DIE ÄRZTE - Rockgiganten vs. Strassenköter


Erstveröffentlichung: Split-CD / Metronome

Eigentlich ist das hier eher eine Maxi-CD und sie enthält vier Songs zweier Bands, die sich da nennen TERRORGRUPPE und DIE ÄRZTE, die mit jeweils zwei Stücken vertreten sind. Der Clou an der Geschichte ist, daß die TERRORGRUPPE zwei ÄRZTE-Songs covert und anders rum. Die TERRORGRUPPE thront dann also auf mit ""Mach die Augen zu"" und ""Kopfüber in die Hölle"", zu denen eigentlich nicht viel zu sagen ist, da sie im typischen TERROR-Sound rüberkommen. Zu ""Namen vergessen"", gespielt von den ÄRZTEN gibt es auch nicht viel zu sagen, das Stück ist auch von den ÄRZTEN gelungen. Bei ""Rumhängen"" haben sich die Docs aber was einfallen lassen und überreichen uns eine monumentale, fast klassische Version, die auch gut und gerne von Laibach kommen könnte. Interessantes Machwerk also, das eigentlich noch um ein paar weitere Stücke hätte erweitert werden können. (H.H.)

THE CURE - Paris


Erstveröffentlichung: CD 1993 / Fiction / Polydor

Während ""Show"" das poppige Livealbum des Jahres 1993 war, dürften alle ""alten"" Fans mit der düsteren ""Paris"" Livescheibe absolut zufrieden gestellt sein. Alleine wenn man sich die Tracklist ansieht, läuft einem das Wasser im Munde zusammen: ""The Figurehead"", ""One Hundred Years"", ""At Night"", ""Play For Today"", ""In Your House"", ""Dressing Up"" und ""Charlotte Sometimes"", dazu noch einige weitere Songs, die sich reibungslos einfügen. Naja, bis auf das unsägliche ""Lovesong"" sind eigentlich alle Lieder großartig, so dass man diese Live-CD bedingungslos empfehlen kann. Eigentlich fehlt jetzt nur noch die stets tolle Lightshow, die man von den Konzerten kennt, aber eine Live-DVD wird ja auch irgendwann kommen. (A.P.)

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THE CURE - Show


Erstveröffentlichung: Doppel-CD 1993 / Fiction / Polydor

Mit ""Concert"" haben THE CURE 1984 ihr erstes Live-Album abgeliefert, das ich bis heute als großartig ansehe, vor allem wegen der genialen ""Shake Dog Shake"" Version. 1989/90 folgte dann Entreat"" und bereits 1993, nach der Tour zum ""Wish"" Album folgten ""Paris"", das die eher dunklen Songs enthält, und ""Show"", das beinahe als eine Art Best Of... für den ""Gelegenheits""-Fan durchgeht. Der Sound ist okay und zum Glück wohl nicht besonders im Studio nach bearbeitet. Das Programm besteht durchgehend aus Songs vom ""Wish"" Album und Singles. Bandklassiker wie ""The Walk"", ""Let´s Go To Bed"", ""Lullaby"" und ""In Between Days"" wechseln sich mit ""Wish""- Stücken wie ""Open""und ""Trust"" ab. Dazu natürlich der beste Song des Albums ""From The Edge Of The Deep Green Sea"" und eine tolle Version von ""Doing The Unstuck"", ein Lied, das bisher immer ziemlich an mir vorbei gegangen war...

Da hier die eher eingängigen Songs in teilweise sehr schönen Versionen geboten werden, kann man die CD sogar Leuten empfehlen, die THE CURE bisher noch nicht kannten. Als Einstieg durchaus geeignet. Wenn man dann gleich noch die düsterere ""Paris"" hinterher schiebt, erhält man einen ganz ordentlichen Rundumblick über (zum damaligen Zeitpunkt) 15 Jahre THE CURE. ( (A.P.)

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THE CURE - High


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 1992 / Fiction / Polydor

Das ""Wish"" Album dürfte besonders wegen der Single ""Friday I´M In Love"" das bisher kommerziell erfolreichste CURE-Album sein, aber auch die Vorabsingle ""High"" hätte eigentlich das Zeug zu einem Charthit gehabt, ist sie doch mit das eingängigste, was Robert Smith und seine Mannen je veröffentlicht haben. Eine zuckersüße Melodie frißt sich ins Ohr des Hörers und will einfach nicht mehr daraus verschwinden.

