TIM DONAHUE - Madmen & Sinners


Erstveröffentlichung: CD 2004 / Frontiers Records

„Madmen & Sinners“ blickt auf eine recht lange Entstehungszeit zurück. Bereits im Jahre 2002 begann Tim Donahue (Gitarre/Bass/Keyboard) an dem Album zu schreiben. Im Januar 2003 ging er dann endlich ins Studio, um das Material zusammen mit Mike Mangini (Drums) einzuspielen. Die Vocals steuerte kein geringerer als DREAM THEATER-Sänger James LaBrie bei. Das Ergebnis der intensiven Arbeit ist wirklich beachtlich. Donahue hat hier ein progressives Album mit allerhand musikalischen Spielereien vorgelegt. Streckenweise klingt es natürlich sehr nach DREAM THEATER, doch gerade durch Donahue’s Experimentierfreudigkeit unterscheidet sich „Madmen & Sinners“ von den Werken der großen Prog-Band. So stellt er z.B äußerst hörenswerte Dinge mit dem Keyboard an.

Der Opener „Million Miles“ bereitet einem schon mal einen gelungenen Einstieg in das Album. Der Song bietet ein ordentliches Maß an progressiver Härte, ist leicht hymnisch gestaltet und kommt schön groovig daher. Des weiteren sind auch zwei ruhige, atmosphärische Intermezzi enthalten. Eines davon knüpft direkt an den kraftvollen Opener an und wurde „Let Go“ betitelt. Dies Stück wartet mit einem harmonischen Gitarrenspiel und klangvollen Keyboardeinsätzen auf. Das andere Zwischenspiel heißt „Morte et Dabo“ und darf getrost zu den Highlights der CD gezählt werden. Es handelt sich hierbei um eine reine Darbietung eines gregorianischen Mönchs-Chors. Das Stück verbreitet eine wunderbar majestätische Stimmung. Es folgt „Children Of The Flame”, ein druckvoller und vor allem gesangstechnisch sehr überzeugender Song. „The End“ schleppt sich dagegen wesentlich gelassener voran und besticht im Mittelteil durch eindrucksvolle Gitarrenarbeit. Den klaren Höhepunkt der Platte stellt aber der abschließende Titeltrack dar. Ein bombastisches Lied, das sich über fast 16 Minuten hinauszieht und unzählige Elemente in sich vereint. Tim Donahue & Co. ist zu gratulieren bzw. zu danken, sie beschenken uns mit einer abwechslungsreichen und gut „ausgereiften“ Scheibe, die keinen Fan des Genres enttäuschen dürfte. Anspieltipps: Million Miles, Morte et Dabo, Children Of The Flame, Madmen And Sinners. (Daniel Hinrichsmeyer)



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