BAND OHNE NAMEN VS. MILKA - Girl 4 A Day


Erstveröffentlichung: CD 2002 / X-Cell Records / Sony

Dies ist nun die bereits dritte Auskopplung aus dem zweiten Album und dieses Mal muss man ihnen zugestehen, dass sie ein glückliches Händchen bei der Auswahl bewiesen haben, denn „Girl 4 A Day“ ist das beste Stück darauf. Der besondere Clou an der Sache ist, dass hier, wie auch auf dem Album, VIVA VJ MILKA für den weiblichen Rap-Teil im Stück verantwortlich ist. Wieso sind die beiden ausgerechnet auf MILKA gekommen, denn meines Erachtens hat sie sich bis heute nicht musikalisch hervorgetan. Die Wahl fiel deshalb auf sie, weil die drei ein gemeinsames Erlebnis hatten. MILKA hatte im Juni 1999 ihre erste Folge „Viva Interaktiv“ und litt unter enormen Lampenfieber. Ebenso hatten Guy Gross und Claus Capek ihren ersten Auftritt in „Interaktiv“ und da alle drei gemeinsam zitterten, verband sie fortan dieses Gefühlserlebnis. Die MCD bietet insgesamt vier Stücke, wobei es mit dem „Video Mix“ startet. Der darauf folgende „Caribbean Mix“ unterscheidet sich nicht grundlegend von der bekannten Version und dann folgt die „Karaoke Version“, die im Grunde der „Video Mix“ ist ohne Stimmen. Zu guter Letzt gibt es noch ein interessantes Stück, nämlich „One Minute“, welches man live in Kassel aufgenommen hat. Ich wette, diese Single wird hoch in die Charts einsteigen, ganz besonders, weil es einfach das beste Stück der LP ist. (C.H.)

ECHO & THE BUNNYMEN - Live In Liverpool


Erstveröffentlichung: DVD 2002 / Cooking Vinyl

Was habe ich mich gefreut, als ich las, dass eine DVD von einer der besten Bands aller Zeiten erscheinen sollte. Es handelt sich um „Live in Liverpool“ von ECHO AND THE BUNNYMEN und bietet ein neueres Konzert der Band in wunderschönen Bildern und mit allen großen Hits der Band. In den vergangenen Jahren hat der kreative Kern der Band, Sänger Ian McCulloch und Gitarrist Will Sergeant, wieder intensiv zusammen gearbeitet und ein wenig die guten alten Zeiten aufleben lassen. Wie bei wenigen anderen alten Bands wünsche ich mir, dass ECHO AND THE BUNNYMEN im Zuge des sonst eher langweiligen 80er Revivals (wenn es das dann überhaupt wirklich gibt), noch mal richtig erfolgreich werden.

Das Cover der DVD ist ganz im Stil der frühen Alben der Band gestaltet und lässt Erinnerungen an die gute alte Zeit des New Wave aufkommen. Auch die Musik wurde zum Glück nicht zu sehr auf modern getrimmt, so dass die Fans der Originalwerke voll auf ihre Kosten kommen. Die Bühnenshow ist zurückhaltend, im Hintergrund laufen einige Videoprojektionen, dazu ein bisschen Licht und eine ziemlich cool rüber kommende Band, deren Sänger immer noch eine Wahnsinnsausstrahlung hat. Bei Songs wie „Lips Like Sugar“, „Bring On The Dancing Horses“, „Over The Wall“ oder „The Back Of Love“, fühlt man sich gleich rund 20 Jahre jünger. Wenn dann aber absolute Klassiker wie „Ocean Rain“, „The Cutter“ und „The Killing Moon“ angestimmt werden, möchte man fast weinen, obwohl, das muss ich zugeben, „The Killing Moon“ nicht so monumental kommt, wie auf dem Album. Trotzdem bleibt dieses Lied aber einer der größten Popsongs überhaupt! Die Gitarrenklänge schneiden sich wie gespannter Draht mitten ins Gehirn, besonders auch bei „The Cutter“. Einer der genialsten Gitarren-Wave Songs überhaupt ist das leider häufig unterschätzte „Villiers Terrace“.

