ZITA ROCK FESTIVAL 2009 - 13.06.2009 auf der Zitadelle Spandau


Erstveröffentlichung: Konzert/Veranstaltung 2009

Auf dem idyllischen Gelände der „Zitadelle Spandau“ nordöstlich der Spandauer Altstadt, direkt am Zusammenfluß von Spree und Havel, findet am 13. Juni das Zita Rock Festival statt. Die Zitadelle gehört zu den bedeutendsten und besterhaltensten Festungsbauten der Hochrenaissance und eignet sich daher als wunderbare Kulisse für sieben herausragende Künstler der Gothicrock bzw. Mittelalterszene.
Den diesjährigen Opener bilden die Berliner jungs der Mittelalterelektroniker von „Tanzwut“. 1999 in Berlin gegründet, ist sie das elektronisch verstärkte Alter Ego der Mittelalter-Barden von Corvus Corax, die Besetzung weicht aber inzwischen leicht voneinander ab. Die Idee, sich nicht mehr nur auf mittelalterlich anmutende Instrumente zu verlassen, kam Corvus Corax bereits 1996, es dauerte aber noch ein paar Jahre, bis schließlich das Projekt Tanzwut entstand. Der Name ist aus dem Mittelalter entlehnt: Als Mitte des 14. Jahrhunderts die Pest in Europa herrschte, wurde manchmal so lange ekstatisch getanzt, bis die Leute zusammenbrachen oder starben. Man hatte die Tanzwut, um Erschöpfung und Leid zu entkommen. Das gleichnamige Debütalbum Tanzwut wurde von Jon Caffery produziert, der bereits für Alben der Toten Hosen und Einstürzende Neubauten verantwortlich war. Manche Fans, die bei Corvus Corax vor allem die ausgefeilte akustische Instrumentalisierung schätzen, konnten sich mit dem Klang von Tanzwut jedoch nicht anfreunden. Dennoch fand Tanzwut viele Anhänger, was nicht zuletzt auch an den fulminanten Bühnenshows bei Liveauftritten liegt. Dabei spielt neben aufwendigen Outfits und Choreographien auch das Bandmitglied „Teufel“ eine Rolle, da er mit seinem kahlrasierten Schädel mit den zu Hörnern aufgestellten roten Haarbüscheln als optischer Mittelpunkt der Band dient. So schaffen es Tanzwut, auch in Mexiko große Hallen zu füllen.


Es ist kein Wunder, daß etliche Major Companys die Independent-Szene immer noch umschwirren wie Fliegen ein saftiges Stück Kuchen. Hier findet man noch Ideen, hier gibt es ein Potential, das man andernorts oftmals vergebens sucht. Und daß sich Kajal geschminkte Augen gut verkaufen lassen, zeigen die Charts deutlich. Auch die zweite Band des Abends „Zeraphine“ sahen sich mit verlockenden Angeboten der Industrieriesen konfrontiert. Der Plattenvertrag der Berliner Band war nach der Veröffentlichung ihres letzten und überaus erfolgreichen Albums Blind Camera ausgelaufen. Nun galt es zu entscheiden, welcher Weg für die Zukunft eingeschlagen werden soll. Ein Vertrag mit einem neuen Label? Major oder Independent? Weder noch! Das Quintett schlug einen anderen, einen viel konsequenteren und eigentlich auch äußerst charakteristischen Weg ein: Es gründete zusammen mit ihrem Produzenten Thommy Hein die Plattenfirma Phonyx. Nur so konnte gewährleistet werden, daß sich alle Ideen zu einhundert Prozent verwirklichen lassen. Und nur so konnte das neue Album Still ungestört die Qualität erlangen, die es letztendlich auszeichnet. „Verlass’ dich nicht auf tausend leere Worte“, heißt es in Niemand Kann Es Sehen. Natürlich steht dieser Satz dort in einem ganz bestimmten Kontext. Trotzdem hat er eine universelle Aussage. Sänger Sven Friedrich gehört zu den Menschen, die ein Album gerne durch intensives Hören vollständig erschließen. Das beinhaltet auch und vor allem die lyrische Ebene. Selbstverständlich gibt es Musik, die ohne Worte auskommt. Sobald jedoch gesungen wird, sollte die Stimme