ADOR - Metamorph


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Venus Records

Zum diesjährigen Wave Gotik Treffen in Leipzig wurde dem Publikum des Mittelalterabends kurz vor dem Auftritt von Mila Mar, bekannt für den überirdisch schönen Gesang ihrer Diva Anke Hachfeld, plötzlich ein Projekt um die Ohren gehauen. Für die einen war es eine wahre Freude und für die anderen das blanke Grausen.

Ador vom Venushügel, in der Mittelalterszene sicherlich bestens bekannt als Mitglied von Corvus Corax bzw. Cornix Maledictum, gab sich die eher zweifelhafte Ehre sein Soloprojekt „Ador“ vorzustellen. In ein Outfit aus Industrieschrott gehüllt, mit einer Bühnenpartnerin mit Gasmaske vorm Gesicht, hämmern im Hintergrund Elektrobeats während er in seinen elektronischen Dudelsack na ja bläst wäre wohl das falsche Wort und ansetzt zu einer Cover – Version von Billy Idols „White wedding“.

Vielleicht war es ja nur der Zeitpunkt, der schlecht gewählt war, vielleicht war es aber auch die Aufmachung. Fakt jedenfalls war die komplette Spaltung des Publikums, es gab kein dazwischen, zwischen „Das ist Scheiße“ und „ Das ist saugut“. Ador meinte zu seinem Auftritt damals: „Es war halt ein Mittelalterabend und die Leute haben irgendwie alles andere erwartet als eine Electrovariante, aber ich hab halt diese Möglichkeit angeboten bekommen und die halt auch genutzt. Von der Promotion für das Album war es eigentlich das beste was hätte passieren können, denn es war in aller Munde. Die, die es Scheiße fanden haben mir im Grunde ja noch die Promotion gebracht, die gut für mich war,“.

Für ihn lag der Reiz an diesem Projekt daran, mal etwas komplett neues zu machen. Etwas was man von ihm nicht erwartet hätte. „Wenn du seit 5 oder 6 Jahren auf der Bühne stehst mit Mittelaltermusik ist es einfach wichtig mal was anderes zu machen,“ gibt er gern zu.

Nur wer sich dieses Album näher anhört, der wird feststellen, dass es wenig Neues aufweist. Nichts, was man nicht in ähnlicher Form schon mal gehört hätte, einige Ideen und Melodiebögen klingen schon verdammt nach Tanzwut, deren Nähe ja unverkennbar existiert. Thommy Hein ist schließlich Produzent von Tanzwut und auch wenn Ador vehement abstreitet das Ähnlichkeiten bestehen, so werden sie doch beim Hörer geweckt.

„Welcher Produzent wäre denn so wahnsinnig, sich seine eigene Konkurrenz ins Hause zu holen. Er war zwei Zweitproduzent aber er hätte mit Sicherheit drauf geachtet, dass es alles andere als nach Tanzwut klingt,“wehrt sich Ador. Dennoch, der erste Song dieses Albums beginnt mit „die Auferstehung“, einen Song mit selbem Titel finden wir auf dem ersten Tanzwut Album. Textlich unterschiedlich das streite ich keinesfalls ab, fordert Ador den Hörer auf sich den Dämon aus dem Leib zu tanzen, was Teufel eher im Sinne von es werde eins was zusammen gehört interpretiert aber dennoch zum Tanzen geradezu auffordert „Knochenverrenkung, Gliederverrenkung, Blutverrenkung, Blut erhebt sich, Fleisch erhebt sich..“. Was allerdings beiden gemein ist, ist ihre ausgesprochene Tanzbarkeit und das beschreiben dieses Zustandes. Auch der Song „ein letztes Mal“ erinnert doch verdammt an eine Umwandlung des selben sexuellen Themas, dass „Bitte Bitte“ von Tanzwut ebenfalls behandelt. Während Ador singt: „Lass mich dir die Luft abschnüren, Du sollst mich tief in dir spüren, ein letztes Mal bist du mein, ein letztes Mal die Sklavin sein“ verarbeitet Teufel dieses Thema so: „Ich bin dein Diener du der Herr, ab heut gehör ich dir allein, Bitte lass mich – ho ho, Bitte, bitte lass mich – ho ho, Lass mich dein Sklave sein!“.

Sicherlich, auch wenn die Texte auf den ersten Blick vielleicht nicht gleich aussehen, so sind es doch sehr ähnliche Themen die Ador aufgegriffen hat. Und ich frag mich an dieser Stelle warum eigentlich?

