DIE KRUPPS - Machinist of Joy


Erstveröffentlichung: CD 2013 / Synthetic Symphony

DIE KRUPPS - Machinist of Joy Erstveröffentlichung: CD 2013 / Synthetic Symphony DIE KRUPPS – The Machinist of Joy (25.10.2013 Synthetic Symphony) Nach Genre-prägenden Veröffentlichungen in den 80er und 90er Jahren melden sich DIE KRUPPS in diesem Jahrtausend zum ersten Mal mit einem neuen Studioalbum zurück. Nach wirklich sehr langem Werksstillstand öffnete die Band nun erneut wieder ihre Werkstore, wurden die Maschinen entstaubt, damit ein neuer CD Prototyp auf den Markt gelassen werden kann. Der Titel des Albums dient eher als Orientierungshilfe „Machinist of Joy“ in Anlehnung an ihren Top-10 Billboardhit 1989 „Machineries of Joy“ und verdeutlicht dem Hörer, dass es diesmal mehr Elektrosound sein wird als Gitarreneinsatz. Das bedeutet, dass die Band ihrem Kerngenre „Metal Machine Music“ treu bleibt, und diese ist hart, tanzbar, episch gepaart mit zeitgemäßen kritischen Texten, die sich stilistisch wie inhaltlich stark absetzen von der üblichen Musiknorm. In ihren neuen Songs äußern sie sich argwöhnisch zur Kriegs- und Industriemaschinerie des zwanzigsten Jahrhunderts (Nazis auf Speed und Schmutzfabrik), oder kritisieren die zunehmende Enthumanisierung (Robo Sapien). Das schöne dabei ist, dass trotz der Zuordnung der Band DIE KRUPPS in die schwarze Szene, sie es erneut beweisen, dass sie über die Jahre ihre ganz eigene Sprache sprechen. Aufgrund der langen Historie und den durchlaufenden Phasen können DIE KRUPPS auf „Machinist of Joy“ aus dem vollen Topf schöpfen und liefern ihre ganze Bandbreite von EBM, Elektro bis hin zu Metal. Mal ist es die deutsche, mal die englische Sprache in welcher gesungen wird in den zwölf Stücken des Albums. Das mag in Anbetracht der unterschiedlichen Entstehungsorte der Texte (Hamburg, Austin, Düsseldorf, Kanaren) durchaus verständlich sein. Mich selbst freut der musikalische Wiedererkennungswerk der Band sehr, gerade da hier eine solche Palette an Kreativität entfaltet wird auf „Machinist of Joy“, dass man respektvoll anerkennen muss, dass DIE KRUPPS trotz zu langer Pause mit Recht zu Szenegrößen gezählt werden dürfen. Sie sind nun erfolgreich zurück und ich selber empfehle jedem, der auf etwas härteren Elektrosound steht, einmal hineinzuhören. Das Ergebnis dürfte sein, dass ihr die CD nicht mehr weglegen wollt! (Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.die-krupps.de


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