nicht nur ein Instrument, sondern auch ein Vehikel für Inhalte sein. Texte sind nicht nur Worthülsen oder verbale Platzpatronen – das wird heutzutage viel zu oft vergessen. Wie wichtig das zuerst geschriebene und schließlich gesungene Wort sein kann, beweisen Zeraphine. Die Formation gehört zum erlesenen Kreis der Musiker, die eben nicht nur wegen der Komposition, sondern gerade auf Grund der Inhalte geschätzt wird. Still ist, wie die drei Vorgänger auch, kein Konzeptalbum im klassischen Sinne. Es sind erneut sehr persönliche Beobachtungen Friedrichs, die das Wesen der Lyrics ausmachen. Seine Gedanken, seine Gefühle werden die Fans abermals hineinreißen in eine Welt voller Denkanstöße. Der Texter bewegt sich sicher und elegant über das verbale Parkett – unabhängig von der Mundart. Es wird dem aufmerksamen Beobachter nicht entgehen, daß dieses vierte Zeraphine-Album einen Titel trägt, der sowohl englisch als auch deutsch interpretiert werden kann, in beiden Sprachen jedoch dieselbe Bedeutung hat. Was zählt, sind die Emotionen, die transportiert werden. Und Gefühle sind und bleiben nun einmal international. Es gibt eine Passage auf diesem Album, die geradezu exemplarisch für ein neues, ein viel intensiveres Zusammenspiel bei Zeraphine ist: Nach ca. zweieinhalb Minuten fließt Gib Mir Dein Gift in ein instrumentales Intermezzo der schönsten Art. Hier scheinen die beiden Gitarren, der Baß und das Schlagzeug miteinander zu sprechen. Es werden Fragen gestellt und Antworten gegeben – nonverbal. Und erst, nachdem der Austausch beendet ist, die instrumentale Konversation zu ihrem Ziel geführt hat, „darf“ Sven Friedrich seine Stimme erhebt und ins Geschehen eingreifen. Dieses ausgeprägte und nachdrückliche Zusammenspiel aller beteiligten Instrumente ist das Markenzeichen von Still. Ganze 14 Tage haben die fünf Musiker in den Berliner Studios von Thommy Hein gejammt. Still ist keines dieser Alben, bei denen am Computer einzelne und separat eingespielte Spuren zu Liedern zusammengefügt wurden. Still entstand unter echten Live-Bedingungen. Das hört man nicht nur, man fühlt es regelrecht. Diese Platte hätte nur noch in einer Garage und nicht in den Räumen des Stammproduzenten aufgenommen werden müssen, um alle Klischees eines „echten“ Rock-Albums zu erfüllen. Still ist organisch. Die fünf Berliner standen sich gegenüber, konnten sich in die Augen sehen und aufeinander reagieren, als die 12 Tracks dieser CD aufgenommen wurden. Es hat sich mehr als ausgezahlt, daß die Band darauf verzichtete, sich – wie sonst üblich – auf einen Bauernhof im Spreewald zurückzuziehen, um dort hauptsächlich theoretisch am neuen Material zu arbeiten. Hier wurde ein neuer Weg eingeschlagen, dessen Ziel in einem rau produzierten, kantigen und authentischen Werk lag.
Zeraphine bewegen sich auch im Sommer 2006 zwischen ihren Wurzeln, die im Gothic-Rock liegen, und modernen Alternative-Sounds. Die Single mit den Songs Still und Inside Your Arms als Doppel-A-Seite zeigt, daß sich die Formation in den Clubs zwischen den ganz großen Namen des Genres behaupten kann. Statt seelenlos zu expandieren, hat sich diese Band auf sich selbst und die eigenen Stärken konzentriert. Zeraphine befinden sich am vorläufigen Gipfel ihrer Entwicklung. Das Songwriting, die Texte, der Gesang, die Produktion – alles trifft genau den Kern dessen, was diese Gruppe ausmacht. Still ist nicht nur das beste Zeraphine-Album bisher, es ist auch eine der schönsten und überzeugendsten Platten, die man im Jahr 2006 zu hören bekommen wird – von hier bis zum Rand der Welt!