„Wie gesagt es handelt von meinem Leben, dem was ich erfahren habe, was mir wiederfahren ist. Etwa bei Songs wie ‚der schöne Schein’, der ein sehr aktueller Song ist für mich. ‚Ektomie’ ist halt auch eine schöne Verarbeitung wie letztlich alle Songs in irgendeiner Form. Da ist keiner dabei, der irgendwie fiktiv währe,“gibt Ador zurück.

Es ist ja auch keinesfalls meine Absicht dieses Album zunichte zu machen, oder gar in den Boden zu rammen, jedoch denk ich dass es sowohl musikalisch wie inhaltlich spannendere elektronische Bands gibt als ausgerechnet Ador oder eben „Metamorph“. Ich entdecke zu wenig Ideenreichtum, zu platte Texte und auch zu wenig abwechslungsreiche Melodien. Oftmals bedient man die Klischeeschublade Ador und suhlt sich zu sehr darin, etwa in „Pirat“, wo sich der Sänger als verwegener Pirat sieht - nun ja Johnny Depp und „Pirats of the Carribean“ läßt grüßen!

Auch die Idee zu „der schöne Schein“ ist nicht wirklich neu, denn bereits Saltatio Mortis deckten mit „falsche Freunde“ auf ihrer aktuellen Platte „Erwachen“ das intrigante Verhalten angeblicher Freunde auf.

Insgesamt betrachtet also eher ein unspektakuläres Elektro Album mit vielen textlichen wie musikalischen Schwächen, die man ja aber vielleicht mit einem Folge Album ausbügeln kann. Da ist sicherlich viel Ausbaupotenzial in diesem Soloprojekt drin, vielleicht schafft Ador ja dann mich zu überzeugen ? (Maximilian Nitschke)

STRATOVARIUS - Episode


Erstveröffentlichung: CD / Modern Music Records

Modern Music Records hat ja echte Nerven, einige echt schlimme CDs zu veröffentlichen, jedenfalls in meinen Augen. Auch wenn man dieser finnischen Band, die hier bereits ihren fünften Longplay-Tonträger vorlegt, einen gewissen Reiz hat, so macht doch der penetrante Europe-Gesang alles zunichte. Ich möchte kurz gute Worte verlieren: STRATOVARIUS´ Musik ist ehrlich gut, das gefällt mir, reiner Klang, fetzig, voll und schnell, sehr gelungen. Dazu kommen dann einige wirklich gelungene Passagen, die mit Chor und Orchester aufgenommen wurden und zu guter letzt einige sehr gelungene Melodien. So weit, so gut, bloß wäre dieser furchtbare Gesang nicht, dann hätte die Band ein echter Hit werden können. Aber wer trotzdem auf melodischen Metal steht, sollte sich STRATOVARIUS unbedingt anhören, ich kann mir denken, daß diese Band viele Freunde haben kann. Anspieltip ist „Father Time“. (H.H.)

STRAWBERRY SWITCHBLADE - Strawberry Switchblade


Erstveröffentlichung: LP 1985 / Korova / Wea

STRAWBERRY SWITCHBLADE kennt man wahrscheinlich hauptsächlich wegen ihres Hits “Since Yesterday”, der ein Megahit war und wohl wie wenige andere Songs für die Musik der 80er Jahre steht. Knallbunt, süß, eingängig und doch nicht oberflächlich und hohl. Aber, war da noch mehr? Von der Mädchenband hat man vorher und hinterher kaum etwas gehört, wenn man sich nicht bewusst danach umgehört hat, dabei haben die Mädels einige Singles und eine hervorragende LP veröffentlicht. Klar, an „Since Yesterday“ kommt kaum ein anderer Song heran, wahrscheinlich schon, weil man das Lied ständig im Ohr hat und sich deshalb wohl nicht auf andere Titel einlässt. Dennoch enthält die LP eine ganze Menge schöner Ohrwürmer, die nach mehrmaligem anhören dem großen Hit kaum nachstehen. Irgendwann hat sich die Gruppe dann aufgelöst und man hörte nie wieder was von den hübschen Damen...oder doch? Einige Jahre später tauchte der Name der Sängerin Rose McDowall immer wieder auf Plattencovern von Underground Gruppen wie Current 93, Boyd Rice und wenn mich nicht alles täuscht auch bei Death In June auf. Zudem hat sie ein Projekt mit Robert Lee, das sich Sorrrow nennt und leidlich erfolgreich ist, wenn auch nicht in den Dimensionen der 80er Jahre Erfolge. Schön, wenn man sieht, daß „Pop-Püppchen“ sich auch entwickeln können (ein anderes Beispiel ist Kylie Minogue, die sich von ihrem Dauergrinse-Image lösen konnte und heute erfolgreicher denn je ist). Wenn man auf richtig guten 80er Jahre Pop steht, sollte man Platten von STRAWBERRY SWITCHBLADE nicht stehen lassen, auch wenn auf dem Album die Songs häufig recht ähnlich klingen. Zudem sind die Platten inzwischen auch recht rare und teure Sammlerstücke. Zumindest „Since Yesterday“ gehört in wirklich jede vernünftige 80er-Jahre-Sammlung. (A.P.)

