BLIND PASSENGERS - Timemachine


Erstveröffentlichung: Doppel-CD 2005 / Wannsee Records / Edel / 011 101 2 SEE

Rund 10 Jahre waren die BLIND PASSENGERS eine feste Größe in der deutschen Musikszene, bis Nik Page schließlich seine Solokarriere begann und bis heute erfolgreich fortführt. Ein letztes Mal (im Kapitel BLIND PASSENGERS) haben sich nun Nik Page und Rayner Schirner zusammen gefunden, um die Band zu einem würdigen Abschluß zu bringen. Dafür haben sie eine Best-Of-Kopplung zusammen gestellt, die auf 2 CDs jede Menge rare Mixe und Versionen der vielen Hits zusammen fasst, wobei eine CD die rein elektronischen Synthie-Pop-Titel enthält und die andere nach einem scharfen Stilwechsel die Gitarren betonten New-Alternative-Metal-Crossover-Songs. Was diese beiden Phasen der Gruppe angeht, ist ein Vergleich mit Oomph! durchaus angebracht, schließlich haben die auch mal als rein elektronische EBM-Band angefangen und sich dann härterem Gitarrensound zugewendet, der sie bis an die Spitzenposition der deutschen Charts geführt hat. Dahin haben es BLIND PASSENGERS nie geschafft und so sind sie immer eher eine Szeneband geblieben.
Die erste, „Synths & Hooks“ betitelte CD enthält all die schönen Synthie-Pop-Hymnen wie „Born To Die“, „Absurdistan“ oder „Broken Conscience“, teilweise in Maxiversionen, die auch heute in so manchem Club noch für Bewegung auf den Tanzflächen sorgen dürften. Die musikalischen Wurzeln in den 80er Jahren sind überdeutlich und die Musiker dürften damals so einige Platten der großen Band mit den Initialien D und M im Schrank stehen gehabt haben. Natürlich fallen dem erfahrenen Hörer auch Bands wie Camouflage und De/Vision ein, die in ähnlichen musikalischen Gefilden gesegelt sind. Allerdings haben die BLIND PASSENGERS durch ihren guten Sänger schon früh einen wieder erkennbaren Stil entwickelt, der ihnen eine große Fangemeinde sicherte. CD 1 bietet auf jeden Fall schon mal über 50 Minuten herrlichen Electro-Pop.
Um 1997/98 herum veränderte sich der Stil der Gruppe dann stark, aus den extrem eingängigen Synthie-Songs wurden harte, Gitarren dominierte Crossover-Tracks, die allerdings weiterhin das große Talent der BLIND PASSENGERS für eingängige Melodien bewahrten. Interessanterweise machten die Fans den Stilwechsel mit, wobei natürlich einige absprangen, dafür aber umso mehr neue hinzugewonnen werden konnten. Ich muss selber auch zugeben, dass ich mit dem neuen Stil nicht viel anfangen konnte und den Weg der Band nicht mehr weiter verfolgt habe. Diese Phase der Band wird auf der CD „Riffs & Shouts“ abgehandelt. Aus heutiger Sicht muss man den BLIND PASSENGERS aber absolut zugestehen, dass sie ihrer Zeit um einiges voraus waren und definitiv zu den Stil bildenden Bands gehörten.
Um den Fans, die eigentlich alle Veröffentlichungen besitzen auch noch einen Kaufanreiz zu bieten, haben Nik Page und Rayner Schirner noch einmal ein paar neue Tracks aufgenommen und einige ältere im Studio überarbeitet, so dass halt keine reine Abzock-Compilation mit altem Material geboten wird, sondern durchaus ein repräsentativer Überblick über das Schaffen einer nicht ganz unwichtigen deutschen Band der 90er Jahre. Das Ganze verpackt in ein edles, mehrfach ausklappbares DigiPak, dürfte vielen Leuten einen zusätzlichen Kaufanreiz bieten. Damit soll das Kapitel BLIND PASSENGERS endgültig abgeschlossen sein...aber das haben ja auch schon ganz andere Bands häufiger behauptet. Wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann doch noch mal ein komplett neues Album...vielleicht dann „back to the roots“...wundern würde es mich nicht. (A.P.)

