MAN DOKI SOULMATES ALLSTARS - Legends Of Rock


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Paroli Records/Sony / Sony

Im Jahr 2004 hat ein gewisser Thomas Gottschalk zwei Fernsehsendungen unter dem Titel „50 Jahre Rock“ präsentiert und da vor allem seine Lieblingsmusik aus den 60er und 70er Jahren wieder aufleben lassen. Extra dafür hat Leslie Mandoki (früher auch bei Dschingis Khan aktiv, seitdem aber ein weltweit anerkannter Produzent und Musiker geworden, eine Allstar-Band aus Musikern der damaligen Zeit zusammen gestellt, die ihre alten Hits noch einmal aufwärmen durften. Nun ist es keine Frage, dass die Leute aus Bands wie Jethro Tull, Toto, Manfred Mann´s Earth Band, Cream, Deep Purple, Animals, Procul Harum und anderen fast lebende Legenden sind und eine Unzahl von unsterblichen Welthits hinterlassen haben, aber es ist halt die Musik unserer Eltern, teilweise sogar unserer Großeltern und wer will das heute außer ihnen noch hören? Und sind die Musiker, die heute ja teilweise auch noch aktiv sind, nicht frustriert, dass sie fast ausschließlich an ihren 30-40 Jahre alten Songs gemessen werden? Würden sie nicht viel lieber ihre neuen Songs dem Publikum vorstellen? Und warum wird ein Rocksong wie „Smoke On The Water“ durch Querflöte und Orgel weichgespült? Etwa, weil der Sänger einfach kein Rocker mehr ist, oder damit Ian Anderson nicht einfach doof auf der Bühne rum steht oder weil die angestrebte Hörerschaft halt mit härteren Klängen nichts mehr anfangen kann und es lieber seicht haben möchte, immerhin laufen zu Hause ja längst Schlager und kein Hard Rock mehr im CD-Player, oder? So können sich „Legenden des Rock“ auch leicht selbst demontieren, statt in Würde zu altern. Und weil das Publikum mit den Musikern zusammen gealtert ist, flippt es nicht mehr aus, sondern applaudiert brav und zurückhaltend in den bequemen Sitzen im TV-Studio...oder ist der Applaus einfach zu den Studioaufnahmen hinzugemischt worden?
Zweifellos ist es eine Leistung der Musiker, dass sie in ihren jungen Jahren Songs geschaffen haben, die auch heute noch JEDER kennt, auch die jetzt Jugendlichen. Aber all diese Musiker haben komplett verpasst, dass es seit Mitte der 70er Punk und seit Ende der 80er Techno gibt. Sie machen immer noch Musik für die Nachkriegsgeneration. Sollen sie gerne machen, aber mich beeindrucken sie damit nicht mehr. (A.P.)

SHAKRA - Rising


Erstveröffentlichung: CD 2003 / Point Music

SHAKRA veröffentlichen hiermit nun ihr fünftes Album, wenn man das Livealbum “And Live Begins” mitzählt. SHAKRA kommt aus der Schweiz und beschreitet mit dem neuen Album „Rising“ den Weg, der sie zu einer der beliebtesten Hardrockbands gemacht hat. Der Titel „Rising“ ist insofern nicht wirklich Programm, da man sich nicht aufmacht, neue Welten zu erobern, sondern die Welt, die man beackert hat, weiterhin mit den Dingen zu verwöhnen, die sie gewöhnt ist. Ihr Hardrock bietet also nicht neues, dafür das, was man erwartet und was die Fans verlangen. Das ist ja nicht falsch. Die Stücke sind, wie gewohnt, sehr fett präsentiert, durchweg melodisch und groovend, ja, selbst zwei Balladen sind zu hören. Anspieltips sind „Done Me Wrong“ und „Rising High“. Übrigens gibt es, wie viele wissen, einen neuen Sänger namens Mark Fox, der sich in den Klang der Band gut einpasst, ohne den ehemaligen Pete Wiedmer zu kopieren, der leider durch eine Krankheit bedingt die Band verlassen musste. Wer also auf riffgerichteten Hardrock á la AC/DC oder Bonfire steht, also auf einen Sound, der niemals abgehoben wirkt, wird eh schon lange ShAKRA-Fan sein und macht mit „Rising“ bestimmt keinen Fehler. (H.H.)

