelhaften Ruhm erlangt, das sie in irgendeiner Form Rechts sind oder anderweitig radikal, wird ihnen oft angekreidet, doch wie es heutzutage nun mal ist, ist das alles nur Gepose. In Wirklichkeit sind die Herren Familienväter und nette Leute von Nebenan. Das Lied „Du riechst so gut“ ist eines der besten Stücke der ganzen CD und ist im Jahre 1995 das erste Mal ausgekoppelt worden. Weil RAMMSTEIN aber erst viel später ihre großen Erfolge feiern konnten und sich „Du riechst so gut“ bei vielen als Lieblingstrack der CD herausgestellt hat, hat man das Lied 1998 gleich noch einmal als Maxi-CD rausgebracht. Die 98er-Version unterscheidet sich allerdings nicht grundsätzlich oder irgendwie bemerkenswert von der Album-Version, die man kennt. Der zweite Track ist von FAITH NO MORE und wider Erwarten sehr elektronisch gehalten. Der Mix von Günter Schulz (KMFDM) und Hiwatt Marshall hat eine experimentelle Note, der Mix von Sascha Konietzko (ebenfalls KMFDM) ist im Ganzen etwas verzwickter, abgehackter, aber auch sehr elektronisch. Der fünte Mix ist von Olav Bruhn (BOBO IN WHITE WOODEN HOUSES) und ist ein sehr gelungener und vor allem sehr furioser Wirbelwind-Mix. Sascha Moser (ebenfalls von BOBO IN WHITE WOODEN HOUSES) baut in seinen Mix ein bisschen Damengestöhne ein, was dem Lied sehr gut steht. Der siebte Mix ist von Jacob Hellner und Marc Stagg und bringt nichts neues zum Thema. Noch einmal furios und wild bis wirr wird es dann beim letzte Mix, der noch einmal von Günter Schulz ist. Acht Mixe sind noch nicht genug, denn als Bonus gibt es noch das Originalvideo von „Du riechst so gut ´95“. Alles in allem eine Maxi, die ihr Geld wert ist. Trotzdem, die wirklichen Innovationen kommen bei den Songs nicht rüber. (H.H.)



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