Diary of Dreams sind als dritte Band des Abends live zurück, ganze 3 Jahre nach ""Nigredo"", einem Album, das weltweit Lobeshymnen erntete und sie mit 7 Titelstorys im Gepäck auf eine umfangreiche Welttournee schickte. ""Nekrolog 43"" ist nun der kryptische Titel des Nachfolgers, ihrem nunmehr 9. Studioalbum. Wie jedoch knüpft man an ein so erfolgreiches Album wie ""Nigredo"" an? Ganz einfach: Man versucht erst gar nicht das Erfolgsrezept zu kopieren, sondern setzt neue Maßstäbe, sich selbst und anderen. Während das neue Werk inhaltlich zwar dort anknüpft, wo wir mit ""MenschFeind"" im Dunklen zurück gelassen wurden, so zeigt sich die Musik des neuen Werks noch intensiver, tiefer und vor allem extrem abwechslungsreich, teils sehr ruhig und teils rhythmisch explosiv. Die Reise, die man in diesen 13 Stücken mit über 70 Minuten Spielzeit durchlebt, führt einen durch unbeschreibliche emotionale Höhen und Tiefen. Es ist eine dunkle und melancholische Welt, die wir hier entdecken und erleben, eine Welt, die fasziniert, aber auch schockiert. Unterstrichen wird dieser Eindruck zudem von der grafischen Gestaltung, die ja bereits bei ""MenschFeind"" und ""Nigredo"" für Furore sorgte. Die Liebe zum Detail war stets eine große Stärke dieser Band, und wie es scheint, ist dieser Anspruch zu einer neuen Perfektion gereift. ""Nekrolog 43"" ist sein eigenes Denkmal, denn es ist die imposante Fortführung einer Geschichte von scheinbar endloser Inspiration und Neuentdeckung. Diary of Dreams sind längst aus der Musikwelt nicht mehr wegzudenken, aber mit diesem neuen Werk untermauern sie einmal mehr, wo sie stehen.
Seit ihrem ersten Album Dhyani im Jahre 1991 sind die Jungs von PROJECT PITCHFORK – die vierte Band des Abends - die führenden Köpfe der elektronischen Alternative-Bewegung. Insgesamt 9 Alben gehen bereits auf das Konto der Band um Mastermind Peter Spilles, darunter CD-Legenden wie Chakra Red, Eon:Eon, Daimonion, Existence und die NUN-Trilogie, bestehend aus Inferno, View From A Throne und Trialog. Project PitchforkProject Pitchfork öffneten bereits 1994 die Türen der deutschen Media Control Charts für die Electro-Alternative Szene in Deutschland. Seitdem plazierten sich sämtliche Alben und zahlreiche Singles in diesen Charts, zum Teil sogar in den Top Ten (Daimonion Album). Zahlreiche TV Specials widmeten sich dem Phänomen Pitchfork, darunter ein 2Rock Special auf Viva, und ein Sonderkonzert für die WDR Rocknacht. ""Gesicht zeigen gegen Gewalt"" war das Motto eines MTV Festivals mit u.a. Project Pitchfork. Alle relevanten Szene-Festivals wurden bereits als Headliner bestritten, darunter beispielsweise das Mera Luna, Zillo, Woodstage, und Taubertal Festival. Aber auch auf Festivals wie Rock am Ring / Park, Bizarre, Highfield, Southside, etc. wußten Project Pitchfork schon zu begeistern - nachdem die Videoclips zu einigen Singles wochenlang auf Rotation bei Viva liefen, und wochenlang Platz 1 der deutschen Alternative Charts belegten. So wurden die Hamburger im Jahre 2001 die erfolgreichste deutsche Band - sowohl in den Album-, als auch in den Singlecharts der deutschen Alternative Charts. Für den zweitgrößten Musikpreis der Welt - den ECHO - wurden Pitchfork bereits zwei Mal nominiert: Zum einen in der Kategorie ""Best Videoclip national"", und zum anderen als ""Best Alternative Act national"" (im Jahre 2002).