SHAKRA - Power Ride


Erstveröffentlichung: CD 2001 / Point Music

SHAKRA kommt aus Bern und veröffentlicht mit „Power Ride“ bereits ihr drittes Album, welches schon kurz nach Veröffentlichung Ende August in die Top 100 der Media-Control-Charts eingestiegen ist, genaugenommen auf Platz 72. SHAKRA hat sich dem melodischen Metal verschrieben, ohne allerdings zu seicht und poppig zu sein, vielmehr legt man wert auf satte Riffs, die durch eine hervorragende Mischung im Studio voll zur Geltung kommen. Vielleicht sollte man SHAKRA auch nicht unbedingt als Metal bezeichnen, die Bezeichnung schnörkelloser, sehr melodischer und straighter Hardrock´n Roll sollte eigentlich die Musik eher beschreiben. (H.H.)

THE SHANKS - Is Like A Dog


Erstveröffentlichung: MC / Shanksalot

Nach ihrer ersten CD ""The Prawn Lawn"" beehren uns THE SHANKS aus Irland auch mal wieder, diesmal allerdings ""nur"" in Form eines Tapes mit fünf neuen Stücken. THE SHANKS sind im Prinzip eine sogenannte Indie-Rockband mit eindeutig englischem Touch, auch wenn das eine irische Band nicht unbedingt gerne hört, sagen wir also lieber insulanischem Touch, man hört sogar einen unmißverständlichen Einfluß der Beatles heraus. Das erste Stück ist wohl als Opener gedacht und man geht mit seichten Klängen an den Start, akustische, softe Gitarre, die fast eine Bar-Atmosphäre ausstrahlt. Die besten Songs der CD sind ""Guzzel"" und vor allem ""Lonley Frogs"" mit einem Super-Schrammel-Solo am Schluß. Zur Zeit befindet sich die Band in der Planungs- und Arbeitsphase für die neue CD, die im Herbst erscheinen soll und in Deutschland über Semaphore vertrieben werden wird. (H.H.)

SHE-MALE TROUBLE - Back From The Nitty Gritty


Erstveröffentlichung: CD 1966 / XNO / Alive

Ich habe es irgendwie nicht so recht verstanden, SHE-MALE TROUBLE gibt es ja schon ewig, erst unter dem Namen FEMALE TROUBLE, dann unter dem neuen Namen SHE-MALE TROUBLE und unter SHE-MALE TROUBLE hat man seit dem Jahre 2000 nur kurze Tonträger veröffentlicht. Eine 7“ und eine CD-Single, außerdem hat man an zwei 10“-Samplern teilgenommen. Eine lange CD allerdings ist noch nicht herausgekommen. Warum bloß? Und das ist das Rätsel, das ist nicht verstanden habe, denn SHE-MALE TROUBLE sind echt fetzig und haben Stil sowie Wiedererkennungswert. Schweißtreibender Punkrock mit Melodien, mit einer Dame am Mikrophon und einer deftigen Portion Adrenalin. Aber nun ist es soweit, die Berliner Damen und Herren präsentieren den ersten Longplayer und die Welt kann wirklich zufrieden sein. Es ist nicht einfach Punkrock, es ist nicht einfach Garagen-Rock´n Roll, es ist SHE-MALE TROUBLE. Lasst Euch von ihnen den Weg zeigen. Kein neuer Weg, kein innovativer Weg, aber der Weg, das Beste aus dem Genre zu holen. Mit Spaß, Spannung und guter Laune. Eine Gabe Gottes sozusagen, eine letzte Hoffnung für die total überkommerzialisierte Welt, selbst die des Punkrocks. Was kann ich als Anspieltipp anbieten? Ich weiß es nicht, muss ich gestehen, jeder Song geht erst sofort ins Ohr, lässt einen verschwitzt und befriedigt zurück und steuert gleich zum nächsten. Insofern ist das eine CD, die man nicht zu oft hintereinander hören kann, denn das hält das Herz nicht aus. (A.P.)

