BISS - Joker In The Deck


Erstveröffentlichung: CD 2003 / Point Music

Die erste CD von BISS ist fast genau ein Jahr vor dieser CD erschienen. Damals hat noch das ehemalige VICTORY-Mitglied Fernando Garcia das Mikrophon geschwunden, doch dieses Mal gibt es einen neuen Sänger, nämlich Michael Bormann. Offenbar gab es wohl ein paar Probleme in der Band, wozu ich aber nichts weiter weiß. Bei „Dogfighter“ singt Bormann übrigens mit Paul Sabu zusammen, den man als schillernde Figur in der Melodicrock-Szene kennt. Musikalisch ist es insgesamt echter Melodic-Hardrock mit teilweise wirklich guten Melodien, wie zum Beispiel meinem Lieblingsstück „As Known As“, welchem man streckenweise schon echte Pop-Qualitäten (ist nett gemeint!) zubilligen kann. Im Ganzen ist das neue Album um einiges besser als das erste Album „Biss“, da man ein gutes Stück zu sich selbst gefunden hat und einen eigeneren Stil erarbeitet hat. Natürlich gibt es noch die alte Härte in den Songs, aber das Songwriting ist ausgeklügelter und mitreissender. Übrigens gibt es auf der CD noch einen 3:50 Minuten langen Videotrack. (H.H.)

BERNARD SUMNER - New Order, Joy Division Und Ich


Erstveröffentlichung: Buch 2015 / Hannibal Verlag / ISBN 978-3-85445-471-7

Nachdem Peter Hook vor einiger Zeit seine Joy Division-Autobiografie „Unknown Pleasures“ veröffentlicht hat, fühlte sich Bernard Sumner wohl mehr oder weniger genötigt, seine Sicht der Dinge aufzuschreiben. Mit „New Order, Joy Division Und Ich“ hat er das getan, gleichwohl umfassender als sein Kollege, denn die Zeit mit New Order bis ins Jahr 2014 wird mit abgedeckt.

Um es gleich vorweg zu nehmen: bei diesem Buch handelt sich NICHT um eine Bandbiografie der Gruppen Joy Division und New Order, sondern um eine Biografie von Bernard Sumner – aber natürlich sind die beiden Bands ein großer Teil seines Lebens.

Los geht es natürlich mit einer umfassenden Beschreibung seiner Kinder- und Jugendjahre im Arbeitermilieu von Manchester. Aufgrund der familiären und finanziellen Verhältnisse war das Aufwachsen in der grauen Industriestadt wohl nicht immer einfach, doch Sumner verklärt das nicht und hatte im großen und ganzen wohl eine relativ normale Jugend für die damalige Zeit. Zumindest blickt er nicht im Zorn zurück. Irgendwann beginn er sich für Musik zu interessieren und Mitte der 70er Jahre gerät er in die frühe englische Punk-Szene, um bald darauf die erste Band zu gründen, aus der dann zunächst Warsaw und schließlich Joy Division hervorgeht. Wie die einzelnen Bandmitglieder zusammengefunden haben, wird recht oberflächlich beschrieben, lediglich über Ian Curtis erfährt man hier und da etwas mehr. Sumner beschreibt im Folgenden die Aufnahmen zur ersten Platte, weitere Studioaufenthalte und einige Anekdoten von Auftritten, bei denen natürlich auch immer wieder Ian Curtis im Mittelpunkt steht. Der Selbstmord von Curtis im Mai 1980 wird beinahe nebenbei auf einer Seite abgehandelt. Vielleicht ist so eine Erfahrung auch zu persönlich, um sie breit auszuwalzen. Damit ist dann etwa die erste Hälfte des 336 Seiten langen Buches zu Ende. Die zweite Hälfte beschäftigt sich fast komplett mit den knapp 35 Jahren danach und somit überwiegend mit New Order. Allerdings wird das verhältnismäßig episodenhaft beschrieben.

Recht ausführlich wird der Anfang der Band und die Produktion der ersten LP „Movement“ erzählt, dann die „Entdeckung“ der Dance-Music in den USA und in der Folge der musikalische Stilwechsel und der Erfolg der wegweisenden Maxi „Blue Monday“. Ein großes Thema ist auch die Gründung des „Hacienda“-Clubs in Manchester, in den die Band eine Menge Geld steckte und im Laufe der Jahre noch viel mehr verlor. Merkwürdigerweise werden in der Folge die Alben – und damit Jahre der Bandgeschichte – „Power Corruption And Lies“, „Low Life“ und „Brotherhood“ kaum erwähnt. Die Erzählung wird erst wieder ausführlicher mit „Technique“ und geht mit der Produktion von „World In Motion“ für die englische Fußballnationalmannschaft weiter. Dazu immer wieder Tourerlebnisse, vor allem in den USA und die Faszination für die Spät 80er Acid-House-Bewegung. Erwähnt wird auch die Nebenband Electronic zusammen mit Johnny Marr und Neil Tennant, der Neustart von New Order nach längerer Pause in den 90ern und natürlich der Ausstieg von Peter Hook. Dieser wird überraschend persönlich aufgegriffen und es schwingt eine gewisse Bitterkeit bei Sumner mit, weil er die Gründe für das Zerwürfnis wohl nicht richtig verstehen kann. Hier wäre es sehr interessant, Peter Hooks Sichtweise zu lesen. Mit guter Chance schreibt er vielleicht noch ein Buch über seine Jahre mit New Order.

Zu den Themen, die an der Oberfläche bleiben, gehören die Drogen inklusive Alkohol, die wohl vor allem Mitte der 80er bis Mitte der 90er eine Rolle in der Band gespielt haben. Sumner erwähnt das zwar immer wieder, setzt sich damit aber weder positiv noch kritisch auseinander. Auch über die anderen Bandmitglieder erfährt man wenig, aber wie bereits erwähnt: es ist eine Bernard Sumner-Biografie.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, der Informationsgehalt für Fans ist groß, da man doch die eine oder andere Anekdote noch nicht kannte. Acht Seiten mit privaten Fotos und ein Stichwort-Index ergänzen das Buch. Auf eine Diskografie hat man verzichtet. Wahrscheinlich ist das auch besser so, denn sie wäre wohl eher rudimentär ausgefallen – da gibt es im Internet genug stets aktuelle Quellen. Sehr interessant ist die Transkription einer Audioaufnahme von einem Hypnose-Experiment, das Sumner mit Ian Curtis 1980 durchgeführt hat. Den Inhalt der Mitschrift lässt Bernard Sumner zum Glück unkommentiert, da so etwas nach 35 Jahren wohl kaum seriös wäre, zumal Curtis nichts mehr dazu sagen kann. Alleine die Dokumentation ist für Fans aber auf jeden Fall eine Sensation.

Insgesamt ist „New Order, Joy Division Und Ich“ ein absolut lesenswertes Buch, natürlich vor allem für Fans der Band, aber auch für Musikfans im Allgemeinen, die sich für Popmusik der 80er Jahre interessieren. Klar sein sollte man sich aber, dass hier nur die Sichtweise eines Einzelnen beschrieben wird, vor allem bei den kritischen Ereignissen wie der Trennung von Peter Hook. Ich bin mir aber relativ sicher, dass wir hierzu in nicht allzu ferner Zukunft auch dessen Sicht der Dinge erfahren werden. Für Joy Division- und New Order-Fans unverzichtbar. (A.P.)