Wenn ein Album so erfolgreich war wie „Wahrheit oder Pflicht“, das Platin erreichte, dann wird die Arbeit am Nachfolger eine undankbare Aufgabe. Die Erwartungshaltung wächst ins Unermeßliche. Doch OOMPH! haben sich nicht verrückt machen lassen. Vielmehr hat das bodenständige Trio zunächst sein eigenes Studio ausgebaut und sich dann in aller Ruhe ans Songwriting gemacht – so wie die anderen acht Male davor auch. „Der Erfolg kam so spät für uns, daß wir charakterstark genug sind, um damit entsprechend umzugehen“, konstatiert Dero. Laut Crap bestand die Gefahr ohnehin nicht, daß OOMPH! die Erfolgsformel des Vorgängers einfach nur wiederholen: „Wir können keine Songs nach einem Masterplan schreiben - selbst falls wir es wollten. Wenn wir drei zusammen komponieren, entwickelt sich eine Eigendynamik, die man nicht vorhersagen kann. Daher wissen wir vorher selber nie, welche Richtung unser nächstes Album einschlagen wird.“ Es trug den Titel „Glaube Liebe Tod“ und ist das mit Abstand abwechslungsreichste Werk des Trios. OOMPH! haben sich deutlich weiter entwickelt und ihr Spektrum um etliche neue Elemente bereichert. Beispielsweise sticht der dramatische Stampfer „Spiel mir das Lied vom Tod“ heraus, der auf dem legendären Mundharmonika-Thema des gleichnamigen Westerns basiert. Wir lassen uns gerne von Soundtracks inspirieren und sind schon seit vielen Jahren große Verehrer von Ennio Morricone“, verrät Flux. „Wir sind so stolz auf diesen Song, daß wir ihn unbedingt auf dem Album haben wollten. Völliges Neuland betritt die Band auch mit der morbiden Piano-Bombast-Ballade „Eine Frau spricht im Schlaf“, die nicht nur wegen Deros geheimnisvollem Flüstern extrem atmosphärisch ist. Die unverzerrten, sehnsüchtigen Gitarren in „Das letzte Streichholz“ sowie die düsteren Doom-Riffs in „Land in Sicht“ hat man in dieser Form ebenfalls noch nicht bei OOMPH! gehört. Nicht neu, aber dennoch überraschend ist die phasenweise Rückbesinnung auf die EBM-Anfänge des Trios in den frühen Neunzigern, die bei „Zuviel Liebe kann dich töten“, dem Limited-Edition-Bonustrack „Menschsein“ und der ersten Auskopplung „Gott ist ein Popstar“ deutlich wird. So beginnt die großartige Single mit Oldschool-Synthie-Sounds und Four-On-The-Floor-Beat, bevor sie zum Refrain hin zum veritablen Rocker mutiert. Abgesehen davon gibt es natürlich noch genügend Nummern, die die bisherige Linie weiterführen und mit hymnischen Hooklines, packenden Riff-Attacken, treibenden Beats und fantasievollen Sounds auftrumpfen. Dazu zählen vor allem der wunderschöne Ohrwurm „Träumst Du“ und der mächtige Metaller „Mein Schatz“, der anhand von Tolkiens „Herr der Ringe“ das Thema Macht behandelt. „Wir sind jetzt nicht ins Fantasy-Fach gewechselt“, beruhigt Dero. „Dieser Text ist keine Flucht aus dem, sondern eine Metapher für den Alltag.“ „Glaube Liebe Tod“ ist kein Konzeptalbum, aber als es fertig war, fiel der Band auf, daß sich fast alle Texte um diese drei zentralen Themen drehen – daher der Titel. Das Album danach - OOMPH! haben die schwierige Aufgabe mit Bravour gemeistert!

Gemeinsam mit Grant Stevens ( Songwriter des aus Funk und Fernsehen bekannten Holsten Bier Trailers „Everlasting Friends“) und dem Hit Produzenten Jose Alvarez-Brill (Wolfsheim, Witt, De/Vision ) legte der Graf im Jahr 1999 den Grundstein für den heimlichen Headliner des Abend : UNHEILIG. Die Single „Sage Ja“ erschien Ende des Jahres 1999. Die Single platzierte sich auf Anhieb über mehrere Wochen in den deutschen DAC Charts und wurde einer der deutschen Szene-Clubhits. Im Februar 2001 kam dann das langerwartete Debut Album „Phosphor"" in Europa auf den Markt. Hierauf überzeugt Unheilig durch eine facettenreiche Mischung aus tradionellem Electro und Rock gepaart mit der unglaublichen Stimme des Grafen. Hierauf folgte die zweite Auskopplung „Komm zu mir!