Das ganze Konzert ist gut geschnitten, vom Sound her einwandfrei und mit einigen optischen Effekten verfeinert. Eine große Show darf man nicht erwarten, dafür aber eine ausgesprochen atmosphärische Umsetzung.

Als Bonus gibt es noch Liveversionen von „Crocodiles“ und „Zimbo (All My Colours)“, die optisch jedoch nur mit den Hintergrundvideos (nehme ich mal an) unterlegt sind und keine Livebilder zeigen. Das ist allerdings besonders schön, da die Hintergrundvideos unzählige Szenen der frühen ECHO AND THE BUNNYMEN enthalten. Weiterhin gibt es noch die Videoclips zu „It´s Alright“ und „Make Me Shine“ zu bewundern, so dass diese DVD ein rundum schönes Teil ist. Jetzt wäre es auch noch wünschenswert, wenn die früheren Videos auch noch auf DVD veröffentlicht würden.

Wer ECHO AND THE BUNNYMEN bisher nicht kennt, sollte sich ruhig diese Scheibe zulegen, denn im Prinzip ist es auch eine „Greatest Hits“ Zusammenstellung. Immerhin gehört die Band neben The Jesus And Mary Chain und The Smiths zu den Begründern des heutigen Brit-Pop, und für mich persönlich sind sie sogar größer als die unsterblichen Chameleons. (A.P.)

ECHO & THE BUNNYMEN - BBC Radio 1 Live In Concert


Erstveröffentlichung: CD 1991 / Windsong / Pinnacle

Als ich heute Morgen beim Anziehen nebenbei irgendeinen Musiksender im Fernsehen laufen hatte und da die Engländer Coldplay gezeigt wurden, hatte ich den unwiderstehlichen Drang, gleich eine ECHO AND THE BUNNYMEN CD einzulegen und griff zu diesem 1988er Live-Konzert. Zu der Zeit waren die Mannen um Sänger Ian McCulloch in England wirklich groß und spielten zudem noch in der Originalbesetzung. Zu Recht hat die Band vor einigen Monaten einen Preis als Band bekommen, dafür, dass sie junge Bands in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich beeinflusst und inspiriert hat.

Das hier vorliegende Konzert wurde im Januar 1988 in Liverpool aufgenommen und enthält knapp eine Stunde lang jede Menge Hits und Bandklassiker in Top-Soundqualität. Mit „Rescue“, „Back Of Love“, „Seven Seas“, „Bedbugs And Ballyhoo“, „The Cutter“ und „Lips Like Sugar“ sind eine Menge echter Gitarren-Wave-Megahits der 80er Jahre vertreten, die ein ganzes Genre geprägt haben, dazu noch Fan-Favoriten wie „Heaven Up Here“, „Zimbo“, „Show Of Strength“ und einige weitere. Da kann man als Liebhaber der Gruppe aus Liverpool doch gar nichts mehr falsch machen. Ein solides Livealbum ohne Makel von einer der besten Bands überhaupt. (A.P.)

ECHO & THE BUNNYMEN - Ocean Rain

CD
Erstveröffentlichung: LP 1984 / Korova / Wea

Nach den drei sehr erfolgreichen Alben „Crocodiles”, „Heaven Up Here” und „Porcupine” und diversen Singlehits, war die Erwartung an „Ocean Rain” sehr groß. ECHO AND THE BUNNYMEN konnte sie 1984 jedoch vollständig erfüllen und legten zwar das glatteste und poppigste Album bis dahin ab, ohne jedoch in seichte Popgefilde abzudriften. Mit „Silver“ und „Seaven Seas“ sind neben einigen etwas experimentelleren Songs zwei absolute Ohrwürmer vertreten. Der unübertroffene Höhepunkt ist jedoch der Klassiker „The Killing Moon“, der definitiv zu den größten Popsongs aller Zeiten gehört. Alleine deshalb ist „Ocean Rain“ eine Pflichtplatte, nicht nur für Fans von Gitarren-Wave, sondern für jeden Menschen, der nach dem perfekten Popsong sucht. Hier ist ein Beispiel dafür!!! „Ocean Rain“ ist zwar nicht das beste ECHO-Album (das ist, zumindest für mich, „Heaven Up Here“), aber auf jeden Fall ein Meisterwerk der 80er Jahre. (A.P.)