BERNARD SUMNER - New Order, Joy Division Und Ich


Erstveröffentlichung: Buch 2015 / Hannibal Verlag

Nachdem Peter Hook vor einiger Zeit seine Joy Division-Autobiografie „Unknown Pleasures“ veröffentlicht hat, fühlte sich Bernard Sumner wohl mehr oder weniger genötigt, seine Sicht der Dinge aufzuschreiben. Mit „New Order, Joy Division Und Ich“ hat er das getan, gleichwohl umfassender als sein Kollege, denn die Zeit mit New Order bis ins Jahr 2014 wird mit abgedeckt.

Um es gleich vorweg zu nehmen: bei diesem Buch handelt sich NICHT um eine Bandbiografie der Gruppen Joy Division und New Order, sondern um eine Biografie von Bernard Sumner – aber natürlich sind die beiden Bands ein großer Teil seines Lebens.

Los geht es natürlich mit einer umfassenden Beschreibung seiner Kinder- und Jugendjahre im Arbeitermilieu von Manchester. Aufgrund der familiären und finanziellen Verhältnisse war das Aufwachsen in der grauen Industriestadt wohl nicht immer einfach, doch Sumner verklärt das nicht und hatte im großen und ganzen wohl eine relativ normale Jugend für die damalige Zeit. Zumindest blickt er nicht im Zorn zurück. Irgendwann beginn er sich für Musik zu interessieren und Mitte der 70er Jahre gerät er in die frühe englische Punk-Szene, um bald darauf die erste Band zu gründen, aus der dann zunächst Warsaw und schließlich Joy Division hervorgeht. Wie die einzelnen Bandmitglieder zusammengefunden haben, wird recht oberflächlich beschrieben, lediglich über Ian Curtis erfährt man hier und da etwas mehr. Sumner beschreibt im Folgenden die Aufnahmen zur ersten Platte, weitere Studioaufenthalte und einige Anekdoten von Auftritten, bei denen natürlich auch immer wieder Ian Curtis im Mittelpunkt steht. Der Selbstmord von Curtis im Mai 1980 wird beinahe nebenbei auf einer Seite abgehandelt. Vielleicht ist so eine Erfahrung auch zu persönlich, um sie breit auszuwalzen. Damit ist dann etwa die erste Hälfte des 336 Seiten langen Buches zu Ende. Die zweite Hälfte beschäftigt sich fast komplett mit den knapp 35 Jahren danach und somit überwiegend mit New Order. Allerdings wird das verhältnismäßig episodenhaft beschrieben.

Recht ausführlich wird der Anfang der Band und die Produktion der ersten LP „Movement“ erzählt, dann die „Entdeckung“ der Dance-Music in den USA und in der Folge der musikalische Stilwechsel und der Erfolg der wegweisenden Maxi „Blue Monday“. Ein großes Thema ist auch die Gründung des „Hacienda“-Clubs in Manchester, in den die Band eine Menge Geld steckte und im Laufe der Jahre noch viel mehr verlor. Merkwürdigerweise werden in der Folge die Alben – und damit Jahre der Bandgeschichte – „Power Corruption And Lies“, „Low Life“ und „Brotherhood“ kaum erwähnt. Die Erzählung wird erst wieder ausführlicher mit „Technique“ und geht mit der Produktion von „World In Motion“ für die englische Fußballnationalmannschaft weiter. Dazu immer wieder Tourerlebnisse, vor allem in den USA und die Faszination für die Spät 80er Acid-House-Bewegung. Erwähnt wird auch die Nebenband Electronic zusammen mit Johnny Marr und Neil Tennant, der Neustart von New Order nach längerer Pause in den 90ern und natürlich der Ausstieg von Peter Hook. Dieser wird überraschend persönlich aufgegriffen und es schwingt eine gewisse Bitterkeit bei Sumner mit, weil er die Gründe für das Zerwürfnis wohl nicht richtig verstehen kann. Hier wäre es sehr interessant, Peter Hooks Sichtweise zu lesen. Mit guter Chance schreibt er vielleicht noch ein Buch über seine Jahre mit New Order.

Zu den Themen, die an der Oberfläche bleiben, gehören die Drogen inklusive Alkohol, die wohl vor allem Mitte der 80er bis Mitte der 90er eine Rolle in der Band gespielt haben. Sumner erwähnt das zwar immer wieder, setzt sich damit aber weder positiv noch kritisch auseinander. Auch über die anderen Bandmitglieder erfährt man wenig, aber wie bereits erwähnt: es ist eine Bernard Sumner-Biografie.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, der Informationsgehalt für Fans ist groß, da man doch die eine oder andere Anekdote noch nicht kannte. Acht Seiten mit privaten Fotos und ein Stichwort-Index ergänzen das Buch. Auf eine Diskografie hat man verzichtet. Wahrscheinlich ist das auch besser so, denn sie wäre wohl eher rudimentär ausgefallen – da gibt es im Internet genug stets aktuelle Quellen. Sehr interessant ist die Transkription einer Audioaufnahme von einem Hypnose-Experiment, das Sumner mit Ian Curtis 1980 durchgeführt hat. Den Inhalt der Mitschrift lässt Bernard Sumner zum Glück unkommentiert, da so etwas nach 35 Jahren wohl kaum seriös wäre, zumal Curtis nichts mehr dazu sagen kann. Alleine die Dokumentation ist für Fans aber auf jeden Fall eine Sensation.

Insgesamt ist „New Order, Joy Division Und Ich“ ein absolut lesenswertes Buch, natürlich vor allem für Fans der Band, aber auch für Musikfans im Allgemeinen, die sich für Popmusik der 80er Jahre interessieren. Klar sein sollte man sich aber, dass hier nur die Sichtweise eines Einzelnen beschrieben wird, vor allem bei den kritischen Ereignissen wie der Trennung von Peter Hook. Ich bin mir aber relativ sicher, dass wir hierzu in nicht allzu ferner Zukunft auch dessen Sicht der Dinge erfahren werden. Für Joy Division- und New Order-Fans unverzichtbar. (A.P.)