Webadresse der Band: www.blindpassengers.de

THE RORSCHACH GARDEN - Devotion


Erstveröffentlichung: 7 Inch EP 2002 / Bazooka Joe

Phillip Münch´s Projekt THE RORSCHACH GARDEN gibt es nun auch schon über ein Jahrzehnt und erfreut sich großer Beliebtheit bei Freunden von minimal-elektronischen Klängen. Neben unzähligen Tapeveröffentlichungen gibt es auch einige wenige Vinyl-Releases, so diese hübsche 4-Track Single im farbigen Vinyl und mit einem kultigen Bazooka-Joe Kaugummi als Zugabe, allerdings ohne Cover und somit praktisch ohne weitere Infos, als den Songtiteln, die direkt auf dem Plattenaufkleber stehen. Der erste Track ist eine, Liebhaber erkennen es nach wenigen Sekunden, Coverversion von A Flock Of Seagull´s „Space Age Love Song“, die sich, allerdings ohne Gitarren, recht nahe an das Original hält und mir ein freudiges Grinsen entlockt. Im gleichen 80er-Minimal-Electro-Pop-Stil geht es drei weitere Songs lang weiter, die allesamt direkt aus den frühen Jahren meiner musikalischen Lieblingsdekade stammen könnten. Selten habe ich eine so konsequente 80er-Retro-Platte gehört, die nicht einfach nur versucht, auf der angeblich laufenden Revival-Welle mitzuschwimmen, sondern ehrlich den Geist dieser Zeit wieder spiegelt. Dass Phillip Münch aber nicht einfach nur ein unverbesserlicher Nostalgiker ist, beweist er mit anderen musikalischen Projekten oft genug, da darf er mit THE RORSCHACH GARDEN schon mal hemmungslos dem Synthie-Wave huldigen. Keine Ahnung, auf welche Auflage dieses Kleinod limitiert ist, sicher ist jedoch, dass die Platte in nicht allzu ferner Zukunft ein gesuchtes und entsprechend teures Sammlerstück sein wird, also schnell beim Mailorder des Vertrauens bestellen, zum Beispiel in der Mailorder-Rubrik von www.bakterielle-infektion.de müsste es noch einige wenige Exemplare geben. Fazit: wer A Flock Of Seagulls mag und sie so liebevoll covert kann kein schlechter Mensch sein. (A.P.)

ROSA CRUX - Noctes Insomnes


Erstveröffentlichung: CD / Eigenproduktion

ROSA CRUX durfte ich ja schonmal für´s BACK AGAIN interviewen, seit längerem ist nun auch die zweite CD erschienen, neben zwei Singles, einer 12"" und einem Video (kann man alles noch bestellen und sollte es unbedingt auch tun!).Die Franzosen haben mich auf dem Festival in Erlangen 1998 nicht nur durch das selbstgebaute mechanische Schlagzeug beeindruckt, sondern konnten auch musikalisch überzeugen, ich hoffe, ich kriege irgendwann auch mal die komplette Performance zu sehen, die ich bisher nur vom Video kenne.
Diese neue CD enthält neben der Musik auch noch einen CD-Rom Track mit unzähligen Bildern, Sounds und Videos. Wer sich mit der Gruppe noch nie beschäftigt hat, wird sie für eine klischeehafte Grufttruppe halten, die einfach nur peinlich wirkt, was aber ganz und gar nicht so ist. Erstens sind hier hervorragende Musiker am Werk und zweitens wird das ganze mit einer Ernsthaftigkeit betrieben, die ihresgleichen sucht. Vielleicht ist das auch der Grund, warum die Gruppe in Deutschland, zumindest von den Musikmagazinen, bisher weitgehend unbeachtet geblieben ist. ROSA CRUX müßten eigentlich so ziemlich jedem Schwarzgewandeten gefallen und alle, denen ich diese Musik bisher vorgespielt habe, waren ausnahmslos sehr angetan davon. Wer sich eine Mischung aus den deutschen Sopor Aeternus und den französischen Clair Obscur vorstellen kann, kommt der Sache schon recht nahe, wer die genannten Gruppen auch noch mag, kommt an ROSA CRUX nicht vorbei. Meine früheren Vergleiche zu In The Nursery, Test Dept. und Virgin Prunes sind nicht mehr so relevant, stehen aber immer noch für eine gewisse Richtung, in die auch ROSA CRUX tendieren. Mit „Qui Non Cessant"" ist sogar ein Titel enthalten, der in die Clubs einziehen könnte und dort für Furore auf den Tanzflächen sorgen müßte. (A.P.)

