CHUCK BERRY - Rock´n Roll Music


Erstveröffentlichung: DVD / Icestorm Entertainment

CHUCK BERRY ist einer der Urväter des Rock´n Roll, der den Blues mit modernem Rock kreuzte und damit ein Fundement schaffte für den klassischen Rock´n Roll. Seine größten Hits sind „Johnny B, Goode“, „Sweet Little Sixteen“, „Roll Over Beethoven“ und „Back In The USA“, Songs, die jederman heute kennt, Songs, die ewig und drei Tage und auch heute noch von unzähligen Bands gecovert wurden. Diese DVD von Icestorm Entertainment präsentiert 11 Songs von einem uralten Konzert. Das Jahr ist mir leider nicht bekannt, aber es muss wirklich alt sein. Die DVD hat eine Lauflänge von 47 Minuten und enthält nicht nur die genannten Stücke, sondern noch einen Haufen weiterer Tracks aus seinem Repertoire, die man ausnahmslos kennt. Und nun wissen wir auch, woher Angus McYoung von AC/DC seinen berühmten Guitar-Walk hat: Von Chuck Berry. (H.H.)

CLASSIC OPEN AIR 2013 - Söhne Mannheims mit Filmorchester Babelsberg


Erstveröffentlichung: Konzert/Veranstaltung 2013

Classic Open Air 2013 – Die Söhne Mannheims 09.07.2013
Das Crossoverkonzert zum Abschluss


Am letzten Abend des Classic Open Airs ist es üblich, dass eine Gruppe der Populärmusik zusammen mit einem klassischen Orchester auftreten wird. Im Jahre 2013 waren dies die „Söhne Mannheims“ zusammen mit dem „Filmorchester Babelsberg“. Als sich vor 17 Jahren die Söhne Mannheims gründeten, war es nicht der Erfolgswille oder die Aussicht auf Chartplatzierungen, welche die Jungs antrieb, sondern schlicht die Freude an der Musik und der Möglichkeit einer Leidenschaft in der Gemeinschaft zu frönen. Ihre Texte polarisierten, was sicherlich auch an den unterschiedlichen Gesinnungen der Gruppenmitglieder lag. Was als „enfant terrible“ begann entwickelte sich zu einem erfolgreichen Musikerkollektiv mit Studio- und Livealben, welche für Bestsellergarantie stehen. Die Vielfältigkeit der Bandmitglieder und ihrer Backgrounds spiegelt sich innerhalb ihrer Musik wieder, was dazu führt, dass Stilmittel aus Klassik und Gospel mit R"n"B, Soul mit Pop und Hip Hop mit Electro vermischt werden. Das Programm des Abends wurde eine Mischung aus den größten Hits der Vergangenheit und Gegenwart, monumental verarbeitet und arrangiert vom Filmorchester Babelsberg. Eine Zusammenarbeit mit den Söhnen Mannheims besteht mit diesem renommierten Orchester bereits seit 2001, so dass beide Klangkörper aufeinander eingestimmt sein sollten.

Dennoch, das Filmorchester sollte eigentlich die Söhne Mannheims bei ihren eigenen Stücken unterstützen, war aber im Gegensatz zu den Sängern um einiges Monumentaler. Für Stimmung auf dem Gendarmenmarkt haben die Söhne zweifelsfrei gesorgt, was nicht zuletzt auch dem auffallend jungem Publikum verschuldet war, dass schlichtweg feiern und genießen wollte. Dennoch hoben sich viele der Songs im Programm nicht unbedingt aus der üblichen Mainstream – Masse der aktuellen Popmusik heraus. Nicht selten wurden sogar emotionale Textstellen so stark verrappt, dass sie schlicht bis zur Unkenntlichkeit vernuschelt wurden oder zu leise beim Publikum ankamen.
Gegen das Orchester kamen die Söhne nur allein durch ihre Gesangskraft leider nicht an, vielmehr bildeten sie eine Facette im Klangkörper des Filmorchester. Ich vermute sehr stark, dass war eigentlich anders geplant, und wäre sicher durch geschickte Tonsteuerung auch möglich gewesen auszugleichen. Da half der Versuch nichts, dass Publikum aufzufordern, doch besser auf die Gefühle zuhören, dann kämen diese auch an. Ich hätte erwartet, dass die Söhne Mannheims dies mühelos selbst schaffen Gefühle zu transportieren und für emotionale Momente auf dem Platz zu sorgen! Denn das die Söhne Mannheims sehr wohl gegen das Orchester ankommen und emotional tief gehend sein können bewiesen sie mit den letzten beiden Songs, ironischerweise den Zugabeliedern, unter anderem „Wenn ein Lied“. Hier wurde die Bühne gerockt, und der Gendarmenmarkt zum Tanzsaal erhoben, kaum einer den es auf den Stühlen hielt!
Schade nur, dass dieser Beweis ihres Könnens zum Ende erst kommen musste!




(Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.classicopenair.de

DEMONCAST - Livewire


Erstveröffentlichung: CD 2013 / Danse Macabre

DEMONCAST – LIVEWIRE
(VÖ: 22.02.2013 Danse Macabre Records)

Mit Demoncast erreichte unsere Redaktion ein Industrial Rock Projekt aus Tel Aviv. Verantwortlich für die Lyrics, Vocals und Gesamtproduktion zeichnet sich Pytl und Ariel für Vocals und Teile der Lyrics. Beide verstehen das Projekt als eine Weiterentwicklung des Sounds von Pytl, der sich irgendwo zwischen Bands wie Nine Inch Nails und Skinny Puppy bewegt. Ptyl besitzt genug Industrial Background, in Europa kamen bereits 3 Alben von ihm heraus, dass er das Rüstzeug einbringen kann für das 5 Track Album „Livewire“. Ariel Aviad ist in der israelischen Rockszene sehr bekannt, und machte sich vor allem als Sängerin und Songschreiberin einen Namen.
Während eines nächtlichen Meetings bei dem Pytl über ein neues Line-Up für seine Shows nachdachte, entstand die Idee des gemeinsamen Duos.

Somit entstanden aus diesem Duo heraus mit Livewire fünf aggressive Industrial Nummern, welche durch den Wechselgesang beider Künstler besonders stark in den Gehörgängen hängen bleiben. Begierde und Leidenschaft, wie in „Poseidons Curse“ Angst wie etwa in „crack“ , und Elemente des Wahnsinns „bad intel“ finden sich in den wenigen Stücken wieder und das in einer so in sich stimmigen Form, dass der Hörer kaum glaubt dem Album nur knappe achtundzwanzig Minuten beigewohnt zu haben. Für mich stellt Demoncast eine interessante Entdeckung dar, welche zeigt, dass Industrial-Rock auch aus dafür bislang noch unbekannteren Gebieten entspringen kann.



(Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.dansemacabre.de

SHADOW IMAGE - Kiss the Ashes


Erstveröffentlichung: CD 2013 / Danse Macabre

Shadow Image – Kiss the Ashes
(VÖ: 24.05.2013 Danse Macabre)


Wer bisher dachte, die Zeit der amerikanischen Gothicbands im Stil der Achtzigerjahre sei überholt, der irrt sich, denn mit Shadow Image und dem ersten Album „Kiss the Ashes“ kehrt eine herrlich melancholische Düsternis zurück ins heimische Wohnzimmer, welche sich musikalisch irgendwo zwischen Type of Negative und The Sister of Mercy bewegt. Nun wärees leicht gewesen, diesen Stil zu kopieren, was aber keineswegs im Sinne der frischen Deathrocker gewesen wäre.Vielmehr setzen sie auf eigenständige Ideen und ließen ganze elf eingängige, gefühlvolle Songs mit viel Melodik entstehen. Harly Mace, Sänger und Texter der Band, besitzt eine intensive Grabesstimme und lässt für den Hörer ganze Bilder im Kopf entstehen nur allen durch seine Gesangstechnik. Musikalisch verbinden Shadow Image Elemente aus Gothic, Deathrock und Post-Punk mit teilweise klassischen Pianopassagen, so dass eine klare Zuordnung weder gelingt, noch sinnvoll ist.

Mit der Hilfe des Studio Schlagzeugers Axel Baskel schrieb Harly Mace 2012 eine drei Songs umfassende EP, welche ihm bereits weltweite Beachtung einbrachte. Als Partnerin kam die junge Keyboarderin Mandy Monster hinzu, und so wurde letztlich das deutsche Label „Danse Macabre“ auf die beiden aufmerksam. Nachdem seither ein Plattenvertrag besteht, konnte im Mai diesen Jahres auch „Kiss the Ashes“ als vollständiges Album vorgestellt werden. Schnell waren sich die Fans weltweit einig, dass man hier eine Band aufgetan hat, welche durch ihren eigenen Sound und ihre Eingängigkeit ein Stück Nostalgie der Achtziger perfekt in neuartigem Gewand gepackt hat, und sich ein hineinhören sehr lohnt.
(Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: https://www.facebook.com/ShadowImageband?fref=ts

EMILIE AUTUMN - Interview zu Fight Like A Girl




Interview mit Emilie Autumn am 30.08.2013 im Heimathafen Neukölln im Zuge der „Fight Like A Girl Tour“

BA: Sei ganz herzlich in Berlin gegrüßt, ich freue mich sehr dich nach längerer Zeit wieder zu sehen. Zwischen Opheliac und nun Fight like a Girl ist für deine Fans sehr viel Zeit vergangen, wenngleich du natürlich deinen Roman geschrieben hast, dennoch wie kommt diese lange Zeit?