STRIBOG/FUTHARK - Daily Wars´ Songs


Erstveröffentlichung: CD / Energeia

This CD is kind of a split release of two italian side-project of bandmembers from Exu and Mystery Plays from Italy. Most of the music of both projects are in the vein of Neo-Folk and a little bit CMI-sound. STRIBOG opens this release with an interpretation of the german ballad ""Der König In Thule"". It often sounds strange, if italian bands sing in German, so here too, but it is really well done. Other tracks are really minimal with acoustic guitars and fine melodies, which has an autumn feeling. Sometimes I think, there are too many Death In June influences, but STRIBOG is darker, more atmospheric.

FUTHARK´S part of this CD starts with a kind of spoken word track with musical background. It remeinds me a bit of Rozz Williams´ spoken word CDs and much more on the forgotten LP ""Endless Avenues"" by Danny Antonelli (does anybody know, if there is more material by Antonelli?). FUTHARK produces the most minimal music, which is possible with a little Neo-Classic character and some soundtrack-like moments. This is music for listening to late in the evening at home alone by candlelight, but don´t put a knife near your place or it could be the last ever CD you heard in your life! (A.P.)

STRINE - Smithereens


Erstveröffentlichung: CD-EP 2003 / Daredevil Records / Heckspoilermusic

Die Band STRINE hat sich im Jahre 1999 zusammengefunden und bringt auf dieser EP fünf Stücke. „Smithereens“ ist die zweite Veröffentlichung der Band und STRINE präsentiert sich hart mit einer Mischung aus Metal und Hardcore. Es wird sehr viel gebrettert, die Gitarren stechen ins Hirn und schütteln es durch, doch STRINE schafft es immer wieder, den harten Druck auf den Kopf mit kleinen, sachten Soundmassagen wieder zu nehmen, denn es gibt einfach nette Passagen, die kurz entspannen. Dann allerdings geht es auch schon mit Double-Bass und Schreigesang weiter. Diese Mischung ist sicherlich nicht neu, es geht vielen Bands dabei einfach um den Kontrast, aber selten wurde das so harmonisch gemacht, wie im Falle von STRINE. Da kommen richtige Songs zustande, dass kann ich Euch sagen. Dazu ist die Produktion auch sehr gelungen, man hört alle Instrumente klar und deutlich und der Sound ist verdammt fett. Perfekt ist sie zwar noch nicht, ein Hochglanzprodukt ist es sicherlich nicht, aber das muss ja auch gar nicht sein. Fakt ist, dass STRINE eines der besten Hardcore-Produkte der letzten Zeit abgeliefert hat. (H.H.)

THE STRIPES - The Stripes

Wiederveröffentlichung: CD 1997 / Sony
Erstveröffentlichung: LP 1980 / Sony

THE STRIPES waren die erste Band, in der NENA gesungen und Platten veröffentlicht hat, auch der spätere NENA Drummer Rolf Brendel war hier schon dabei. Musikalisch darf man die Musik der STRIPES relativ eindeutig dem New Wave Genre zuordnen, allerdings in einer ziemlich poppigen Variante und nicht besonders vom Punk beeinflusst. Obwohl bei den Songs englische Texte benutzt wurden, klingt es vom Sound her schon ziemlich nach NDW, vielleicht mit leichtem Blondie-Touch, ab und zu, ganz selten, hat das sogar ein bißchen was von Siouxsie And The Banshees, auch wenn mich die Fans der Wave-Göttin dafür sicherlich steinigen wollen. Auch ein bißchen was von ganz früher Kim Wilde kann man wiederfinden. Größtenteils ist das richtige „Gute-Laune“-Musik und Songs wie „Stranger“ sind echt gut. Dennoch kommt das Album nie an die von mir so liebgewonnenen ersten drei NENA-Alben ran. New Wave mit poppigen, rockigen und skaigen Einflüssen, für die Zeit, in der das Album entstanden ist sicherlich nichts ungewöhnliches, aber durch NENAs unverwechselbare Stimme für Fans eigentlich unverzichtbar. (A.P.)