ROSENSTOLZ - Live aus Berlin


Erstveröffentlichung: DVD 2003 / Mediacs

Muss die Band ROSENSTOLZ eigentlich noch genauer vorstellen? Ich denke nicht. AnNa R und Peter Plate (wurde heute, beim Schreiben dieser Zeilen übrigens in der Hamburger Strasse beim Shoppen gesichtet) machen nicht nur durch ihre sexuelle Gesinnung von sich reden (lesbisch und schwul), sondern viel mehr, und so sollte es ja auch sein, durch ihre Musik. Ich persönlich kann mich mit der Musik nicht richtig anfreunden, freue mich aber, dass so eine Band in Deutschland so einen großen Erfolg hat, denn sie agieren weit abseits vom dominierenden Klischee-Pop anderer deutscher Popgrößen und gottseidank auch weit jenseits von Betroffenheitstextern und Möchtegernwortakrobaten wie Pur und Konsorten. Ihre Texte sind farbenfroh, ihre Musik ist vielseitig und melodiös. Perfekt zum Zuhören und auch zum laut Mitsingen, wenn man live dabei ist. Und genau dieses Vergnügen präsentiert uns die Band heute. Ein Konzert aus dem Jahre 2002 wurde komplett aufgezeichnet und kommt nun als CD (mit einer Auswahl Songs aus dem Konzert), als Doppel-CD (mit dem kompletten Konzert) und als DVD, ebenfalls mit dem kompletten Konzert.

Die deutsche DVD von Mediacs präsentiert das Konzert in Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 und DTS 5.1. Man kann sich alle Texte als Untertitel einblenden lassen. Als Extras gibt es zwei Tour-Making Ofs (4:07 Min. und 4:37 Min.), ein Making Of der DVD (3:47 Min.), eine Doku „Der Tag danach“ (nach der Aufzeichnung des Konzertes) (6:40 Min.), eine Doku mit Titel „Megapower“, wo man ein paar Behind The Scenes-Aufnahmen zusammengemischt mit dem Song sieht (3:48 Min.) und Diashow von der Tour. Weiterhin gibt es das Video zu „Was kann ich für eure Welt“ (3:49 Min.), ein Making Of des Videos (11:29 Min.), den Livesong „Laut“, den man sich aus zwei verschiedenen Blickwinkeln anschauen kann (4:06 Min.), ein Video zu „Laut“ (3:23 Min.), ein Video „Tag in Berlin“ (2:53 Min.) sowie den Mediacs-DVD-Connector, der zu weiteren Infos im Internet führt. (H.H.)

