ASTRAL DOORS - Of The Son And The Father


Erstveröffentlichung: CD 2003 / locomotive Music

Wieder eine neue Band am Metalhimmel, die sich aufmacht, Fans in aller Welt zu erobern. ASTRAL DOORS kommen aus Schweden und frönen ihren Vorbildern Black Sabbath, Deep Purple, Dio und Rainbow. Wuchtiger Brachialmetal ist demzufolge das, was sie lieben und was sie tun. Insbesondere Sänger Patrik Johansson tut sein übriges dazu, der die perfekt passende Stimme mitbringt und sie zum besten gibt. Die perfekte Gitarrenarbeit, das originelle Riffing und die ausgeklügelten Songstrukturen runden das Bild ab. Gegründet hat sich ASTRAL DOORS im Jahre 2002 durch Joachim Nordlund und Johan Lindstedt. Aus dem Sound oben genannter Bands entwickelten sie ihren eigenen, recht eigenständigen Stil, der auch immer wieder ein bisschen Retro klingt. Die CD enthält ausschließlich selbstgeschriebene Songs, die von Peter Tätgren (Hypocrisy, Destruction, Pain) produziert wurden. Das ist sicherlich auch der Grund, warum die CD so einen guten und mitreißenden Sound hat. Als Anspieltips würde ich „Cloudbreaker“ und „Man On The Rock“ bezeichnen. (H.H.)

CUT - Songs For The Radio


Erstveröffentlichung: CD / Win Records/Epistrophy

Etwas ganz egozentrisches bringt uns das EPISTROPHY-Label aus Hannover. Es handelt sich um das Hannoveraner Duo CUT, die uns eine eigenwillige, aber interessante Musik ins Haus bringen. Im Jahre 1993 gegründet von Birger Löhl (Gitarre) und dem Los Angelaner Jason Kahn (Schlagzeug, Metall) arbeitet man heute an Musik, die zuallererst ziemlich jazzig ausfällt, in gleicher Wucht aber auch eine gehörige Portion Hardcore, Noise und teilweise ziemlich atonales Gebratze bringt, alles verdammt rhythmisch darbegoten zwischen recht ruhig und recht heftig. Die Musik ist sicherlich auch etwas gewöhnungsbedürftig, denn einfach wird es einem nicht mit dieser instrumentalen Musik gemacht. Aber das muß ja auch nicht sein, denn das wäre sonst wohl auch langweilig. (H.H.)

CYAN - Ricky´s Hand


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 1996 / Off Beat / SPV

Ich muss gestehen, dass ich von dieser Band nicht viel weiß, genaugenommen gar nichts und ich konnte auch nicht viel über sie herausfinden. Eigentlich ist das komisch, seit etlichen Jahren steht diese Maxi-CD in meinem Regal und ich wusste nur noch, dass „Ricky´s Hand“ wirklich nett ist. Als ich die Maxi-CD mal wieder einlegte, wurde mir bewusst, dass „Ricky´s Hand“ sogar ein echter Knaller ist und ich werde demnächst mal ein paar Recherche-Arbeiten unternehmen, um mehr von der Band auf CD zu kriegen. Fakt ist jedenfalls, dass ""Richy´s Hand"" eine Coverversion eines alten Fad Gadget-Stückes ist und das bei CYAN der ehemalige Sänger von THE ETERNAL AFFLICT singt. „Ricky´s Hand“ ist ein ganz toller und straight nach vorne gehender Popsong. Der „Radio Edit“ ist, wie nicht anders zu erwarten, radiokompatibel und verzichtet auf unnötige Schnörkel. Diese allerdings bietet der zweite Mix, der keinen „Mix-Zusatz“ im Namen hat, woraus ich schliesse, dass es sich um die Originalversion handelt. Hier gibt es einige Ecken und Kanten und der Track ist auch um einiges längern und auch um einiges geiler als der „Radio Edit“. Der „Electronic Pig-Mix“ ist nett, elektronisch und minimal, aber von den drei Versionen definitiv die schlechteste. Als letztes gibt es noch ein Stück namens „Wise After The Event“, das sehr düster um die Ecke kommt und zeigt, dass CYAN nicht nur Popsongs drauf haben. (H.H.)