SHE-MALE TROUBLE - Don´t Tell Me What To Do


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 1966 / XNO

Die Band SHE-MALE TROUBE kennt man ja schon seit längerem. Vor vielen Jahren praktizierten sie noch unter dem Namen FEMALE TROUBLE, doch diese Zeiten sind längst abgelegt. Tonträgertechnisch ist noch gar nicht so viel bei raus gekommen, eine 7“/MCD im Jahre 2000, eine 10“ Sampler-Picture-Disc und eine weitere im Jahre 2002. Offenbar verausgabt man sich mit ausgedehnten Touren derart, dass Studioeinsätze nicht drin sind. Getourt haben die Damen und Herren nämlich intensiv, zusammen mit vielen weiteren Bands. Oder ist ein Studioaufenthalt zu langweilig? Im Grunde völlig unverständlich, wenn man diese MCD hier hört. Für mich ist das hier eine der besten Punkrock-Scheiben der letzten Wochen. Vollkommener Rock´n Roll mit geschickten Melodien und einem Druck, der die Haare wehen lässt. Diese Maxi-CD enthält drei echte Kracher, die sogar, wenn man sich Mühe gibt, sich darum zu kümmern, sogar echten kommerziellen Charterfolg bringen könnten. Nie waren SHE-MALE TROUBLE so gut wie heute und das soll jetzt kein Werbespruch sein, sondern mein vollster Ernst. (H.H.)

SHE-MALE TROUBLE - Burner


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 2000 / XNO

Wir haben schon öfter über diese Band berichtet, doch an den Namen erinnert sich keiner? Kein Problem, denn die Band hat sich umbenannt, früher hießen sie FEMALE TROUBLE, heute eben SHE-MALE TROUBLE. Dies ist auch mit Umbesetzungen vonstatten gegangen, aus drei Damen und einem Herr wurden nun nur noch eine Dame und vier Herren. Die weibliche Übermacht ist damit gefallen und darum auch der Namenswechsel. Ich persönlich bin der Meinung, daß hat der Band sehr gut getan, den „Burner“ ist die bislang beste Veröffentlichung der Band, die sich nun (gottseidank) endgültig von allen Metal-Anleihen getrennt hat und sich vollends auf fetten und saugeilen Punkrock konzentriert. Genau der richtige Schritt in die richtige Richtung und man kann wirklich gespannt sein auf ein langes Album der Berliner Band, die, und das kann man nicht von anderen Bands behaupten, sich von Tonträger zu Tonträger gesteigert haben. (H.H.)

SHIHAD - Shihad / La La Land


Erstveröffentlichung: CD / Modern Music Records

Die neuseeländische Band SHIHAD scheint inzwischen ziemlich poplär zu sein, in ihrem Heimatland jedenfalls, doch ich denke, auch hier ist die Band kein unbekanntes Wesen mehr. Diese tourfreudige, inzwischen auch schon neunjährige Band, die schon mit Größen wie Metallica, Hole, Ministry, Faith No More, Young Gods, Pantera und Hole spielten, hofft, mit ihrem dritten Album (eben jenem hier), endlich den wohlverdienten Durchbruch zu schaffen. Muß zugeben, daß dies hier meine erste SHIHDA-Platte ist, die ich zu Hören bekam, mich aber einige Songs wirklich begeistern, allen voran natürlich (oder auch nicht natürlich) die ausgekoppelte Single ""La La Land"", zu der es auch ein interessantes Video gibt. Auf alle Fälle muß man SHIHAD zu den besseren Rockbands der heutigen Zeit zählen. (H.H.)

