BEAT FARMERS - Heading North 53°N 8°E - Live in Bremen


Erstveröffentlichung: CD 2016 / MIG Music GmbH

Beat Farmers – Heading North 53°N 8°E – Live in Bremen
(VÖ: 16.Dezember 2016 MIG Music GmbH)


Cowpunk nannten die Beat Farmers ihren 1988 doch recht eigentümlichen Mix aus Rock n Roll, Rockabilly, Americana, Blues, Folk- und Country-Elementen. Ein bisschen ließen sich Vergleiche ziehen mit Jason & The Scorchers, die fast zur gleichen Zeit wie die Beat Farmers versuchten, den Markt zu erobern. In eine ähnliche Richtung gingen damals auch Bands wie „Nine Pound Hammer“ aus Kentucky oder die „Blasters“ aus Los Angeles. Wie die „Blasters“ kamen die Beat Farmers auch aus dem Sonnenstaat Kalifornien, genauer gesagt: aus San Diego.
1983 hatten Dick Montana und Jerry Raney dort die Band gegründet, komplettiert wurde das Quartett durch den Gitarristen Bernard „Buddy Blue“ Seigal und den Bassisten Rolle Love, beide von der Rockabilly-Band „The Rockin Roulettes“. Ein Jahr später kam dann bereits auf Rhino Records der erste Longplayer „Tales of the New West“ in die Plattenläden. 1987 folgte das dritte Album „The Pursuit of Happiness“. Bernard hatte die Band inzwischen verlassen und Joey Harris sprang ein. Nun waren die Beat Farmers vollends in der Spur. Das Album war rocklastiger und druckvoller als der Vorgänger „Van Go“. Mit „Hollywood Hills“ hatte die Band ihre Übernummer geschaffen, lediglich die Singleauskoppelung „Make it Last“ wurde noch von den amerikanischen Country-Sendern gespielt. Der Büffel auf dem Cover wurde zum neuen Markenzeichen der Band.
Im Frühsommer 1987 gingen die Beat Farmers auch in Europa auf Tournee. Das nun veröffentlichte Konzert voller gefühlvoller und kraftvoller Rockabilly und Country Songs wurde am 29.Mai im Bremer „Modernes“ aufgezeichnet. Man hört die Band war laut, rockig, dreckig, rotzig und voller Elan. Sie spielten gleichzeitig mit Punk- und Rockabilly-Attitüden und huldigten dennoch der Countrymusik. Wenngleich das Konzert schon Jahre auf dem Buckel hat, so bildet es doch ein beeindruckendes Zeugnis dieser Musiklegenden ab. Es lohnt sich!


(Maximilian Nitzschke)



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