KRAYENZEIT - Von Mond und Schatten


Erstveröffentlichung: CD 2017 / Oblivion / SPV

Krayenzeit – Von Mond und Schatten
(VÖ: 27.10.2017 Oblivion/SPV)

Ein Jahr nach ihrem erfolgreichen zweiten Album „Tenebra“ sind Krayenzeit nun zurück und veröffentlichen Ende Oktober ihren neuesten Longplayer „Von Mond und Schatten“.
Die Band hat sich hörbar weiterentwickelt und das Songwriting zeigt eine bis dahin ungekannte Bandbreite und Experimentierfreudigkeit. Ob Anklänge an Metall, ob Folk oder doch lieber balladesk- Krayenzeit präsentieren sich energiegeladen, tanzbar und emotional wie nie zuvor.
Drehleier, Geige, Flöte, Rauschpfeife und Cello paaren sich mit handfester E-Gitarrenmusik, die direkt ins Blut geht. Für Abrundung des Albums sorgen Gastauftritte von Genrekollegen, so etwa von Anna Katharina Kränzlein (ex Schandmaul), Anna Murphy (ex Eluveitie), Katja Moslehner (ex Faun), Malte Hoyer (Versengold), und Aello (Harpyie).

Mit einem choralen Intro wird der Hörer zunächst auf eine falsche Fährte gelockt, denn so getragen bleibt es keineswegs. Mit „Spieglein, Spieglein“ wird die Richtung vorgegeben, energiegeladen und tanzbar, geht die Melodie sofort in Ohr und Bein. Textlich klagt Krayenzeit die Oberflächlichkeit von Menschen an. Wie falsch doch ein Lächeln sein kann, wenn man im Inneren leer und kalt ist.
Die erste Ballade erklingt mit „Am Leben“, welches als Duett gestaltet wurde und von Flöten und sanft gespielter Gitarre begleitet wird. Wieder treibend und tanzbar geht es gleich mit „Wir Sind die Sünde“ weiter. Der Rhythmus geht ins Blut und unweigerlich ins Bein, ein ganz sicherer Partykracher für die Livekonzerte. Solche Songs finden sich etliche unter den insgesamt fünfzehn Stücken. Auch Mystik und etwas Düsternis fehlen dem Album nicht, denn auf einen Flug mit der „Krähenkönigin“ laden uns Krayenzeit gleich im Anschluss ein. Immer wieder finden sich Bezüge zum namensgebenden Rabenvogel. Nach Ausflügen in Richtung Folk-Punk und Metall, wird es mit „Nirgendmeer“ erneut wunderschön balladesk. Den Song trägt der gefühlvolle Gesang von Markus Engelfried, welcher vom Verlust und dem Abschied singt. Ohne Taschentücher und Tränen im Auge wird dieser Song nicht am Hörer vorbeigehen! Mit dem Song „Ikarus“ wird die Sehnsucht nach der Möglichkeit sich von allen Fesseln des Lebens zu befreien angesprochen. Geigen und Schlagzeug bilden dabei den Klangteppich zum abheben. Augenzwinkernd dann der Abschluss mit „Vogelhochzeit“, wo der Hörer unweigerlich über den Text schmunzeln wird.

Um das neue Album gebührend zu promoten, begleiten Krayenzeit ihre Freunde von Schandmaul im Herbst auf deren Tour „Von Leuchtfeuern und anderen Halunken“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz und werden 2018 mit Harpyie zusammen unterwegs sein.
(Maximilian Nitzschke)



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