THE CURE - Seventeen Seconds


Erstveröffentlichung: CD 1980 / Fiction / Metronome

Mit dem zweiten Album „Seventeen Seconds“ fanden THE CURE nach dem eher aus unabhängig voneinander bestehenden Popsongs von „Three Imaginary Boys“ zu ihrem eigenen Stil, wohl auch durch den neuen Bassisten Simon Gallup, der der Band mit einer dreijährigen Unterbrechung bis heute treu geblieben ist. „Seventeen Seconds“ kennt man heute vor allem durch „A Forest“, einem der bekanntesten CURE-Songs überhaupt. Beliebt unter Fans sind aber auch immer noch die Live-Hits „Play For Today“ und „M“, doch auch alle anderen Lieder können den hohen Standard halten. Stilistisch ist dies wohl das „wavigste“ Album der Gruppe. Um 1980 war die große Punkexplosion vorbei und man konnte wieder Popmusik machen, die allerdings aufgrund der „Angst“ vor den bevorstehenden 80er Jahren (ich sage nur Helmut Kohl, Maggie Thatcher, Ronald Reagan...) eher dunkel, teilweise düster oder zumindest melancholisch angelegt war und mit dem Beat der 60er oder dem Schweinerock der 70er nichts mehr gemein hatte. New Wave wurde von einer Generation junger Leute gespielt, die sich an die Existenzialisten der 50er und 60er Jahre anlehnten, Vorbilder dürften wohl Gruppen wie Velvet Underground und die Doors gewesen sein. THE CURE waren nicht die erste Gruppe, die diesen Stil spielte, aber mit Abstand die erfolgreichste und sicherlich auch eine der einflußreichsten. Schon das Frontcover spiegelte die Stimmung der Songs wieder, bestand es doch aus dem verschwommenen Foto eines herbstlich-kahlen Waldes.. Die Musik ist noch nicht so morbide, wie auf dem Nachfolger „Faith“, der Sommerpop von „Three Imaginary Boys“ ist aber schon Lichtjahre entfernt. „Seventeen Seconds“ ist sicherlich eines der homogensten CURE-Alben und eines meiner liebsten. (A.P.)

Webadresse der Band: www.thecure.com


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