ROTERSAND - Truth Is Fanatic


Erstveröffentlichung: CD 2003 / Endless Records / Efa

Kaum ist die Debut-M-CD “Merging Oceans” verklungen, machen ROTERSAND gleich wieder auf sich aufmerksam. „Merging Ocean“´s Veröffentlichung ist gerade mal ein halbes Jahr her, hat viele Erwartungen übertroffen und war auch verkaufstechnisch ein Erfolg und nun gibt es sogar schon wieder genügend Material, um eine lange Scheibe auf den Markt zu schmeißen. Da kann man nur sagen: Toll! Denn auch „Truth Is Fanatic“ bietet jede Menge guter Songs, die sich ganz im Stil des Maxi-Vorgängers bewegen. Es ist, um es grob zu sagen, EBM, aber nicht brutal, sondern irgendwie sanft mit Popstrukturen und einer Düsternis, die über allem liegt. Trotzdem ist es kein einfaches Album, man merkt den Leuten ihre Reife an und dass sie die richtige Mischung aus Elektropop und anspruchsvollen Kompositionen gefunden haben. Man kann zu manchen Songs tanzen, es gibt ein paar ruhige Tracks, es gibt aber auch sphärische Soundcollagen zu hören und über allem liegt die ungewöhnliche und irgendwie schwermütige Stimme von Rasc, der der Musik noch eine gehörige Portion Tiefe dazugibt. Als Anspieltips deklariere ich „Truth Is Fanatic“, „Hush“ und „Merging Oceans“. (H.H.)

ROTERSAND - Merging Oceans


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 2003 / Endless Records / Efa

ROTERSAND ist ein Trio aus Deutschland. Das eine Drittel ist RASC, den man hauptsächlich durch THE FAIR SEX kennt, das zweite Drittel ist GUN und das dritte ist KRISCHAN. Beide haben sich in der Techno- und House- sowie in der EBM-Szene mit etlichen Projekten hervorgetan. Alle drei zusammen haben sie nun ihre erste gemeinsame CD, eine 4-Track-Maxi-CD, auf den Markt gebracht. Die Musik ist fast schon als genial zu bezeichnen, in Sachen Electro das beste, was mich in den letzten Wochen erreichte. Irgendwie hypnotisierend, aber trotzdem industriell und dazu noch ziemlich melodisch, ohne dabei allerdings poppig zu sein. Die Stücke „Merging Oceans“ und „Sonic Agony (S.O.P.)“ dürften sicherlich manche Tanzfläche füllen, dafür ist „Winter Paints It White“ ein wenig ruhiger und atmosphärischer gehalten. Die Musik ist irgendwie treibend, aber auch ziemlich düster, streckenweise recht hart und immer irgendwie tanzbar und irgendwo auch melancholisch. Da freut man sich wirklich auf ein langes Album. (H.H.)

ROTER STERN (BELGRAD) - L´Afrique – Revisited...Afars & Issas Et Les Pays Au-Dela


Erstveröffentlichung: Mini-LP 2003 / Was soll das? Schallplatten

Ziemlich lange war diese Platte schon angekündigt und ich war sehr gespannt darauf, zumal die sonst übliche Auflage von 100 Exemplaren diesmal erhöht wurde und ich mit einem echten Knaller rechnete. Nun, eine wirklich gute Platte mit analogen Experimental-Electro-Sound aus den ganz frühen 80er Jahren ist auch dabei heraus gekommen, doch denke ich, manche Leute werden etwas überrascht sein, weil sie etwas anderes erwartet hätten. Statt tanzbarem oder einfach skurrilem Minimal-Electro-NDW-Sound gibt es diesmal eher experimentelle, konzeptionell angelegte Electro-Klänge mit Avantgarde-Ambitionen. Irgendwie ist das sehr frühe elektronische Weltmusik, in der fremdartige Rhythmen mit verfremdeten Naturgeräuschen kombiniert werden. Man spürt förmlich, wie damals ein Soundtüftler die Möglichkeiten seines wahrscheinlich sauteuren Equipments erforschte. Dabei muss man bewundernd anerkennen, dass die Klänge auch zehn, fünfzehn Jahre nach den Aufnahmen, ja nicht mal heute, altmodisch klingen und das ist schon wirklich ein Kunststück. Der Sound ist nebenbei bemerkt, auch ziemlich gut, wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine Zusammenstellung alter Tapeveröffentlichungen handelt.