“, die der ersten Single in nichts nachstand und ebenfalls fester Bestandteil in den Playlists der Club DJ´s wurde. Über die folgenden Monate gastierte die Band auf zahlreichen großen Festivals und Open Air Konzerten der deutschen Szenelandschaft ( Zillo Open Air, Wave Gothic Treffen Leipzig, Doomsday Festival, Woodstage Festival ) und zog sich anschließend zurück, um die Aufnahmen und Lieder für das Weihnachtsalbum „Frohes Fest“ und den zweiten Longplayer „Das zweite Gebot“ zu produzieren. Das zweite Album „Das zweite Gebot“ ( VÖ: 07. April 2003 ) ist eine erfolgreiche Weiterentwicklung des typischen Unheilig Musikstils. Auf diesem Album besticht der Graf durch zwölf, electro-rockige Songs, die manchmal tanzbar, manchmal balladesk und manchmal einfach nur rockig - gradlinig dem Hörer zu Ohren kommen. Dieses Album ist nach eigener Aussage des Grafen: „mein bisheriges Meisterwerk“ und konzeptionell, wie auch musikalisch verfolgt das Album eine klare Linie. Deutsche Texte mit der unverkennbaren tiefen und markerschütternden Stimme des Grafen, sowie dem Auftreten und der Ausstrahlung des Grafen machten UNHEILIG zu einem der charismatischsten Künstler in Deutschland. Egal ob man den „unheiligen“ Musikstil mag oder nicht, die Aura und der Eindruck dieser Stimme bleiben ! Das Album verpaßte den Chartentry nur denkbar knapp! Entgegen dem aktuellen Trend, Veröffentlichungen von Castingkünstlern oder „Deutschlands Superstar“ Produktionen ist dies ein Künstler, der nicht künstlich aufgesetzt produziert klingt. Unheilig sind von Anfang an den traditionellen Artist Development Weg gegangen und hat ihre Treue zu den Fans der Musikszene auf dem Album „Das zweite Gebot“ zum Ausdruck gebracht. Das Album erschien in einer limitierten Erstauflage inklusive einer 5-Track Bonus CD. Auf dieser Bonus CD ist die Promo Singleauskopplung „Maschine“, sowie zwei weitere Remixe und zwei bisher nicht auf Unheilig Veröffentlichungen erhältlichen Songs. Darunter ist eine Covernummer des Sisters of Mercy Klassikers „This Corrosion“. Der Album Longplayer beinhaltet zwölf neue Tracks und Hits wie „Krieg der Engel“, „Gib mir mehr“, „Schutzengel“ oder „Sternenschiff“. Ein Album gespickt mit Highlights. Im Februar 2003 stand die Band als Support für L´AME Immortelle auf der Bühne und hat in elf europäischen Städten Ihr Album „Das zweite Gebot“ vorgestellt. Auf Wunsch der Fans, die im Internet abstimmen konnten, wurde nach der Tour die 7- Track EP „Schutzengel“ inkl. 4 bisher unveröffentlichten Tracks veröffentlicht. Diverse weitere Liveauftritte folgten. Dabei stellte sich das „Mera Luna Festival“ in Hildesheim als nur ein Highlight unter vielen heraus. Im weiteren Verlauf des Jahres wurden Remixe für u.a. Absurd Minds und Terminal Choice produziert, und ein Song für das x-box Game „Project Gotham Racing 2“ erstellt. Parallel hierzu erfolgte die Produktion des neuen Albums „Zelluloid“.
Fast zeitgleich zur Veröffentlichung des neuen Albums „Zelluloid“ am 23.02.2004, startet am 27.02.2004 die Deutschlandtournee von Unheilig zusammen mit Terminal Choice. Sowohl das Album, als auch die Tournee wurden zu einem vollen Erfolg und steigerte den Bekanntheitsgrad der Band nochmals um ein vielfaches. Wieder verpaßte man die TOP 100 Chartplazierung nur denkbar knapp. Der große Erfolg von „Zelluloid“ und die begeisterten Rufen der Fans nach „mehr“ führte dazu, daß man sich wiederum zu einer von den Fans zu bestimmenden E.P.CD Veröffentlichung entschied. Die Wahl viel auf den Song „Freiheit“ und somit wurde am 18.10. 2004 die E.P.CD „Freiheit“ veröffentlicht. Auf drängen vieler Veranstalter wurde diese Veröffentlichung, wie bei „Schutzengel“ von einer Tournee begleitet. Die begeisternden Konzertabende mit Unheilig und das Verlangen der geneigten Hörer hat zur Folge, daß am 31.01.2005 die erste Unheilig Live CD erhältlich wurde. „Gastspiel“ heißt der Tonträger und ist als DoCD erhältlich. Wenig später wurde mit „KopfKino“ die erste DVD der Band veröffentlicht. Am 17.05.2005 war Veröffentlichungstermin der DVD die, mit Unterstützung von VIVA Plus, die den Videoclip „Freiheit“ regelmäßig spielten, zu einem vollen Erfolg wurde. Während des Sommers spielten Unheilig dann noch einige Open Air Festivals und begab sich erstmalig zu Konzerten ins fernere Ausland und spielte berauschende Konzerte in Rußland und Spanien.