ECHO & THE BUNNYMEN - Heaven Up Here

CD
Erstveröffentlichung: LP LP / Korova / Wea

Nach dem erfolgreichen Debut-Album ""Crocodiles"" legten ECHO AND THE BUNNYMEN bereits 1981 ihr zweites Werk vor, welches wohl als ausgereiftestes der Band gelten darf. ""Crocodiles"" war ein eher songorientiertes Album, während ""Heaven Up Here"" als ganzes sehr homogen wirkt, ohne ein Konzeptalbum zu sein. Es ist wohl auch das am wenigsten poppige, dafür aber wavigste und somit eines der besten. Selbst die Meisterwerke ""Porcupine"" und ""Ocean Rain"" konnten diese 1981er Platte nicht mehr übertreffen. Mit Titeln wie ""Show Of Strength"", ""Over The Wall"" oder der wunderbaren Single ""A Promise"" waren ECHO AND THE BUNNYMEN neben den Chameleons die einflußreichste und kommerziell erfolgreichste Gitarren-Wave-Band der frühen 80er. Diese Platte gehört in jede New Wave Sammlung. (A.P.)

ECHOPHONIC - Hotel ´Underwater´


Erstveröffentlichung: CD 2000 / Weser Label / Indigo

Auch aus Wien kommt Musik, genauer gesagt Rockmusik. Eine Band aus der selbsternannten Neuen Österreichischen Welle, die seit Anfang der 90er lokal Parties feierte. 1998 hat eine Band davon die alten Lasten abgeschüttelt, schlechte Songs aus dem Programm geworfen, die Sängerin Tina Böhsner dazu geholt und ohne großes Tamtam einfach losgerockt. Das erste Album wurde dann auch bald produziert und im Jahre 2000 nun veröffentlicht. Hypermelodiös, alternative und teilweise wunderschön bis kantig rockig, aber immer mit der wunderbaren Stimme Tina´s aufgehellt. Ein paar seltsame Elektroinstrumente fügen sich oft harmonisch-disharmonisch in die Songs ein. Alles in allem ein Album, das in seiner cleanen Art wirklich zu gefallen weiß. (H.H.)

Webadresse der Band: www.echophonic.de

ECHO WEST - Some Thought Us Dead


Erstveröffentlichung: CD Membrum Debile Propaganda

Nach einer großartigen LP und der ebenso guten Single „Stars“ gibt es nun ein komplettes neues Album von ECHO WEST mit dem schönen und bedeutungsschwangeren Titel „Some Thought Us Dead“.

Waren auf den ersten Releases der Minimal-Electro-Industrialisten noch eher melodiöse und krachigere Stücke schön getrennt, so haben die Musiker es auf der neuen CD (die auch noch als LP kommen soll, soweit ich weiß) geschafft, beide Stilrichtungen innerhalb der Songs zu kombinieren, wobei die Schwerpunkte mal mehr in die eine, dann wieder in die andere Richtung tendieren. Für die Minimal-Freaks gibt es genügend tanzbare Stücke, die Krachfetischisten hingegen dürfen sich über Sounds freuen, die ihnen die Ohren unter den Kopfhörern bersten lassen werden. Dazu gibt es eine gehörige Ladung feiner Melodien im 80er Jahre Gewand, die man manchmal erst nach mehrmaligem Hören entdeckt (das war übrigens Mitte der 80er bei The Jesus And Mary Chain auch so...eine der melodiösesten Bands überhaupt!). Der von ECHO WEST selbst verwendete Begriff Negativ-Pop trifft es dabei ganz gut. Irgendwo zwischen Notstandskomitee, Chris & Cosey und The Rorschach Garden oder so ähnlich. Mit dem Titelstück „Some Thought Us Dead“ ist ein potentieller Hit gleich am Anfang, bei „Soul Cleaning“ dürfen wir uns über eine Frauenstimme freuen (was mich wahrscheinlich zu dem Chris & Cosey-Vergleich verleitet hat), bei „Down Practi“ fühle ich mich fast an elektronische The House Of Usher erinnert (über einige Ecken gibt es da ja auch Verbindungen, wenn ich mich recht entsinne) und „Pray“ ist purer Harsh-Rhythm-Noise, der Winterkälte als Popband erscheinen lässt. So könnte man viele weiter Tracks aufzählen und würde dem vielseitigen Album kaum gerecht werden, da es für jeden etwas bietet, ohne sich jedoch anzubiedern. ECHO WEST haben ihren ganz eigenen Sound gefunden und machen dafür keine Kompromisse, so, wie es eigentlich bei jeder Band sein sollte.