CYBELE - Brightly Blackhearted


Erstveröffentlichung: CD / Voices Of Wonder

Eine reine Frauenband bestehend aus fünf weiblichen Damen, die sich nach einer mythologischen Gottheit genannt hat. CYBELE war, laut Info jedenfalls die Mutter aller Götter, die sich in einen Sterblichen verliebt hat und diesen wohl auch heiratete. Dieser Sterbliche hat CYBELE betrogen und diese wurde daraufhin derartig zornig, daß der arme Mann sich selbst kastriert hat und starb. CYBELE aber hat ihn nach drei Tagen wieder zurück ins Leben geholt. Soweit also erstmal die Sage, zurück zu CYBELE hier auf Erden. Gegründet hat sich die Band im Jahre 1994, viele Konzerte haben sie hinter sich und haben nun dieses Debutalbum bei VOICES OF WONDER herausgebracht. Musikalisch kann man CYBELE wohl am ehesten Richtung Gothicrock einordnen, wenn man dieses schon tun sollte. Wunderschöne Melodien und eine faszinierende Stimme machen den Sound von CYBELE aus, fast jeder Song ist hier erwähnenswert und ich denke, man darf hier getrost den Ausdruck „zauberhaft"" verwenden, wobei ich das nicht so verstehen möchte, daß dies hier alles „Gute-Wetter-Songs"" sind. Die Songs sind zwar (eigentlich) niemals hart oder aggressiv, aber haben eine unterschwellige Spannung parat, die es einem unmöglich macht, die CD vor dem Ende auszuschalten. Ich hoffe, ich habe Euch etwas neugierig gemacht, so daß Ihr Euch mal nach der CD umschaut! VOICES OF WONDER sind anscheinend immer für eine Überraschung gut! ( (H.H.)

GOAT - Sacred Pilgrim


Erstveröffentlichung: CD / Die Hard/Progress Records)

GOAT sind eine eklige, dämonische Band, bei deren Sänger man sich wirklich einen kleinen, hüpfenden Dämon mit rotem Gesicht und Hörnern auf der Stirn vorstellt. Wenn ich das Info richtig verstanden habe, besteht GOAT nur aus einer einzigen Person, die Schlagzeug, Gitarre, Bass und Drums bedient (was natürlich nur im Studio funktioniert). Auf jeden Fall ist die Band blasphemisch, heftig, aber soundtechnisch nicht so verwaschen wie viele andere Bands des Genres. (H.H.)

CYBORG - Chronicles


Erstveröffentlichung: CD / Die Hard/Progress Records

CYBORG läßt vielleicht vermuten, daß es sich um eine elektronische Band handelt, doch dem ist nicht so, denn das hätte mich bei PROGRESS auch gewundert. CYBORG ist sogenannter Death-Techno, wobei ich aber gar nicht so genau sagen kann, was das sein soll. Für mich klingt es eigentlich wie ganz ""normaler"" Death-Metal. Vielleicht heißt es so, weil eventuell ein Digital-Schlagzeug benutzt wird? Für Freunde von Death-Metal ist diese CD aber auf alle Fälle eine Bereicherung. (H.H.)

CYCLOON - Head/Over/Now


Erstveröffentlichung: CD 2000 / Scanner / SPV

Neuerer Electro-Sound, d.h. Electro, der nach den 80er Jahren entstanden ist, ist eigentlich nicht so mein Fall, da gibt es auch nur wenige Ausnahmen, die entweder wirklich innovativ klingen, oder sich aber an den 80er Jahre Klängen orientieren. Die Bands der vergangenen Jahre haben mir zu oft ""moderne"" Techno-Sounds dabei, die mir einfach nicht gefallen wollen. Eine Ausnahme sind Power-Electro-Projekte wie Winterkälte und Noisex oder aber äußerst eigenständige Bands wie Operating Strategies und Haujobb. Wie eine Mischung aus vielen Bands und Projekten klingt CYCLOON, ein Soloprojekt von Page 12-Mitglied Axel Kleintjes, der sich dafür aber auch immer mal wieder Hilfe von anderen Musikern holt, hier von Dave Kirvel (Pierrepoint) und Ned Kirby (Stromkern). Ziel ist es, Industrial, EBM und Dark-Wave zu verknüpfen, was auf diesem Album auch ganz gut gelungen ist. Mal ist es treibend-tanzbar, mal klingt es, als wenn UP Rotor und Enigma ein gemeinsames Lied produziert hätten, mal glaubt man, eine Kombination aus Techno, Haujobb und Pal zu vernehmen, dann sticht wieder mit düsteren Samples durchsetzter Death Industrial hervor und so weiter. Recht vielseitiger Sound also und dazu noch gut gemacht. Einige Tracks haben definitiv Tanzflächenfüller-Qualitäten und so ist ""Head/Over/Now"" zwar nicht meine Lieblings-CD, doch überdurchschnittlicher Electro-Sound, den ich mir auch mehr als einmal anhören kann. (A.P.)

