SIOUXSIE AND THE BANSHEES - Juju

Wiederveröffentlichung: CD 1989 / Polydor
Erstveröffentlichung: LP 1981 / Polydor

Als SIOUXSIE-Fan seit fast 15 Jahren habe ich es erst vor kurzem geschafft, mir nach und nach mal die Veröffentlichungen als CDs nach zu kaufen, deshalb auch erst jetzt eine Kritik zu diesem beinahe besten Album der Band. Mit „Kaleidoscope“, „Juju“ und „A Kiss In The Dreamhouse“ kamen Anfang der 80er drei Alben der Band nacheinander heraus, die alle das Prädikat New Wave-Klassiker verdienen. Mit diesen Platten haben SIOUXSIE AND THE BANSHEES das Wave Genre geprägt, wie kaum eine andere Gruppe, abgesehen vielleicht von The Cure und Joy Division. Waren auf den ersten Alben „The Scream“ und „Join Hands“ noch die Punkwurzeln spürbar, so kam „Kaleidoscope“ unterkühlt-minimalistisch daher und „A Kiss In The Dreamhouse“ schon deutlich eingängiger, bis hin zu den reifen Popalben „Tinderbox“ und „Peepshow“. „Juju“ ist die perfekte Mischung aus all dem. Einerseits noch rauh und wild, andererseits schon melodiös. Mit „Spellbound“ und „Arabian Knights“ sind auf der Platte zwei grandiose und auch kommerziell erfolgreiche Charthits vertreten. Dazu die Wave-Klassiker „Monitor“ und „Halloween“ und einer der vielleicht besten SIOUXSIE-Songs überhaupt: „Into The Light“, der meiner Meinung nach zu unrecht kein Klassiker geworden ist. Mit „Night Shift“ ist auch ein weiterer SIOUXSIE-Song hier erstmals erschienen, der sich mit seiner dunklen Atmosphäre neben „Israel“ zu einem der beliebtesten Live-Songs der Band entwickelt hatte. Auch mit den restlichen drei Songs „Sin In My Heart“, „Head Cut“ und „Voodoo Dolly“ bleibt die Qualität der Platte erhalten, so daß es sich bei „Juju“ definitiv um eines der drei wichtigsten und besten SIOUXSIE-Alben handelt, die in jeder Wave-Sammlung enthalten sein sollten! (A.P.)



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