„Some Thought Us Dead“ hat das Zeug zu einem kleinen Klassiker und verbindet beinahe perfekt Minimal-Electro und Rhythm-Industrial. (A.P.)

ECHO WEST - Stars


Erstveröffentlichung: 7 Inch 2001 / Membrum Debile Propaganda

ECHO WEST ist ein Minimal-Projekt aus dem Fallen Apart-Umfeld, über das wohl noch niemand ein schlechtes Wort verloren hat. Wie auch? Das Projekt wird so konsequent durchgezogen, dass jede Kritik wirkungslos verpuffen muss. Wer die Single kauft, erhält genau das, was er erwartet, wenn er auf minimalistischen-Electro-Sound mit offensichtlichen 80er-Jahre-Anklängen steht. Die Musiker versuchen gar nicht, irgendwelche modernen Klänge zu erschaffen, sondern wollen genau, wie die bekannten Gruppen aus dem Jahrzehnt klingen, als Electro-Musik noch Seele hatte und nicht nur ein kommerzielles Produkt war und vor allem einen Stampfbeat haben musste. Im Gegensatz zur ebenfalls grandiosen LP „Signalisti“ wirken beide auf der Single veröffentlichten Songs etwas melancholisch und ich fühle mich tatsächlich ein wenig an die Italiener „The Frozen Autumn“ erinnert. Damit ist fantasievollen Hörern auch schon eine Tür zu den frühen Clan Of Xymox geöffnet und der Vergleich ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Ich denke aber, damit können ECHO WEST sehr gut leben. Wie meistens im Minimal-Electro-Bereich ist die Single auf eine verhältnismäßig kleine Auflage limitiert, so dass sie kaum noch irgendwo erhältlich sein dürfte. Einfach mal beim Membrum Debile Mailorder versuchen oder einen Blick auf www.bakterielle-infektion.de riskieren. Auf jeden Fall ist die Single jeden Cent wert. (A.P.)

Webadresse der Band: www.bakterielle-infektion.de

EDENFELD - Superstar


Erstveröffentlichung: Maxi-CD 2002 / Himmelpforten / Warner Chappell

Warum covert eine deutsche Electroband ein Lied von Schlagerkönigin und Gay-Liebling Marianne Rosenberg? Klar, weil´s Spass macht! Warum das aber so seicht ausfallen muss, ist eine ganz andere und viel wichtigere Frage. Wahrscheinlich würde die Band mit diesem Song gerne in die Verkaufscharts kommen, doch trotz des Booms von 80er Jahre Coverversionen sehe ich da schwarz. Klingt ein bißchen wie Beborn Beton treffen auf No Comment treffen auf Wolfsheim treffen auf Depeche Mode treffen auf Erasure und so weiter. Natürlich ist der Song nett und hat durchaus auch Ohrwurmqualitäten, doch der Schmalz tropft aus jeder Note. Es fehlt einfach die unvergleichliche Stimme von Marianne Rosenberg. Vielleicht hätte man sie um ein Duett beten, und das Ganze eine Spur peppiger abmischen sollen. Auch nicht viel interessanter, nur ein wenig kürzer ist der „Radio Edit“ des Songs, aber ich denke nicht, dass man das Lied oft im Radio hören wird.