CYPRESS THRILL - Cypress Thrill


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Smd M Ave / Sony

Vor vier Monaten brachten CYPRESS HILL ihr Album „Till Death Do Us Part“ heraus und schon folgt gleich das nächste Release hinterher. Allerdings gibt es kein neues Material zu hören, sondern eine Sammlung einiger älterer Raritäten der härteren Gangart (deshalb wohl die Namensspielerei mit dem Bandnamen) aus dem so genannten CYPRESS HILL-Kolllektiv. Man hört Sachen von MELLOW MAN ACE, EVERLAST, THE PHARCYDE, DJ LEGACY und einigen weiteren, doch der größte Teil der Songs stammt von Sen Dogs Sideproject SX-10. Rap ist nicht gerade das Thema, über das ich groß urteilen könnte, aber die Stücke auf CYPRESS THRILL ergeben eine homogene Masse des aggressiveren und düstereren Raps der letzten Jahre, der gottseidank nicht allzu sehr auf der billigen Muthafucka-Attitüde abläuft. Insofern auch für mich ein nettes Album. (H.H.)

THE D4 -


Erstveröffentlichung: CD 6Twenty / Flying Nun Records / Pias Recordings

THE D4 ist eine neue Band aus Neuseeland (North Shore, Auckland City) und das hier ist das Debut-Album. Geboren wurde D4 im Jahre 1998 und spielten sich durch diverse Clubs, wo sie dann von FLYING NUN RECORDS vom Fleck weg gesignt wurden. Eine kleine EP haben sie dann 1999 veröffentlicht und dann wurde noch weiter und noch intensiver getourt, mit den legendären GUITAR WOLF (guckt Euch unbedingt WILD ZERO an) und vielen weiteren. Das hat offenbar so viel Zeit in Anspruch genommen, dass das Einspielen des Debut-Albums so lange in Anspruch genommen hat und erst jetzt im Jahre 2002 auf den Markt kommt. THE D4 machen Musik, wie ich sie in letzter Zeit nur aus dem skandinavischen Raum gehört haben, zum Beispiel von den HELLACOPTERS und vielen weiteren. Die Rede ist von Garagen-Rock´n Roll, der ohne technische Schnörkel und vielen Gadgets klar kommt, sondern direkt in den Wurzeln des fetzigen Kneipenrocks zu finden ist. Drei Coverversionen sind ebenfalls zu hören, genaugenommen „Pirate Love“ von Johnny Thunders, „Invader Ace“ von Guitar Wolf und „Mysterex“ von den Scavengers. (H.H.)

Webadresse der Band: www.thed4.co.nz

JOE E. DADDARIO - Living In The Restless Age


Erstveröffentlichung: CD / HiHo Music

Wenn es um superangenehme und unaufdringliche und perfekte Popmusik geht, ist man bei dem amerikanischen Künstler JOE E. DADDARIO ganz genau richtig. Das ist genau die richtige Musik, wenn man abend einfach nur in einer Kneipe abhängen möchte und sein Bierchen schlürfen möchte. Trotzdem ist das keine Musik zum nebenbei hören, denn der gute Joey möchte uns mit seinen Texten auch ein bißchen was sagen. Die CD ist übrigens mit einem enhanced Teil ausgestattet, den man im PC abrufen kann, um mehr Informationen, die Texte, Photos und vieles mehr zu erhalten. (H.H.)

DAEMON - Seven Deadly Sins

/ Die Hard/Progress Records

Death Metal alter Schule präsentieren uns DAEMON, doch die Band ist, glaube ich jedenfalls, noch nicht allzu alt und präsentieren uns, glaube ich, hier ihr erstes Album. Alleine schon der Titel läßt es vermuten, daß es in die arg düstere Ecke geht und und Songnamen wie ""Sloth"", ""Wrath"", ""Greed"", ""Lust"", ""Gluttory"", ""Pride"" und ""Envy"" machen deutlich, daß es tief in das innere der menschlichen Seele geht. Es handelt sich nämlich, wer es noch nicht bemerkt hat, um eben jene sieben Todsünden. Der achte Song der CD nennt sich ""The Eighth Sin"", schade, daß man die Texte nicht versteht. Vielleicht heißt es in der achten Sünde, daß man Jesus C. nicht an das Kreuz nageln sollte, das kann man nämlich auf dem Cover erkennen. Alle Texte basieren übrigens auf den Kinoknüller ""Sieben"". (H.H.)



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