DER PLAN - The Sound Of Geri Reig


Erstveröffentlichung: LP 2012 / Kernkrach / Krach 024

Ein Traum der Kernkrach-Macher wurde wahr, wie mir mitgeteilt wurde: die Veröffentlichung von bisher unbekannten Aufnahmen aus dem Hause DER PLAN!
Nach langem Graben in den Archiven bei Atatak liegt nun eine ganze LP mit bisher ungehörten Aufnahmen von DER PLAN aus der Zeit der „Geri Reig“-LP vor, jener Platte, die wohl als einer der Inbegriffe eigenständiger deutscher Musik gelten darf. Und auch, wenn das Cover insgesamt 16 Songs von 6 Bands auflistet, dürfte klar sein, dass hinter all dem immer DER PLAN steckt, der Albumtitel „The Sound Of Geri Reig“ deutet das ja auch schon an. Verwirrung stiften gehört ja grundsätzlich zur Arbeit von DER PLAN. Und man kann ganz klar sagen, dass jeder, der „Geri Reig“ mag, hier ebenfalls zugreifen muss. Zu hören gibt es die typischen schrägen Klänge und Ideen, für die man den PLAN so liebt. Das ist verspielter Avantgardismus, das sind Soundskulpturen und Klangcollagen, die man nicht immer als Songs bezeichnen kann, die aber trotzdem merkwürdig eingängig sind und so wohl nur in der damaligen „alles ist möglich“-Zeit entstehen konnten. Heute würde ich eine derartig naive und neugierige Improvisation nur noch Kindern zutrauen, die kein Instrument gelernt haben und erstmals mit Klängen herumexperimentieren, ohne, dass Erzieher oder Eltern das in strukturierte Bahnen lenken. Positiv gemeint natürlich!
Ganz klar, diese Zusammenstellung bietet keine große Kunst, sondern eben nicht verwendetes Archivmaterial, aber es ist definitiv die perfekte Ergänzung zu „Geri Reig“.
Auch beim Cover hat man deswegen den Stil beibehalten und um sich den Traum einer PLAN-Platte im Programm zu erfüllen, hat Kernkrach sogar darauf verzichtet, eine Spezialverpackung zu basteln, wahrscheinlich auf Wunsch der Musiker. Die Auflage ist trotz verhältnismäßig hoher 500 Exemplare wahrscheinlich langfristig zu klein, so dass ein schnelles Zugreifen unbedingt notwendig ist, wenn man nicht in naher Zukunft hohe Sammlerpreise bezahlen möchte. Das fette, farbige Vinyl tut sein übriges, um eine nahezu perfekte Veröffentlichung zu vervollständigen. (A.P.)

Webadresse der Band: www.kernkrach.de


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