Emilie Autumn: Vielen Dank für die lieben Worte. Nun zwischen Opheliac und Fight like a Girl ist Zeit vergangen, dass ist schon richtig, aber ich empfinde diese Zeitspanne als richtig. Was man von außen sicherlich nicht so sehen kann ist, dass viele der Geschichten, die wir nun mit dem neuen Album erzählen erst in den Jahren zwischen Opheliac und jetzt entstanden sind, da ein neuer Abschnitt in der Geschichte erreicht ist. Es hatte nach Opheliac sehr viel Zeit gebraucht am Buch zu schreiben, welches gewissermaßen auch unser Dreh und Angelpunkt der Asylum-Welt bildet. Insofern ist Fight Like a Girl aufgebaut aus Buchkapiteln, und beleuchtet die Entwicklung vom Opfer – von dem noch Opheliac spricht- hin zum Kämpfer. Ich denke es wäre zu früh gewesen, wenn dieser Entwicklungsschritt von uns schon sagen wir 1 ½ Jahre nach Opheliac erschienen wäre, denn dann wäre das Album nur als ein weiteres von mir wahrgenommen worden. Da es aber einen neuen Abschnitt zeigen soll, hat es die Zeit zur Entwicklung auch gebraucht. Letztlich hat jedes Album auch autobiographische Züge, thematisiert mich und meine Welt, und die Geschichten um das Asylum mussten in mir bzw. mit mir auch erst entstehen. Das gute ist, dass ich durch mein eigenes Plattenlabel nicht verpflichtet bin, in der oder der Zeit ein neues Album zu präsentieren. Der Mensch dafür bin ich einfach nicht, alles braucht seine Entstehungszeit!

BA: Deine Bühnenshows sind immer sehr ufwändig, erinnern stark an ein Musical, fantasievoll und auch unheimlich zugleich. Wie lange brauchst Du bis solch eine Show wie die heutige geplant ist?

Emilie Autumn: Das so viel auf der Bühne passiert, ist eigentlich eine Illusion beim Zuschauer, ausgelöst durch unsere aufwändigen Kostüme und die Aufbauten. Die Show an sich ist in der Produktion gar nicht so teuer, da ist das verschiffen der Dinge aus Kalifornien teilweise das teure. Das eigentlich lange in der Vorbereitung war das Buch zu schreiben, was uns gewissermaßen als Drehbuch für die Bühnenshow dient. Somit wissen wir ganz genau, was auf der Bühne passieren muss und bringen uns dementsprechend mit unseren Charakteren dann ein. Das Gesamtkonzept der Show mag dabei durchaus an Musical erinnern, was daran liegt, dass wir gern mit Opulenz und Visualität arbeiten.



BA: Wenn man sich eurer Video zu „Fight Like a Girl“ ansieht, so scheint „die Anstalt“ ein sehr gefährlicher und zugleich auch sicherer Ort zu sein für die Mädchen, kann man das so sagen?

Emilie Autumn: Ja das ist absolut richtig beobachtet! Die Anstalt ist ein gefährlicher Ort aber auch ein sicherer geschützter Raum. Zu Beginn des Videos siehst du uns ja sehr roh, mit wilden Haaren und wenig glamourös. Die Wärter gehen nicht gerade zimperlich mit uns Heiminsassinnen um, aber kaum sind wir auf der Bühne und in Kostüm, erobern wir die Bühne und kämpfen dort unseren Kampf aus. Die Frage die wir aufwerfen wollen ist, wie viel von dem ist real, was basiert auf Fantasie. Wir bewegen uns zwischen der Anstalt als Insassen und der Bühne als Ort der Freiheit, und fallen doch wieder in die Anstaltsräume zurück. Ist also alles nur Teil einer Show? Diese Ambivalenz in mir, in den Texten und nicht zuletzt im Buch spiegelt sich hier wieder.

BA: Für viele deiner Fans wurdest du im Laufe der Jahre durch deine fantasievollen Kostüme zu einer Stil-Ikone, ist das etwas was du selbst wahrnimmst? Ich selbst denke hierbei an den ersten Auftritt vonn dir zum WGT vor etlichen Jahren, bis dato gab es solch einen bunten Farbenklecks in der Gothicwelt nicht, und da warst du plötzlich!

