CHIASM - Relapse


Erstveröffentlichung: CD 2005 / COP International / Al!ve

Frauen erobern die Electro-Szene...neue Folge.

CHIASM ist Emileigh Rohn im Alleingang, die mit „Relapse“ ihr zweites, selbst produziertes und über COP veröffentlichtes Album vorlegt. Schon vor dem abspielen der CD wird man neugierig, da das Booklet sehr schön gestaltet ist. Musikalisch gibt es Electro-Sound, der sich aus allen Unterarten dieser Musik ausgiebig bedient und einen recht eigenen Mix daraus bastelt, dabei fallen einem zu fast jedem Stück andere Vergleiche ein, so ist „Embryonic“ ein sehr schön waviger Titel, der wie eine Mischung aus Chris & Cosey und Untoten klingt, „Delay“ könnte von der früheren Anne Clark stammen und so weiter. Die meisten Titel sind durchaus tanzbar, hier und da hätte etwas mehr Druck der Produktion allerdings gut getan. Die Stimme, die meiner Meinung nach (im Gegesatz zur Aussage im Waschzettel) so gar keine Erinnerungen an Björk weckt, ist hier und da etwas dünn und nicht besonders in den Vordergrund gemischt, so dass der Wiedererkennungswert nicht unbedingt darauf beruht. Electro-Wave, Future Pop, Dark Wave, EBM und sogar Italo-Disco-Anklänge (in „Rewind“) und vieles mehr findet man auf dem Album, so dass jeder, der in irgendeiner Form Electro mag, mal reinhören sollte. Die Mehrzahl der Stücke gefällt mir richtig gut, allerdings ohne, dass ich nun in Jubelschreie ausbrechen würde. Vielleicht etwas verwegen, aber wem Client gefällt, sollte auch mal Chiasm antesten, wenn eine ordentliche Portion Wave-Feeling nicht stört. Speziell für den Clubeinsatz dürften die so genannten „Bonus Tracks“ sein (gibt es eine Veröffentlichung ohne die Stücke, oder was ist daran „Bonus“?), bei denen es sich um Remixe zweier Songs handelt. (A.P.)



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