Y-LUK-O - Kerion Clesi


Erstveröffentlichung: CD 2003 / Sonic-X

Hier ist das zweite Album von Y-LUK-O. Stilistisch haben es Yluko aus London und Leonardo von Leibnitz aus Deutschland wieder in elektronischer Manier krachen lassen. Immer noch würde ich ihre Musik als EBM bezeichnen, die Synthies bratzen teils richtig fett durch die Boxen, treibend und mitreißend ist der stampfende Groove. Dazu bleibt die Atmosphäre weiterhin eher dunkel und eletroid. Die Sounds sind mitunter sehr kratzig, tun weh, doch dann gibt es kleine, schmeichelnde Melodiechen zu hören, dann wieder garstig-schöne Sequencer-Töne und dann wird man wieder auf einem Synthesizer-Teppich davongetragen, doch im Endeffekt wird man immer wieder ausgeschüttet. Das Tempo dieses Albums ist eher als gemäßigt zu bezeichnen und die Gitarre kommt auch deutlich seltener zum Einsatz. Es ist Y-LUK-O offenbar egal, ob man ihre Stücke in irgendwelchen Discos zum Einsatz bringt (jedenfalls bei den meisten). Auch wenn die Rhythmen auf Tanzen programmiert sind, gibt es so viele Breaks und Abwechslungen, dass ein durchgängiges Schwingen des Tanzbeines kaum möglich ist. Dies sehe ich aber nicht als negativ an, sondern zeugt von dem kreativen Dickkopf, den das Duo ganz offenbar besitzt und was auch gut so ist. Der erste Track „Gefahrenfrau“ übrigens wurde von PATRICK CODENYS von FRONT 242 bearbeitet, „Wo bist du?“ von IN THE NURSERY und „S.K.E.S. Part 3“ von KIRLIAN CAMERA. (H.H.)



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