Emilie Autumn: Danke dir, das ist schön zu erfahren, dass man doch prägend war durch sich selbst. Zum WGT das war mein erster Auftritt in Europa überhaupt, als ich gerade dabei war, meinen Stil zu erschaffen und zu finden. Zu Beginn trug ich oft das Korsett in weiß-rote Streifenoptik mit dem blutenden Herzen. Viele meiner Fans haben meine Kostüme in den letzten Jahren kopiert und sich inspirieren lassen. Ich entdecke nunmehr aber, und das freut mich, dass die Inspiration dazu führte, dass sich viele eigene Kostüme überlegen und neue Stile vermischen. Das ist letztlich auch mein Anliegen, sich selbst zu entdecken und eigene Symbole für sich selbst zu erdenken. Das macht mich stolz, hier dem einen oder anderen den Mut gegeben zu haben, sich selbst auszuprobieren!

BA: Hab sehr lieben Dank für deine Zeit, es war mir eine Freude. Wir sehen uns nachher in deiner Show!

Emilie Autumn: Ich danke dir und freue mich auf den späteren Abend, grüße an Alle da Draußen! (Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.emilieautumn.com

SALTATIO MORTIS - Manufactum III


Erstveröffentlichung: Doppel-CD 2013 / Napalm Records

Saltatio Mortis – Manufactum III
(VÖ: 05.04.2013 Napalm Records)

Nachdem ihr nunmehr sechstes Studioalbum „Sturm aufs Paradies“ im wahrsten Sinne die Media Control Charts auf Platz 3 erstürmte, haben sich die Spielmänner nun mit einem Akustikalbum bewiesen, dass sie trotz aller Rockshows noch immer echte Mittelaltermarktmusik beherrschen. Den nötigen Anlass zur Veröffentlichung von „Manufactum III“ bot die große Geburtstagsfeier von Gisbert Hiller, einem langjährigen Freund der Band und Veranstalter des Phantasie Spectaculums- welches 20jähriges Jubiläum in der Dortmunder Westfalenhalle feiern durfte.
Mit ihrem Silberling „Manufactum III – Live auf dem Mittelaltermarkt“ erklingt für den Hörer ein perfekter Sound und authentische Marktatmosphäre. Gekonnt wird gezeigt, wie sie unplugged und mit historischer Musik die Massen begeistern können. Marktmusik gehört vor Publikum und so hört man immer wieder einmal den 8000 Kehlen starken Fanchor des Hamburger Spectaculums, in dem dieses Konzert aufgenommen wurde.
Durch charmante Anmoderationen, die oftmals mit mindestens einem zwinkern zu betrachten sind, wird eingeladen zum russischen Tanzabend mit Alea oder von der letzten Depression gesprochen.
Das erheitert ungemein und zeigt den Spaß der Jungs an ihrer Musik und die Nähe zu ihren Fans, die sie immer wieder einbeziehen und zum mitsingen animieren. Damit auch Fans der Rock-Linie der Band nicht zu kurz kommen, gibt es akustische Versionen auch von neueren Stücken des Rock-Repertoires, wie etwa „Der letzte Spielmann“, „Salome“, „Nach Jahr und Tag“ „Fiat Lux“ und nicht zuletzt „Eulenspiegel“

Für mich stellt Manufactum III erneut ein gelungenes Zeugnis dar, dass Saltatio Mortis mittlerweile ganz oben mitmischen in den Bands, die durch Spielfreude und musikalisches Können, die Menschen nicht nur durch Mittelalterrock sondern auch durch Dudelsack, Drehleier, Bouzuki und historische Saiteninstrumente zu begeistern wissen!
(Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.saltatio-mortis.com

SALTATIO MORTIS - Wachstum über alles


Erstveröffentlichung: Mini-CD 2013 / Napalm Records

Saltatio Mortis – Wachstum über alles
(Single VÖ: 12.07.2013 Napalm Records)

Soeben landeten Saltatio Mortis mit „Manufactum III“ auf Platz 16 der deutschen Albumcharts, da machen sich die Spielmänner auch schon daran, ihr neues Rockalbum „Das schwarze Einmaleins“ im August auf den Markt zu bringen. Bevor dies der Fall ist, überbrücken Saltatio Mortis mit der Single „Wachstum über alles“ die Wartezeit. Kaum einmal habe ich, obwohl die Spielmänner schon oft provokant waren, eine Kritik in so scharfen Worten von Ihnen gehört. Mit scharfen Worten kritisieren Sie das außer Kontrolle geratene Verlangen nach immer mehr Wachstum und Profitgier.
Musikalisch unter den Text gelegt, erklingt mit Dudelsäcken eingespielt u.a. die deutsche Nationalhymne. Zynisch, anklagend, und mit dem Daumen kräftig in jede Wunde fassend, die es gerade nur geben kann, provozieren Saltatio Mortis und liefern ein grandioses Statement ab.
Neben dem Titeltrack, einem exklusiven non Album Song und einer Piano Version der Single, geben sich auch Subway to Sally, Omnia und Das Niveau die Ehre und steuerten jeweils einen Remix mit dazu.
Für das Artwork zeichnet sich Matt Dixon verantwortlich, welcher unter anderem für Blizzard Entertainment arbeitet, oder für Harry Potter und Pirates of the Caribbean zeichnen durfte.