Wesentlich interessanter finde ich da schon die beiden Eigenkompositionen von EDENFELD, die auch deutlich in die Synthie-Pop-Ecke gehen und Fans von Beborn Beton und Konsorten sicher erfreuen dürften. Sicher, nicht wirklich bahnbrechend, aber doch eingängig und hübsch. Für Fans dieser Musikrichtung bestimmt eine gute Erweiterung der Sammlung, mir ist das aber zu wenig druckvoll produziert, klingt, als ob man hier den Hörgewohnheiten der Masse nicht zuviel ungewohntes zumuten wollte, um zumindest einen Achtungserfolg verbuchen zu können. Etwas weniger kommerziell, dafür aber ein bisschen eckiger und kantiger, dann würde zumindest mir das besser gefallen. (A.P.)

EDE + DIE ZIMMERMäNNER - Eva, Jürgen + Max


Erstveröffentlichung: 7 Inch EP 1980 / Zick Zack / Rip Off

Die ZIMMERMÄNNER gehören zu den kultig verehrten NDW-Bands der frühen Zeit, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Schlecht finde ich die Band nicht, aber wirklich vom Hocker konnten sie mich auch nicht reißen. Aus EDE + DIE ZIMMERMÄNNER wurden dann DIE ZIMMERMÄNNER und, wenn mich nicht alles täuscht, irgendwann THE ZIMMERMEN.

Dass die Band sich hier unter dem Namen SKAFIGHTER präsentiert, kommt nicht von ungefähr, denn die drei Lieder auf der Single zeigen sich alle im mittelschnellen Skarhythmus und laden zum Tanzbeinschwingen ein. Der A-Seiten-Titel „Eva, Jürgen + Max“ klingt dabei ein wenig, wie später Andreas Dorau oder Foyer Des Arts, besonders auch textlich. Besser ist aber der erste B-Seiten-Song „Klein + Doof“, der wirklich hübsch und eingängig ist. Danach gibt es noch „So Froh“, einen etwas schnelleren Ska-Song, der auch heute noch manchen Fan dieser Musikrichtung zum Standdauerlauf animieren dürfte. Doch, insgesamt ein liebenswertes, fröhliches Stück Vinyl, das in jede NDW-Sammlung passt. Erschienen ist die Platte auf dem kultigen Zick Zack-Label, mit der Katalognummer ZZ7 und gehört damit zu den ganz frühen Veröffentlichungen von Alfred Hilsberg. Dementsprechend dürften die Preise nicht gerade in die Taschengeldkategorie fallen. Sammler stört das natürlich nicht. (A.P.)

ED WOOD BE PROUD - Two


Erstveröffentlichung: CD 2002 / Proud Music / Pängg Distribution

ED WOOD BE PROUD. Ein schönes Wortspiel und schon mal durchweg sympathisch, sich mit dem König des Trashfilmes zu identifizieren. Die deutsche Band hat sich im Jahre 1997 gegründet und widmet sich, wie sie selbst verraten, dem melodischen 70s-Rock, was ich nur unterschreiben kann. Eine erste CD („Poem“ 2000), diverse Liveautritte und Erfolge in Sachen Airplay, Internet-Votings und Bandwettbewerben führten die vierköpfige Band voran. ED WOOD BE PROUD schaffen es, gute und mitunter recht poppige Melodien in brachiale Rockmusik einzupacken und verliert sich mitunter in minutenlangen Gitarrensoli (wie z.B. bei „Icon“). Vergleiche zu den typischen 70er-Bands fallen nicht schwer und bei „Schizophrenia“ meint man sogar eine Doors-Hammondorgel zu hören und bei „The Knife“ sogar ein wenig späte Beatles. Von dieser Seite aus kann ich den Vergleich mit Ed Wood aber nicht ganz nachvollziehen, denn ED WOOD BE PROUD machen ihre Sache dabei nicht trashig, sondern für ihr Genre perfekt. Eine Single-Auskopplung könnte man in meinen Augen mit „Enter Now“ machen, doch meine persönlichen Faves auf dem Album sind „How Many Times“ und „Schizophrenia“. (H.H.)

Webadresse der Band: www.edwoodbeproud.de


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