Parallel dazu gingen die Arbeiten zum brandneuen Album „Moderne Zeiten“, das Anfang 2006 (Januar) veröffentlicht werden soll, in die finale Phase. 2006 – Ein ereignisreiches Jahr !
Direkt zu Beginn des Jahres wurde bekannt, daß der TV Privatsender PERMIERE den Song „Ich will alles“ für einige neue Trailer verwendet hat und somit kurz vor Veröffentlichung des Albums „Moderne Zeiten“ für zusätzliche Promotion sorgte. Am 20.01.2006 erblickte dann endlich das langersehnte Album „Moderne Zeiten“ das Licht der Welt und bescherte Unheilig endlich den lange erwarteten CHARTENTRY (# 76)! Die limitierte Erstauflage war schon im Vorverkauf ausverkauft! Im Februar & März folgte dann folgerichtig die erste Headlinertour „Goldene Zeiten Tour“ von Unheilig mit zahlreichen ausverkauften Häusern und restlos begeisterten Fans quer durch die Republik. Parallel zur Tournee wurde das traditionelle Single Fanvoting abgeschlossen, in dem sich die Fans, wie bei jedem Album, ihren persönlichen Lieblingssong auswählen durften. Die Wahl fiel auf „Astronaut“ und „Mein Stern“.
Demzufolge wurde am 09.06.2006 die limitierte E.P.CD „Astronaut“ veröffentlicht. Gespickt mit 8 Liedern, jeweils zwei Versionen der Titeltracks „Astronaut“ und „Mein Stern“, dem drittplazierten Lied „Ich Will Alles“ in einer Exklusiven Club Version und drei ganz neuen und bisher unveröffentlichten Liedern. Diese Veröffentlichung war schon nach kurzer Zeit ausverkauft und ist nicht mehr im Handel erhältlich. Im Juni wurde dann auch endlich die neue MySpace Site online gestellt, die der Band ein zusätzliches Portal bietet.
Den Sommer hindurch spielten Unheilig auf nahezu allen relevanten Festivals (MERA LUNA Festival, WESTSCHACHT Festival, AMPHI Festival, BATTLE OF METAL Festival, WGT Festival, NOVA ROCK Festival, etc.) und präsentierten sich mit viel Spielfreude einer immer größer werdenden Fangemeinde. Ein Highlight war sicherlich die Vorabpräsentation der anstehenden gemeinsamen Single „Ich will leben“ mit PROJECT PITCHFORK auf dem MERA LUNA Festival vor einer sichtlich staunenden Masse. Am 15.09.2006 war dann auch endlich Gelegenheit die neue Nummer in Kooperation mit PROJECT PITCHFORK im normalen Handel zu erstehen. „Ich will leben“ wurde veröffentlicht und katapultierte sich sofort in die Deutschen Alternative Charts auf Platz # 3! Jetzt warteten natürlich alle begeisterten Fans auf die Gelegenheit, diese Kooperation auch Live nochmals oder überhaupt sehen zu können. Sie sollten nicht lange warten müssen, denn Ende September bis Mitte Oktober gingen Unheilig dann zusammen mit PROJECT PITCHFORK auf die „Orkus Festival II Tour“, wo sie allabendlich diese Kooperation live zelebrierten. Wieder einmal waren die Konzerthallen restlos gefüllt. Kurz vor Beginn der Tournee sorgte Unheilig dann für eine weitere „kleine“ Sensation! Der Auftritt des Grafen auf dem TV Sender PRO 7 bei „Frank dem Weddingplaner“ führte dazu, das die Unheilig Homepage teilweise lahmgelegt wurde, da binnen kürzester Zeit tausende Zugriffe auf die Homepage getätigt wurden und man das Gästebuch „flutete“! Die dargebotene Präsentation der Lieder „Astronaut“ und „Mein Stern“ haben gezeigt, daß Unheilig durchaus in der Lage ist auch Massen zu bewegen.