Nachdem die Single Vorbote des Albums „Das schwarze Einmaleins“ ist, bin ich sehr gespannt, wie provokant dieses wohl insgesamt ausfallen wird!
(Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.saltatio-mortis.com

SALTATIO MORTIS - Das schwarze Einmaleins


Erstveröffentlichung: CD 2013 / Napalm Records

Saltatio Mortis – Das schwarze Einmaleins
(16.08.2013 Napalm Records)


Seit dem 16. August steht der logische nächste Entwicklungsschritt der Mittelalter-Rocker Saltatio Mortis in den Läden, und zeigt in den dreizehn Stücken eine Band auf dem Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens. Dem Zuhörer wird ein mitreißendes Album mit dem Titel „Das schwarze Einmaleins“ präsentiert, welches durch Rockgitarren, Dudelsackmelodien und nicht zuletzt eingängigen Refrains zu überzeugen weiß. Alea der Bescheidene setzt die textlichen Emotionen mit seiner charismatischen Stimme gekonnt um, und schreit dem Hörer zuweilen seine Statements auch um die Ohren, wenn es denn Not tut. Dies trägt dazu bei, dass man ihn einmal verletzlich, mal angriffslustig und im nächsten Stück gefühlvoll erlebt.
Textlich enthält „Das schwarze Einmaleins“ auch in Teilen die Provokation und Kritik, welche sich mit der Single „Wachstum über alles“ schon ankündigte. Lasterbalks Texte sind provokant, kritisch und zugleich tiefgründig dabei. So prangert er in „Wachstum über alles“ das außer Kontrolle geratene Verlangen nach Wachstum und Profit an. Auch im Eingangssong „Früher war alles besser“ steckt Kritik am Glauben, dass nur dem Gestern eine goldene Zeit innewohnen würde, anstatt aus dem Heute ein Ereignis zu machen. Auch der dritte Titel „Krieg kennt keine Sieger“ spricht eine mehr als deutliche Sprache und zeigt einmal mehr, wie meisterhaft es Saltatio Mortis verstehen, mittels mittelalterlicher Melodien die Moderne einzufangen. Das Saltatio Mortis meisterhaft Geschichten erzählen können, beweist „Der Kuss“ und die gefühlvolle Ballade „Sandmann“.
Druckvoll erzählt „Satans Fall“ tiefgründig die Geschichte des ersten Engels und den Fall Luzifers, den Refrain singt man unweigerlich mit. Mit Selbstironie gespickt ist „Idol“, wie sehen Fans ihren Star, und wie ist er eigentlich wirklich?

Für mich hat sich die Zusammenarbeit mit Thomas Heimann – Tosien ebenfalls ausgezahlt, denn der Sound der Band wurde erheblich gesteigert zum Vorgänger „Sturm aufs Paradies“ und präsentiert die neuen Stücke glasklar und druckvoll. Letztlich müssen es die Fans entscheiden, aber für mich persönlich ist „Das schwarze Einmaleins“ ein Zeugnis dafür, dass Saltatio Mortis die Königsklasse erreicht haben und möglicherweise ihr ausgefeiltestes Album ihrer bisherigen Geschichte abgeliefert haben!

(Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.saltatio-mortis.com

PYRONALE - World Championat 2013


Erstveröffentlichung: Konzert/Veranstaltung 2013

PYRONALE 2013 – Feuerwerk World Championat Berlin
06.September- 07.September 2013 auf dem Berliner Maifeld/Olympiastadion