Die MCD enthält neben der normalen Version auch noch einen arg seichten längeren ""Higher Mix"" und die non-album-Titel ""This Twilight Garden"", der vor allem Fans von The Essence gefallen dürfte, und ""Play"". Seit ""Love Cats"" und ""In Between Days"" waren THE CURE nie wieder so poppig, wie in dieser Phase Anfang der 90er. Das ändert aber natürlich nichts daran, daß ""High"" ein genialer Ohrwurm ist.

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THE CURE - Wish


Erstveröffentlichung: CD 1992 / Fiction / Polydor

Ich kann es gleich vorwegnehmen, abgesehen von „Mixed Up“ halte ich „Wish“ für das schwächste CURE-Album, obwohl es im Vergleich zu der Popmusik, die sonst so in den Charts herumirrt natürlich immer noch grandios ist. Kommerziell gesehen war „Wish“ wohl das erfolgreichste Album der Gruppe, was durch Chart-Hits wie „High“, „A Letter To Elise“ und vor allem natürlich „Friday I´m In Love“ unterstrichen wird. Bester Titel der Platte ist das wunderschöne „From The Edge Of The Deep Green Sea“, der Rest plätschert irgendwie so vor sich hin, meist eingängig, weil sehr glatt produziert, die typischen Überraschungen von CURE fehlen einfach irgendwie. So schlecht, wie das jetzt alles klingt, ist „Wish“ natürlich nicht wirklich, aber verglichen mit dem genialen Vorgänger „Disintegration“ sieht die Platte doch ein wenig blaß aus, da hilft auch nicht das knallrote Cover. Naja, jede Gruppe darf sich mal einen Ausrutscher leisten. (A.P.)

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THE CURE - Hot! Hot! Hot!


Erstveröffentlichung: 12 Inch 1988 / Fiction / Polydor

Hier handelt es sich um eine reine Promo-Pressung aus England mit einem fast neutralen, roten Cover. Die Versionen sind die gleichen, wie auf der normalen Maxi, nur fehlt hier der ""Hot Hot Hot !!!"" Remix.. Insofern wohl nur für ganz extreme Sammler interessant. Ganz nebenbei bemerkt finde ich, daß ""Hot Hot Hot !!!"" so ziemlich der schlechteste CURE-Song aller Zeiten ist und auch ""Hey You"" reicht mir auf der ""Kiss Me..."" Doppel-LP. (A.P.)

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THE CURE - Disintegration


Erstveröffentlichung: CD 1989 / Fiction / Polydor

Nach einigen Popalben wie „The Head On The Door“ und „Kiss Me Kiss Me Kiss Me !!!“ besann sich Robert Smith Ende der 80er Jahre auf seine Stärke, düstere, epische Songs zu schreiben und es erschien eines der besten CURE-Alben bis zum heutigen Tag, „Disintegration“. Die Platte klingt insgesamt wie eine Fortführung des auf „Seventeen Seconds“ und vor allem „Faith“ begonnenen Weges und hat mit „Plainsong“ wohl den musikalisch bombastischsten Opener aller CURE-Platten, der auch live die Hallen erbeben ließ und zu meinen Lieblingsliedern (nicht nur von THE CURE) gehört. Es folgt das eingängige und deshalb wohl auch als Single ausgekoppelte, „Pictures Of You“ und dann einer der etwas unterbewerteten Songs „Closedown“, der eine wunderschöne melancholische Melodie hat und beinahe ebenso monumental wie „Plainsong“ ist. Den poppigsten Titel „Lovesong“ überhören wir mal geflissentlich, denn er ist der einzige Ausfall auf „Disintegration“, obwohl er wohl als eine der bekanntesten Singles der Gruppe gelten dürfte (die MCD enthält übrigens mit „Fear Of Ghosts“ und „2 Late“ zwei tolle Songs, so daß man sie trotz des schnulzigen Titelliedes kaufen sollte). Dann kommt mit „The Last Dance“ einer der beiden Titel, die auf der LP-Version nicht enthalten sind. Das Lied leitet ein, was die zweite Hälfte der Platte in Perfektion bietet und ist zu einem beliebten Livesong geworden. „Lullaby“ dürfte einer der kommerziell erfolgreichsten CURE-Titel sein und beweist, daß Popmusik nicht immer hohl sein muß, sondern auf Tiefe haben kann. Wie eine Fortsetzung des genialen „Shake Dog Shake“ von 1984 klingt das düstere „Fascination Street“, das bei nicht wenigen Fans zu den Lieblingsliedern gehört. „Prayers For Rain“ ist ein weiteres monumentales Epos, das den Stil der Band Ende der 80er perfekt widerspiegelt. „The Same Deep Water As You“ gehört ebenso zu den CURE-Klassikern und klingt wie eine musikalische Weiterentwicklung des Titels „Faith“ von 1981, brilliant. Es folgt der Titelsong „Disintegration“, der düster-treibend vor allem live seine ganze Genialität entfaltet, aber auch in der richtigen Lautstärke zu Hause gehört Magie verstrahlt. Sowieso sollte man die ganze CD recht laut hören, einen entsprechenden Hinweis gibt auch das Cover, sonst überhört man möglicherweise viele Kleinigkeiten. „Homesick“ ist der zweite Bonustrack gegenüber der LP und reiht sich nahtlos in die vorhergehenden Songs ein. Ausklingen tut das Album weniger dunkel mit „Untitled“, das ein wenig die Stimmung eines Sonnenaufganges nach einer am Strand verbrachten Nacht mit traurigen Gedanken verbreitet. Damit sind gut 70 Minuten traumhafte Musik zu Ende und bleibt nichts weiter zu sagen, als daß „Disintegration“ ein moderner Popmusik-Klassiker ist und THE CURE auf einem der Höhepunkte ihres Schaffens zeigt. Wenn man nur drei CURE-Alben kaufen möchte, sollte dieses auf jeden Fall dabei sein. (A.P.)