ROTER STERN war Rainer Rabowski und nannte sich damals noch ROTER STERN BELGRAD, wahrscheinlich nach dem gleichnamigen Fußballverein. Warum der Städtename bei dieser Platte abhanden gekommen ist, weiß ich nicht, aber das ist eigentlich auch völlig egal. Nett ist die Trennung in eine LP-Seite mit 5 Tracks bei 33 UPM und einer Maxi-Seite mit einem Track auf 45 UPM. Solche Veröffentlichungen gab es in den 80ern häufiger, aber das Format des so genannten Medium-Players (also zwischen LP und EP) scheint heute fast völlig vergessen. Auch bei der Gestaltung der Platte ist wieder ein Schritt zu mehr „Professionalität“ vollzogen worden. Gedrucktes Cover, richtige Labels auf der Platte und ein gedrucktes (naja, wohl farbkopiertes) Beiblatt. Ob diese Weiterentwicklung wirklich notwendig ist, bleibt Geschmackssache, aber mir haben auch die bisherigen handgemachten Cover sehr gut gefallen. Apropos Beiblatt...das finde ich sehr anstrengend zu lesen und recht langweilig.

Lobenswert ist, dass der gute Franck Punk bei seinen Veröffentlichungen auch mal das Risiko eingeht, etwas anspruchsvollere Kost zu veröffentlichen, wie er ja auch schon mit der Ankles-LP bewiesen hat. Für den durchschnittlichen Minimal-Electro-Freak ist das hier wahrscheinlich nicht das Wahre, wer aber avantgardistischeren Klängen auch etwas abgewinnen kann (ich zähle mich dazu), kann bedenkenlos zugreifen. (A.P.)

ROTTEN APPLES - Real Tuff


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Trash 2001 Records

Na, was ist das denn? Eine CD mit vierzehn Songs in rund 35 Minuten Spielzeit, das klingt doch schon mal irgendwie nach Punk, oder? Mal ganz abgesehen vom Bandnamen…

Die ROTTEN APPLES sind vier junge Frauen, die schon Erfahrung in anderen Bands gesammelt haben und in Amiland auf Empty Records erfolgreiche Sachen veröffentlicht haben. Als erstes fällt auf, dass die Damen ihre Instrumente grandios beherrschen und dementsprechend das Songwriting auch erfreuen kann. Die kurzen Songs haben allesamt gute Melodien, rocken aber trotzdem ordentlich los und dürften live gleich noch mal so viel Spaß machen, wie auf CD. Die Grundlage ist natürlich Punk, dazu eine ordentliche Portion Rock´n´Roll und wenn im Waschzettel steht, dass auch ein Schuss New Wave dabei ist, so kann ich das nur bestätigen. Anspieltips sind auf jeden Fall „My House“, „Spade“ und „Heart Candy“, wobei man sich vor allem bei letztgenanntem Song ein wenig in die späten 70er-New Wave-Tage zurück versetzt fühlt. Wenn man die ROTTEN APPLES schon unbedingt vergleichen will, so würde ich vorschlagen: Blondie singt bei den Super Heroines oder so. Vielleicht wäre diese Musik auch das, was Pink gerne machen würde, wenn sie nicht unter der Fuchtel ihrer Plattenfirma stünde. Das trifft es nicht perfekt, aber doch ein wenig, und soll hier als Empfehlung verstanden werden. Ich glaube, die Bandmitglieder haben richtig Spaß and dem, was sie da fabrizieren und wenn das bei Konzerten auch so rüberkommt, sollte man sich die kommenden Termine auf jeden Fall fett rot im Kalender anstreichen.

Übrigens sind auch noch zwei Coverversionen auf der CD enthalten, zum einen „You´ve Got My Number“ von den Undertones und zum anderen „Mad World“ von Tears For Fears, wobei diese Version das Schlaflied, dass gerade in England und Deutschland die Top 10 gestürmt hat, um Längen schlägt. (A.P.)

Webadresse der Band: www.trash2001.de

THE ROYAL BEAT CONSPIRACY - Dig It!


