PATRICIA VONE - Rattle My Cage


Erstveröffentlichung: CD 2016 / String Commander / Indigo

Patricia Vonne – Rattle My Cage
(VÖ: 22.04.2016 String Commander/ Indigo)

Patricia Vonne hat sich als eine außergewöhnliche und ganz eigenständige Künstlerin erwiesen. Die in San Antonio geborene und aufgewachsene Chicana hat jeden indigenen musikalischen Stil den Texas zu bieten hat in sich aufgesogen und bildet daraus eine kraftvolle latin- angehauchte Folkrock Platte. Auf „Rattle My Cage“ ist die Sängerin, Songwriterin, Bandchefin, Schauspielerin und Schwester des bekannten texanischen Regisseurs Robert Rodriguez (Desperado, From Dusk Till Dawn, Sin City) bei ihrer Zusammenarbeit mit den angesehensten Musikern aus Texas zu bewundern. Das sind z.b. Doyle Bramhal, Alejandro Escovedo, Rosie Flores sowie Johnny Reno.
Das zehn Songs umfassende Album ist durchflutet von Leidenschaft, herzergreifendem Tiefgang und der Entschlossenheit, die Musik zum Lebensinhalt zu machen. Wenn man so möchte ein Destillat aus der multikulturellen, rockigen, staubigen, wüstendurchtränkten Borderland Roots Stil.
Der Titeltrack „Rattle My Cage“ wurde von Johnny Reno mitgeschrieben und eröffnet das Album mit einem Ausbruch von hyper-dynamischen Gitarren Rock, gesprenkelt mit den Eindrücken der sexy muskulösen, aufgemotzten Hot-Rods, die alljährlich beim „Lonestar Rod & Kustom Round Up“ in Austin zur Schau gestellt werden. Ihre Zusammenarbeit mit Alejandro Escovedo auf „Ravage Your Heart“ ist ein Mid-Tempo Rock-Kraftwerk und „Tequileros“ eine berauschende Tex-Mex Party, die zusammen mit den Flamenco-Rockern „Del Castillo“ verfasst wurde.
Patricia Vonne zeigt die Bandbreite der Einflüsse und Stile, die ihre Musik prägen, mit dem Latin-angehauchten, flehend romantischen „Que Maravilla“, dem klassischen, schmachtenden Cafee-Piano Stück „Bitter-Need“ und dem bissigen iberischen Tanz von „Dulce Refugio“. Einen ihrer stolzen Momente auf dem Album hat Patricia Vonne mit dem bluesdurchtränkten Lamento „Dark Mile“, das sie zusammen mit der Texas Legende Doyle Bramhall erschaffen hat.
Ihr Set beendet die Künstlerin mit einem Show-Off auf E- und Akustik-Gitarre in der lebendigen Southwestern Instrumentalnummer „Mexicali de Chispa“, welches sie mit ihrem Bruder Robert Rodriguez komponiert hat. Insgesamt erinnert das Album nicht selten an Vorlagen für Filme, ist mitreißend und kraftvoll gepaart mit Hingabe und texanischem Heißblut. Sehr gelungene Mischung!



(Maximilian Nitzschke)



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