STROM - Nr.1


Erstveröffentlichung: CD 2004 / R.E.F.F. Records

Mal wieder eine Punk-Rock-Band aus Deutschland, genauer aus Berlin. Von da ist in den letzten rund 25 Jahren ja viel nette Musik gekommen. Nach einem 3-Track Demo und einem Haufen Liveauftritte seit 2002 legt die Band mit dem einprägsamen Bandnamen nun ihr erstes Album vor, das weitgehend selbst produziert wurde. Klar, den Punk-Rock neu erfinden tun die zwei Junx und ein Mädel nicht gerade, aber das ist heute wohl kaum noch möglich. Stattdessen haben sie ihre Lektionen zum Thema deutschsprachiger Punk-Rock (nicht unbedingt Deutsch-Punk) gelernt, beherrschen ihre Instrumente und schaffen es, ganz witzige, seltener auch anpolitisierte, Texte mit ohrwurmigen Melodien zu verbinden. Mich erinnert´s irgendwie an die vor einigen Jahren fast erfolgreichen Heiligen 3 Könige, dazu ein bisschen Ärzte, etwas neuere Normahl und auch Wizo haben ihr Erbe hinterlassen. Häufig klingt es eher rockig, als punkig, was aber durch Knallersongs wie „Ich Muss Weg“ ausgeglichen wird, das ist ein echter Hit und geht voll nach vorne los. Sehr schön auch das Stefan Kleinkrieg (Extrabreit)-Cover „Meine Schwarze Lederjacke“, sowie „Bitte geh“ mit ein paar Skaeinflüssen. Bei „Flying V“ sehe ich glatt all die Rucksackpunks in Bundeswehrparkas mit durch Sicherheitsnadeln befestigten Aufnähern, wild vor der Bühne pogen. Wie bei solchen Bands üblich, dürfte das alles live noch mehr Spaß machen. Aber auch auf CD (Vinyl wäre natürlich viel cooler!) geht das völlig okay und zeigt, dass auch in Zeiten, in denen deutsche Punkbands eher rar gesät sind, noch junge Leute zu Instrumenten greifen und den Sound am Leben erhalten. Zwar gehören STROM zu den kommerzielleren Vertretern des Stils (und der Hinweis „Outfit by X-Tra-X“ ist wirklich ernst gemeint???), aber es wäre wirklich ganz gut, wenn mal wieder eine Band wie damals Wizo alles ein bisschen aufmischen würden. Dazu bräuchte es nicht mal den Hinweis im Waschzettel auf die „Radio-Anspieltips“ (bei denen der beste Titel „Ich Muss Weg“ auch noch fehlt). Runde 33 Minuten für 9 Tracks sind dann auch ziemlich Punk-Rock-kompatibel und sorgen dafür, dass es nicht irgendwann langweilig wird. Daumen Hoch.

Ach ja, einen „Hidden Track“ für den sich die Band so sehr schämt, dass sie den Titel nicht aufs Cover schreibt, gibt es auch noch. Es handelt sich um eine Akustikgitarrenversion von „Leck Mich“ und man soll wohl denken, dass das spontan im Suff entstanden ist. Mag sein... ( (A.P.)

Webadresse der Band: www.strom-dieband.com

JIM STUDNICKI - The Second Day


Erstveröffentlichung: MC / Eigenproduktion

Ich bin nun nicht so ganz sicher, ob dieses Demotape nun von JIM STUDNICKI ist (das steht nämlich drauf), oder ob es sich um seine Band ANOMALY handelt (so scheint es laut Info zu sein). In jedem Falle handelt es sich aber auf diesem Drei-Track-Demo um perfekt produzierte, typisch amerikanische Rockmusik, die mich persönlich so gar nicht anspricht, klingt doch alles ein wenig zu glatt, zu kommerziell und zu ereignislos. Es ist halt schon viel zu oft dagewesen und wenn sich die Band nicht darum kümmert, mehr aus der Masse zu stechen, wird es wohl mit der Karriere nichts werden. (H.H.)

