ROBERT ZIINO - Twilight Clones


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Eigenproduktion

ROBERT ZIINO war mir bisher als Musiker kein Begriff, aber er macht schon seit den 80er Jahren experimentelle Musik, die überwiegend elektronisch ist. Dabei hat er einen sehr eigenwilligen Stil erreicht, der zwischen lärmigen Ambient und rhythmischen Tribal-Sounds liegt und auch häufig Soundtrack-Charakter hat. Die Musik würde hervorragend zu manchem Derek Jarman-, David Cronenberg- oder auch David Lynch-Film („Eraserhead“) passen. Oder man stelle sich diese Sounds zu Filmen wie den japanischen „Tetsuo“-Teilen vor. Alle Tracks auf dieser selbst produzierten CD sind instrumental und erschließen sich in allen Feinheiten meist erst nach mehrmaligem Hören. Mit Sicherheit sind die einzelnen Titel aus Improvisationen entstanden und verbreiten irgendwie eine Atmosphäre von archaischem Horror, schwer beschreibbar, aber für Leute, die experimentelle, manchmal auch rituell-monotone Musik mit Avantgarde-Flair mögen, sicher ein echter Tipp.

ROBERT ZIINO arbeitet eng mit (seiner Frau?) MANDI ZIINO zusammen, die als Malerin (sehr interessante Arbeiten, die auf der oben genannten Website betrachtet werden können), Fotografin und Dichterin tätig ist.

Ich würde diese CD am ehesten als „spannend“ beschreiben, über alles weitere sollte sich jeder eine eigene Meinung bilden. (A.P.)



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