MORGAINE - Wir sind eins


Erstveröffentlichung: CD 2016 / Digitale Dissidenz

Morgaine – Wir sind eins
(VÖ: 30.09.2016 Digitale Dissidenz)

Musik ist Liebe, so lautet das Motto der Friedenssängerin Morgaine, welche mit 23 Jahren ihr Debütalbum „Wir sind eins“ präsentiert. Die in Wien lebende Künstlerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, auch für die Kleinen und Schwachen einzustehen – und in diesem Sinne auch den bereits Verstummten eine Stimme zu verleihen. Ihre Lieder drehen sich um das große Ganze, so wie es sich gerade auch in den kleinen Dingen manifestiert. Sie singt von universeller Ganzheitlichkeit, über das Sein, das Bewusstsein und die damit verbundene Verantwortung – für sich selbst, für Mitmenschen, für Tiere, für die Erde und für das Leben an sich. Doch Morgaine schreibt nicht einfach nur Lieder und singt – bezaubernd- dazu. Sie lebt auch privat vegan und konsequent straight edge, denn „Kriege beginnen schon im Kleinen und in uns selbst“. Dass der Schlüssel zu einer besseren Welt im Selbst verborgen liegt und vielleicht nur darauf wartet, gefunden und genutzt zu werden, wird zum Leitgedanken ihrer künstlerischen Arbeit. Ihr Schaffen ist dem Weltfrieden gewidmet, im Innen und Außen. Sie will den Hörer berühren, was ihr bei mir auch gelingt. Mit ihrer sanften und zugleich ausdrucksstarken Stimme erreicht sie das Herz des Hörers und lässt ihn spüren, dass da noch etwas mehr ist als Konsumterror, Stress und Hektik. Sie baut dafür akustische Klanglandschaften aus einem kontinuierlichen Wechselspiel von Gitarren und Geige, untermalt von Klaviermusik. Ihre Texte sind tiefsinnig und ermuntern dazu, Mitgefühl, Offenheit und Mut im Leben wieder mehr Raum zu lassen. Morgaines Botschaft erinnert uns daran, woher wir kommen und warum wir überhaupt hier sind. Sicher nicht, um uns selbstvergessen den Lebensgrundlagen zu berauben. Ihr Album ist eine bedingungslose Liebeserklärung an Emotionen im Zeitalter der Smartphones, Flüchtlingsströme und der Angst. Es ist Hoffnung und Kraft in ihrer Musik die mich persönlich sehr überzeugt hat. Insgesamt betrachtet ist das Album ein emotionaler Steilpass – für engagierte Weltverbesserer, für die noch Suchenden und für gebrochene Herzen, die der Heilung bedürfen.
(Maximilian Nitzschke)



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