Auch in diesem Jahr wird der Nachthimmel über dem Berliner Olympiastadion wieder von farbenprächtigsten Feuerwerken der weltbesten Pyrotechniker erleuchtet werden. Der Grund hierfür ist der goldene Pyronale – Pokal, der in der Feuerwerker-Szene als eine aussagekräftige Referenz gilt. Am 06.09 und 07.09.2013 treten sechs internationale Pyro-Teams in den Wettstreit um eben jene Trophäe. Am ersten Abend dürfen wir Mirnovec Pirotehnika aus Kroatien, JoHo Pyro aus Finnland und die Gewinner des letzten Jahres und somit Titelverteidiger Surex aus Polen in Berlin begrüßen. Vor zwanzig Jahren fasste das Unternehmen Mirnovec Pirotehnika Fuß auf dem Pyrotechnik Markt und ist mittlerweile einer der größten Produzenten von Pyrotechnik in Europa. Neben dem Export ihrer Produkte in osteuropäische und arabische Länder haben sich die Kroaten vor allem dadurch weltweit einen Namen gemacht, dass berühmte Künstler wie David Bowie oder Richard Gere begleitet von ihren Spezialeffekten aufgetreten bzw. gefilmt wurden. Surex aus Polen sind seit 1989 ein Familienbetrieb. Anfangs auf Import von Feuerwerkskörpern spezialisiert, verlagerte der Betrieb erst 1995 seinen Schwerpunkt auf professionelle Pyrotechnik und Lasershows. Mittlerweile ist „Surex“ ein internationales „Schwergewicht“ der Pyrotechnik und kann diverse Events und Auszeichnungen als Referenz vorweisen. Das finnische Unternehmen JoHo Pyro wurde 2004 von Johan Holländer gegründet und ist vor allem bei Pyro – Musikshows, zahlreichen Festivals und Sportveranstaltungen vertreten. 2011 belegten sie den zweiten Platz der Pyronale und wollen zwei Jahre später gegen ihre Kontrahenten die begehrte Siegestrophäe holen.

Am zweiten Abend werden die Teams Dragon Fireworks von den Philippinen, Kanellopous Fireworks aus Griechenland sowie Pirotecnia Zaragozana aus Spanien die Jury und das Publikum von ihrem Können überzeugen müssen. Das philippinische Unternehmen besteht seit 1992 und entwickelte sich schnell zum größten Feuerwerksartikelhersteller auf den Philippinen So gestalten sie heute Feuerwerke für ca. 1 Millionen Menschen in ihrem Heimatland. Kanellopous Fireworks wurden 1986 gegründet und ist einer der größten Erzeuger und Exporteure für Pyrotechnik in Griechenland. Im Jahre 2010 gewannen die Griechen auf der Pyronale den 3. Platz, so dass das Publikum gespannt sein darf, welchen Akzent sie in diesem Jahr setzen werden um den 1. Platz zu erreichen. Das Team mit der ältesten Tradition ist das spanische, denn die Firmengründung geht auf das Jahr 1860 zurück. Pirotecnia Zaragozana stehen für die Verbindung von Tradition und Fortschritt und auch hier kann man gespannt sein, ob sie zu den zahlreichen Auszeichnungen auch den Pyronale Pokal hinzufügen können.

Die Teams erhalten Vorgaben und ein Finanzbudget. Die kreative pyrotechnische Gesamtkomposition muss dabei folgende Punkte beinhalten:
Der Pflichtteil besteht aus zwei Teilen, wo bei der 1. Teil ca. 1 Minute Feuerwerk ohne musikalische Begleitung in der Farbvorgabe Lila-Gelb darstellt, ehe der 2. Teil aus ca. 4 Minuten Feuerwerk mit einer Musikvorgabe ist, welche für alle Teilnehmerteams gilt. Im Jahre 2013 ist dies ein Medley aus Johann Strauss „An der schönen blauen Donau“ und Jacques Offenbachs „Can Can“ aus der Oper „Orpheus in der Unterwelt“.
Im Anschluss folgt eine zehnminütige Kür zu einer selbst gewählten Musik unter dem Motto „My Country“.

In die Bewertung gehen Kreativität, Vielfalt von Farben und Effekten, die Synchronisation zur Musik sowie die künstlerische und technische Ausführung mit ein. Hierbei kann es auch Abzüge geben, wenn die Wettbewerbsbestimmungen nicht eingehalten werden. Der Einsatz von „Blitzknalleffekten“ ist strikt verboten.

Einlass auf das Maifeld erfolgt an beiden Abenden um 18:30 Uhr, wobei der Wettbewerbsbeginn um 20.45 Uhr angesetzt ist.









(Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.pyronale.de

EMILIE AUTUMN - Fight like a Girl Live 2013


Erstveröffentlichung: Konzert/Veranstaltung 2013

Konzertkritik zu Emilie Autumn „Fight like a Girl“ World Tour 2013 Freitag 30.August 2013 Heimathafen Neukölln Berlin (D) Ich war sehr gespannt auf die neue Show von Emilie Autumn in diesem Jahr, gerade auch weil ich sie seit 2008 nicht mehr live erlebt hatte und wurde am Ende mit einer phantasievollen Show zwischen Glamour, Burlesque und Horror belohnt. Eines sei vorweg gesagt, diese Show von Emilie gleicht in keinster Weise der „Opheliac – Tour“, da sie bunter, schriller und auch gruseliger ist und im Ablauf eher an ein Musical, denn ein klassisches Konzert erinnert. Das Drehbuch bildet dafür Emilies Buch „The Asylum for Wayward Victorian Girls“ und damit natürlich ihr aktuelles Album „Fight Like a Girl“ - gewissermaßen dem Soundtrack zum Buch. Sämtliche Kostüme und auch die Bühne selbst entwarf Emilie selbst, um möglichst jeden Aspekt des Asylums für den Zuschauer repräsentativ zu bekommen. Im Laufe der Show schlüpfen Emilie und The Bloody Crumpets in etliche unterschiedliche Outfits,welche mal glamourös, mal burlesk und mal zerbrechlich zart wirken. Die Bühnengestaltung dominiert ein überdimensionales Eingangstor über dem eine Uhr thront, der Eingang hinein in die Anstalt. Rund um diese „Spielwiese“ entfacht sich das Emotionsfeuerwerk von Emilie Autumns eigentümlicher Welt. Kämpferisch zeigen sich die drei Damen zu „Fight like a Girl“ und stoßen gemeinsam die Eingangspforte auf, um das Publikum willkommen zu heißen. Das diese Welt nicht gerade männerfreundlich ist, wurde ja bereits mit „Opheliac“ klar, dennoch unterstreichen es die Mädels nun deutlicher.

Ebenso aggressivv bleibt es mit „Time for Tea“. Erst als die Bloody Crumpets ihrer Mitinsassin den Kampfhelm und damit den Glamour nehmen, fällt diese Kunstfigur in sich zusammen, und im Publikum kann die Frage aufkommen, was passiert, wenn das Bühnenlicht aufhört und die Mädchen wieder zurück in ihren Zellenzimmern sind? Emilie zeigt sich zart und zerbrechlich, ehe „Take the Pill“ wieder vom verstörenden Anstaltsalltag erzählt. Die Texte triefen vor Sarkasmus und sind zum Teil sehr nachdenklich, was daran liegen mag, dass die Autorin selbst so ambivalent ist, und schließlich diese Welt aus ihrem Kopf entstanden ist. Was der Zuschauer vermissen mag ist, dass in den neuen Stücken gänzlich auf den Einsatz von Violinenklängen verzichtet wurde, so dass sich der Sound nicht mehr eindeutig als „Violinindustrial“ bezeichnen lässt. Schubladen sind nichts für Emilie Atumn, dies macht auch gerade die Vielfältigkeit des Albums „Fight Like A Girl“ deutlich. Nach der Pause kommt Emilie léger im Hosenanzug zurück und übernimmt die Wärterinnenrolle scheint es, die nun zu Zirkusmusik ihre Attraktion „Girls, Girls, Girls!“ anpreist. Das ist Augenfreude pur und macht einfach Spaß zuzusehen, ehe schließlich das „Scavenger“ - Monster losgelassen wird, ein fantastisches Gebilde, scheinbar einem Horrorfilm entstiegen. Das Wechselbad der Gefühle geht hervorragend auf, und macht Freude darauf, sich noch tiefer einzulassen, auf weitere Kapitel in der schützenden und zugleich gefährlichen Atmosphäre der Anstalt. Emilie Autumn hat ihren eigenen Stil gefunden, und ihre Show macht neugierig darauf, wie wohl ein ganzes Musical von ihr ausfallen wird! (Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.facebook.com/emilieautumnofficial

