Y-LUK-O - Elektrizitätswerk


Erstveröffentlichung: CD / Final Dusk Records / Rough Trade

Y-LUK-O wurde im Jahr 2000 gegründet und hat seitdem bereits zwei Alben veröffentlicht, unter anderem in den USA getourt und mit verschiedenen bekannten Künstlern zusammen gearbeitet. Trotzdem ist der große Durchbruch bisher ausgeblieben. Dabei hebt sich die Band musikalisch durch ihren vielseitigen Electro qualitativ durchaus von vielen Mitbewerbern im Electro- und Dark Wave-Bereich ab. Ohne Scheuklappen wird hemmungslos in der elektronischen Musikgeschichte gewildert, von Synthie-Pop über EBM und Industrial bis hin zu Dark Electro, wobei ein gewisses 80s Feeling zumindest unterschwellig immer zu spüren ist. All das bietet das dritte Album „Elektrizitätswerk, das garantiert den einen oder anderen Clubhit abwerfen wird, zum Beispiel den Düster-Smasher „Ein Lied Von Der Freiheit“, den auch Front Line Assembly in ihren besten Zeiten nicht besser hinbekommen hätten. Klar, es gibt auch einige Songs, die sich an den so genannten Future-Pop anlehnen, aber am besten sind Y-LUK-O immer dann, wenn es düster und experimentell wird, „Bombing: Sierra“ ist so ein Kandidat, in dem zusätzlich auch mal eine Gitarre benutzt wird, ohne, dass es zu dem nervigen Electro-Metal-Crossover kommt, dessen schlimmste Auswüchse ja glücklicherweise vorbei zu sein scheinen.

Natürlich haben Y-LUK-O das Genre Electro nicht neu erfunden, das ist seit Kraftwerk wohl kaum einer Band gelungen, aber „Elektrizitätswerk“ ist ein mehr als solides Album geworden, das sich schon ein wenig von der Massenware abhebt, die täglich auf uns hereinstürzt und von den bekannten Grufti-Bravos kritiklos gepusht werden, weil die Labels teure Anzeigen schalten. Ich bin ziemlich sicher, dass die Gruppe mit dieser CD über die Clubeinsätze eine Menge neue Fans erreichen wird und die alten sowieso befriedigen kann. (A.P.)



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