FIN GREN - Propaganda fürs Paradies


Erstveröffentlichung: CD 2014 / Grenland Records / Zimbalarn

FIN GREN - „Propaganda Fürs Paradies“
(VÖ: 29.12.2014 Label: Grenland Records Vertrieb: Zimbalarn)

Fin Gren heißt eigentlich Dietmar Schmeil und startete seine musikalische Laufbahn als Frontsänger der Agitpunkband „Gesocks“, die er gemeinsam mit seinem Sandkasten-Freund Gerhard Gottesfurcht 198 gründete. Mit dem 1991 veröffentlichten Album „Lieb mich im Dreck“ gelang ihm zumindest ein Achtungserfolg, so dass eine Tour zusammen mit den Leningrad Cowboys folgte. Aus „Gesocks“ wurde letztlich die Band „Bleibende Schaeden“ und so spielte man nun mit neuem Namen auf einigen Festivals etwa mit den Guano Apes, Philip Boa, Die Happy oder sogar Joe Cocker. Es folgten zwei von der Presse gelobte Alben, nämlich „Hossa mein kleines Leben“ (2007) und „Vintage Karma“ (2011).

Mit „Propaganda fürs Paradies“ erscheint nun das erste Soloalbum von Fin Gren, welches er im November 2014 veröffentlichte. Unterstützung findet er durch Musiker der „Schaeden“, die mit ihm eine faszinierende Reise durch sein von internationalen Künstlern wie Lou Reed, Bob Dylan, Neil Young und Nick Cave inspiriertes musikalisches Universum unternehmen. Seinen Stil beschreibt er selbst als „Garagen – Folk“, wobei ich ihn hier eher als Songwriter im Stil von „Element of Crime“ sehe. Seine Songs bieten eine ähnliche Poesie an, gepaart mit Melancholie und Dramatik. Auch stimmlich finden sich Ähnlichkeiten zu Sven Regener, was sicherlich auch an der Eingängigkeit der Texte liegt, gepaart mit Ernsthaftigkeit. Der Sänger scheint sich auf der ständigen Suche nach Geborgenheit und Hingabe zu befinden, die er offenbar gegenwärtig nicht erreichen kann.
Fin Gren bietet dem Hörer alternativen Deutschrock an mit viel Atmosphäre und emotionalem Tiefgang. Hier lohnt sich genauer hinzuhören, denn die Propaganda wirkt!

(Maximilian Nitzschke)



[ ZURUECK ]