TALES OF INSANITY - First Step Behind The Wall


Erstveröffentlichung: CD 2015

Tales of Insanity – First Step Behind the Wall
(VÖ: 28.März 2015)


Mich erreichte dieser Tage das ambitionierte Debütalbum einer jungen Hard-Rock Band mit Namen Tales of Insanity. Seit ihrer Gründung im Jahre 2014 reiften bereits die Ideen zu den elf Albumtiteln für „First Step Behind the Wall“. Im März 2015 ist es dann soweit gewesen, dass Andreas Joklitschke und Ralf Herud ihr Baby auf den Musikmarkt brachten.
Den musikalischen Rahmen kann man getrost als ehrlichen Hard-Rock bezeichnen mit atmosphärischen Einlagen, die sowohl vom Doom-Metal als auch vom Industrial-Metal beeinflusst sind. Elektronische Untermalungen werden nicht durchgehend eingesetzt, dadurch entsteht für mich auch eine dichtere Atmosphäre und der Gesang kommt besser zur Geltung. Wenn wir schon dabei sind, diesem zuzuhören macht auch wirklich Spaß, da trotz des ähnlichen Stils der Songs, jeder mit dem nötigen Gespür für Eigenständigkeit arrangiert wurde. Egal ob „Lord of Darkness“ oder „Empty Street“ die Texte sind authentisch und gehen in den Gehörgang.
Letztlich ergab sich für die Jungs in dieser Besetzung ein Debütalbum das aufhorchen lässt und sich heraushebt als gelungenes melodisches Hard-Rock Album. Hut ab!
Das Album ist kaufbar über die HP der Band www.tales-of-insanity.de




(Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.tales-of-insanity.de

ACOUSTIC REVOLUTION - Finally Folk


Erstveröffentlichung: CD 2015 / Acoustic Revolution Records / Sony Music

Acoustic Revolution – Finally Folk
(VÖ: 19.06.2015 AcousticRevolutionRecords / Sony)

Die Band Acoustic Revolution stehen für die Reduktion auf das musikalisch Wesentliche, was in diesem Falle keinerlei Gegensatz bedeutet zu der Energie, welches das Trio mit ihrer Musik verbreiten. Ihr bereits viertes Album heißt „Finally Folk“ und hat zum ersten Mal wurde weder Schlagzeug noch Effekte eingesetzt. Stattdessen werden die Songs genauso präsentiert, wie sie auch live auf der Bühne gespielt werden. Den Albumtitel kann man sehr gerne als zynische Antwort sehen auf die ewige Frage nach der Genre-Schublade. Ich denke, dass die in diesem Falle irgendwie eine Mischung aus Folkpopbluessgrasscountryclassicrock wäre. Letztlich spielt es auch Null eine Rolle, denn was die Band mit Banjo, Gitarre, Kontrabass und Mandoline erzeugen ist pure Spielfreude. Die Eingängigkeit von Pop trifft auf Bluegrass und Country, verbindett sich mit den Instrumenten aus dem Folk und der Power des Classic Rock zu einem Sound zwischen Pub, Country-Club und Rocker-Kneipe.
Bereits 2003 fanden sich Tom Logan, Germar Thiele und Dennis Hornung in der Cover-Rockband „Undercover“ zusammen und starteten parallel noch ein Nebenprojekt. Wie es meistens ist, wurde der Drang nach eigenen Songs immer größer und so entstand das Album „Living in a Dream“. 2010 entdeckten die Produzenten der Hitschmiede „Valicon“ (u.a. Silly oder Faun) das Potenzial der Band und nahmen mit ihr „Ramble and Roam“ auf. Das Album brachte durchweg positive Kritiken ein, sowie Airplays beim NDR, MDR, BR und vielen kleineren Radiostationen. 2011 gewannen sie den Deutschen Rock- und Poppreis in den Kategorien „Beste Folkrockband“, „Bester Folkrocksong“ und „Beste Single“. Kurz darauf widmeten sich die Drei mit dem Album „Haunted by Numbers“ der Allgegenwart von Zahlen und erdachten dabei Hits, die massentauglich, aber keine Massenware sind.
Auf „Finally Folk“ stellen Acoustic Revolution erneut ihre Fähigkeit unter Beweis, Vielfalt zu liefern, ohne das Bewusstsein für den eigenen Stil zu verlieren. Dieser ist zum Beispiel im dritten Song „The Irish Sky“ unverkennbar – ein Instrumental, bei dem die Instrumente in perfekter Harmonie glänzen. Auch die restlichen zehn Songs überzeugen mit bewussten Arrangements. Songs wie „Stop the Bleeding“, „A song of ice and fire“ (in Anlehnung an die Serie „Games of Thrones“) oder „Vickys Song“ überzeugen durch Gefühl. In „Life 2.0“ widmet sich die Band sehr humorvoll der Allgegenwart von sozialen Medien. Getragen wird der Song dabei von einem Banjo, das auch den letzten Tanzmuffel zum Tanzen bewegt. Sehr cool ist auch das Cover von „Here comes the Rain again“ -eigentlich von Eurythmics- hier so eigenständig interpretiert, als wäre er gerade eben durch ihre eigene Feder und nicht vor 30 Jahren entstanden. Auch an Metalsongs wird sich versucht mit „Warriors of the World“ im Original von Manowar. All dies beweist im Grunde nur die kreative Stärke von Acoustic Revolution, Bekanntes neu zu präsentieren und gleichzeitig eigene Klassiker zu erschaffen!
(Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.acoustic-revolution.com

SCHNEEWITTCHEN - Für die Liebe Sterben


Erstveröffentlichung: CD 2015 / Danse Macabre

Schneewittchen – Für die Liebe Sterben
(VÖ: 07.05.2015 Danse Macabre Records)

Ich scheue mich sonst ja eher von Superlativen zu sprechen, aber im Falle vom siebten Longplayer „Für die Liebe Sterben“ des Ausnahme-Duos Schneewittchen ist es angebracht. Sängerin Marianne Iser und Komponist Thomas Duda ist ein grandioses, pathetisches und herrlich schräges Werk gelungen, dass seines Gleichen sucht. Kurz gesagt: Ja hier ist das beste, aufregendste und erotischste Album in der aktuellen deutschsprachigen Musiklandschaft. Ganze drei Jahre mussten die Fans warten, aber ich kann versichern, dieses Warten hat sich absolut gelohnt! Das Hannoveraner Duo zeigt sich inspirierter und vielschichtiger denn je. In den Zeiten von Romantik in Phrasen a la Revolverheld oder unerträglicher kleisterhafter Volksromantik a la Helene Fischer fegen Schneewittchen einmal durch die aktuellen Veröffentlichungen und bringen uns die Schönheit und die Lust an der Sprache und ihrer Sinnlichkeit wieder. Mariannes explizite Lyrik entfaltet sich durch ihre kraftvolle Darbietung, sie singt nicht bloß, sondern geht auf in ihren Geschichten die von Liebe, Auflehnung und Absturz handeln. Vergesst „Ich geh in Flammen auf“ von Rosenstolz, denn wenn einer in Flammen aufgeht dann ist es Schneewittchen. Freiheit etwa ist ein hymnisches Plädoyer an alle Menschen, die gerne aus dem Rahmen fallen. In jedem Song verbrennt sich die ausdrucksstarke Sängerin voll und ganz, selbst bei den ruhigen Tönen. Der Song „Wien“ wird nicht nur zur augenzwinkernden Sozialstudie über die Bewohner dieser morbiden Stadt, sondern wird auch zu einer wunderschönen Liebeserklärung an Wien selbst. Der erste Song „Wir machen Musik“ kommt einer programmatischen Kampfschrift gleich, die mit Zitaten aus Pop und Klassik das Zeug zur absoluten Hymne für das Zweiergespann hat. Musikalische Grenzen scheinen zum sprengen gemacht zu sein, denn egal ob forscher Indie-Dance („Auf den 4ten Blick“), barocker Kammer-Pop („Vergifte Mich“), Variete („Königskinder“) oder Prä-NDW-Rock („Tausend Möglichkeiten“), wichtig ist die Klang-Offensive. Auch Elefanten gibt es zu hören, diese Klänge wiederum stammen von der Bostoner Tierforscherin Andrea Turkalo, die im zentralafrikanischen Dschungel Studien zur Kommunikation der Dickhäuter betreibt. Ihre Geschichte ist geprägt vom Kampf für den Tierschutz und gegen Wilderei. Schneewittchen inspirierte der Kampf zum Song „Mama To Doli“.
Über die Jahre hinweg gewann Schneewittchen durch ihren Zwischen-den-Stühlen-Sound eine große Anhängerschaft, die auch bei der Entstehung von „Für die Liebe sterben“ maßgeblich beteiligt war. Die CD wurde über eine Crowdfunding Kampagne finanziert – und das überaus erfolgreich. Das Endergebnis kam selbst für Marianne und Thomas unerwartet: Rund 21.000 Euro spendeten die Liebhaber und Gönner der Band. Wenn das mal nicht bedingungslose Liebe und
Treue ist! Schneewittchen dankt es den Fans mit einem überwältigend schönen Album, das von keinem geringeren als Christian Decker (Ex Fury in the Slaughterhouse) produziert wurde, und zudem mit Stefan Ackermann (Das Ich) und Jean Michel Tourette (Keyboarder von Wir sind Helden) zwei prominente Gastmusiker an Bord hat. Ja nach langer Zeit ein wahrer Lichtblick auf einem überfischerten, unheiligen, Musikmarkt!







(Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.SchneewittchenMusik.de

CLASSIC OPEN AIR - Nachbericht 2014


Erstveröffentlichung: Konzert/Veranstaltung 2014 / Media on Line / Classic Open Air KG.

Classic Open Air 2014

FIRST NIGHT – Crossover-Konzert
Donnerstag 03.07.2014 19:30 Uhr

Traditionell wurde auch das 23. Classic Open Air Festival auf dem Gendarmenmarkt in Berlin mit der „First Night“ eröffnet. Bekannte Bands und Solo-Künstler stellten in diesem Jahr Ausschnitte aus ihrem Erfolgsrepertoire vor, und dass Publikum erwartete eine musikalische Begegnung mit klassischen Titeln und Highlights aus der Film-, Pop- und Rockmusik. Instrumental begleitet wurden die Künstler dabei vom „Deutschen Filmorchester Babelsberg“. Mit von der Party waren in diesem Jahr als Highlight die Band „Silly“, die in den 80er Jahren bekannteste Band im Osten der Republik und mittlerweile ein fester Begriff in der deutschsprachigen Musiklandschaft. Außerdem durften wir eine der erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen auf der Bühne singend begrüßen: Nora Tschirner spielte zusammen mit Erik Lautenschläger und Tom Krimi als „Prag“ wunderbar nostalgischen Chanson-Pop. Als Solokünstler fiel besonders Lars Redlich auf, er erwies sich musikalisch als wahres Multitalent. Sehr spannend auch der Auftritt von Till Brönner, einem der faszinierendsten und erfolgreichsten Jazzmusiker aktuell.
Sehr charmant und stilvoll führte, nach der positiven Resonanz 2013, Madeleine Wehle vom rbb-Fernsehen durch den Abend. Wie auch im Vorjahr wurde der Eröffnungsabend aufgezeichnet und kann eine Woche später im Fernsehen verfolgt werden. Krönender Abschluss für Gäste und Beteiligte war das fulminante Feuerwerk über dem Konzerthaus! Fürwahr den Veranstaltern ist einmal mehr ein gelungener Abend geglückt!

Classic Open Air 2014
ClASSIC LADIES – Klassik, Show und Pop
Freitag 04.Juli 2014 19:30 Uhr

Was für ein beeindruckender Abend, über 20 Künstlerinnen in einem Konzert vereint zu sehen!
Wenngleich das Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich doch die Reihen etwas gelichtet hatte, so tat dies der Stimmung auf dem Gendarmenmarkt keinerlei Abbruch! Erstmalig in den 22 Jahren des Classic Open Air Festivals standen Koloratursopranistinen, Operndiven, Musicalstars und erfolgreiche Jazz-, Pop- und Chansonsängerinnen zusammen auf dieser Bühne. Moderiert hatte keine geringere als die Star-Sopranistin Anna Maria Kaufmann, welche ihre Mitstreiterinnen gebührend zu empfangen wusste. Katarzyna Dondalska galt es zu bewundern mit Opern- und Operettenarien, Adriane Queiroz ebenfallssss mit Opernarien, Yma America mit Salsa und Jazz, sowie die umwerfende Sängerin Katherine Mehrling im Bereich Chanson und Blues. Die Auswahl zu treffen, wer hierbei nun besonders herausstach ist kaum möglich, denn jede Dame für sich hatte erstklassige Stimm- und Klangfarben zu bieten. Den Showcharakter dieses Konzertes wurde durch musikalisch einmalige „Artistik“ dargeboten. Die Some Handsome Hands am Klavier, begeisterten durch ihr sechshändiges Klavierspiel in rasender Geschwindigkeit. Für feurige Tänze sorgten die Damen von Azabache Flamenco und zauberten andalusisches Temperament aufs Parkett. Auch in der Pause sorgte die weibliche Marchingband Venusbrass für so manchen Publikumslacher.
Musikalische Begleitung erfolgte am zweiten Abend durch die Elbland Philharmonie Sachsen.

Classic Open Air 2014
MOZART-HAYDN-BEETHOVEN
Galakonzert der Wiener Klassik in Licht und Feuer
Samstag 05.Juli 2014 19:30 Uhr

Nach dem erfolgreichen Barockkonzert des vergangenen Jahres sollte auch in diesem Jahr ein weiterer klassischer Musikgenuss folgen. Zeitlich gingen die Veranstalter hierbei nur ein paar
Jahrzehnte weiter und präsentierten die Meister der Wiener Klassik (ca. 1780-1827). Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven prägten wie keine anderen diese Stilrichtung der europäischen Kunstmusik. Neben berühmten Instrumentalkompositionen hörte das Publikum Opernarien, -duette und -Chöre etwa aus Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“, Haydns „Il Mondo della Luna“ und Beethovens einziger Oper „Fidelio“. Den Höhepunkt für mich bildete Beethovens Chorfantasie. Mit dem Einbruch der Dunkelheit wurde die Klangkunst auf der Bühne veredelt durch die bezaubernden Illuminationen des Lichtdesigners Andreas Boehlke, der den Platz in Licht und Feuer tauchte. Zu den Solisten des Abends zählten Jana Büchner (Sopran), Sarah Papadopoulou (Sopran), Nadja Stefanoff (Sopran), Carolin Löffler (Mezzosopran), Marc Horus (Tenor) und Manos Kia (Bariton). Ein für mich besonderes Highlight bildete die instrumentale Begleitung des Königs der Klarinette, dem betagten Giora Feidmann – einer wahren Ikone!
Mozarts „Lodron-Konzert“ für drei Klaviere wurde von der Professorin für Klavier („Hanns Eisler“) Brigitta Wollenweber, und den Studentinnen Seoyoung Jang und Garam Cho interpretiert. Das Orchester des dritten Konzertabends bildete die Anhaltische Philharmonie Dessau unter dem Dirigat von Generalmusikdirektor Antony Hermus.

