THE CURE - Join The Dots


Erstveröffentlichung: CD-Boxset 2004 / Fiction / Polydor

Gerüchteweise tauchte eine geplante Zusammenstellung der Cure-B-Seiten in den letzten Jahren immer mal wieder auf, da viele Tracks nur auf längst vergriffenem Vinyl erschienen sind und zudem viele B-Seiten Tracks bei durchschnittlichen Bands locker Singles wären.

Vor einigen Monaten wurde dann tatsächlich offiziell solch eine Compilation angekündigt, doch in ganz anderer Form, als jeder erwartete. Robert Smith höchstpersönlich hat sich hingesetzt und neben allen B-Seiten auch jede Menge weitere rare Stücke und Unveröffentlichtes ausgegraben und auf sagenhaften 4 CDs verewigt. Das ganze kommt wunderschön verpackt in einem über 70-seitigen Buch mit vielen unbekannten Fotos, einer kurzen Bandgeschichte und der Discographie der Fiction-Jahre, sowie ausführlicher Credits zu jedem Song.

Die Sammlung umfasst die Jahre 1979 bis 2001, also die Zeit, in der THE CURE bei Fiction/Polydor unter Vertrag waren.

CD1 enthält alle B-Seiten der frühen Zeit bis einschließlich 1986, als „Boys Don´t Cry“ re-released wurde. Übrigens wurde das Cover der Maxi auch leicht bearbeitet für „Join The Dots“ verwendet, ist es doch eines der bekanntesten Robert Smith-Bilder überhaupt, das zigtausendfach als Poster in Wohnungen aufgehängt wurde. Es beginnt mit „10:15 Saturday Night“, dem Song, der fast legendärer als die A-Seite „Killing An Arab“ wurde. Extrem kultig sind auch „Pillbox Tales“ und „Do The Hansa“ von der ´86er „Boys Don´t Cry“ Maxi, sowie „Happy The Man“ von der „Caterpillar“ Single. Zwei meiner ewigen Lieblingslieder von THE CURE sind „The Exploding Boy“ und „A Few Hours After This“ von der „In between Days“ Maxi. Dazu findet man die Flexi-Disc Version von „Lament“, die komplett anders als die bekanntere Version von „Japanese Whispers“ daher kommt.

CD2 präsentiert die Zeit von „Kiss Me Kiss Me Kiss Me!!!“ bis „Mixed Up“, wobei besonders Tracks wie „Breathe“, „A Chain Of Flowers“ und „Snow In Summer“ die eingängigste Seite der Band zeigen. Erwähnenswert auch „2 Late“ und „Fear Of Ghosts“ von der „Lovesong“ Maxi, besonders, weil der A-Seiten Track eine der schwächsten CURE-Singles neben „Hot Hot Hot“ war. Schön, wenn eine B-Seite dann derartig entschädigt und versöhnt. Besonderheiten auf dieser CD sind natürlich die drei Versionen des Doors-Covers „Hello, I Love You“, wobei ein langer Mix bisher offiziell unveröffentlicht war. Dazu das wunderschöne „To The Sky“ vom „Stranger Than Fiction“-Promo-Sampler.

CD3 führt uns in die Jahre 1992 bis 1996, also zu den Alben „Wish“ und „Wild Mood Swings“. Sehr schön sind Titel wie „This Twilight Garden“, „Play“ und „The Big Hand“, dazu gibt es „Burn“ vom „The Crow“-Soundtrack, zwei Versionen vom Jimi Hendrix-Cover „Purple Haze“, eine unveröffentlichte 12“-Version von „Doing The Unstuck“, das Bowie-Cover „Young Americans“ und „Dredd Song“ vom „Judge Dredd“-Soundtrack.

CD4 schließlich stellt die Zeit von 1996 bis 2001 vor, unter anderem das Depeche Mode Cover „World In My Eyes“, das unveröffentlichte „Possession“, „More Than This“ vom „Akte X – Der Film“-Soundtrack, Remixe von „Out Of This World“ und „Maybe Someday“ und schließlich einen Chill-Out-Remix von „A Forest“.

Natürlich sind damit noch lange nicht alle der 70 enthaltenen Titel genannt, aber der Fan weiß natürlich, dass es da noch vieles wunderschönes zu hören gibt, so dass selbst für harte Sammler der Kauf zur Pflicht wird. Nichtkenner von THE CURE sollten vielleicht erstmal eine der Best Ofs kaufen, alle anderen müssen hier definitiv zuschlagen. Das CURE-Jahr 2004 ist eröffnet! (A.P.)

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Webadresse der Band: www.thecure.com


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