Erstveröffentlichung: CD 2002 / Bad Afro / Indigo

Zwei Jahre liegen seit dem letzten Album zurück und nun bringen THE ROYAL BEAT CONSPIRACY ihr neues Album auf den Markt. Die Musik hat sich ein wenig verändert, wobei die Grundzüge gleich klingen. Weiterhin ist es eine sehr rockige Band, deren Sound man allgemein als Garagenrock bezeichnet. Nun allerdings besinnt man sich mehr dem Orgelspieler Carl Stintzing, der mit seinem Instrument den Song eine gehörige Portion Pepp beibringt. Die Stücke sind dadurch eine gute Nummer poppiger und auch eingängiger geworden, was ich persönlich sehr begrüße. Manch eine Melodie kommt mir manchmal sogar bekannt vor, doch es sind keine Coverversionen, sondern wirklich komplett neue Songs. Also, es können sich auch Leute rantrauen, die die erste Platte noch gar nicht kennen. Fans von Rockabilly, Garage-Rock´n Roll und schrammeligen Soul können sich willkommen fühlen. (H.H.)

ROYAL HUNT - The Mission


Erstveröffentlichung: CD 2001 / Frontiers Records

Ein weiteres Produkt aus dem Hause FRONTIERS RECORDS, die sich einen Namen gemacht haben, mit kunstvollem, harmonischem und melodiösem Heavy Metal. Die Band ROYAL HUNT passt denn auch hervorragend in dieses Konzept und bietet keinen Ausreisser aus der gefahrenen Linie. ROYAL HUNT ist eine recht erfolgreiche Band und hat weltweit bereits mehr als eine Million Platten verkauft. Im Jahre 1993 hat sich die Band zusammengefunden und erstmal unter dem Namen LAND OF BROKEN HEARTS Musik gemacht und man hatte kurioserweise noch keinen Gitarristen in der Band, als das erste Album auf den Markt kam. Erst mit dem zweiten im Jahre 1994 sollte sich das ändern. Danach gab es dann grundlegende Veränderungen in der Band, denn man wollte sich ein bißchen mehr auf Konzeptarbeit konzentrieren und ein neuer Sänger mußte her, denn der alte verliess die Gruppe. Unter dem Namen ROYAL HUNT ist das dann auch schon das zweite Album und dieses Mal hieß das Konzept „Die Mars Chroniken“ von Ray Bradbury. Alles in allem für Fans des Genres ein geschmackssicheres Geschäft. (H.H.)

RUINS MATADOR - Before the End of Presence


Erstveröffentlichung: CD-R 2001 / Eigenproduktion

RUINS MATADOR sind eine Band aus Llubljana/Slowenien die ihre Musik als ""Dark Alternative"" beschreiben. Die mir vorliegende CD wurde auf ihren gemeinsamen Konzerten mit KRAMFID(ebenfalls Llubljana) im Dezember/Februar 2001/02 verkauft und ist die erste von bisher fünf erschienenen Demo-CDs. Leider kann ich mich an den Auftritt in Leipzig im Dezember nur in Fragmenten erinnern. Da wir das Konzert selber veranstaltet hatten, war ich irgendwie anderweitig beschäftigt... ich weiß nur noch, dass die Musik eher ruhig war. Und das sind die fünf Stücke des hübsch gestalteten Demos auch. Elektronisches Schlagzeug, synthetische Quietsch-Klänge und ein sehr monotoner, englischer bzw. slowenischer(?) Gesang. Zum Tanzen ist die Musik wohl eher nicht geeignet. Vergleiche fallen mir keine vernünftigen ein. Allerdings scheint die Band JOY DIVISION schon zu mögen. Das zweite Stück ""Jutro"", welches relativ flott ist, hat dann auch eine schöne Gitarren- und Baßlinie. Sehr kühler, melancholischer und experimenteller Wave. Die Titel sind sicherlich mit minimalem technischen Aufwand aufgenommen worden, nicht ganz klar ist mir allerdings ob die gelegentlichen Verzerrungen bzw. Übersteuerungen gewollt oder versehentlich passiert sind. Wenn ich mir die Sache noch mal überlege, kommt JOY DIVISION als Vergleich wohl am ehesten hin. Was Besseres fällt mir nicht ein. (Franz Vojtech)

Webadresse der Band: www.ruinsmatador.com


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