LOVE A - Irgendwie

Wiederveröffentlichung: LP 2013 / Rookie Records / Cargo Records-Flight 13
Erstveröffentlichung: CD 2013 / Rookie Records / Cargo Records-Flight 13

„Irgendwie“, das Debütalbum der Deutschen LOVE A war 2011 eines meiner liebsten Alben, bot es doch großartigen Gitarren-Post-Punk mit hervorragenden Texten. Schön, dass man auf das zweite Album „Irgendwie“ nicht zu lange warten musste, Wiederum bei Rookie Records liefert die Gruppe in weniger als 40 Minuten 13 Hits ab, die so klingen, als wenn Jens Rachut (Dackelblut und zahlreiche andere Bands) mit Musikern von den Fehlfarben (die Eingängigkeit) und Bloc Party (die hektischen Rhythmen) eine Platte aufgenommen hätte. Man sollte das nicht falsch verstehen, LOVE A klingen nicht wie eine Kopie dieser Bands, sondern setzen die Vorzüge von ihnen um, um eine eigene frische Rockmusik im besten Sinne zu schaffen. Dazu Texte, die eben von Rachut („Irgendwas an Dir erinnert mich an früher, als alles scheiße war, außer Dir…“), aber auch Peter Hein stammen könnten und überraschend 80er Jahre-mäßig erscheinen. Wenn man bedenkt, dass die Musiker noch jung sind, ist ihre kritische Einstellung gegen der alles beherrschenden Social-Media-Sache bemerkenswert, aber auch die heutige Selbstparodie alter Helden wie Andreas Frege kommentiert man. Die Musik ist wunderbar eingängig, irgendwo zwischen Punk, Gitarren-Wave und ein bisschen NDW und kommt (fast) ohne Synthies aus.
Anspieltipps sind auf jeden Fall „Windmühlen“ – wozu es auch ein tolles Video gibt – und „Valentinstag (In Husum)“, das man schon vorab kostenlos runterladen konnte.
An den musikalischen Wegbegleitern 1000 Robota und 206 zieht LOVE A mit „Irgendwie“ locker vorbei, The Robocop Kraus hat man längst hinter sich gelassen.
War „Eigentlich“ eines meiner Lieblingsalben 2011, so bin ich mir sicher, dass „Irgendwie“ das für 2013 sein wird. Ich brauche mehr! (A.P.)

Webadresse der Band: www.love-a.de


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