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THE CURE - Kiss Me Kiss Me Kiss Me


Erstveröffentlichung: CD 1987 / Fiction / Polydor

„Kiss Me Kiss Me Kiss Me“ war der endgültige weltweite Durchbruch von THE CURE, der mit Top Hits wie „Why Can´t I Be You“ und „Just Like Heaven“ eindrucksvoll untermauert wurde. In jedem Fall ist diese Platte die vielseitigste der Mannen um Robert Smith. Der sehr monumentale, düstere Opener „The Kiss“ ist etwas irreführend, wenn man bedenkt, was danach so alles folgt. Dennoch hat „The Kiss“ mit Sicherheit erstmal die „alten“ Fans der Band gefesselt, bevor das existentialistische „Catch“ (ebenfalls eine Singleauskopplung) folgt. Danach rockt die Gruppe bei „Torture“ und „All I Want“ richtig los, macht einen auf Psychedelic mit Stücken wie „If Only Tonight We Could Sleep“ und „The Snakepit“. Für die Tanztempel der ganzen Welt empfiehlt sich „Why Can´t I Be You?“, funkig wird´s bei der Single „Hot Hot Hot!!!“ (meiner Meinung nach der schlechteste CURE-Song ever!). Reinsten Pop hört man bei „Just Like Heaven“ und „How Beautiful You Are“, traumhafte Balladen sind „One More Time“ und „A Thousand Hours“, locker an „Pornography“-Zeiten erinnern „Icing Sugar“ und „Shiver And Shake“, „The Perfect Girl“ könnte direkt von „The Head On The Door“ stammen und „Fight“ ist eine für Robert Smith ungewöhnliche Aufforderung, niemals aufzugeben. Mein heimlicher Hit der Platte und ein irgendwie typischer CURE-Titel ist „Like Cuckatoos“. Die Doppel-LP enthält zusätzlich den Track „Hey You!!!“ der wie eine typische CURE-Single B-Seite klingt und als solche auch später nochmal benutzt wurde.
Mit „Kiss Me Kiss Me Kiss Me“ haben THE CURE gezeigt, daß sie alle Musikstile beherrschen, letztendlich aber ihren ganz eigenen gefunden haben. Ab dieser Platte brauchte die Band niemandem mehr etwas beweisen und konnte fortan machen, was sie wollte und genau das macht die Platte zu einem großartigen Werk. (A.P.)