SHINY GNOMES - She (Remixes Of MC Creatix)


Erstveröffentlichung: CD / Rough Trade

So, da ist also die zweite CD von den SHINY GNOMES, die ich jemals in meinem kurzen Leben gehört habe. Im Vergleich stehen die beiden CDs schon etwas seltsam da. Die erste, die ich hörte mit Namen ""Some Funny Nightmares"", ist sehr gitarrig mit recht eingängigen Melodien wie z.B. ""Lazing At Desert Inn"", und die CD hier? Die ist einfach elektronisch und uneingängig und auch recht trancig (im Sinne von Langweilig), ich hätte jedenfalls keinerlei Zusammenhang gesehen zwischen den beiden Tonträgern, so ist es denn unmöglich, sie zu vergleichen, im großen und ganzen ist ""She"" in meinen Augen aber ziemlich nichtssagend und langweilig, das haben Remix-Alben aber irgendwie meist so an sich. So, das war mein Urteil! (H.H.)

THE SHITHEADZ - Dirty Pounding Gasoline


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Locomotive Music

Díe Gladbacher THE SHITHEADZ existieren bereits seit 1992, in dem jetzigen Line-Up spielen sie allerdings erst seit 2000 zusammen. Zu den Gründungsmitgliedern Guido (Gitarre), Mark (Bass) und Oliver (Schlagzeug) stießen in dem besagten Jahr noch Christoph (Gesang) und Andreas (Lead-Gitarre) hinzu. Nach diesen personellen Änderungen folgte eine musikalische Stilwandlung vom Hardcore Metal in Richtung Rock/Metal. Prompt brachte die Band ihr erstes Demo ""Demonride"" (2001) sowie eine Vier-Track-Promo heraus, welche ihnen zu einem Deal mit Locomotive Music verhalfen. Langsam wurden mehr und mehr Leute auf THE SHITHEADZ aufmerksam, die Band hatte im September 2002 sogar die Ehre im Vorprogramm von MOTÖRHEAD und ANTHRAX spielen zu dürfen. Mit ""Dirty Pounding Gasoline"" legt der 5er nun sein erstes Album vor. Geboten wird einem druckvoller Hardrock mit Heavy Metal-Einflüssen und einer guten Portion Melodie. Die elf im Midtempo angesiedelten Tracks werden von kraftvollem Gesang, schweren Riffs, straighten Soli und treibenden Drums gekennzeichnet. Trotz aller Härte geht die dauergroovende Musik gut ins Ohr und verspricht über 50 Minuten keine langweiligen Momente. Ein angenehm ruhiges Gitarren-Outro lässt diese absolut überzeugende CD wunderbar ausklingen. Anspieltipps: Powertool, Return Of The Demons, Dirty Pounding Gasoline. (Daniel Hinrichsmeyer)

SHIVAS - Babylon And The Beast


Erstveröffentlichung: CD / Tug Records / TIS

SHIVAS sind eine reine Frauenband aus dem Städtchen Nürnberg und legen uns hier ihren dritten Tonträger vor. Die ersten beiden hießen ""Shivas"" und ""Mandala"", die mir leider nicht bekannt sind, doch stilistisch soll es sich dort um eingängigen Pop handeln. Nach zweijähriger Pause sind SHIVAS dann wohl irgendwie gereift und präsentieren uns hier ein richtig geiles Album, das irgendwie etwas düster, psychedelisch und wavig ist, manchmal ganz leise (aber wirklich nur leise) auch einige Metalsounds präsentiert und (z.B. bei ""No Sin"") richtig dichte Gitarrenteppiche, die einen fast hypnotisieren. Ganz genial finde ich das Abschlußstück ""Bean"", welches irgendwie ritterlich, aber auch auf keinen Fall peinlich klingt. Im Ganzen eine intelligente, nicht unbedingt eingängige, aber deshalb interessante Platte, die man nicht so schnell vergißt. (H.H.)



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