STUPID - That Faded Smile Of Yours


Erstveröffentlichung: CD 2004 / One Take

Die Band STUPID hat sich im Jahre 1996 gegründet und lange geprobt, bis das erste Demo fertig war und nun folgt das zweite Werk, eine wunderschon aussehende CD im Digi-Pack. Da freut man sich doch wirklich auf den Inhalt. Der ist auch nicht schlecht, doch bei dem Cover erwartet man ein bisschen mehr Melancholie. Stattdessen erwarten einen hier Indierock-Sounds, die ihr Fundament vielleicht irgendwo im Punk stehen haben, wie es das Info schreibt, aber diese Wurzeln sind offenbar nicht mehr vorhanden, jetzt hat man sich der Rockmusik zugewandt, aber dieser wunderbaren Schrammel-Indierock-Richtung. Dabei bekommt die Musik ihren unverwechselbaren Klang durch den etwas gequetscht klingenden Gesang von Dennis Fries, die Songs und der Bandsound ist zwar auch nicht schlecht und zeugt von Energie und Spielfreude, doch der große Aha-Effekt will sich nicht immer einstellen. Trotzdem weiß das Album zu gefallen und man kann es sich komplett durchhören, denn es gibt keinen Ausreißer dabei. Es gibt sehr rockige Momente, die schon krachig und schnell sind, aber es gibt auch ruhigere Momente, wie zum Beispiel beim gelungenen „Sweetheart Gone Sour“. Alles in allem, um mal eine typische Kritiker-Phrase zu benutzen, handelt es sich um ein rundes Album. (H.H.)

DIE STURMSCHäDEN - Revolution/Glasplatten


Erstveröffentlichung: 7 Inch 1990 / KM-Musik / Take Off

Leider sind DIE STURMSCHÄDEN heute ein wenig in Vergessenheit geraten, aber Anfang bis Mitte der 90er Jahre haben sie einige sehr schöne Platten veröffentlicht, die perfekt zwischen Gitarren-Wave und Wave-Punk einzuordnen waren.

Diese Single enthält zwei sehr schlichte, melancholische Songs mit Ohrwurmmelodien, irgendwo zwischen Fliehende Stürme, Blumen Des Bösen und Phillip Boa & The Voodooclub. „Revolution“ ist dabei englischsprachig und waviger, während „Glasplatten“ etwas härter und dunkler daher kommt und einen guten deutschen Text hat. Da fühlt man sich glatt ein bisschen an die frühen Marquee Moon und Konsorten erinnert.

Eine sehr schöne Single und ein kleines Sammlerstück für Freunde von deutschem Wave. (A.P.)

STUTTER - Authentic / Play Up!


Erstveröffentlichung: CD 1996/1997 / Fishcop / Schlottermotz

Über die Band STUTTER kann ich leider nicht viel berichten, man findet nichts über sie. Ich habe die einmal im Jahre 1997 (?) mal live gesehen im Hamburger Marx, wo sie Vorgruppe von AROMA GOLD waren. Dort verkündete die Sängerin, dass dies das Abschiedskonzert der Gruppe sei und wer wolle, könne nach dem Konzert noch die letzten Tonträger kaufen. Nachdem ich das Konzert vor fast leerer Halle (bzw. das Marx ist ja eigentlich nur ein Hällchen) gesehen hatte, konnte ich auch nicht anders, als mir die zwei CDs holen. Das war richtig netter Gitarrenpop, der ein bisschen an DIE WURZELSEPPS erinnert, allerdings ohne Spasstexte und die meisten Stücke sind ein gutes Stück kürzer als 3 Minuten. Ich vermute mal, dass STUTTER aus Hamburg kamen und mein absolutes Lieblingslied auf diesen zwei CDs ist „Play Up“, das ebenfalls nur 1:29 Min. läuft. Auch wenn die Band keine nennenswerte Show auf der Bühne gebracht hat, kann ich mich an den Auftritt noch gut erinnern, was daran liegt, dass er wirklich durchweg sympathisch war und Spass gemacht hat. Bleibt also nur zu sagen, dass ich Euch empfehlen kann, diese CDs zu kaufen, obwohl ich beim besten Willen nicht glaube, dass man sie noch irgendwo erstehen kann. (H.H.)



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