Classic Open Air 2014
BELLA ITALIA – Eine musikalische Reise nach Italien
Sonntag 06.Juli 2014 19:30 Uhr

Über die Jahrhunderte hinweg inspirierten die mediterrane Lebensart und die beeindruckenden Landschaften Italiens die verschiedensten Musiker zu unverwechselbaren Werken. Nachdem beim Classic Open Air 2012 und 2013 das Augenmerk vorwiegend auf italienische Opernmelodien gelegt war, wurde in diesem Jahr ein buntes Programm rund um das Thema Italien erdacht. Nun, wirklich Stimmung kam so leider nicht auf, denn trotz neapolitanischer und sizilianischer Volksmusik und italienischen Serenaden, dass Publikum vermisste ihre Klassiker von Puccini, Rossini oder Verdi. Da hilft auch kein Peter Tschaikowsky oder gar Johann Strauss und auch Franz von Suppé ist nicht der Bringer. Irgendwie zieht dieser Abend trotz erstklassiger Künstler auf der Bühne, dass Publikum nicht so wirklich in seinen Bann. Als Gesangssolisten durften wir Eva Lind (Sopran), Robin Johannsen (Sopran), Laura Nicorescu (Sopran), Christoph Schröter (Tenor) sowie Heiko Reissig (Tenor) bewundern. Begleitung fanden die Damen und Herren durch Christian Laier (Mandoline) und Michael Hansen (Panflöte), sowie durch die Jenaer Philharmonie unter der Leitung von Marc Tardue.

Classic Open Air 2014
Alles hat seine Zeit Tour 2014 – Unheilig
Montag 07.Juli 2014 19:30 Uhr

Das Highlight des diesjährigen Festivals bildete zweifelsohne für sehr viele Fans des „Grafen“ der Montagabend, was alleine die berstenden Ränge bewiesen. Das Publikum wartete gebannt und voller Erwartung auf IHN, den Mann mit Glatze und Backenbart. Unheilig sind ein Phänomen, denn als sie begonnen haben in der schwarzen Szene mit dem ersten Album „Phosphor“ Fuß zu fassen, ahnte keiner, dass Jahre später ganze Stadien zu „Sage Ja!“ abfeiern würden. Hinter der Formation steckt in erster Linie er, der Graf. Im Jahr 2010 hört erstmals die breite Masse etwas von Unheilig, nachdem er bereits etliche Alben veröffentlicht hatte. Die LP „Große Freiheit“ schlägt ein wie eine Bombe und verhilft Unheilig zum Durchbruch. Das Album hielt sich wochenlang auf Platz 1 der Charts und brach etliche Rekorde. Auch der Nachfolger „Lichter der Stadt“ erlangte nach kürzester Zeit Platinstatus und lockte über 75.000 Fans zu seinen Konzerten. Hier auf dem Gendarmenmarkt sind es ca. 5000 Menschen, die zu seinen Hits abfeiern und nicht wirklich gern auf den Stühlen bleiben wollen. Egal ob geradlinige bass- oder gitarrenlastige Klänge, radiotaugliche Songs oder tiefgehende Balladen, Unheilig gelingt mühelos der Gratakt der Emotionen. Egal ob es „Geboren um zu Leben“ ist, oder „Freiheit“, viele der Fans auf dem Platz sind textsicher und feiern die 15 Jahre Bandgeschichte frenetisch mit. Nicht zuletzt heißt ein Song „Wir sind Alle Wie Eins“. An diesem Abend stimmt es, denn die unheiligen Fans sehen in Unheilig ihre „Schutzengel“ und wollen am liebsten „Für Immer“ „An deiner Seite“ sein!

Classic Open Air 2014
Electronic meets Classic – SCHILLER
Dienstag 08.Juli 2014 19:30 Uhr

Was für eine Zitterpartie, bis kurz vor Einlass war unklar, ob dieses Konzert überhaupt stattfinden würde. Der Grund dafür waren Bleischwere Wolkenberge über Berlin und sintflutartige Regenschauer schon den ganzen Tag über. Dann kam die Erlösung: Ja es wird gespielt. Es wäre auch zu schade gewesen, wenn der Klangkünstler Christopher von Deylen alias SCHILLER nicht auf der Bühne hinter seinem gleichnamigen Dichterkollegen hätte auftreten können. Außerdem wurde das Konzert aufgezeichnet für eine DVD und CD Veröffentlichung mit dem Titel „Symphonia“. Seit nunmehr auch 15 Jahren vereint Schiller die Vision Elektro-Sound edel zu verpacken und zu atmosphärisch dichten Werken zu verbinden. 1998 hatte ihn „Die Glocke“ von Friedrich von Schiller so begeistert, dass er beschloss, seine Musik fortan unter diesem Pseudonym zu veröffentlichen. Die erste Single „Das Glockenspiel“ und das erste Album „Zeitgeist“ erstürmten die Charts. Alle nachfolgenden Alben wurden in 26 Ländern veröffentlicht und nahmen ausnahmslos Top-Plätze in den Charts ein. Gold und Platintrophäen, Awards und ein Echo kann er sein Eigentum nennen. Mit seinem jüngsten Werk „Opus“ begibt sich SCHILLER auf eine musikalische Reise in die Welt der Klassik und verwebt diese mit seinen elektronischen Klängen.
Leider hält das Wetter an diesem Abend nicht, und so schüttet es während des Konzertes wie aus Eimern, was wiederum der Stimmung keinen Abbruch tut. So erklingt „Ein schöner Tag“ mit der bezaubernden Gastsängerin Eva Mali, welche bereits auf „Opus“ zu hören war. Außerdem neben neueren Songs wie „Desert Empire“ ist natürlich auch „Schiller“ oder „Sehnsucht“ zu hören. Schiller bietet einen „Best-of“ - Querschnitt durch 15 Jahre mit ihm, und beeindruckt durch Opulenz. Für „Tired“ hat er sich einen weiteren Gastmusiker eingeladen, nämlich Jael. Für eine große Überraschung sorgt Midge Ure, den sich Schiller als Gast für „Let it Rise“ auf die Bühne holte. Kurz vor dem Konzertende dann holte sich Schiller für „Sonne“ den Grafen von Unheilig auf die Bühne. Auch wenn es wirklich sehr nass war, und man Schiller von Herzen eben jene Sonne gewünscht hätte, so war es insgesamt ein gelungenes und erinnerungsreiches Konzert am letzten Abend des 23. Classic Open Air Festivals 2014!



















(Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.classicopenair.de

CLASSIC OPEN AIR - Classic Open Air 2015


Erstveröffentlichung: Konzert/Veranstaltung 2015 / Media on Line / Classic Open Air KG.

CLASSIC OPEN AIR 2015
VORABBERICHT zum 23. Jahr Classic Open Air am Gendarmenmarkt Berlin


1.Abend: FIRST NIGHT – Highlights aus Klassik, Film und Pop
Donnerstag 02.Juli 2015 19:30 – 22:30 Uhr

Auch im nunmehr vierundzwanzigsten Jahr bildet die FIRST NIGHT zusammen mit dem Filmorchester Babelsberg den musikalischen Auftakt für eines der schönsten Sommer-Festivals der Hauptstadt. Traditionen prägen den Abend, denn neben erfolgreichen Künstlern aus den Bereichen Klassik, Film und Pop, darf sich das Publikum auf das Feuerwerk zum Abschluss des Konzertes freuen. Auch wieder mit dabei ist im dritten Jahr das rbb-Fernsehen, welches auch dieses Konzert aufzeichnet und etwa eine Woche später ausstrahlt. Das Programm der FIRST NIGHT ist eine komprimierte Vorschau auf das gesamte musikalische Spektrum des Festivals. Es vereint Elemente der klassischen Oper und Operette, Musical, Ballett und Filmmusik. Aber auch Highlights aus Comedy, Jazz, Pop und Entertainment werden zum Besten gegeben.
Durch den Abend führt sie erneut die charmante rbb-Moderatorin Madeleine Wehle, aber 2015 erhält sie männliche Unterstützung. Das Multitalent Lars Redlich wird gemeinsam mit ihr durch den Abend führen und sein Entertainmenttalent unter Beweis stellen. Als Gäste begrüßen die beiden u.a.: Laith Al Deen (Gesang), Joja Wendt (Jazzpiano), Patricia Meeden (Gesang), Claudia Riock (Sopran), Marvin Scott (Tenor), Three Ladies (Swingterzett) und das Balett der Musikalischen Komödie der Oper Leipzig.

2.Morgen: BERLIN LIEST – Das große Kinderlesefest
Freitag 03.Juli 2015 10:30 Uhr

Am zweiten Tag wird es gleich in den frühen Morgenstunden ereignisreich und spannend rund um den Gendarmenmarkt. Bei Berlins größtem Kinderlesefest erwarten die Kinder neben prominenten Vorlesern auch die Stars der Kinderliteratur wie etwa Pippi Langstrumpf, der starke Grüffello, Prinzessin Lillifee und Captain Sharky. Gelesen werden die Klassiker wie Pippi Langstrumpf genauso wie Die Schattenbande oder Grüffelo. Für die Kombination aus Literatur und Musik sorgen Kai Lützner und Rotz und Roll Radio Berlin.

2.Abend: Eine italienische Sommernacht – Bravourarien und Duette
Samstag 04.Juli 2015 19:30 Uhr

Nach dem eher lauwarmen Italien Abend 2014 trumpft dieser Abend wieder richtig auf, denn Fabio Andreotti – Startenor und waschechter Römer- wird mit drei beeindruckenden Sopranistinnen populäre italienische Klassiker präsentieren. Ja liebe Freunde der italienischen Oper hier sind sie endlich wieder, egal ob „E lucevan le stelle“ aus Puccinis „Tosca“ oder „Parigi o Cara“ aus Verdis „La Traviata“. Herzschmerz und italienisches Temperament sind vorprogrammiert, und in Windeseile wird der Gendarmenmarkt zur Arena! Zu den Gästen des Abends zählen u.a.:
Fabio Andreotti (Tenor), Alessandra Rossi-Filippi (Koloratursopran), Lindsay Funchal (Sopran), Mirjam Miesterfeldt (Sopran), Saschka Jekaterina Haberl (Violine) und die Brandenburger Symphoniker unter dem GMD Michael Helmrath (Dirigat).

3.Abend: Zauber der Romantik in Licht und Feuer – Chopin, Brahms, Schumann, Smetana
Samstag 04.Juli 2015 19:30 Uhr

Bei diesem Konzertabend dreht sich in der malerischen Kulisse des Gendarmenmarktes alles
um die Fantasie und Traumwelten der Romantik. Neben Stücken von Chopin, Brahms oder Smetana wird auch der „Hochzeitsmarsch“ von Mendelssohn-Bartholdy zu hören sein, oder berühmte Opern aus Webers „Freischütz“. Nicht zu vergessen, Nicolais „Die Lustigen Weiber von Windsor“ oder Schumanns Klavierstück „Träumerei“. Lehnen Sie sich zurück und träumen sie, gerade auch dann wenn zum Einbruch der Dunkelheit der Platz in Lichtinstallationen getauscht wird. Die Gäste des Abend sind u.a.: Angelina Ruzzafante (Sopran), Sophie Klußmann (Sopran), Alexander Geller (Tenor), Ulf Paulsen (Baßbariton), Olaf Plassa (Baßbariton), Sara Grotzki (Violoncello), Boqiang Jiang (Klavier), die Anhaltische Philharmonie Dessau, GMD Antony Hermus (Dirigat), die Singakademie Frankfurt/Oder (Ltg.: Rudolf Tiersch), sowie die Staatliche Ballettschule Berlin. Durch Abend führt Nadine Schori (Moderation).


4.Abend: Eine französische Sommernacht- Piaf, Brel und Klassikhits
Sonntag 05.Juli 2015 19:30 Uhr

In diesem Jahr werden gleich zwei Konzerte einem bestimmten Lang gewidmet, nach dem italienischen Abend heißt es nun „Vive La France“! Natürlich, der Inbegriff französischer Musik ist das Chanson, welches mit seinen ironischen Texten über die Liebe, das Alter und den Weltschmerz singt. In der französischen Sommernacht erklingen die schönsten Lieder von Edith Piaf, Jacques Brel neben klassischen Werken von Offenbach, Berlioz, Ravel, Debussy oder Gounod. Besondere Glanzlichter der Opern-, Ballett-, und Filmmusik werden von den Solisten erklingen und vom – erstmals auf dem Gendarmenmarkt gastierenden – Nürnberger Symphonikern unter dem Dirigat von Heinz Walter Florin interpretiert. Gäste des Abends sind u.a. Stargast Ute Lemper (Sopran), Lisa Tjalve (Sopran), Remus Alazaroae (Tenor), sowie Anna Reszniak (Violine). Erstmals dabei die Nürnberger Symphoniker und Heinz Walter Florin (Dirigat/Klavier/Moderation).