Am 13.10.2006 gab es dann ein ganz besonderes „Dankeschön“ von Unheilig an die Fans. In einer streng limitierten Auflage von 3000 Stück wurde die Live Doppel-CD „Goldene Zeiten“ veröffentlicht, die schon im Vorverkauf ausverkauft war. Herzstück dieser Doppel-CD ist eines der Konzerte aus dem Frühjahr 2006 in atemberaubender Qualität, energiegeladen und mit begeistert mitgehenden Fans! Zudem gibt es auf dieser Doppel-CD einen unveröffentlichten neuen Song, einige Remixe von Goldenen Zeiten und einen neue Version von dem Duett mit PROJECT PITCHFORK „Ich will leben“! Als weiteres besonderes Bonbon für die Fans konnten diese dann an einem Gewinnspiel teilnehmen, dessen Hauptgewinn eine Reise zu einem Unheilig WEIHNACHTSKONZERT, inklusive Hotel für zwei Personen, Dinner, Meet & Greet mit dem Grafen und natürlich dem Besuch eines der Konzerte der jahresabschließenden „Weihnachtstournee“ sein sollte.
Die Weihnachtstournee stellte dann auch den gebührenden Abschluß des Jahres da und Unheilig konnten die Fans neuerlich mit einem Mix aus gewohnten Songs und Unheilig Klassikern, sowie Unheilig Weihnachtsliedern aus dem Album „Frohes Fest“ aus dem Jahre 2002 begeistern. Neuerlich konnten auf dieser Tour die Besucherzahlen der letzen beiden Tourneen des Jahres übertroffen werden und sorgten für einen wahrhaft „seeligen“ Jahresausklang.
Natürlich gibt es auch im dritten Jahr des Zita Rockfestivals die Gelegenheit zu Autogrammstunden, diese sind zeitlich so geplant:
14:30 " - 15:30 PROJECT PITCHFORK
15:30 - 17:30 UNHEILIG
17:30 - 18:30 OOMPH!
19:00 - 20:00 DIARY OF DREAMS
20:00 - 21:00 "ZERAPHINE
Zum Schluß noch ein paar allgemeine Festivalinformationen für Euch:
Im Umfeld der Zitadelle stehen ausreichend Parkplätze am Juliusturm, Zitadellenweg oder Falkenseer Platz zur Verfügung. Bitte orientiert Euch an den örtlichen Parkplatzausschilderungen. Beim Auftreten von Sicherheitsproblemen bitten wir Euch die Sicherheitskräfte umgehend anzusprechen. Bitte befolgt immer die Anweisungen des Sicherheitspersonals! Jeder Festivalbesucher haftet für den von ihm verursachten Schaden auf dem Festivalgelände, sowie dem Parkplatz!

Für medizinische Notfälle haben wir Sanitäter und Ärzte vor Ort im Einsatz. Bitte entnehmt den Standort der Sanitätsstation dem Geländeplan oder dem Programmheft!
Das Mitbringen von Tieren jeglicher Art ist auf dem gesamten Festivalgelände untersagt!
Auf dem Festivalgelände wird ein Podest für Rollstuhlfahrer eingerichtet!
WC`s für Rollstuhlfahrer stehen zur Verfügung! Bitte keine Festivaltickets bei Straßenhändlern kaufen, die Karten können gefälscht sein. Personen mit solchen Tickets erhalten keinen Eintritt zum Festivalgelände!
Auf unserem Festivalgelände gibt es ausreichend Dixi-Toiletten welche mehrmals zwischendurch gereinigt werden.
Das Mitnehmen von Speisen und alkoholischen Getränken auf das Festivalgelände ist untersagt. Wir gestatten jedem Festivalbesucher die Mitnahme von 0,5 l alkoholfreiem Getränk im Tetra Pack. Auf der großzügigen Händlermeile bekommt ihr ein vielfältiges Angebot an Speisen und Getränken zu kaufen. Folgende Kameratypen sind zulässig: Pocketkameras (digital + analog) sowie analoge + digitale Spiegelreflexkameras! Nicht gestattet sind Videokameras, sowie sämtliche Audiorecordinggeräte! Ton- und Videoaufnahmen sind grundsätzlich untersagt - Mißbrauch wird strafrechtlich verfolgt!
Es bleibt uns nur, euch einen wunderschönen Tag auf der Zitadelle zu wünschen und freuen uns, den einen oder anderen alten Freund begrüßen zu können! (Maximilian Nitzschke)



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