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THE CURE - Staring At The Sea - The Singles


Erstveröffentlichung: CD 1986 / Fiction / Metronome

Diese Zusammenstellung enthält die ersten 13 Singles von THE CURE aus der Zeit von 1979 bis 1985 und zusätzlich 4 weitere Songs , die auf der LP-Version nicht enthalten sind.
Was soll man zu THE CURE noch groß schreiben? Sie waren und sind eigentlich eine der besten Wave- UND Pop-Bands und haben über die Jahre hinweg ihren ganz eigenen Stil entwickelt, der zwar oft kopiert, aber nie erreicht wurde und wird. Von den punkbeeinflussten Frühwerken „Killing an Arab“ und „Boys don´t cry“ über die düsteren Klassiker „A Forest“ und „The Hanging Garden“ bis hin zu den discotauglichen Singles „The Walk“ und „The Lovecats“ und den reinen Popsongs „In between Days“ und „Close to me“ ist alles enthalten, was die Gruppe in der ersten Hälfte der 80er als Single veröffentlicht hat. Nicht nötig zu sagen, daß kein Ausfall auf der CD ist. CURE waren so maßstabssetzend für eine ganze Musikrichtung, daß eine Wertung der CD eigentlich nicht nötig ist. Wer die Band tatsächlich noch gar nicht kennt, sollte sich über diese Zusammenstellung an die anderen Alben der Band herantasten, enttäuscht wird sicherlich niemand, der sich für New Wave oder die etwas dunklere Seite der Popmusik interessiert. (A.P.)

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THE CURE - The Top


Erstveröffentlichung: CD 1984 / Fiction / Polydor

Lange Zeit war ""The Top"" mein Lieblingsalbum von THE CURE, bis sich das hin zu ""Pornography"" und ""Disintegration"" verschob.

Nach der Düsternis von ""Pornography"" und den Pop-Singles, die auf ""Japanese Whispers"" zusammengefasst wurden, bietet ""The Top"" eine fast perfekte Mischung dieser Extreme mit einem großen Schuß Psychedelia garniert. Auffallend ist bei diesem Album Robert Smith´s Hinwendung zu Tieren, wie man sie in Songtiteln wie ""Shake Dog Shake"", ""Bird Mad Girl"", ""The Caterpillar"", ""Piggy In The Mirror"" und ""Bananafishbones"" finden kann. Mit ""The Caterpillar"" war denn auch eine massentaugliche und erfolgreiche Singleauskopplung auf ""The Top"" zu finden. Weitaus bessere Songs waren auf der poppigen Seite jedoch ""Piggy In The Mirror"" und auf der psychedelisch-düsteren Seite ""The Empty World"", ""Wailing Wall"" und ""Dressing Up"", wobei letzteres genauso wie ""Shake Dog Shake"" zu einem beliebten Liveklassiker der Gruppe wurde. An ""Pornography""-Zeiten erinnert vor allem das brachiale ""Give Me It"". Mit dem Titelstück ""The Top"" endet das Album irgendwie hoffnungslos.

Den Stil dieser Platten haben THE CURE später auf ""Kiss Me Kiss Me Kiss Me"" in den Stücken ""The Kiss"", ""The Snakepit"" und ""If Only Tonight We Could Sleep"" wieder aufgegriffen. Obwohl ""The Top"" eingängig ist enthält das Album doch nicht so seichte Popsongs wie ""Japanese Whispers"" und wurde dennoch der endgültige Durchbruch der Band, die von nun an die ganz großen Hallen bei ihren Konzerte füllte. (A.P.)

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THE CURE - Concert - The Cure Live


Erstveröffentlichung: CD 1984 / Fiction / Metronome

Eigentlich stehe ich nicht so auf Live-Platten, denn nur selten können sie die echte Live-Atmosphäre wiederspiegeln. Nicht einmal „Entreat“, „Show“ und „Paris“ von CURE haben mich vollends überzeugt. Ganz anders „Concert“, hier zeigt sich wunderbar, was für eine großartige Live-Band die Engländer sínd. Das Album enthält fast ausschließlich CURE-Klassiker von „Charlotte Sometimes“ und „The Walk“ über „One Hundred Years“ und „A Forest“ bis „10:15 Saturday Night“ und „Killing An Arab“. Genial ist jedoch die Live-Version von „Shake Dog Shake“, die die Studioversion um ein vielfaches übertrifft. Obwohl die einzelnen Songs von verschiedenen Auftritten stammen, klingt die Platte wie aus einem Guß und hätten durchaus auch als ein einzelnes Konzert durchgehen können. Mit Sicherheit das beste CURE-Live-Album, nicht nur wegen der guten Songauswahl. (A.P.)

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