5.Abend: CICERO singt SINATRA – Eine Hommage an Frank Sinatra
zum 100. Geburtstag von Frank Sinatra mit Big Band und Gästen
Montag 06.Juli 2015 19:30 Uhr

Frank Sinatra ist und war eine Legende, ein Künstler der Superlative und wohl einer der größten Entertainer des amerikanischen Showbusiness. In seiner 60 jährigen Karriere sprengte er mit 1.800 Songaufnahmen, 60 Filmrollen, neun Grammys und einem Oscar sämtliche Rekorde. Am 12. Dezember 2015 wäre Frank Sinatra ganze 100 Jahre alt geworden, ein Anlass den sich das Festival zur Gestaltung des heutigen Abends genommen hat. Kein geringerer als Roger Cicero erfüllt sich den Herzenswunsch, sein persönliches „Best-of-Frank Sinatra“-Konzert zu präsentieren. Roger Cicero ist seit seinem Studium ein großer Bewunderer Sinatras und freut sich auf die Herausforderung. Gemeinsam mit seiner 13-köpfigen Big Band und den Gästen Sarah Connor und Sasha wird er den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis machen!



(Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.classicopenair.de

DAVID CEBULLA - Für Diesen Einen Moment


Erstveröffentlichung: CD 2015 / Eigenveröffentlichung / Spinnup-Universal

Sorry, ich schreibe selten einen gnadenlosen Verriss, wenn mir etwas überhaupt nicht gefällt, schreibe ich im Normalfall lieber gar nichts. Aber diese Debüt-CD von DAVID CEBULLA hat mich so fassungslos zurückgelassen, dass ich einfach nicht anders konnte.

Simpelster Liedermacher-Klampfen-Klang mit Texten, in denen es in erster Linie darum geht, dass sie sich reimen und bei dem die Gesangsmelodien so hingedreht werden, dass sie irgendwie mit der schwülstigen Musik zusammenpassen, was zu sehr schrägen Betonungen führt. So etwas spielte man früher im besten Fallen auf dem Klassenfest in der 9. Klasse vor und verschenkte die Aufnahmen an die 30 näheren Bekannten auf Audio-Cassette. Heutzutage vertreibt das Universal Music!

Da ja auch schlechte Presse gute Presse ist, veröffentliche ich diese Kritik trotzdem mal. Zielgruppe bin ich ganz sicher nicht, das dürften eher 13jährige Mädels sein, die sich das erste Mal in den hübschen Kerl aus der Oberstufe verknallen. „Sag mir doch noch einmal, wie war das mit der Liebe? Sag´s mir doch noch einmal, ich versteh´ das nicht genau“ oder „Sag mal bist Du noch die kleiche wie damals vor einem Jahahar?“ spiegeln das Niveau der Texte perfekt wieder. Bei den Ärzten kämen solche Texte mit Selbstironie rüber, aber DAVID CEBULLA meint das offensichtlich total ernst.

Das schlimmste ist (nicht „wenn das Bier alle ist“, wie Die Kassierer singen, sondern), dass das mit der richtigen Promotion sogar erfolgreich werden könnte. Man muss es gehört haben, um es zu glauben. (A.P.)

THE SHANES - Road Worrier


Erstveröffentlichung: CD 2015 / SumoRex / Broken Silence

THE SHANES – Road Worrier“
(VÖ: 05.06.2015 Label: SumoRex Vertrieb: Broken Silence)


Seit dem, Jahr 1991 haben The Shanes – lange bevor Russendisko oder Folkpunk hippe Trends wurden – Elemente genau dieser Stile zu einem eigenen „Hardpolka“ Stil verbunden. Zum 20. Bandjubiläumm gab das Septett dann unerwartet seinen Abschied bekannt – und feiert nun ihr Comeback. mit „Road Worrier“. Das ist auch genau richtig so, denn auf dem neuen Longplayer kommen nun verstärkt Einflüsse des amerikanischen Folk, Country und Western zur Geltung. Matt Dawson überzeugt durch ein markantes Pedal Steel- und Dobro-Spiel. Als besonderer Gast ist Albert Lee (Eric Clapton, Emmylou Harris) dabei, der mit seinen Gitarrensoli für eine gute Portion Rock and Roll sorgt. Instrumentiert mit Akkordeon, Geige, 5String- und Tenor-Banjo, Mandoline, Gitarre, Bass und Schlagzeugäsentieren The Shanes einen mit einer Riesenportion Spielfreude gewürzten Mix aus Rock, Irish-Folk, Balkanklängen und Americana. Das Ergebnis sind 12 virtuos vorgetragene, stilistisch abwechslungsreiche Songs, darunter auch die vorzügliche Coverversion von „Girl Who Lives On Heaven Hill“ von Hüsker. Ein lautstarkes, gelungenes und stilsicheres Comeback!

Autor: Maximilian Nitzschke-Stockmann (Maximilian Nitzschke)

CLASSIC OPEN AIR - First Night 2015


Erstveröffentlichung: Konzert/Veranstaltung 2015 / Media on Line

FIRST NIGHT – Highlights aus Klassik, Film und Pop in Zusammenarbeit mit dem RBB Berlin Brandenburg

Donnerstag 02.Juli 2015 Gendarmenmarkt Berlin

Ganz traditionell eröffnete Gerhard Kämpfe auch in diesem Jahr das nunmehr 24. Classic Open Air Festival auf dem Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte. Alljährlich zieht es bis zu 30.000 Besucher national und international auf den Platz, mit der wohl schönsten Kulisse überhaupt. Eingerahmt vom französischen und deutschen Dom und vor dem majestätischen Konzerthaus, erklingen Konzerthighlights, die für die hohe Qualität des Festivals sprechen.

Das Auftaktkonzert begeisterte das Publikum auch in diesem Jahr durch seine originelle Themenvielfalt, denn diese bildete eine musikalische Vorschau auf das breite Spektrum der diesjährigen Festivalabende. Ausschnitte aus klassischer Oper und Operette, aus Musical, Ballett sowie Filmmusik, Jazz, Rock, Pop und Entertainment. Im nunmehr dritten Jahr wurde zudem die Koproduktion mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg fortgesetzt, welcher das Konzert aufzeichnete und am 15.Juli um 20.15 Uhr senden wird. Durch das Programm des Abends führte uns erneut die charmante Moderatorin des Senders, Madeleine Wehle, unterstützt vom Multitalent Lars Redlich. Madeleine Wehle ist im brandenburgischen Caputh geboren und absolvierte nach dem Abitur ein Volontariat beim Fernsehen der DDR und studierte Journalistik in Leipzig. Parallel dazu arbeitete sie als Sprecherin und Moderatorin beim Sachsen-Radio und ab 1992 auch für das Nachrichtenradio MDRInfo. Ab 1995 präsentierte sie im Wechsel mit weiteren Moderatoren das ORB-Magazin „Abendjournal“. Nach der Fusion von ORB und SFB zum RBB gehört Madeleine Wehle seit November 2003 zum Moderatorenteam des Journals „zibb- zuhause in berlin und brandenburg“. Moderatorekollege des Abends Lars Redlich ist in Berlin aufgewachsen und genoss einige Jahre die vielgehasste frühmusikalische Erziehung. Im Alter von 9 Jahren tauschte er die Blockflöte gegen eine Klarinette und gewann bei „Jugend musiziert“ Preise. Nach seinem Musical-Studium an der Universität der Künste Berlin vereinnahmte ihn die große Unterhaltungsindustrie. Er spielte Hauptrollen in Musicals wie „Mamma Mia!“, „Grease“ oder „The Rocky Horror Show“, sang am Friedrichstadtpalast und war in verschiedenen TV-Serien zu sehen.