ELTON JOHN - Greatest Hits Live 2013


Erstveröffentlichung: Konzert/Veranstaltung 2013

Elton John „Greatest Hits Live“ Open Air in der Waldbühne 05.September 2013 Waldbühne, Berlin (D) Bereits seit Mai hing die Eintrittskarte für dieses Konzert an meiner Wand. Je näher der September rückte, um so mehr wuchs die Vorfreude. Im Sommer kam für alle, die Eltons Musik jahrelang begleitet eine Schocknachricht, der große Entertainer war schwer erkrankt und hätte laut eigener Aussage sogar tot sein können. Nach der Erkrankung Elton Johns im Sommer und der Absage etlicher Deutschlandkonzerte, war länger nicht klar, ob Sir Elton in Berlin spielen könnte. Doch Berlin blieb im Tourkalender und so wurde aus dem Bangen um Elton Johns Gesundheit nur noch die Vorfreude. Bereits drei Stunden vor dem eigentlichen Konzertbeginn waren 12.000 Menschen unterwegs um ihn zu sehen, der die Menschen nun seit 1970 zu begeistern weiß mit Hits wie „Crocodile Rock“ oder „Candle in the Wind“ um nur einige zu nennen. Die Plätze direkt vor der Bühne waren schnell weg, denn bei freier Platzwahl sind die Hardcorefans schnell nach vorne gestürmt. Um 19 Uhr meldete sich Elton per Videowand bei seinen Fans um seine Vorband „The Two Cellos“ vorzustellen, und versprach dem Publikum eine unglaubliche Show der beiden zu erleben. Wenn der Meister selbst zu solch einem Urteil kommt, dann zeugt dies in der Regel wirklich von Qualität, da er sich seit Jahren aussucht mit wem er zusammenarbeiten möchte und wer mit auf seine Tour darf. Sir Elton hatte mit keiner Silbe übertrieben, die beiden Cembalisten entfachten einen sensationellen Klang auf nur zwei Celli, indem sie populäre Rocksongs wie etwa „Smooth Criminal“ von Michael Jackson oder „Highway to Hell“ von Stevie Wonder aus ihren Instrumenten herausholten. Das Publikum in Berlin war schlicht begeistert und gab Standing Ovations für diesen fulminanten Auftakt. Schließlich betrat auch Elton Johns Band die Bühne ehe er selbst, in dunklem Anzug mit Strasssteinchen besetzt, sich ans Klavier setzte und dem Publikum mit „The Bitch is Back“ einheizte. Kaum einer blieb sitzen, stattdessen wurde der Sänger frenetisch gefeiert! Im Hintergrund wurde jeder Song von einer Lichtshow begleitet. Elton John war in Bestform und bewies dies mit ganzen 27!! Songs aus jeder Schaffensperiode. Gleich der nächste Hit „Bennie and the Jets“ entführte ins Jahr 1973 als Eltons Album „Goodbye Yellow Brick Road“ erschien. Ursprünglich glaubte Elton nicht daran, dass dieser Song als Single Erfolg haben würde, aber seine Plattenfirma bewies einen guten Riecher und so zählt er bis heute, zu einem totalen Hit. Mit „Grey Seal“ blieben wir auf dem gleichen Album, jedoch vermochte die Songauswahl zu irritieren, da er eigentlich eher seltener von Elton John gespielt wurde bisher.

Elton Johns Spielfreude war großartig zu sehen, und kaum einer der nicht mittanzte, singt, oder mitwippte im Publikum. Während das Publikum noch am schwelgen ist, wechselte Elton John zum nächsten Album „Madman across the water“ aus dem Jahr 1971. So spielt er „Levon“, „Tiny Dancer“ und „Holiday Inn“. Alle drei Songs bildeten den ersten balladenhaften Showteil und luden zum Träumen ein. Mit „Believe“ kamen wir ins Jahr 1994 und auf das Album „Made in England“. In diesem Song äußerte Elton alle Worte, die zum Thema „Liebe“ gesagt gehören für ihn, und betonte dabei, dass er ohne Liebe zur Musik und zu seinen Fans gar nicht auf der Bühne stehen könnte. Auch ein eher untypischer Song im Liveset war „Mona Lisa and Mad Hatters“, eine Liebeserklärung an New York. Das Publikum ging gut mit, Elton Johns Songs sind egal aus welcher Zeitperiode seines Schaffens sie stammen, universell in ihren Botschaften und sprechen dadurch eine große Masse jeder Altersschicht an. Auch zwei brandneue Songs vom kommenden Album „My Diving Board“ hatte Elton John platziert, so einmal in der Mitte „Oscar Wilde Gets Out“ und zum Showende hin „Home Again“. Beide machten jetzt schon neugierig, auf das gesamte Album. Klar war natürlich, dass der hauptsächlichste Applaus bei den Klassikern erfolgte, und aus diesen kann sich Elton nur allzu reichlich bedienen! Warum er allerdings seinen letzten Song, den obligatorischen „Your Song“ nicht wie sonst seinen Fans, sondern ausgerechnet Angela Merkel widmete, wird sein Geheimnis bleiben. Nach ganzen zwei Stunden verabschiedete er sich vom Berliner Publikum, nachdem er vor dem Zugabenblock noch Autogramme schrieb und Geschenke bekam – unter anderem einen Strampler für Sohn Zachery. Das Publikum blieb verzückt zurück, ehe es mit glitzernden Augen zurück in die Nacht entlassen wurde. Vor den Eingangstoren ging aus etlichen Autoradios schallend die Party weiter, egal ob „Daniel“, „I"m still Standing“ oder „Crocodile Rock“, jeder war im Elton John Rausch gefangen! Setliste: The Bitch is Back, Bennie and the Jets, Grey Seal, Levon, Tiny Dancer, Holiday Inn, Believe, Mona Lisas and Mad Hatters, Philadelphia Freedom, Candle in the Wind, Goodbye Yellow Brick Road, Rocket Man, Hey Ahab, I guess that why the call it the blues, Funeral for a friend/Love lies Bleeding, Oscar Wilde gets Out, Sad Songs (Say so Much), Daniel, Sorry seems to be the hardest word, The One, Don"t Let the Sun go Down on Me, I"m still standing, Crocodile Rock, Saturday Nights allright for fighting, Home Again, Your Song (Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.eltonjohn.com


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