REPTILE YOUTH - Reptile Youth


Erstveröffentlichung: CD 2012 / hfn music

Kaum eine Band hat in den letzten zwei Jahren eine derart fanatische Fangemeinde hinter sich versammeln können wie das dänische Duo Mads Damsgaard Kristiansen und Esben Valloe a.k.a. Reptile Youth, die – wohlgemerkt ohne einen einzigen Tonträger veröffentlicht zu haben – mittlerweile zwei Mal um die Welt getourt sind und erst mit der Veröffentlichung ihrer 7“ „Speeddance“ in 2012 die komplette Energie, den kompletten Wahn ihrer gefeierten Live-Shows komprimiert kanalisieren konnten. Nun erscheint also das erste Album der beiden auf dem Hamburger Label hfn music, Heimat für so ebenso illustre wie gefeierte Acts wie Trentemöller, Darkness Falls oder Human Woman, und erst mit diesem zeigen Reptile Youth die gesamte Bandbreite ihrer Fähigkeiten. Vom Happy-Go-Lucky IndieElectro in „Morning Sun“ über den alles zerstörenden ElectroPunk von „Speeddance“, das zwischen Dubstep, Wave- und Industrialanleihen angesiedelte „Dead End“ mit seinen epischen Lyrics, der aktuellen Single „Shooting Up Sunshine“, dem Ohrwurmfaktor des schrägen, aber doch äußerst Pop-affinen „Be My Yoko Ono“, dem Funk-strotzenden „Heart Blood Beat“ bis hin zum reduziert instrumentierten, dafür um so eindringlicheren Sing-Along-Popsong „Flash In The Forest“, das seinen Platz im Daytime-Radio wohlverdient hätte – Reptile Youth verleihen jeder der genannten Varianten ihren ureigenen Touch ohne dabei beliebig zu wirken. Vielmehr begeistern sie mit ihrem Stilmix sowohl die Indiekids, rocken (No)Wave-Anhänger und sind eine der wenigen Bands, auf die sich auch ein Mainstream-orientiertes Publikum ohne lange Airplay-Gewöhnung und TV-Spot-Überdosis sofort einlassen kann, obwohl sich die Band nicht im Geringsten um die Regeln des gleichgeschalteten Major-Business schert. File under: Pop(NotPop) und eines der ganzen großen Alben des Jahres 2012. [baze.djunkiii]



[ ZURUECK ]