Den Auftakt bildete Johann Strauss Komposition „Vergnügungszug Polka schnell op.281“ und stellte dem Publikum damit das Orchester des heutigen Abends vor. Das „Deutsche Filmorchester Babelsberg“ begleitete die Künstler. Nach der Liquidation der DEFA Studios waren das Orchester und seine Musiker zwischenzeitlich integrierter Teil der Brandenburgischen Philharmonie Potsdam, bis es sich 1993 auf Eigeninitiative in seiner heutigen Form neu gründete. Seit der Neugründung führt das DFOB zwei überaus erfolgreiche Geschäftsbereiche: Zum einen die Produktion von Film- und Fernsehmusiken und zum anderen umfangreiche Konzerttätigkeit mit Film-Live-Konzerten. Eigentlich ist dieses Orchester prädestiniert gewesen für diesen Crossover-Abend, aber irgendetwas muss passiert sein. Während man zu Beginn des Konzertes noch geflissentlich schiefe Töne zu ignorieren versuchte, und nur die Stimmung auf sich wirken ließ, so konnten die Musiker diese irgendwann nicht mehr kaschieren. Das hätte in dieser Form nicht passieren dürfen und milderte doch deutlich die sonstige Qualität des Orchesters.

Mit Johann Strauss ging es inhaltlich weiter, denn Lars Redlich sang aus „Der Fledermaus“ das Stück „Wir laden gern uns Gäste ein“ allerdings mit verändertem Text. Charmanter hätte man für mich das Publikum kaum begrüßen können. Die nächsten beiden Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart „Plapperduett“ aus „Die Zauberflöte“ und Giacomo Puccinis „Musettas Waltz -Quando me n vo“ aus „La Bohème“ gehörten der Sopranistin Claudia Roick. Sie begann ihre musikalische Karriere 6-jährig mit dem Fach Violine am Konservatorium in Schwerin. An der Hochschule für Musik und Theater Rostock sowie an der Jerusalemer Academy of Music and Dance studierte Claudia Roick Gesang. Auf der Bühne war ´sie bereits als „Zerlinda“ in Don Giovanni oder als „Titania“ in „Ein Sommernachtstraum“ zu sehen. Nach einem Ballettstück der musikalischen Komödie der Oper Leipzig aus Sergej Prokofjew „Romeo und Julia“ gehörte die Bühne nun für zwei Stücke aus dem Bereich Musical Marvin Scott. Der lyrische Tenor wurde in Brooklyn geboren und an der Catholic University of America ausgebildet. Sein musikalisches Repertoire umfasst Opern genauso wie Musicalrollen. Er sang bereits Titelrollen in „Rigoletto“ oder „Cosi fan tutte“ genauso wie etwa „Die Zauberflöte“ oder „La Bohème“. Auf dem Gendarmenmarkt präsentierte er dem begeisterten Publikum von F.Wildhorn „This is The Moment“ aus dem Musical „Jekyll and Hyde“ bzw. von I.Mills „Minnie The Moocher“. Aber auch sein Opernrepertoire stellte er dem Publikum vor mit Giacomo Puccinis herzzerreißenderrr Arie „Nessun dorma“ aus „Turandot“.

Ladypower kam mit dem folgenden „Swingmedley“ auf, performt von den charmanten Damen „Three Ladies“. Dieses Terzett besteht eigentlich nicht aus drei, sondern aus vier Ladies. Durch parallele Theater-Engagements wechselt die Besetzung des Trios immer mal wieder. Für ein großes, internationales Gala-Event wurde 2001 ein hochwertiges Showprogramm gesucht und drei der damaligen Studentinnen der Universität der Künste ausgewählt. Das Ergebnis kam so gut an, dass in kurzer Zeit weitere Auftritte der Three Ladies bei diversen Events und Konzerten folgten.

PAUSE

Lars Redlich eröffnete den zweiten Teil des Eröffnungabends mit „Music was my First Love“ von J. Miles und gab damit die musikalische Botschaft dieses Abends preis. Gleich im Anschluss erfreute sich der Gendarmenmarkt eines Echo-Gewinners und vier Gold-Platten Besitzers. Der gebürtige Karlsruher Laith Al-Deen prägte in den vergangenen Jahren mit deutschen Popsongs das kollektive Hörgedächtnis der Bundesrepublik. Mit über einer Million verkauften Tonträgern, vier Gold-Alben, Echo-Nominierungen und zahlreichen Single-Hits legte er eine beeindruckende Karriere hin. Vor gut drei Jahren jedoch, hatte er den Spaß an der Musik und das Gefühl in seiner Musik zu Hause zu sein verloren. Mitte 2013 kam die Klarheit und Zuversicht zurück, und so entstand „Was, wenn alles gut geht“ als ein Album an das Leben und den Mut aus einer Krise gestärkt hervor zu gehen.

Auf dem Gendarmenmarkt sang Laith Al Deen daher „Dein Lied“, „Was, wenn alles gut geht“ und natürlich „Bilder von Dir“. Im Anschluss brillierte Lars Redlich als Frank N Furter mit „Sweet Transvestite“ aus Richard O Briens „Rocky Horror Show“, bevor wir von Patricia Meeden in die Welt der Filmmusik entführt worden sind. Die gebürtige Berlinerin mit kubanischen und dänischen Wurzeln, erhielt ihre Tanzausbildung mit Diplom an der Staatlichen Balletschule Berlin. Als 18jährige gab sie ihr Debüt bei „Cats“ und spielte in den Folgejahren immer wieder in Musicals mit. Auch im Bereich des Fernsehen ist sie unter anderem in „Anna und die Liebe“ oder „Soko Leipzig“ zu sehen gewesen. Sie sang aus „The Bodyguard“ den Titel „I have Nothing“ von Dean Foster und L. Thomson, sowie „Time of my Life“ aus „Dirty Dancing“.

Interessant war nun der Wechsel hin zu Jazzmusik, denn mit Joja Wendt, wurde ein weiterer Star auf den Gendarmenmarkt geladen. Er ist der Träger des Louis Armstrong Preises und bekannt als internationaler Jazzkünstler. Er standeits mit Jerry Lee Lewis, Chuck Berry oder Joe Cocker auf der Bühne. Als er schließlich mit „Stomping at the Savoy“ begann und zu „Sommer Presto“ von Vivaldi überwechselte, riss er das Publikum zu einem Begeisterungssturm hin. Die sonstige Distanz zwischen Publikum und Bühne war dahin, was nicht zuletzt diesen Auftritt so besonders gemacht hat. Der Erste Abend neigte sich auch dem Finale zu langsam, welches mit Feuerwerk über dem Konzerthaus angekündigt wurde. Als dann das Deutsche Filmorchester Babelsberg zu „Raiders March“ aus dem Film „Indiana Jones“ ansetzte stiegen die Fontänen nur so in die Luft und setzten den Zauber der First Night noch beeindruckend in den Nachthimmel um! (Maximilian Nitzschke)

Webadresse der Band: www.classicopenair.de


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